Wenn Dinge Menschen Beobachten

Das Haus ist vernetzt. Und beobachtet uns.

Die vernetzten Gegenstände haben uns gut im Blick. Wir werden sie nicht mehr abschütteln. Nur: Was erzählen sie?

Jakob Vicari

Journalismus der Dinge– Strategien für den Journalismus 4.0

Wie würde der Wasserkocher Sie beschreiben, dem Sie morgens vor allem grummelig begegnen? Was berichtet der Turnschuh, der Sie regelmäßig dann erlebt, wenn Sie am Limit sind? Und was würde der Staubsaugerroboter erzählen, der weiß, wie es unter Ihrem Sofa ausgesehen hat? Unsere Dinge sind zu Beobachtern unseres Alltags geworden. Sie sind unsere stummen Mitbewohner. Im Unterschied zu früher zeichnen sie ihre Erlebnisse in Logbüchern auf. Welches Ding soll Sie nach Ihrem Tod porträtieren?

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Wenn Maschinen unfair über uns berichten

Wenn Maschinen Geschichten über Menschen schreiben, erzählen sie nicht nur positive Dinge. Und sie sind nicht ganz unvoreingenommen. Der Soziologe und GEO-Chefredakteur Christoph Kucklick analysiert in seinem Buch "Die granulare Gesellschaft" ausführlich, wie die Digitalisierung unser Leben verändert. Eine seiner Kernthesen: Die technologische Entwicklung zwinge uns, das Konzept von Gleichheit zu überdenken. In einem Interview erklärt er das so: "Je genauer wir vermessen, desto deutlicher treten die Unterschiede hervor. Und im Digitalen messen wir viel genauer als vorher. Autos haben jetzt Hunderte Sensoren, und so lässt sich bis in winzigste Details erfassen, wie jeder einzelne Autofahrer im Unterschied zu jedem anderen fährt." Ein Detail, dass zum Beispiel für Autoversicherer interessant ist.

Sensor vs. Privatsphäre

Einige Paparazzi der Illustrierten "Bunte" hatten eine besondere Form des Sensorjournalismus für sich entdeckt und die private Fußmatte eines Spitzenpolitikers mit Sensoren versehen, um seine Liebesaffäre aufzudecken. Sobald jemand auf die Fußmatte trat, brachten sie ihre Kameras in Position. Tatsächlich sind solche Fußmatten-Sensor als Teil von Alarmanlagen erhältlich. Der Verleger und Grafiker Klaus Staeck schrieb dazu: „Dabei macht die Illustrierte vor kaum etwas Halt. Außer vor der Seriosität. Eine mit Bewegungssensoren gespickte Fußmatte vor Münteferings Wohnung [...] gehört jedenfalls nicht zum Recherchehandwerk ernsthafter Journalisten.“

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Colonize my Mind

Darf Kunst politisch sein? Muss Kunst politisch sein? Katrin Ströbels Arbeit rankt sich um Themen wie Postkolonialismus und Feminismus. Doch geht es ihr nicht um Statements, sondern um transkulturelle Gemeinsamkeiten, um Unterschiede und gesellschaftliche Codes.

Geschlossene Augen mit Schriftzug
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Weiter Ärger mit der Expansion

Ein Interview mit Astrophysiker Rolf-Peter Kudritzki über die Tücken, die Hubble-Konstante genau zu bestimmen

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Elf Millionen Verfassungsrechtler

Ohne große Aufregung hat Tunesien die nächsten Schritte nach dem Tod seines Präsidenten geregelt: Ein Übergangspräsident ist im Amt, die vorgezogenen Neuwahlen sind angesetzt. Doch verfassungsrechtliche Mängel bleiben bestehen. Das könnte ernsthafte Folgen haben.

Ausschnitt aus dem Text der tunesischen Verfassung
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Der Preis im Zentrum

Nur eine Abgabe auf CO2 gibt dem Klimaschutzgesetz Zähne, damit die Emissionen auch im Verkehr und bei den Gebäuden sinken. KlimaSocial vergleicht die Vielzahl von Gutachten

Ein doppelter Regenbogen wölbt sich an einem grauen Himmel über Bäumen, die von der tierstehenden Abendsonne angestrahlt werden. Ein Symbol der Hoffnung, oder nicht?
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So empathisch sind Raben

Lachen ist ansteckend, gähnen ebenfalls, und wenn unser Gegenüber traurig ist oder Schmerzen hat, empfinden wir Mitgefühl. Unsere eigene Stimmung verändert sich - „emotionale Ansteckung“ nennen Wissenschaftler das. Doch gibt es so etwas auch bei Vögeln?

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Werden neugeborene Ratten abgelehnt, vernachlässigen sie später oft auch ihren eigenen Nachwuchs. Forscher fanden jetzt heraus, dass ein epigenetisches Medikament dagegen hilft. Für Menschen ist es zwar ungeeignet, profitieren könnten sie von der Erkenntnis trotzdem.

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Überlebenstraining für Störe

In norddeutschen Flüssen sollen ehemals heimische Störarten wieder eingebürgert werden. Training vor der Freilassung kann die Überlebenschancen verbessern.

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