"Bei uns zischen die Screens."

Dramaturg Yves Regenass im Interview zu Telegram-Theater.

© Mathias Prinz Yves Regenass, ein Mann Ende 30 mit rotem Rauschebart, blickt in die Kamera: mit rosa Pudelmütze und schwarzem Hoodie.

Yves Regenass ist Dramaturg bei machina eX. Das Theaterkollektiv arbeitet seit Jahren mit der Dramaturgie von Computerspielen.

Wer eine Veranstaltung von machina eX besucht, bleibt nicht Zuschauer*in. Die Theatergames bestehen aus Mitspielen und Kooperieren. Entsprechend wird dafür viel programmiert, immer. Freunde und Verwandte erhalten im Vorfeld von Premieren Einladungen zu Beta-Tests.

Jetzt, zu Corona-Zeiten, kommt noch eine Ebene hinzu: Die Theatermachenden haben ihre Vorstellung komplett ins Digitale verlegt und nutzen den Messenger „Telegram“. Dadurch können die Teilnehmer*innen untereinander kommunizieren. Über „Telegram“ werden sie einer kleinen Gruppe zugeordnet, einer fiktiven Wohngemeinschaft. Außer den Zuschauer-Teilnehmer*innen gehören dazu noch Chris und Tess, die einzigen, die während des „Lockdowns“ in der Düsseldorf-WG geblieben sind.

„Lockdown“ ist der Titel gebende Ausgangszustand des Spiels. Zu Beginn meldet sich Mitbewohner Chris mit der Bitte, ihn bei der Suche nach Tess zu unterstützen. Sie ist verschwunden. Wir müssen sie suchen: von dort aus, wo wir gerade sind. Mit der einzigen Kommunikation über den Messenger.

Vor dem Premiere hat Christiane Enkeler mit Yves Regenass über die Arbeit an „Lockdown“ gesprochen und darüber, wie es hinter den Kulissen aussieht.

Guten Morgen, Yves! Du gehörst zur Gruppe machina eX und ihr produziert fürs Theater ein Messenger-Spiel, das heißt "Lockdown". Was ist das?

Das ist der Versuch, aus einem Projekt, was jetzt nicht zustande kommen kann, eine Version zu bauen, die kompatibel ist mit den Corona-Reglementarien. Und gleichzeitig auch der Versuch, den Erzählkosmos leicht an das Ganze anzupassen.

Wie funktioniert es?

Man lädt sich die App „Telegram“ herunter und hat dann die Möglichkeit, sich für das Spiel zu registrieren. Das macht man über das Theater. Man wählt ganz klassisch eine Aufführung, das heißt die Leute begegnen sich da wirklich. Und dann bekommt man Sprachnachrichten, Textnachrichten, und wird in eine Situation eingeführt, wo eine Figur verschwindet. Ziel dieses Spiels ist es, die Figur ausfindig zu machen und zu verstehen, was eigentlich los war. Das kann man nur, wenn man unterwegs geschickt zusammen Rätsel löst.

Vor welchen Anforderungen standet ihr?

Wir arbeiten mit einer englischen Firma, die Telefondienste anbietet. Wenn du in ein automatisches Menu kommst und Auswahlmöglichkeiten hast, dann ist das ganz oft mit dieser englischen Firma konstruiert. Die ermöglicht über eine Software automatische Kommunikation mit Handy-Nutzern. Man kann letztens Endes alles, was ein Telefon kann, auch technisch simulieren. Wir haben erste Versuche damit gemacht und festgestellt, dass es zwar total gut funktioniert und man tolle Geschichten damit erzählen kann, obwohl das gar nicht für solche Fälle konzipiert ist. Aber die Komplexität ist sehr begrenzt. Unsere Techniker haben jetzt schon für das letzte Projekt einen Editor geschrieben, der mit den technischen Funktionen von diesem Unternehmen kommuniziert, aber es möglich macht, viel komplexere Aufbauten zu programmieren. Und als Drittes kommt das Endgerät der User hinzu, also die Telefone. Das sind so die drei Zutaten.

"Programmieren ist eine der zentralen Leistungen."

Wenn man jetzt von einer normalen Telefonie wegrückt und das in den Messenger reinsetzt, dann stellen sich genau die Fragen: Was ist da überhaupt noch möglich? Welche Funktionen führen zu Problemen? Wo gibt es Schnittstellen, die man nicht mehr bedienen kann? Was passiert, wenn plötzlich statt einem User 30 miteinander verlinkt werden und so weiter. Da sind ganz viele technische Überprüfungen nötig, um dieses System überhaupt zum Funktionieren zu bringen. Und dann hat man noch gar nichts Dramaturgisches gemacht.

Also ihr müsstet auf jeden Fall programmieren.

Das ist eine der zentralen Leistungen, und das Gemeine ist: Das sieht man gar nicht. Oder anders gesagt: Sobald es wahrnehmbar wird, haben wir es höchstwahrscheinlich mit einem Fehler zu tun, den wir so an der Stelle nicht gewollt haben. Proben ist bei uns vor allen Dingen auch Programmieren, und das wird gleichzeitig komplett der Sichtbarkeit entzogen.

Warum habt ihr euch für Telegram entschieden?

WhatsApp ist als System viel geschlossener, da kommt man gar nicht dran. Wir programmieren nicht Telegram um oder so. Wir haben aber die Möglichkeit, diese Codes bei uns einzupflegen, so dass diese Kommunikationsschnittstelle konstruiert werden kann.

Wenn ich mitmachen möchte, muss ich damit rechnen, dass große Dateien kommen? Sollte ich mich ins WLAN anschließen? Oder muss ich den Speicher räumen?

Ich gehe davon aus, dass man nicht dezidiert Speicher frei räumen muss, weil wir nicht mit Videos arbeiten oder wenn, dann nur wirklich an ganz ausgewählten, kleinen Stellen. Das meiste sind Textnachrichten, es gibt ein paar Fotos und so weiter. So gesehen ist das Datenpaket, was da verschickt wird, recht überschaubar.

Wie ist das mit meiner Identität? Inwieweit bin ich öffentlich, wenn ich teilnehme? Was kriegen die anderen von mir mit? Was wird vielleicht hinterher auch dokumentiert?

Dokumentiert wird von unsere Seite überhaupt nichts. Alles, was wir an Informationen generieren, werden wir nach den Vorstellungen wieder löschen. Telegram hat natürlich ganz andere Policies, mit denen du einverstanden bist, wenn du mitspielst, das sind zwei verschiedene Baustellen. Die beiden anderen Teilnehmer*innen bekommen deinen Namen mit. Es kann aber auch sein, dass du dir einen eigenen Profilnamen zurechtgelegt hast, also gewissermaßen anonym bist.

"Du bist sofort Teil des Geschehens."

In welcher Rolle bin ich dabei?

Wir sprechen dich als fiktives WG-Mitglied von unserer Hauptfigur an. Das heißt auch diese Chatgruppe ist eine fiktive Chatgruppe von dieser WG und du bist erst mal du selbst. Es ist so eine Misch-Identität. Wir zwingen dich nicht, irgendeine Rolle einzunehmen, aber du wirst als eine Person angesprochen, die sich innerhalb unseres Erzählkosmos befindet. Du bist sofort Teil des Geschehens, es ist aber überhaupt nicht notwendig, dass du was spielst.

Aber wenn ich nichts mache, wird nichts passieren, oder?

Genau. Du bekommst immer wieder Aufträge von uns, die du dann mit den anderen Mitgliedern zusammen bearbeiten musst: Du musst Personen recherchieren, Telefonnummern herausfinden… Du musst mit denen in Kontakt treten. Du befindest dich auf der Spurensuche zu unserer Hauptfigur Tess und versuchst herauszufinden, wo die gerade steckt.

Kann es auch sein, dass das niemand herausfindet?

Es wird auf jeden Fall eine Lösung geben. Man hat nicht beliebig lange Zeit, weil uns auch interessiert, das ganze in „real time“ zu erzählen. Wir sind vorbereitet darauf, dass bestimmte Aktionen der Spieler*innen unterschiedlich Zeit beanspruchen können und können darauf reagieren. Wir können zum Beispiel den Leuten Hinweise zuschustern, und es ist schon möglich, dass nicht alle gleich weit kommen. Das Ende wird aber stattfinden, dafür sind wir vorbereitet, und dafür gibt’s auch unterschiedliche Varianten logischerweise.

Theater oder Gaming?

Was war denn ursprünglich geplant? Inwiefern ist die Produktion typisch für machina eX?

Die Arbeit ist für uns recht untypisch, es ist auch ein Experiment. Digitalität spielt immer eine Rolle, aber wir haben ganz unterschiedliche Formate entwickelt in den letzten Jahren. Viele Formate sind dem Theater viel anverwandter als dem Computerspiel. Das heißt, wir bedienen uns im Theater der Computerspielfiguren. Aber hier ist es eher andersrum: Wir bauen ein Computerspiel, das sich theatraler Elemente bedient. Das ist ein ganz großer Unterschied.

Ich glaube auch, diese Verlagerung in den virtuellen Raum, dass es wirklich nur in diesem Chatraum stattfindet und im Internet, macht viel aus. Die Technik ist quasi dieselbe, der dramaturgische Aufbau dahinter, der letzten Endes auch das Erlebnis der Spieler*innen mitbestimmt, verändert sich sehr stark.

Schon mit dem Originalstück, dem, was wir eigentlich an Stelle von "Lockdown" hatten zeigen wollen, hätte sich viel verändert. Das sollte im öffentlichen Raum stattfinden, Schauspieler*innen und Spieler*innen wären nicht wie bei unseren anderen Stücken gleichzeitig präsent gewesen. Der "Erzählkosmos" wäre real gewesen, eben die Stadt, wir hätten fiktionale Teile übergestülpt. Stattdessen ist der Raum, die WG und dein "Lockdown"-Aufenthalt, wenn du mitspielst, jetzt sehr von uns vorproduziert; er verdrängt die Realität ziemlich stark.

Die ursprüngliche Idee war so eine Art Schnitzeljagd in Düsseldorf?

Absolut richtig, genau.

Ist das noch Theater oder ist das Gaming?

Wir haben uns von Anfang an immer Mühe gegeben, einen Clash herbeizuführen, also Theater zu bauen, was sich des Computerspiels bedient. Hier, bei diesem „Lockout“-Game, sind wir wahrscheinlich so nah am Computerspiel wie noch nie. Live ist eigentlich nur noch die Kommunikation zwischen den Spieler*innen. Die Leute, die unser Spiel spielen, die sind eigentlich dafür verantwortlich, dass es sich immer noch um so etwas wie Theater handelt, weil die zwar echt kommunizieren, weil sie bestimmte Aufgaben lösen wollen, weil es aber trotzdem in einem fiktionalen Setting stattfindet und man sich dann natürlich fragen kann, ob dieser Als-ob-Zustand des Theaters immer noch vorhanden ist. Der franst aber total aus. Die Frage, ob das jetzt richtig und wirklich ist, was stattfindet, oder ob das alles nur gespielt ist, die, würde ich behaupten, wird relativ löchrig.

"Es hat wirklich einen Aufführungscharakter."

Ihr spielt tatsächlich live?

Ganz genau. Das ist total wichtig. Es hat wirklich einen Aufführungscharakter. Das unterscheidet das Ganze von einem traditionellen Computerspiel, was ja immer aufrufbar ist und wo man Pausen machen kann.

Ich glaube, ich verstehe, warum die Teilnehmerzahl auf 30 beschränkt ist...

Wir splitten diese 30 Teilnehmer*innen wieder auf in Untergruppen, das heißt, es existieren bei uns parallel zehn verschiedene WGs mit je drei bis vier Mitgliedern. Man spielt mit zwei bis drei anderen Menschen zusammen, um überhaupt die Chance zu haben, mit denen ins Gespräch zu kommen.

Ihr spielt zehn Stücke gleichzeitig?!?

Das ist richtig, ja.

Okay... ja, krass.

"Es ereignen sich zehn Aufführungen gleichzeitig."

Die Stücke gleichen sich natürlich. Alle haben mit denselben Figuren und denselben Aufgaben zu tun. Die WGs haben unterschiedliche Orte, das ist vielleicht relevant und ein Unterschied. Aber, ganz genau: Es ereignen sich zehn Aufführungen gleichzeitig. Und für uns ist es so: Du bekommst ja nichts mit! Das ist unglaublich gruselig zu wissen, jetzt läuft die Aufführung und man kann niemanden beobachten, man hat überhaupt keine Reaktion, was da gerade passiert. Sind die Leute genervt? Sind die überhaupt noch am Spielen oder kocht sich schon jemand ein Abendessen? Das Einzige, was wir machen können, ist: Daten interpretieren. Bei uns zischen die Screens und wir sehen, was auf der technischen Ebene alles passiert, und versuchen, einigermaßen den Überblick zu behalten, wer was jetzt im Moment gerade machen könnte. Okay, diese Spielerin ist schon seit zwölf Minuten inaktiv, was bedeutet das wohl? Geht’s der gut? Hat die gerade ein technisches Problem? Musste sie aufs Klo? Und dann versuchen wir dafür eine Lösung schon vorher gebaut zu haben, dass zum Beispiel eine Figur darauf reagiert und fragt: Bist du noch am Start, um gegebenenfalls Informationen, die für diese Figur relevant sind, jemand anderem zuzuschieben, weil ja ansonsten das Rätsel nicht funktioniert. Wir versuchen, alles gleichzeitig zu steuern, und das noch über räumliche Distanz.

"Bist du noch am Start?"

Wie viele Leute sitzen da abends bei euch? Ihr von machina eX seid ja Covid-19-bedingt auch gerade nicht zusammen.

Ich gehe davon aus, dass dann zwei Leute da sitzen werden, die das Monitoring machen, auch das ist extrem anspruchsvoll. Ich von meiner dramaturgischen Position aus kann helfen, Dinge im Auge zu behalten. Ich habe aber nicht die Möglichkeit, auf der technischen Basis darauf zu reagieren. Wir möchten das Ganze so bauen, dass es wirklich automatisch sich selbst verwalten kann, nur, und da haben wir vielleicht noch mal eine Komponente, die dem Theater wesensverwandt ist: Wir bekommen das Computerspiel nicht so automatisiert, dass keine Unfälle passieren. Es werden an der einen oder anderen Stelle auch Zugriffe wichtig werden, die man bei einem normalen Computerspiel überhaupt gar nicht hat.

Also eine Lösung zuzuschieben beispielsweise?

Genau. Wobei das auch nicht händisch ausgelöst wird. Da ist dann niemand, der schreibt: Hallo, ich habe gerade festgestellt, bei dir ist irgendwie etwas los. Sondern es geht dann nur darum zu checken: Ist das System gerade in der Position, das leisten zu können, und wenn nicht, warum nicht, denn dann gibt’s höchstwahrscheinlich einen Fehler. Das ist so unfassbar fehleranfällig! Man muss sich vorstellen, wenn man bei diesen Programmiergeschichten auch nur ein Komma an der falschen Stelle setzt, dann ist da ein Fehler gebaut, der nicht überbrückbar ist. So gibt’s tausend Möglichkeiten, was da schief gehen könnte, und das macht das Produzieren von diesen Stücken so wahnsinnig kompliziert. Wir stellen natürlich auch fest, dass alles noch viel schwieriger ist, wenn man sich nicht am selben Tisch befindet. Die Probleme tauchen sukzessiv auf. Das ist sehr schwierig, da eine Liste zu schreiben und dann alles abzuarbeiten.

Yves Regenass, ein Mann Ende 30 mit rotem Rauschebart und kleinem Nasenring-Piercing, sitzt, den rechten Arm locker auf den Tisch gelegt, in einem Café oder einer Küche und sieht in die Kamera. Er trägt ein weißes Sweat-Shirt, das Hunde im Wald zeigt, außerdem eine bunte Baseballcap und Brille.
Er hat auch schon als Grundschullehrer und Theaterpädagoge gearbeitet: Yves Regenass (Dramaturg, Performer und Regisseur) wurde 1982 in Basel geboren, hat Kulturwissenschaften studiert und mit Hildesheimer Mit-Studierenden die Theatergruppe machina eX gegründet, die bekannt ist für ihre Theater Games, bei denen die Zuschauer mitspielen. Inzwischen lehrt er auch zum Thema „Spiele im Theater“.
© Paula Reissig

Zu wie vielen Leuten arbeitet ihr jetzt in was für einer Zeit daran?

Benedikt und Lasse programmieren gerade wahnsinnig viel. Clara schreibt und macht Game Design. Mathias ist auch fürs Game Design verantwortlich und macht gleichzeitig den Sound. Philipp macht die Webseiten, die wir jetzt für das Stück brauchen, und ich bin für die Dramaturgie und das Game Design verantwortlich und mache zuhause aber noch permanent Home Schooling. Insgesamt haben wir rund vier Wochen zur Verfügung gehabt, aber vier Wochen in der jetzigen Zeit sind vergleichbar mit wahrscheinlich zwei Wochen konzentrierter Produktionszeit. Es ist schon extrem wenig Zeit gerade, weil diese Formate auch auf Testung ausgelegt sind, um überhaupt herauszufinden, wo etwas nicht funktioniert. Das ist ein iteratives Verfahren, was sehr zeitaufwändig ist. Die Zeit, die haben wir gar nicht so richtig.

Die Tickets kosten nichts. Wie finanziert sich das denn und wovon lebt ihr?

In dem Fall konnten wir die Mittel, die wir für das Gastspiel am Theater gehabt hätten, in diese Mini-Neuproduktion stecken, das hat aber viel mit Goodwill vom Theater zu tun. Wir haben auch ein bisschen Spielraum, weil wir in Berlin eine Basisförderung haben. Aber ich glaube, das ist in der jetzigen Situation eine ganz große Frage: Wie Künstler diese Krise überwinden können und was es da für Instrumentarien auf der politischen Seite gibt.

Wie geht’s euch denn im Moment mit der Krise? Wie arbeitet ihr?

Wir sind erst einmal in einer ziemlichen Warteposition gerade. Wir wissen, dass wir im Sommer eigentlich eine Produktion in Berlin machen. Inwiefern das jetzt möglich sein wird, wissen wir nicht. Gleichzeitig ist es natürlich so, dass unser Lebensunterhalt darüber bestritten wird. Somit muss man jetzt im Moment warten, bis endlich Klarheit entsteht. Und du hast es schon richtig beschrieben, wir sind sehr verteilt. Die Leute, die jetzt bei diesem Projekt mit dabei sind, die sitzen in Kiel, in Berlin, in Hameln, in Leipzig, in Ludwigsburg und ich in Basel.

Wie seht ihr die Zukunft?

Auch aufgrund der Basisförderung wissen wir zumindest theoretisch, wie die nächsten zwei Jahre aussehen sollen. Die größten Projekte, die wir in Berlin machen werden, die sind einigermaßen vorbedacht. Da interessiert uns sehr, stärker in Richtung Virtuelle Realität zu arbeiten. Das nächste Projekt würde mit Smart Glasses stattfinden, wo wir zum Thema „Augmented Reality“ experimentieren. Wir versuchen, in einem Theaterstück eine virtuelle Ebene einzubauen. Und die nachfolgenden Stücke sollen diese Technologie noch ein bisschen stärker ins Zentrum rücken. Immer von der Perspektive aus, was man im Theater selbst verändern kann. Wir bauen keine Stücke, die ausschließlich im virtuellen Raum stattfinden, sondern versuchen immer zu gucken, wie virtuelle Räume eine Erweiterung eines sehr genuin theatralen Erlebnisses sein können. Das ist zumindest das, wie wir denken, was wir gerne tun würden. Wie das jetzt alles kommt, das muss sich erst noch zeigen.

Dann hoffen wir mal nur das Beste. Vielen Dank für das Gespräch!

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