„Steter Tropfen höhlt den Stein“

Drei Unternehmen zeigen, wie sie beim Klimaschutz vorangehen

von Daniela Becker

KlimaSocial – vom Wissen zum Handeln

München, den 31. Dezember 2019

Was haben der Allgäuer Mittelständler Elobau, der Elektronikkonzern Bosch und der Waschmittelhersteller Sodasan gemeinsam? Sie betreiben Klimaschutz - im Moment eher trotz der politischen Rahmenbedingungen und nicht wegen ihnen. Denn wer versucht nachhaltig zu wirtschaften, hat es schwerer sich gegen günstigere Konkurrenz durchzusetzen. 

Wenn Armin Hipper morgens bei seinem Arbeitgeber in Leutkirch im Allgäu einstempelt, fragt ihn die Zeiterfassung: Wie bist Du hergekommen? Zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Auto? Mit einer Fahrgemeinschaft? „Das System rechnet mit der Information zum Transportmittel die Entfernung des Mitarbeiters von seinem Wohnort zum Arbeitsplatz in Treibhausgas-Emissionen um und findet dann automatisiert Eingang in unsere Klimabilanz“, sagt Hipper, der als Nachhaltigkeitsmanager für die Klima-Performance bei Elobau mitverantwortlich ist. Elobau entwickelt, fertigt und vertreibt Bedienelemente, Sensoren, Füllstandgeber und Elektronikbauteile beispielsweise für große Landmaschinenhersteller und Industrie. Seit 2010 achtet das Unternehmen darauf klimaneutral zu wirtschaften.


Das Bild zeigt eine digitale Stempelkarte des Unternehmens Elobau. Hier wird erfasst, mit welchem Mobilitätsträger die Mitarbeiter zur Arbeit kommen. Diese Information fließt direkt in die Klimabilanz ein.
Eine digitale Stempelkarte des Unternehmens Elobau. Hier wird erfasst, mit welchem Mobilitätsträger die Mitarbeiter zur Arbeit kommen. Diese Information fließt direkt in die Klimabilanz ein.

Der Anstoß dazu kam von Geschäftsführer Michael Hetzer. „Der Klimawandel war schon 2009 deutlich erkennbar und ich hatte den Impuls handeln zu müssen. Über das Unternehmen habe ich einen großen Hebel“, sagt Hetzer. In einem ersten Schritt beauftragte er eine Ingenieursgesellschaft, eine Energiebilanz für Elobau zu erstellen. Sie bildete die Grundlage für die Beurteilung von Produktionsabläufen, Verfahren und Versorgungssystemen des Unternehmens. Hetzer stellte auf Grünstrom-Bezug um, schaffte zwei Mikrogasturbinen an, baute 2010 eine große Freiflächen-PV-Anlage und belegte seine Gebäudedächer ebenfalls mit Solarmodulen. Seit 2013 produziert das Unternehmen bilanziell mehr Strom, als es verbraucht. Sukzessive wurde auch fossile Heiztechnik verbannt. Als Wärmeträger bezieht Elobau seit 2010 Biogas aus einer nahegelegenen Speisereste-Vergasung. Am Standort in Leutkirch konnten auf diese Weise die Scope-1-Emissionen von 3,36 kg je Tausend Euro Bruttowertschöpfung im Jahr 2016 auf 2,69 kg im Jahr 2018 gesenkt werden. 

Die Infobox erklärt die drei Scopes des Carbon Accounting. Carbon Accounting bezeichnet das systematische Erfassen, monetäre und nicht-monetäre Bewerten und das Monitoring der direkten und indirekten Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen
Daniela Becker

Von der Energiebilanz zur Gesamtbetrachtung

Zunächst wurde das Thema Nachhaltigkeit stark von der Energieseite her betrachtet, so Armin Hipper, doch Schritt für Schritt flossen weitere Gesichtspunkte ein. „Je detaillierter die Betrachtung, desto komplizierter wird es“, stellt Hipper fest. Seit 2010 bewertet das Unternehmen beispielsweise auch alle Zukaufteile mit Blick auf ihre Klimabilanz. „Wir betreiben eine sehr tiefgehende Scope3-Analyse: Dazu wird jedes Kabel, jede Trommel, einfach jedes Bauteil, das wir beziehen, erfasst. Das ist bisweilen eine kleinteilige Rechnerei“, sagt Hipper. Bei der Bilanzierung lässt sich Elobau deshalb vom Tübinger Treibhausgas-Bilanzierungspezialisten Klimaaktiv beraten.

Elobau bewertet seine Lieferanten mit einem Nachhaltigkeitsscore, der auch soziale Aspekte beinhaltet. Dafür hat das Unternehmen ein Bewertungssystem ausgeklügelt, um kleinere und regionale Unternehmen nicht zu benachteiligen. „Wir fragen nicht einfach Zertifikate ab, wie viele große Konzerne das oft machen“, betont Hipper. Sich aufwändigen Zertifikatsprozessen zu stellen, können sich kleinere Unternehmen oft nicht leisten. Bei der Bewertung durch Elobau könne ein Handwerksbetrieb stattdessen punkten, wenn es zum Beispiel eine PV-Anlage auf dem Dach hat oder örtliche Vereine unterstützt. Wer auf dem Score eine Mindestgrenze unterschreitet, kommt als Lieferant nicht mehr in Frage – zumindest in der Theorie. Denn in der Praxis ist das nicht immer so einfach. Beispielsweise bezieht Elobau das für die Fertigung notwendige Kunststoff-Granulat von BASF, einem global agierenden Konzern. „Wenn wir denen sagen würden, wir kaufen nicht mehr bei euch, weil ihr uns nicht nachhaltig genug seid, dann interessiert die das natürlich gar nicht“, sagt Hipper. Bei anderen Lieferanten lasse sich aber durchaus Einfluss nehmen. „Ich nehme dann den Telefonhörer in die Hand und erkläre, warum bestimmte Dinge für uns wichtig sind“, erzählt Hipper.

Auch auf der Kundenseite hat das Unternehmen nur sehr begrenzt Einfluss. „Bisher war die Nachfrage unserer Kunden zu nachhaltigen Produkten sehr gering bis nicht existent“, rekapituliert Hipper. „Seit ein paar Jahren versuchen wir dennoch selbst mehr und mehr Nachhaltigkeit in die Produkte zu bringen.“ So hat Elobau eine modulare Armlehne für Cockpits von Traktoren entwickelt, die aus 70 Prozent biobasiertem Kunststoff besteht. 

Grüner zur Arbeit pendeln

Elobau ist nach dem Umweltmanagementstandard EMAS zertifiziert, der darauf achtet, dass ein Unternehmen ständig seine Umweltindikatoren verbessert. „Mobilität ist eine große Herausforderung für uns“, sagt Hipper. Das Hauptquartier befindet sich im ländlichen Raum im Südosten von Baden-Württemberg, der Verzicht auf das eigene Auto ist dort für die Mitarbeiter nicht immer einfach. Die Auswertung der Wegstrecken zeigte aber auch, dass viele Mitarbeiter nur einen sehr kurzen Arbeitsweg haben  und dennoch mit dem eigenen Pkw kommen. Um diese Mitarbeiter dazu zu bewegen, klimafreundlichere Transportmittel zu wählen, Elobau bewilligte die Elobau seit 2014 das Leasing von über hundert Fahrrädern. „Wir haben einen regionalen Wettbewerb mitinitiiert, bei dem 16 Unternehmen miteinander konkurrieren, wer die meisten grünen Pendelkilometer zusammenbekommt“, erzählt Hipper stolz. Gemeinsam mit dem Energiezentrum Allgäu wurde dazu eigens eine App entwickelt, mit der die Mitarbeiter spielerisch ihren „grünen Weg“ zur Arbeit erfassen. Der gesamte Klimagasausstoß des Unternehmens, als für Scope 1 bis 3 wird über Gold-Standard-Zertifikate eines Aufforstungsprojektes in Costa Rica neutralisiert, das die Firma Querdenker aus Freiburg betreut. Im Moment beginnt Elobau auch seine internationalen Vertriebsgesellschaften in Sachen Klima zu bilanzieren.

Nicht immer sind alle begeistert. „Wir sind mittlerweile rund tausend Mitarbeiter. Je größer wir werden, desto mehr bilden wir einen repräsentativen Durchschnitt der Gesellschaft ab. Da sind dann schon auch Leute dabei, die der Meinung sind, dass es jetzt mal mit „öko“ reicht.“ Hitzige Diskussion gebe es zum Beispiel regelmäßig darüber, welche Fahrzeuge für den Fuhrpark angeschafft werden dürfen. Der Fuhrpark wird als Scope-1-Emission bilanziert, Elobau legt dafür strenge Grenzwerte an. Das will nicht jeder gleich verstehen. "Wichtig ist für mich in meiner Funktion die Rückendeckung der Geschäftsführung“, sagt Hipper.

Rückendeckung, Unterstützung und Anerkennung – das würden sich die Unternehmenslenker auch von der Politik mehr erhoffen. Entsprechend sei die Geschäftsführung von Elobau der Auffassung, dass jene Unternehmen, die dem Gemeinwohl und der Natur schaden, mehr reguliert werden müssen. „Wir unterstützen die Forderungen nach einem vernünftigen CO2-Preis. Das Klimapaket hat in der aktuellen Fassung keine Lenkwirkung für ein Umsteuern in Richtung Klimaschutz“, kritisiert Hipper. 

Ein Mann fährt ein elektrisches Cargo-Bike.
Zum Produktportfolio von Bosch zum für emissionsfreien Warenverkehr gehören 36-Volt-Antriebe für Cargo-Bikes, E-Antriebe für leichte Nutzfahrzeuge wie dem Streetscooter, eAchsen für leichte und schwere Transporter, elektrifizierte Achsen für Lkw-Sattelanhänger sowie künftig Brennstoffzellen-Antriebe für 40-Tonner. Gleichzeitig ist der Konzern noch einer der größten Zulieferer für fossiler Verbrennerautos.
Bosch eBike Systems

Bosch: Ein Weltkonzern steuert um

Im Mai 2019, die FridaysforFuture-Demos erreichten gerade einen ersten Höhepunkt, kündigte die Konzernleitung von Bosch an, bis 2020 seine weltweit 400 Standorte mit rund 410.000 Beschäftigten CO2-neutral stellen zu wollen. Ähnlich wie bei Elobau wurde auch bei Bosch die Parole „Klimaschutz“ von einer Führungspersönlichkeit ausgegeben. „Bereits in der Woche nach meinem Amtsantritt im Juli 2012 habe ich von unseren Forschern ein Konzept verlangt, wie wir Bosch klimaneutral stellen können“, sagt Unternehmenschef Volkmar Denner. Die Antwort, die er zunächst erhielt, war ernüchternd: „Zu teuer, nicht machbar.“ Doch Denner wollte nicht aufgeben und trieb den Prozess voran, bis man sich in diesem Jahr an die Öffentlichkeit wagte. Nach Berechnungen sei es möglich, die 3,3 Millionen Tonnen CO2 die das Unternehmen pro Jahr ausstoße, zu neutralisieren. „Also machen wir es“, beschloss Denner.

Um dies bis nächstes Jahr umsetzen zu können, kauft das Unternehmen kurzfristig mehr Ökostrom und Zertifikate für Ökostrom von bestehenden Windkraft- und Solaranlagen. Unvermeidbare CO2-Emissionen werden mit Kompensationsmaßnahmen wie etwa Aufforstung in Panama, Windkraft auf den Philippinen oder Waldschutz in Afrika ausglichen. Weitere 40 Prozent des Energieverbrauchs werden durch regenerative Energie über exklusive Verträge mit Wind- und Solarparks oder eigene Photovoltaik-Anlagen abgedeckt. Mehr als ein Fünftel seines Jahresverbrauchs von 7,8 Terawattstunden will Bosch durch Energieeffizienzmaßnahmen in seinen Fabriken und Verwaltungen reduzieren. Insgesamt sind für den Plan zwei Milliarden Euro veranschlagt, gleichzeitig sollen Reduktionen des Energieverbrauchs eine Milliarde Euro einsparen. Viel Geld, aber: Klimaschutz sei dringlicher denn je, denn die Folgen des Klimawandels gefährdeten die Stabilität in der Welt. „Wir müssen in kürzeren Fristen reagieren, um die Ziele von Paris zu erreichen", begründete Denner den Schritt. „Wir sind auf einem sehr guten Weg“, sagt Sprecherin Katharina Hogh-Binder. Die Neutralstellung in Deutschland, was immerhin rund ein Drittel des kompletten CO2-Fußabdrucks des Konzerns ausmache, sei zu 90 Prozent geschafft.

Mobilität der Mitarbeiter wird noch nicht bilanziert

Bislang erfasst das Unternehmen allerdings noch keine Scope-3-Emissionen. „Wir arbeiten im Moment an der umfassenden Erhebung“, sagt Hogh-Binder. Das Unternehmen plane in Kürze eine Bewerbung bei der Science Based Target Initiative, die Unternehmen dabei begleitet, wissenschaftsbasierten Klimazielen umzusetzen – also solche, die den Forderungen der Pariser Verträge gerecht werden. Unter den über 500 Firmen, die der Initiative angehören, sind bislang nur wenige Deutsche.

Die Ankündigung der Klimaziele auf der Bilanzpressekonferenz hat erhebliche Medienresonanz, darunter viel Lob, aber auch Kritik erfahren, weil Bosch, um auf dem Papier die Klimaneutralität schon bis zum nächste Jahr zu erreichen, erstmal vor allem stark auf die Zertifikate- und Kompensationslösung zurückgreift. Bosch weiß um dieses Manko und will nach eigenen Angaben die Kompensationsmaßnahmen bis 2030 deutlich reduzieren. Schwieriger wird es, das offensichtliche Problem zu lösen: Das Unternehmen ist der größte Autozulieferer der Welt und liefert viel Technik für Verbrennermotoren, die eine der Hauptursache des Klimaproblems sind. 

Waschmittelkarton der Marke Sodasan.
Die für die Herstellung der Wasch- und Reinigungsmittel eingesetzten Rohstoffe stammen nach Angaben von Sodasan zu fast 50 Prozent aus kontrolliert biologischem Anbau. Petrochemische Rohstoffe werden gar nicht verwendet.

Ökopionier der ersten Stunde

Solche Sorgen hat Jürgen Hack nicht: „Wir konnten damals bei null anfangen, wir hatten kein großes Schiff umzulenken.“ Der gelernte Chemiker ist sozusagen ein Vertreter der ersten Welle Klimaschützer, ein Kind der Umwelt- und Friedensbewegung Anfang der 1980er Jahre, die geprägt von Unzufriedenheit und Protesten, neue Überzeugungen und Umweltideen hervorbrachte. In diesem Zeitgeist gründete er gemeinsam mit Kerstin Stromberg 1982 das Unternehmen Sodasan. Ihr Ziel: wirklich ökologische Wasch- und Reinigungsmittel herzustellen. Von den improvisierten Anfängen, als die Zutaten für das Scheuerpulver noch im Betonmischer vermengt und von Hand abgefüllt wurden, hat sich das Unternehmen inzwischen zu einem wichtigen Arbeitgeber im sonst eher strukturschwachen Ostfriesland gemausert. Und ist sich dabei seinen Umweltwerten treu geblieben.

Die Stromversorgung erfolgt seit Jahren über den Ökostromanbieter Greenpeace Energy. Seit Mitte 2015 wird auch die Wärmeenergie nicht mehr aus Erdgas, sondern aus Windgas bezogen. Seit 2016 wandelt ein firmeninternes BHKW Windgas zu Strom und Wärme um. Zu Herstellung der Bio-Pflanzenseifen wurde ein spezielles Niedrig-Temperatur-Verseifungsverfahren entwickelt. So wird die Leistung des BHKW das ganze Jahr hindurch effektiv genutzt. Zum Ausgleich der restlichen CO2-Emissionen finanziert Sodasan in Zusammenarbeit mit dem Prima Klima e.V. die Aufforstung von Wald. „Bäume pflanzen ist aus meiner Sicht die wirksamste Kompensationsmaßnahme“, sagt Hack.

Preis konventioneller Produkte bildet Schäden nicht ab

Die für die Herstellung der Wasch- und Reinigungsmittel eingesetzten Rohstoffe stammen nach Angaben von Sodasan zu fast 50 Prozent aus kontrolliert biologischem Anbau. Petrochemische Rohstoffe werden gar nicht verwendet. Weil Rohstoffe aus Ökolandbau hochwertiger sind als konventionelle, schlägt sich das im Preis der Sodasan-Produkte nieder. „Der günstigere Preis konventioneller Produkte ist natürlich kein echter Preis, weil er die Klima- und Umweltschäden gar nicht abbildet,“ sagt Hack und fordert: „Hier muss die Politik dringend eingreifen, damit Produkte, deren Umweltkosten ausgelagert werden, nicht billiger sein können als solche die konsequent ökologisch produziert werden.“

Seit 2016 erfasst Sodasan auch die Arbeitswege der Mitarbeiter und bezieht sie in seine Klimabilanz ein. Und es fordert seine Geschäftspartner auf, darzulegen, was sie in Punkto Nachhaltigkeit unternehmen. „Unsere Produktion ist CO2-neutral, klar! Aber wir müssen auch die vor- und nachgelagerten Prozesse betrachten - direkten Einfluss können wir darauf natürlich nicht nehmen, aber wir können zumindest unsere Partner entsprechend auswählen oder bestehende Partner auf ihrem Weg zur Klimaneutralität inspirieren und unterstützen“, erklärt Hack.

Mitarbeiter müssen motiviert werden

Ähnlich wie der Nachhaltigkeitsmanager von Elobau sieht esElobau auch Jürgen Hack als herausfordernde Aufgabe, alle Mitarbeiter auf dem nachhaltigen Weg mitzunehmen. Für neu Hinzugekommene gibt es beispielsweise eine Umstiegsprämie zum Ökostrom-Anbieter Greenpeace Energy. Man versuche Fahrgemeinschaften zu bilden, biete Leasingmodelle für E-Bikes an. „Es gehört aber schon Überzeugungsarbeit dazu“, sagt Hack.

Darin hat der Öko-Pionier Jahrzehnte Erfahrung. Hack freut es, dass – ähnlich wie in den 80-er Jahren – wieder Menschen auf die Straße gehen, um für ihre Überzeugungen einzutreten. Die Ankündigung von Bosch, an der sich der Konzern wird messen lassen müssen, zeigt, dass auch bei großen Akteuren der Wirtschaft etwas in Bewegung gekommen ist. „Steter Tropfen höhlt den Stein. Letztlich ist das was gerade passiert, das Ergebnis von über 40 Jahren Entwicklung“, meint Jürgen Hack. 

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Dieser Artikel erscheint in der Koralle KlimaSocial von Riffreporter.de. KlimaSocial steht für einen Perspektivwechsel. Die Klimaforschung, über die wir hier schreiben, richtet ihren Blick weder auf Physik noch Technik, sondern auf soziale Prozesse. Unsere anderen Texte finden Sie hier.

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Drei Donuts liegen auf einen weißen Tuch vor einem offenen Fenster, der mittlere steht so auf der Seite, dass man durch das Loch blicken kann. Der linke ist mit Zuckerperlen verziert, der mittlere mit Schleifen von Schokoguss, der rechte mit rosa Zuckerguss. – Hefeteig, Loch in die Mitte, frittieren und verzieren – Doughnut oder Donut heißt die Kalorienbombe.
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