"Vielleicht sind die Väter auch eher Mütter als Väter"

Langversion: Interview mit Regisseurin Mirjam Schmuck über ihr Gaia-Projekt, das Mutter-Sein und das Aufweichen von Kategorien und Schubladen

Köln, 05.07.2020

Von Christiane Enkeler

Für die diesjährigen Ruhrfestspiele beschäftigt sich die Theatermacherin Mirjam Schmuck zusammen mit zehn weiteren Künstlerinnen aus sechs Nationen mit dem Thema „Mutterschaft“ – und bringt so verschiedene Aspekte ihres Lebens zusammen. Mit ihrem Mann Fabian Lettow bildet sie die freie Gruppe kainkollektiv. Dabei machen die beiden als Regisseurin und Regisseur/Autor Theater, oft zusammen mit dem lose verbundenen kain-ensemble. Das ist ein kreativer Pool mit rund 20 Künstler:innen „aus unterschiedlichsten Disziplinen zwischen Tanz, Medienkunst, Schauspiel, Komposition“, die mit dem Künstlerpaar in wechselnden Konstellationen zusammenarbeiten. Beim Projekt für die Ruhrfestspiele sind es ausschließlich Frauen. Fabian ist nicht mit dabei, weder bei Premiere noch Interview, sondern steht im Stau. Eine Folge davon ist, dass der gemeinsame Sohn Jarek anders als geplant in der Zimmertür bei Mirjam auftaucht. Kinderbetreuung als Balanceakt: Wie alle Eltern müssen auch Mirjam und Fabian, die noch eine Tochter haben, Familie und Job mit Proben und Theater abstimmen – und dies nie mehr als während der Coronakrise.

Ein Gespräch über Kinder, Fürsorge, Erwartungen, Erlebnisse, Zeiteinteilung, Organisation – und Kunst. 

Dies ist die Langversion. Die Kurzversion findet sich hier.

***

Mirjam, du hast zwei Kinder. Wie alt sind sie und gehst du mit ihnen als Regisseurin auch ins Kindertheater?

Die werden acht und fünf. Und ja, ich gehe ganz viel ins Theater mit ihnen. Das Eine ist natürlich, dass sie immer in mein Theater müssen. Wir suchen aber auch extra Kinderstücke aus. Schon bevor ich Kinder bekommen habe, habe ich Theater für Kinder gemacht, vor allem Musiktheater an der Kinderoper in Dortmund. Das war immer schon ein Feld, das ich stiefmütterlich behandelt fand. Vor einigen Jahren habe ich dann das Kinder- und Jugendtheater MOKS in Bremen kennengelernt und festgestellt: Es geht auch anders. Es gibt Theater, das sich qualitativ und auch vom eigenen Anspruch her super mit dem Theater, was wir machen, verbinden lässt. Weil es sowohl Theater für die Großen als auch die Kleinen ist.

Welches Theater macht ihr?

Ein Theater, das sehr interdisziplinär versucht, auf verschiedenen Ebenen zu erzählen. Ein Theater, das – wie ich es oft positiv im Kinder- und Jugendtheater erlebe – sehr offen ist und den Blick nicht lenkt, keine moralische Keule am Ende hat oder eine Linie, die durcherzählt werden soll. Sondern wenn die Zuschauer sehr frei sind. Das können Kinder natürlich besonders gut. Die entscheiden sich ja nicht für eine Lesart, sondern sind erst mal offen. Und gucken nicht sofort, ob die Dramaturgie perfekt stimmt. Sie lassen erst mal verschiedene Eindrücke auf sich wirken und haben nicht das Gefühl, dass sie was verpassen oder nicht verstanden haben, sondern berichten erst mal vom Erlebten. Das ist es, was wir uns von den Zuschauern für unser Theater auch wünschen.

Hat sich euer Theater verändert, seitdem ihr Kinder habt?

"Ich bin gleichzeitig radikaler und verletzlicher geworden"

Ja. Gut ist, dass wir zum Teil auch in der künstlerischen Arbeit schneller und pragmatischer Entscheidungen treffen müssen. Schließlich haben wir jetzt ein ganz anderes Zeitmanagement und können nicht mehr an einer Szene bis nachts um fünf Uhr sitzen. Der Pragmatismus und der veränderte Rhythmus tun unserem Theater gut. Und natürlich glaube ich, dass man sich als Eltern verändert. Das heißt nicht, dass „Mutterschaft“ ständig Thema in meinem Theater ist. Aber ich glaube, ich bin gleichzeitig radikaler und verletzlicher in meinem Frau-Sein geworden.

Wie meinst du das?

Ich wünsche mir mehr große Würfe, Fragestellungen, aber auch Ideen und Vorschläge zum Thema: Wie kann eine andere Realität, eine andere Welt aussehen, in der Kinderhaben sinnvoll ist? Zum anderen sind mir die Sachen, die ich schöpfe, wichtiger geworden. Ich bin jetzt auch verletzlicher, wenn Kritik kommt. Weil die Zeit, die ich mich entscheide, im Theater zu verbringen, immer Zeit ist, die ich nicht bei meinen Kindern verbringe, und beides sind mir sehr wertvolle Momente.

"Etwas stimmt nicht. Etwas ist kaputt. Ich fühle es." Audiospur-Ausschnitt (4:23min) aus dem "Gaia-Projekt". Der Film dazu zeigt im Graphic-Novel-Stil die (fiktive) Geschichte der Kinder.

Bezieht ihr die Kinder beim Theater-Machen ein?

In dem jetzigen Stück „Gaia“ tatsächlich zum ersten Mal, mit Audio-Aufnahmen von meiner Tochter und auch einer Mini-Video-Aufnahme von ihr am Ende. Dann gibt es sicher auch eine andere Probenstruktur, so dass die Kinder mal mitmachen dürfen und was ausprobieren können. Aber nicht auf der Bühne. Seit einigen Jahren dürfen unsere Ensembles zwar auch aus ganz jungen Eltern und Schwangeren bestehen. Wir lassen uns also auf alles ein, was damit zusammenhängt, etwa Ausfälle, von Stillzeiten unterbrochene Proben und so weiter. Wenn es aber nicht speziell um Kinder- und Jugendtheater geht, sind viele Themen vielleicht doch zu komplex oder die Herangehensweise zu radikal auf der Bühne. Da muss man kleine Kinder noch mal anders schützen und wir passen auf, dass sie nicht mit auf der Bühne stehen. 

Filmstill aus dem "Gaia-Projekt" des Theaterduos kainkollektiv: Die in Berlin und Kanada lebende Tänzerin Catherine Jodoin steht in ihrem Wohnzimmer in einem bunten Tutu und steckt sich die Haare hoch. Hinter ihr ein Poster mit einer Tänzerin. Die linke Bildhälfte nimmt eine Schrankwand ein. Daneben steht hinter ihr ein Sofa, an der Seite eine Kiste mit Spielzeug.
Die Tänzerin Catherine Jodoin (Kanada/Berlin) in einem Filmstill des "Gaia-Projekts" von kainkollektiv.

Worum geht es beim Projekt „Gaia“?

Gaia“ ist vor zwei Jahren entstanden, eigentlich aus meinem eigenen Bedürfnis heraus - was natürlich totales Privileg ist. Ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr morgens um zehn auf einer Theaterprobe erscheinen kann, wo alle so tun, als beginne jetzt der Tag mit dem ersten Kaffee, und alle sprühen vor Energie. Ich hatte zum Teil durchgemachte Nächte mit zwei kranken Kindern hinter mir und bin auf der Probe erschienen und mir war eher zum Heulen zumute, als zu sagen: Ich bin jetzt superkreativ und starte eine Probe voller Elan! Man weiß ja, dass es allen Eltern so geht, die zu Proben kommen. Dann ist der Tag einfach schon viele Stunden alt und vielleicht waren die Nächte auch nicht gut. Es gilt natürlich auch für andere Leute in der Sorge-Arbeit, die sich etwa um kranke Menschen kümmern, dass dieser Start morgens um zehn nicht einfach so stattfinden kann.

"Mir war eher zum Heulen zumute, als zu sagen: Ich bin jetzt superkreativ"

Deswegen wollte ich einen Empowerment-Space in einem Projekt starten: Da kann man morgens als erstes eine Stunde machen, was man braucht, ob man nun eine Stunde schläft, Kaffee trinkt, noch ein Telefonat macht oder die anderen fünf Sachen erledigt, die liegengeblieben sind, weil man pünktlich zur Probe kommen wollte. Es geht also darum, sich vorzubereiten und zu sortieren. Es sollte aber nicht einfach um meine persönliche Befindlichkeit gehen. Die entscheidende Frage war: Wie funktioniert das als Künstlerin und Mutter? Weil uns Frauen bislang ja noch gesagt wird: Entweder bist du eine schlechte Mutter oder eine schlechte Künstlerin. Beides zusammen schließt sich aus.

Wer sagt das?

Na ja, das hört und merkt man. Es fängt dabei an, dass einer schwangeren Sängerin bei einem Casting gesagt wurde, sie brauche gar nicht vorsingen. Ihre Stimme verändere sich gerade in der Schwangerschaft, die außerdem ein zu großes Ausfallrisiko für eine Produktion sei. Von anderen Produktionen weiß ich auch, dass oft bewusst Künstlerinnen die Zusage bekommen, die noch nicht Mutter sind, weil sie angeblich mehr Energie haben, besser schlafen und nicht stillen müssen. Und viele denken immer noch: Künstler sind so radikal, die arbeiten Tag und Nacht, die brauchen ihre Kreativität. Ich habe das vor den Kindern unterschätzt. Ich habe gedacht: Alle schaffen das irgendwie mit Kindern und Arbeit und auch einem Vollzeitjob. Dabei ist das einfach nicht wahr. Weil es nicht möglich ist. Natürlich ist es möglich, daran zu scheitern und es immer wieder zu versuchen. Aber es ist nicht einfach machbar.

Haben nicht alle Mütter dieses Problem, die weiterhin arbeiten wollen, auch gerne arbeiten und in ihrer Arbeit aufgehen... oder arbeiten müssen?

Natürlich, das betrifft alle. Es macht sicher einen Unterschied, wenn manche einen Job haben, bei dem sie nach Feierabend den Kopf ausschalten und dann für die Familie da sind. Das ist in Produktionen nicht so einfach. Bei uns geht’s immer, ob im Theater oder am Essenstisch, um Arbeit. Das beschäftigt uns auch, weil wir in manchen Projekten Verantwortung für große Ensembles in Kamerun und Madagaskar mittragen. Aber es ist für alle arbeitenden Eltern eine wahnsinnige Herausforderung.

„Gaia“ lässt sich mit „terra“ ins Lateinische übersetzen: die Erde. Nach Hesiod entstammt sie als eins der ersten Wesen überhaupt dem Urchaos. Sie zeugt Himmel und Meer und mit ihrem Sohn Uranos die Titanen und Kyklopen. (Titan Kronos und Titanin Rhea zeugen später Zeus.) Uranos erweist sich als gewalttätiger Tyrann. Er stößt die Kyklopen in den Mutterleib zurück. Gaia lässt sich durch ihren Sohn Kronos rächen, der Uranos entmannt. Aus den Blutstropfen entstehen Rachegöttinnen, Nymphen und Giganten. Kronos verschlingt seine Kinder, aus Angst, von ihnen entmachtet zu werden. Zeus überlebt, weil er von Gaia und Rhea gemeinschaftlich versteckt wird, und übernimmt später tatsächlich die Macht. Gaia zeugt noch unzählige weitere Wesen.... Quelle: Michael Grant und John Hazel: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten. 

Du wolltest was zum „Gaia“-Projekt erzählen...

Genau! Einige der mit uns assoziierten Künstler:innen sind in den letzten Jahren Mütter geworden und haben sich ganz grundsätzliche Fragen gestellt. Eine Schauspielerin beispielsweise bemerkte nach der Geburt bei den ersten Proben, dass da, wo vorher der große Bauch gewesen war, wie eine Energiequelle, nun eine Art Loch war, dass gefüllt werden musste. Eine Tänzerin, deren Körper sich natürlich wahnsinnig verändert hatte, konnte sich nicht mehr genauso bewegen wie vorher. Es stellte sich heraus: All diese Fragen sind bei allen in unserem Ensemble, die Kinder haben, wahnsinnig präsent. Und alle haben ein großes Bedürfnis, dazu zu arbeiten. Wir haben damit angefangen, Probenbedingungen zu hinterfragen: Was sind unsere Bedürfnisse, wenn wir proben.

"Was heißt es für uns, Mutterschaft und Künstlerinnen-Dasein zu vereinbaren"

Können wir in einem Theater probenbegleitend Babysitter für die Betreuung unserer Kinder haben? Können wir parallel während der Proben in die Betreuung rübergehen, oder können die Kinder mit Betreuung rüberkommen. Lassen sich Babysitter-Kosten in einen Projekt-Etat mitnehmen, ist das finanzierbar. Erlauben das die Stiftungen oder lehnen sie es als nicht förderwürdig ab. Neben den kulturpolitischen Fragen sind wir aber auch künstlerisch an diese Fragen herangegangen: Was heißt es für uns, Mutterschaft und Künstlerinnen-Dasein zu vereinbaren. Was für Konzepte von Mutterschaft gibt es? Wo ist es immer noch so, dass die Sorge-Arbeitenden alles umsonst machen? Und nicht vorkommen in der Gesellschaft.

Eine Frau steht in einem prachtvollen rot-violetten Kostüm im Wald und blickt nach rechts. Hinter ihr ist es sehr dunkel, nur das Gras zu ihren Füßen zeigt ein saftvolles Grün. Sie trägt einen Helm mit einem Geweih, das rötlich schimmert.
Die kamerunische Schauspielerin Edith Nana Tchuinang Voges lebt in Deutschland. Hier hat sie ihr Kind bekommen und das deutsche Konzept von Mutterschaft kennengelernt. Ihr Kostüm im Gaia-Projekt stammt von der kroatischen Kostüm- und Bühnenbildnerin Zdravka Ivandija Kirigin.
© Nils Voges

Dann erzähl doch mal: Ihr seid Künstlerinnen aus Kanada, Kamerun, Iran, Kroatien, Frankreich und Deutschland - welche Erfahrungen habt ihr gemacht? 

Wir haben erstmal Portraits voneinander gemacht. Da wir auch eine Graphic-Novel-Zeichnerin dabei haben, war das naheliegend: Wie sehen wir uns als Künstlerinnen und Mütter. Die Herausforderungen als Mutter sind sehr unterschiedlich. Edith ist eine Schauspielerin aus Kamerun, die seit einigen Jahren in Deutschland lebt. Sie kommt aus einer Tradition, die ganz andere Rituale kennt für Mutterschaft und Geburt. Sie war in Deutschland erstmal überfordert.

"In Kamerun bekommen Mutter und Kind wahnsinnig viel Unterstützung"

Denn hier geht man davon aus, dass nach einer Geburt zunächst nur die Kleinfamilie zusammenkommt. Es gibt vielleicht nicht einmal große Besuche, weil die Beziehung zwischen Mutter und Kind als das Wichtigste erachtet wird. In Kamerun bekommen Mutter und Kind dagegen wahnsinnig viel Unterstützung von allen Schwestern, Müttern, eigentlich fast dem ganzen Dorf. Das bedeutet, dass sich auch die Mutter nicht nur um das Kind, sondern auch sich selbst kümmern kann. Hier ist es ja oft so, dass es vor allem um das Baby geht, das jeder sehen möchte, während die Mutter in den Hintergrund tritt und weniger umsorgt wird. Das Stillen, das Wochenbett und all diese Aspekte sind kaum Thema. Das ist in Kamerun sicher anders. Da wird die Mutter in den nächsten Monate bekocht und verwöhnt. Die Konzepte sind also anders, was zu Konflikten führt und zu der Frage: Wie lebt man seinen Kindern Mutterschaft vor? Was sind die Prioritäten, die man selber setzt?

Edith hat ihr Kind in Deutschland bekommen?

Genau. Die Begleitung während und nach der Geburt läuft in Kamerun ganz anders als in Deutschland ab. Vielleicht muss es ja auch hier nicht so sein, dass die Mutter mit dem Kind zunächst allein ist. Vielleicht ließe sich Geburt von Anfang an eher als gesellschaftlicher denn als privater Vorgang begreifen, den die Mütter dann bitte auch ganz alleine zu tragen habe. Wie sich bei unseren Ensemble-Gesprächen zu dem Thema herausstellte, sind andere in dem Projekt wiederum ganz bewusst nicht Mütter geworden. Diese Widersprüche zu diskutieren und zum Thema zu machen, ist total spannend.

Wie kommt das jetzt auf die Bühne? Welchen dramaturgischen Bogen...

... mein Sohn kommt grade rein.. - Was ist passiert, Jarek? Hast du den Fuß umgeknickt? (Kind im Hintergrund) Oje, beim Radschlagen.... (Kind im Hintergrund) Das kann ich gleich machen. Aber da musst du einmal kurz rausgehen und... morgen. Und Fabian kommt jetzt auch, den kannst du auch sofort fragen. // Genau, Fabian steht im Stau und die Übergabe hat nicht geklappt... // Jarek, machst du die Tür zu, weil das sonst zu laut ist? Dankeschön. // Wo waren wir stehen geblieben?

Ähm... beim dramaturgischen Konzept. Welche Struktur legt ihr zugrunde?

Es war natürlich erst geplant, dass es ein Bühnenstück wird und dass dadurch, dass wir alle zusammen sind, es auch eine gemeinsame Erzählung ist. Wegen der Coronakrise waren wir über lange Zeit nur über Zoom-Konferenzen zusammen, ansonsten aber über Ländergrenzen hinweg voneinander getrennt. Jede musste deshalb am eigenen Portrait arbeiten, die sich wie die Erzählungen auch separat verfolgen lassen. Trotzdem versuchen wir, auch eine gemeinsame Narration zu finden. Dann treffen sich diese Mütter abends, online oder bei einer Probe, und beginnen sich zu transformieren. Sie haben alle Kostümwechsel und werden zu Hybriden, also anderen Wesen, die es erlauben, sich von Rollenzuschreibungen zu befreien.

„Macht euch verwandt, nicht Babys!“ (Donna Haraway)

Die Wissenschaftstheoretikerin und Biologin Donna Haraway hat in ihrem letzten Buch "Unruhig bleiben" darüber geschrieben: „Macht euch verwandt, nicht Babys!“ Sie meint damit, mit Tieren oder Objekten eine andere Form von Verwandtschaft und Sorgearbeit zu finden, die vielleicht nicht mehr nur das klassische Bild von Mutter-Vater-Kind und der eigenen Reproduktionsarbeit ist. Dass das Sorge-Tragen und Sich-verwandt-Machen die Zukunft ist und nicht das private Kinderkriegen. Diese Erzählung hin zu solch einer Utopie versuchen wir als zweite Ebene darunterzulegen. 

Verstehe ich das richtig: Die Idee ist, dass durch dieses Verwandt-Machen auch Frauen, die sich entschieden haben, keine Kinder zu bekommen, eine Art Mutterschaft erleben? In einer Fürsorge?

Total. Wenn man nur Mutterschaft weiter und größer definieren würde. Was ist mit der Mutter, die keine Kinder, aber eine Abtreibung hinter sich hat. Was ist mit der Mutter, die nach fünf Fehlgeburten keine Kinder hat. Was ist mit der Mutter... Was ist mit der Mutter, die seit Jahren versucht, schwanger zu werden und nichts passiert. Oder was ist mit den Trans-Müttern, mit Inter-Müttern? Die Konzepte wären eigentlich so vielfältig, wenn man sie denn zulassen würde. Wenn wir uns nicht primär die Geschichte erzählen würden: Wenn man ein Kind möchte, wird man schwanger, gebiert ein Kind und ist danach Mutter. Da bedarf es jetzt endlich der anderen Erzählungen. Selbst wenn ich nicht die Repräsentantin dieser Narrationen bin.

Aber Mirjam, dann frage ich mich: Was ist denn mit den Vätern?

Ja, die kommen auch vor. Vielleicht sind die Väter auch eher Mütter als Väter.

Das musst du ein bisschen erklären.

Es gibt verschiedene Stränge, die uns interessieren. Es war uns als Erstes wichtig, einen Safe Space für die Mütter zu schaffen und bewusst zu sagen: Bei diesem Schritt sind die klassischen Väter an unserer Seite nicht dabei. Das war sehr wohltuend. Ich hatte vorher auch Angst vor diesem Klischee „reines Frauenprojekt“. Das begegnet uns noch, dass einige zu dem Ruhrfestspielprojekt sagen: „Ah, das ist das Projekt, wo nur Frauen sind“. Aber es herrschte sofort eine entspanntere Atmosphäre und das hat uns allen sehr gut getan. Wenn man über intime Momente bei einer Geburt spricht oder alles, was auf Proben sonst passiert, dass man sich zuraunt: Hast du einen Tampon mit, dass das in einem Raum, wo nur Frauen sind, nicht geflüstert wird. Ganz banale Sachen.

Was wir noch nicht aufgelöst haben: Was denn nun eigentlich "Gaia" ist.

Genau. Als wir vor einem Jahr die erste Workshop-Präsentation gemacht haben, haben wir uns als Folie auch für die Zeichnerin über Ur-Mütter unterhalten. Was sind die Göttinnen der Fruchtbarkeit, wofür steht dieser Begriff der "Mutter Erde". Die Konnotationen „Vaterland“, „Mutter Erde“, „Muttersprache“...also wo nutzt man „Vater“, wo nutzt man „Mutter“, wem wird was zugeschrieben?

"Was sind die Forderungen der Kinder gerade?"

Gaia als Mutter Erde war für uns relevant, weil mit dieser Frage der Kreation und Mutterschaft die ganze Klimathematik und Fridays for Future kamen. Was sind die Forderungen der Kinder gerade? Damit waren wir bei der größeren Frage nach Gaia und der Mutter Erde, auf der wir alle leben. Klingt ein bisschen pathetisch. Allen Menschen auf der Welt ist aber gemein, dass sie Mütter haben und geboren wurden. Dass wir uns auf dieser Mutter Erde arrangieren müssen und das seit Jahrhunderten ja alle nicht so richtig hinkriegen. 

Seid ihr diesem Faden noch nachgegangen? Wem wird was zugeschrieben? Außer „Mutter Erde“ und „Vaterland“?

Dem Mutterbegriff wird meiner Ansicht nach ganz schön viel Gewalt angetan. Löwenmutter, Rabenmutter... Motherfucker oder so.. Es ist ein Begriff, der immer lustig kombiniert wurde. Wir sagen: Das muss man wieder lösen. „Mutter“ ist auch irgendwie... Ich finde das auch als Wort gar nicht so schön... Weil es sofort ganz viel auslöst und man sofort wieder in einer Schublade ist.

Was löst es denn deiner Meinung nach aus? Oder: Was löst es bei dir aus?

Durch das Projekt ist wieder viel positiver geworden, was der Begriff bei mir auslöst:  Alles, was mit einer anderen Kraft zu tun hat, mit einer anderen Energie, mit einem großen Erfahrungshorizont, weiß ich inzwischen wieder zu schätzen. Egal, wie es geendet hat, ob mit oder ohne Geburt. Trotzdem glaube ich, dass wir bei all diesen alten Bildern, die wir immer noch haben, gerade in Europa, bei dieser christlichen Vorstellung von Vater-Mutter-Kind, die Grenzen lockern müssen.

Ein Foto aus dem Gaia-Projekt: Eine Frau in einem weißen Oberteil mit Perlen brüllt, ruft, schreit nach vorn, rechts am Betrachter vorbei. Sie trägt einen Kopfschmuck mit Stirnband und transparentem (Plastik?-)Schleier.
Die Musikerin, Elektrosoundkünstlerin und Komponistin Sara Bigdeli Shamloo aus dem Iran hat aus Paris, wo sie lebt, zum Gaia-Projekt beigetragen. Sie ist nicht Mutter.
© Sara Bigdeli Shamloo

Die beteiligten Künstlerinnen kommen aus verschiedenen Nationen, bis hin zum Iran. Das Bild hier wird sich wahrscheinlich von dem, was im Iran vorherrscht, unterscheiden. Beschreib doch mal, was du hier in Europa meinst.

Hier merkt man erstaunlicherweise, dass immer noch das alte Marienbild extrem präsent ist.

Woran merkst du das?

Zum Beispiel daran, dass in der Werbung für weibliches Blut blau gefärbtes Wasser genommen wird. Es ist immer noch, auch in der Windel-Werbung, alles weiß. Wenn man dann mit einer Kanadierin spricht, sagt die, dieses Wort "unbefleckt" sei unglaublich stark im Deutschen und so krass und natürlich auch so falsch.

"Unbefleckt ist an dem Vorgang von Zeugung, Geburt, Schwangerschaft, Gebären nichts."

Unbefleckt ist an dem Vorgang von Zeugung, Geburt, Schwangerschaft, Gebären nichts. Trotzdem ist in der Darstellung alles blütenweiß, total abstrus. Ich finde wirklich Bindenwerbung, in der man immer noch einen Tropfen hellblau gefärbtes Wasser auf einen weißen Stoff tropft, völlig absurd als Bild.

Wie hättest du es denn gerne?

Na ja, also ich weiß nicht, warum es nicht rot ist. Es ist ja tatsächlich eine ästhetische Zuschreibung, dass man das nicht zeigt.

Und jenseits der Werbung, im Alltag, wenn du mit Menschen direkt zusammenkommst und nicht gleich schon wieder im nächsten ästhetischen Raum bist: Mit was für einem Mutterbild hast du dich auseinandergesetzt, als du das erst Mal schwanger warst?

Ich habe tatsächlich zum ersten Mal gemerkt, dass all diese Themen gesellschaftlich gar nicht vorkommen. Ich hatte keine Vorstellung davon, was es heißt, in der Öffentlichkeit zu stillen, und dass das wirklich ein Thema ist. Als ich zum Beispiel in einem Café meinen Sohn stillte, sagte ein Mann am Nebentisch, er fände das Geräusch unappetitlich. Ich dachte, wir wären hier wesentlich weiter, sind es aber überhaupt nicht.

Es ist ein Schwarz-Weiß-Portrait der jungen Gesprächspartnerin aus dem Interview. Sie blickt nach links aus dem Bild hinaus und lächelt leicht. Ihre dunklen Locken fallen locker auf die nackten Schultern, denn sie trägt ein schwarzes Trägerhemdchen. Nur ihr Gesicht und einige der der Locken sind scharf gestellt. Der Rest des Bildes ist unscharf.
Mirjam Schmuck ist 1984 geboren und hat Theaterwissenschaft und Komparatistik an der Ruhr-Universität Bochum und der Université Charles-de-Gaulle in Lille studiert. Sie arbeitet seit 2005 als Regisseurin, Dramaturgin, Musikerin und musikalische Leiterin in Theaterproduktionen in Mülheim, Bochum, Dortmund, Moers, Stuttgart, Köln, Varaždin und Krakau. In ihrem jüngsten "Gaia-Projekt" beschäftigt sie sich mit Gendertheorie und Feminismus.

Ich wusste über ganz viele Themen nicht Bescheid. Wenn man draußen aktiv unterwegs ist, hört man wenig über Themen wie Geburt, Sterben oder Krankheit. Man hat stattdessen mit großem Tempo zu funktionieren. Erst wenn man schwanger ist oder eine Geburt bevorsteht, setzt man sich plötzlich damit auseinander und fragt sich: Warum weiß ich darüber nichts? Warum redet da keiner drüber? Warum ist das nicht viel präsenter? Es ist auch noch ein Tabu-Thema, dass viele Frauen lange nicht schwanger werden können. Das machen Frauen mit sich selbst aus. Das ist nicht gut, dass das keine größere Relevanz hat.

Vielleicht kannst du kurz in dem Zusammenhang erläutern, was „Safe Space“ und „Empowerment“ genau bedeuten. Was soll da passieren und was ist passiert?

Das ist ein Ort, an dem man nicht sofort wieder auf Vorurteile oder Mauern trifft, sondern von Leuten mit ähnlichen Erfahrung umgeben ist und deshalb freier sprechen und ohne Bewertung sprechen kann. Ohne sofort die Frage zu hören: "Wo sind denn da die Väter?" Das ist uns letztes Jahr bei unserer Präsentation sofort passiert, dass wir uns als acht Frauen angreifbar auf der Bühne gemacht haben. Im Publikumsgespräch hat sich als erstes ein Mann gemeldet und gesagt: Aber wo sind denn die Väter? Weil er sich nicht repräsentiert fühlte.

"Es gilt, den Mutterschaftsbegriff überhaupt zu öffnen. Vielleicht muss man irgendwann nur noch über die Sorge-Tragenden reden."

In diesem Empowerment-Space muss man die alle aber gar nicht unbedingt repräsentieren und integrieren. Diesen Raum kann man sich erst mal nehmen. Wenn man ihn dann öffnet, werden die Wände sofort wieder eingerissen und man muss sich dem stellen. Dieser freie Raum des Sprechens und des dadurch Anders-Seins hat dazu geführt, dass auch im Ensemble die Themen wesentlich tiefer und persönlicher geworden sind. Das ist natürlich nichts, was ich jetzt hier erzählen kann. Aber ich glaube, dass man trotzdem an unserem Abend mitbekommt, dass da alle sehr viel von sich zulassen. Das soll auch Mut machen, dass diese Themen insgesamt in der Gesellschaft mehr vorkommen müssen. Wenn man eine Fehlgeburt hatte und zwei Wochen krankgeschrieben wird, dann weiß man nicht, wie man das mit den Freunden und auch mit dem Arbeitgeber besprechen soll. Weil hier immer noch alle sagen: Erst nach zwölf Wochen redet man überhaupt über eine Schwangerschaft. Aber diese zwölf Wochen des Schweigens, in denen man sagt: Es kann so viel schiefgehen, redet noch mit niemandem darüber, das finde ich wirklich... Das sind zwölf Wochen, in denen man in zwei Realitäten lebt. Und wenn was schiefgeht, weiß man nicht, wohin mit sich. Es ist ein Tabuthema und das ist echt fürchterlich. Es gilt, Grenzen aufzuweichen, andere Begriffe zu finden, den Mutterschaftsbegriff überhaupt zu öffnen. Vielleicht muss man irgendwann nur noch über die Sorge-Tragenden reden. Und, ja, mehr Solidarität schaffen und mehr Orte, wo man sich austauschen kann. 

Hat das Covid-19-Virus euch "reingehauen" in die Arbeit? Hat es dem ganzen Projekt noch mal einen Drall gegeben?

Eine Bühnenproduktion bei den Ruhrfestspielen in einem großen Raum mit 400 Zuschauern wäre supertoll gewesen. Das war schon kurz schmerzlich, dass es so nicht stattfinden kann. Das Projekt heißt ja auch noch „Cyborg-Oper“. Es waren relativ komplexe Kompositionen schon entstanden, die man jetzt auf der Distanz mit drei Sängerinnen nicht aufnehmen konnte. Das werden wir hoffentlich irgendwann live nachholen. In Kroatien waren Bühne und Kostümbild gerade hergestellt worden. Wir mussten das dann per Post hierherkommen lassen. Die Kostüme und Masken sind sehr aufwändig, das war nicht so einfach, aber es hat nicht die Arbeit beeinträchtigt für Kostüm und Bühnenbild. Trotzdem haben wir gemerkt, dass das Thema relevanter denn je ist. Weil natürlich gerade jetzt ohne Kinderbetreuung doch wieder die meiste Sorgearbeit an den Müttern hängengeblieben ist. Vielleicht nicht bei mir persönlich, aber insgesamt sind wieder die Frauen zuhause geblieben, während die Männer bezahlter Arbeit nachgegangen sind.

Das war schon eine ziemlich krasse Situation von heute auf morgen gar keine Kinderbetreuung zu haben und 24 Stunden am Tag primär wieder nur Mutter zu sein. Das hat unser Anliegen und unser Stück dringlicher gemacht. 

Kannst du dir vorstellen, das Projekt in einer zweiten Stufe zu erweitern und die Männer dazuzunehmen? Oder Fabian macht vielleicht ein Komplementärprojekt?

Die Frage war eher, wie wir diese Gruppe sich erst mal manifestieren und weiterarbeiten lassen können. Trotzdem soll es eine Erweiterung geben, auch inhaltlich. Wir wollten eigentlich viele Künstlerinnen und Freunde, Bekannte mit anderen Themenschwerpunkten einbeziehen und treffen, zum Beispiel aus dem Charnyprotest in Polen gegen das dortige Abtreibungsgesetz. Zu Transmutterschaft haben wir viel recherchiert.

Eine Frau blickt durch ein Fenster von außen nach innen. Ihr Gesicht kann man aber nicht erkennen. Denn die Gesichtszüge sind mit groben Zügen und einem dicken Pinsel auf die Scheibe gemalt, nach dem Muster Punkt-Punkt-Komma-Strich.
Videostill aus dem Gaia-Projekt des kainkollektivs

Ich glaube also, dass wir andere in einem zweiten Schritt einbeziehen sollten. Ich glaube aber nicht, dass es die klassischen Väter werden. Sondern eher hybride Patchwork-Ideen und -Gedanken: zum Beispiel auch homosexuelle Paare, die sowohl Mütter als auch Väter sind. Es geht darum, den Begriff wirklich aufzuweichen, anstatt ihn zu manifestieren und zu sagen: Es gibt eine Gegenposition. Es geht eher darum, dass man die Sorge Tragenden, die sich dazugehörend fühlen, miteinander integriert.

Gibt es denn noch etwas, was du gerne sagen würdest und was ich jetzt nicht gefragt habe?

Man müsste stärken, was gerade an Institutionen oder in der freien Szene passiert: dass Theatervorstellungen und Kinderbetreuung parallel stattfinden oder Theater für die Erwachsenen und die Kinder gleichzeitig. Dass Theater und Kunst familienfreundlich sein können... // Kind im Hintergrund: "Mama..."

***

Aussagen und Positionen der Gesprächspartnerin repräsentieren ihre eigenen Auffassungen, die sich die "Auch für Erwachsene!"-Koralle nicht zu eigen macht.

Das "Gaia-Projekt" soll wiederaufgenommen und fortgeführt werden. Wer davon erfahren möchte, kann sich den Newsletter von "Auch für Erwachsene!" bestellen.

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Das Gaia-Projekt:

Gendertheorie:

  • Donna Haraway: Verwandt im Chthuluzän. Nach ­Anthropozän, Kapitalo­zän und Plantago­zän kommt: Verwandtschaft. Mit Fußnoten findet sich der Text in diesem Buch.
  • Donna Haraway: „A Cyborg Manifesto: Science, Technology, and Socialist-Feminism in the Late Twentieth Century," (engl.). Der Text findet sich auf Deutsch in diesem Buch: Donna Haraway: „Monströse Versprechen. Die Gender- und Technologie-Essays“ (Rezension von Ingo Arend hier).
  • In einem gekürzten Teil des Interviews verweist Mirjam Schmuck auch auf dieses Buch: Alisa Tretau (Hg.): Nicht nur Mütter waren schwanger. Dieses Buch wurde von mir nicht eingesehen.
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