Phosphorama

Ohne Phosphor kein Leben

Ohne Phosphor können Sie nicht leben. Sie nicht, Tiere nicht, Pflanzen nicht - niemand auf der Erde, und nichts. Phosphor ist ein lebenswichtiger Rohstoff und anders als zum Beispiel Erdöl durch nichts zu ersetzen.

Phosphor ist kein seltenes Element. Trotzdem könnte er in einiger Zeit knapp werden. In großen Teilen der Welt ist er das schon.

Hierzulande ist Phosphor* bisher eher durch Überfluss aufgefallen als durch Knappheit, als Gewässerverschmutzer in Waschmittel oder Dünger, oder als Zusatzstoff im Essen.

Beide Szenarien, Mangel ebenso wie Überfluss, machen deutlich, wie wichtig ein nachhaltiges Phosphormanagement für unsere Zukunft ist. Denn Phosphor ist eine von allen begehrte, aber endliche Ressource. Unsere gesamte Lebensmittelversorgung ist von ihm abhängig. Und: Die Vorkommen an mineralischem Phosphor auf der Erde sind nicht nur begrenzt, sie sind auch sehr ungleichmäßig verteilt. Schon jetzt beherrschen wenige Staaten den Weltmarkt. Ihre Macht wird in den kommenden Jahren wachsen.

Die Prognosen darüber, wann die globalen Phosphatreserven aufgebraucht sein werden, schwanken stark. Nach anfänglichen Warnungen, dass sie schon in einigen Jahrzehnten zuneige gehen könnten, rechnen die meisten Experten inzwischen damit, dass die Vorräte noch einige hundert Jahre reichen werden. Doch unabhängig davon, wann der letzte Krümel tatsächlich verbraucht sein wird, zeigen Überdüngung und tödliche Algenblüten, Konzentration und steigende Weltmarktpreise schon jetzt, dass es notwendig ist, den Phosphorkreislauf zu schließen.

Doch der Weg in die Kreislaufwirtschaft ist schwierig und es sind noch viele Fragen offen. Am Beispiel des Phosphors werden wir diesen Weg ein Jahr lang begleiten. Wir werden Städte und Gemeinden besuchen, die ihre Kläranlagen umrüsten, und von ihren Erfahrungen berichten. Wir werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei ihrer Arbeit begleiten, die versuchen, die Phosphornutzung effizienter zu machen - vom Schweinemagen bis zur Fischkultur. Wir werden mit Bodenkundlerinnen und Botanikern sprechen, mit Ingenieurinnen und Chemikern, mit Ökonominnen und Geographen, und natürlich mit den Leuten im Feld: Landwirtinnen und Züchter, Stadtplanerinnen und Wasserbauer, Bänkerinnen, Reeder, Düngemittelfabrikanten. Wir werden uns die Welt für Sie durch die "Phosphorbrille" anschauen - von Gülle bis Goldstaub - und Sie filmisch und in unseren Texten mitnehmen auf unsere Reise in die Welt des Phosphors. Willkommen im Phosphorama.

Ihre Fragen und Kommentare sind herzlich willkommen. Auch Ihre Themenwünsche in Sachen Phosphor nehmen wir gerne auf und versuchen, ihnen gerecht zu werden. Schreiben Sie uns unter [email protected] Wir sind gespannt!


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* In seiner elementaren Form kommt Phosphor in der Natur praktisch nicht vor, sondern meist in seiner oxidierten Form als Phosphat. Umgangssprachlich werden die Begriffe oft synonym verwendet und so handhaben wir es auch in unseren Texten. In Zusammenhängen, in denen die Unterscheidung des chemischen Zustands relevant ist, werden wir entsprechend darauf hinweisen.

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