Wenn man gerade ins Theater könnte...

Drei Theater-Tipps in einfacher Sprache für die Zeit, wenn wir wieder ins Theater gehen können.

© Friedel Evers Crischa Ohler und Sjef van der Linden spielen das Schaf und den Wolf. Sie tragen plastische Masken, die die Gesichter halb bedecken. Der Wolf zeigt dem Schaf gerade seine teure Uhr.

Alle drei Theaterstücke sollten jetzt im Mai auf einem Festival gezeigt werden, das jetzt nicht stattfinden kann. Zu einem Festival kommen viele Menschen eng zusammen. Dabei kann das Corona-Virus übertragen werden, von einem Menschen zum anderen. Deswegen finden gerade keine Festivals statt.

Aber alle Theater hoffen, dass sie bald wieder ihre Stücke zeigen dürfen. Dann reisen sie auch in andere Städte, um dort zu spielen. Manchmal auch weit weg.

Kuscheln, jagen, „kämpfen“

„Mischpoke“ heißt „Familie“. Meistens stellt man sich etwas darunter vor, wo es ziemlich drunter und drüber geht. Genau wie in dem Tanzstück „Mischpoke“ aus der Stadt Köln. Die Menschen auf der Bühne sind zum Teil Vater und Mutter und Kind. Das jüngste Kind ist drei Jahre alt. Die älteste Frau ist 71 Jahre alt. Alle tanzen miteinander und machen Musik. Über der Bühne hängen ganz viele verschiedene Lampen. Die geben ein Licht, das man „warm“ nennen kann. Das heißt, es fühlt sich gemütlich an. Mal ist man eng miteinander, trägt sich, dann zerrt man aneinander herum, wehrt sich, liebt und umarmt sich, macht gemeinsam Pause...

Genauso unterschiedlich wie die Lampen sind die Menschen auf der Bühne. Sie gehen freundlich miteinander um, auch wenn sie rangeln. Das heißt, wenn sie zum Spaß miteinander „kämpfen“. Jeder darf genauso sein, wie er ist. Alle lassen sich gegenseitig viel Platz und Raum.

Wo das Schaf dem Wolf gute Nacht sagt

Ein Wolf hat Hunger. Er geht zu einem Stall mit vielen Tieren. Dort findet er ein Schaf, das er fressen will. Aber das Schaf ist nett und freundlich zu ihm. Das macht die Sache gar nicht einfach. Das Theaterstück „Ein Schaf fürs Leben“ aus der Stadt Bedburg-Hau ist eine superspannende Geschichte zwischen Wolf und Schaf, in der es um Fressen und Freundschaft geht.

Bis zum Schluss weiß man nicht, ob der Wolf das Schaf noch frisst! Obwohl sie beide zusammen eine lange Reise machen und das Schaf dabei sehr lustig ist.

Crischa Ohler und Sjef van der Linden spielen das Schaf und den Wolf. Sie tragen plastische Masken, die die Gesichter halb bedecken. Der Wolf zeigt dem Schaf gerade seine teure Uhr.
Crischa Ohler und Sjef van der Linden als Schaf und Wolf in "Ein Schaf fürs Leben".
© Friedel Evers

Auf der Bühne sind nur eine Schauspielerin und ein Schauspieler. Sie erzählen die Geschichte und spielen Wolf und Schaf. Dazu setzen sie manchmal Masken auf. Manchmal spielen sie aber auch mit Puppen. 

Die Schaf-Musik-Gruppe. Oder: die Schweine-Band

Drei mit großen Hosen verkleidete Musiker spielen als Schafe hinter einem Zaun in einem Garten Musik (E-Gitarre, Kontrabass und Saxofon). Im Vordergrund singt eine Schauspielerin mit einer Jacke aus künstlichem Fell und mit Cowboy-Stiefeln. Sie spielt den Hütehund.
Der Hütehund (Tina Jücker) rockt mit den Schafen in "Hast du schon gehört?".
© Ursula Kaufmann

Schon wieder Schafe! In dem Stück „Hast du schon gehört“ sind es drei Schafe. In Bonn sind es drei Musiker in zu großen Hosen und Wollpullis, die sehr lustig wie Schafe blöken können. Sie haben Schiss vor dem Wolf und fühlen sich vom Hütehund nicht sehr beschützt. Getroffen haben sie den Wolf nie. Stattdessen treffen sie die Schweine.

Wenn sich die drei Musiker auf der Bühne als Schweine verkleiden und als Schweine ihre Musikinstrumente spielen, dann wird es richtig, richtig, richtig laut.

Wenn Schafe, Wölfe, Schweine und Musik nichts für dich sind... hm...

Wenn du aber Roboter magst, dann magst du vielleicht das Stück „Hieronymus“.

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