Magischer Kennedy

"Freifahrt" (kostenfrei) vom RadelndenReporter
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Für mich gibt es drei Gründe, nachts nicht schlafen zu können. Krankheit, Lärm oder inneres Aufgewühltsein. Wühlt mich Musik auf, mag ich das, empfinde es als Bereicherung: Klänge, Szenen auf der Bühne – all das kann sensationellen Nachhall im Innern erzeugen. Für den meisten Nachhall und eine schön schlaflose Nacht während des letzte Woche zu Ende gegangenen Schleswig-Holstein Musik Festivals sorgte Nigel Kennedy.

Dabei ging ich voreingenommen in das Konzert als ich las, dass er in Personalunion nicht nur als Violinist und Pianist, sondern auch in der Orchesterleitung reüssieren wollte. Zudem hatte ich Kennedy aus Jugendzeiten als „Modegeiger“ in Erinnerung und als Effekt haschender Eigenbrötler.

Kussmund ins Publikum.
Stargeiger Nigel Kennedy, 62, gibt sich gern launisch, "clownisch", extrovertiert....
Nigel Kennedy lächelt versonnen ins Publikum, die Geiger in der Linken.
....selten auch wie ein "ganz normaler Ausnahme-Virtuose"....
Kennedy breitet die Arme weit und lacht ins Publikum.
....und am Ende musikalisch die ganze Welt umarmend.
Kamera-Info: Nikon FM2 mit
Ilford Delta 400 professional

Auf Effekte ist der bald 63-Jährige heute vielleicht noch mehr aus als in den 1980ern. Sein Outfit ist eine Mischung aus Basketballer und Punk, seine Ghetto-Gruß-Gesten wirken abgegriffen, bisweilen peinlich. Das berühmte Doppel-Violinkonzert von Bach, mit dem er sein Konzert beginnt, spielt, stampft und beschleunigt er im ersten Satz, als wolle er es vernichten.

Doch dann kommt „The Magician of Lublin“, Kennedys Eigenkomposition. Und plötzlich macht das Konzert Sinn, entlockt Kennedy seiner ins klassische Grundorchester eingepflanzten Jazz-Spezialcombo aberwitzige Klangeffekte. Man lernt, wie gut zum Beispiel die Gitarre zur Geige passen kann. Man entdeckt Kennedys irren Amalgam, bestehend aus Jazz-, sephardischen, orientalischen und klassisch-europäischen Elementen.

Kennedy macht Weltmusik im ureigentlichen Sinn, die wahrscheinlich nur live eine derartige Eindringtiefe besitzt. Wer den Magician mit Kennedy hört, sieht und fühlt, der schluckt das Schrullige des Briten mit höchster Nachsicht.

Lübeck, 1.9.2019; Autor: Martin C Roos, der "RadelndeReporter"
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  1. Jazz
  2. Kultur
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Der Berliner Schlagzeuger Max Andrzejewski: Mit seiner Band Hütte hat er sich dem Schaffen des englischen Popkomponisten Robert Wyatt angenommen.
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Die portugiesische Trompeterin Susana Santos Silva bei der „European Jazz Conference“ in Lissabon.
  1. Nachhaltigkeit
  2. Zukunft

Ein bisschen Optimismus

Einfach das verändern, was man kann. So lautet Harald Welzers Rezept für ein Leben im Einklang mit der Natur. Auf Politik und Wirtschaft will er nicht warten. Aber reicht das aus? Eine Rezension seines neuen Buchs „Alles könnte anders sein“.

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  1. Geschichte
  2. Rhein

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Mit seiner filmischen Dokumentation „Die große Rheinfahrt in historischen Filmaufnahmen 3 – Am Puls des Stroms“ lässt Hermann Rheindorf Zuschauerinnen und Zuschauer den Rhein hinaufreisen und Geschichte erleben, die bis heute wirkt. Eine Rezension inklusive Audio-Interview von Rainer B. Langen.

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  1. Rezension
  2. Roman
  3. Wald

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Das Cover des Romans "Die Wurzeln des Lebens" von Richard Powers.
  1. Babys
  2. Bewusstsein
  3. Frühchen

Auf der Suche nach der Babyseele

Wann werden Babys zu Personen? Wohl schon im Mutterleib. Jedenfalls legen das aktuelle Studien nahe.

  1. Hirnforschung
  2. RiffBuch

Lernen lernen vom Nachbarsjungen

„Es kommt nicht darauf an, Fehler zu vermeiden, sondern aus ihnen zu lernen“. Eine Rezension von Henning Becks „Irren ist nützlich"

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  1. Natur

Echte Wildnis

Der Berliner Naturfotograf Sebastian Hennings porträtiert in seinem Bildband „Explosives Erbe“ verlassene Truppenübungsplätze in Ostdeutschland. Eine Rezension.

Cover des Buchs „Explosives Erbe. Natur und Artenvielfalt auf alten Truppenübungsplätzen“ von Sebastian Hennigs.
  1. Artenschutz
  2. Insekten

Insekten, die hinten stechen

Das opulente Buch „Stachel und Staat“ zeigt, was Wespen, Bienen und Ameisen so erfolgreich macht.

So ein Weibchen der Grabwespe Oxybelus mucronatus ist gerade einmal 10 Millimeter lang. Dieses Exemplar wurde in Brandenburg gefangen. Die Tiere erbeuten Fliegen und transportieren sie aufgespießt auf ihrem Stachel.
  1. Freiflug
  2. Ornithologie

Schule für den schnellen Blick

Lars Gejl zeigt in seinem neuen Buch, warum beim Bestimmen von Greifvögeln der Gesamteindruck zählt.

  1. KünstlicheIntelligenz
  2. Zukunft

Die digitale Diktatur

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Mit Unterstützung durch die KI können wenige Menschen die Weltherrschaft übernehmen.
  1. Insekten

Erinnerungen, die Schmetterlinge hervorrufen

Der Schriftsteller Peter Henning erfüllt sich einen Traum und schreibt eine Liebeserklärung an die Schmetterlinge. Meisterlich verbindet er Wissenswertes mit Stationen aus seinem Leben.

»Mein Schmetterlingsjahr« von Peter Henning.
  1. Wirtschaft
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Was in Zukunft wertvoll wird

Drei Bücher - von Kim Stanley Robinson, Jens Beckert und der Initiative D2030 - zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, wie Zukunftsszenarien wirken können: Sie regen nicht nur zum Nachdenken an, sondern beeinflussen auch wichtige Entscheidungen.

Skyline von New York City
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Als Larve sieht die Hornisse aus wie eine Wurst

Metamorphosen: Ein neues Buch zeigt, was Insekten erfolgreich macht.

Der Kopf einer ausgewachsenen Hornisse bei 15facher Vergrößerung.
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