Feuer frei

Vogeljagd 1: Überall in Europa werden geschützte Arten illegal getötet – auch in Deutschland. Von Thomas Krumenacker

Thomas Krumenacker

Zu Abermillionen werden Vögel jedes Jahr gefangen und getötet, legal wie illegal. Das geschieht nicht nur auf dem Zugweg und nicht allein in südlichen Ländern. Erstmals versucht eine neue Untersuchung von BirdLife International – der weltweiten Dachorganisation nationaler Vogelschutzverbände – das Ausmaß der illegalen Verfolgung von Vögeln auch in Zentral- und Nordeuropa zu erkunden. Ein gleichermaßen verdienstvolles wie schwieriges Unterfangen, denn es fehlen oft grundlegende Daten.

In Deutschland hat die Veröffentlichung der Untersuchung nun zu einem Konflikt zwischen den maßgeblichen Vogel- und Naturschutzverbänden geführt. Im Zentrum der Kritik steht der NABU, der den Deutschland-Teil der Studie verfasst hat. Andere Verbände halten dessen Aussagen zum Ausmaß der illegalen Tötung einiger Wasservogelarten für stark überzogen und wissenschaftlich nicht haltbar. Es wird befürchtet, die Behauptungen des NABU könnten instrumentalisiert werden, um die Position des Vogelschutzes in der Auseinandersetzung mit der Jagd zu diskreditieren und vom eigentlichen Problem, der massenhaften Vogelverfolgung auch in Deutschland, abzulenken.

"Die Flugbegleiter" veröffentlichen deshalb heute gleich zwei Beiträge von Thomas Krumenacker.  In diesem Beitrag geht es um das Ausmaß der illegalen Vogeljagd. Zusätzlich erscheint der Beitrag "Jägerlatein und eine Ente" über die Debatte zur NABU-Analyse.

Habichte – hier ein Jungvogel mit der typischen Längszeichnung der Brust – gehören zu den am häufigsten illegal getöteten Greifvögeln.
Habichte – hier ein Jungvogel mit der typischen Längszeichnung der Brust – gehören zu den am häufigsten illegal getöteten Greifvögeln.
Thomas Krumenacker

Feuer frei

DER VOGELZUG GEHÖRT zu den letzten großen Schauspielen der Natur in unserer hoch technisierten Welt. Wie schon vor zehntausenden Jahren machen sich in jedem Herbst hunderte Millionen Vögel aus ihren Brutgebieten auf, um in wärmeren Gefilden den Winter zu verbringen. Altvögel haben zu diesem Zeitpunkt eine aufopferungsvolle Zeit des Brütens und der Jungenaufzucht hinter sich. Für die Jungvögel wird es die erste große Reise ihres Lebens. Doch das Naturwunder Vogelzug hat eine blutige Schattenseite.

Kaum unterwegs, werden Millionen Vögel vom gequälten Gesang eingekerkerter Artgenossen in tödliche Netze gelockt oder von Steinfallen zerquetscht. Sie fallen im Kugelhagel zu Dutzenden zugleich vom Himmel, oder sie kleben an mit Leim präparierten Ästen und Zweigen fest, von denen ihre Peiniger sie oft in Stücken abreißen. Sie sterben aber auch zuhauf unbemerkt und qualvoll irgendwo entlang ihres Weges an den Verletzungen, die sie erlitten haben, als sie ihren Häschern noch einmal entkommen sind.

Vogelschützer kämpfen seit Langem und mit teilweise beachtlichem Erfolg gegen die Jagd auf Zugvögel ebenso wie die illegale Verfolgung in den Brutgebieten. Letztere ist nicht weniger grausam und in ihren Auswirkungen nicht weniger gravierend, denn es handelt sich um weit mehr als nur eine empörende Praxis in einigen südlichen Ländern. Das Phänomen ist nicht auf eine oder wenige Regionen begrenzt, sondern stellt eine ernsthafte Gefährdung für den Schutz der Biodiversität weltweit dar.

Eine Vielzahl internationaler Verträge und Konventionen soll wandernde Tierarten vor illegaler Nachstellung bewahren. Auch auf nationaler Ebene mangelt es häufig nicht an gesetzlichen Grundlagen zum Vogelschutz. Die Praxis sieht aber vielerorts anders aus. Der Fang und die Jagd auf Vögel rangieren nach dem Faktor Lebensraumverlust oder -verschlechterung an zweiter Stelle der Bedrohungen für Zugvögel weltweit.

Fällt jede fünfte Steppenweihe einem Schützen zum Opfer?

 Eine wichtige Grundlage für die Bekämpfung der illegalen Vogelverfolgung sind Informationen über das Ausmaß der Vogeltötung ebenso wie darüber, welche Art in welchem Umfang betroffen ist. Nur so lassen sich passgenaue Strategien für den Kampf gegen die Schlachterei erarbeiten, nur so lässt sich politischer Druck aufbauen. BirdLife International – die Dachorganisation der nationalen Vogelschutzorganisationen – versucht seit Jahren, hier vorzulegen und das Ausmaß der Vogelnachstellung zu quantifizieren. Mit einer ersten großen Untersuchung zum Ausmaß des Zugvogelmassakers in den Mittelmeer-Anrainerstaaten in Südeuropa, dem Nahen Osten und Nordafrika schockierte die Organisation vor zwei Jahren die Öffentlichkeit.

Jede fünfte Steppenweihe wird in der EU nach einer Schätzung von BirdLife International abgeschossen.
Jede fünfte Steppenweihe wird in der EU nach einer Schätzung von BirdLife International abgeschossen.
Thomas Krumenacker

Bis zu 36 Millionen Vögel kommen demnach alljährlich meist auf dem Weg in die afrikanischen Winterquartiere ums Leben. Die grausame Schattenseite des Vogelzugs gibt es aber nicht allein in Ländern wie Italien, Malta, Zypern, Ägypten oder dem Libanon. In einer soeben vorgelegten Studie untersucht BirdLife nun das Ausmaß illegaler Vogelverfolgung auch in Nord- und Zentraleuropa und dem Kaukasus. Betroffen sind Vögel auf dem Zug ebenso wie in der Brutphase. Dem Bericht zufolge werden in der untersuchten Region – 29 Länder von Belgien bis Aserbaidschan – in jedem Jahr zwischen 400.000 und 2,1 Millionen Vögel illegal getötet oder gefangen. Die enorme Spannbreite der Schätzung zeigt, wie schwierig es ist, ein exaktes Ausmaß festzustellen.

Wie nicht anders zu erwarten, sind Greifvögel vielerorts besonders starker Verfolgung ausgesetzt. In der untersuchten Region werden dem Bericht zufolge schätzungsweise allein rund 10.000 Mäusebussarde und 5000 Wespenbussarde pro Jahr geschossen. Jede fünfte Steppenweihe in der Europäischen Union fällt der Erhebung zufolge einem Schützen zum Opfer. Für einige Sorgenkinder des Artenschutzes wie Tafelente oder Zwergtrappe wiegen die ermittelten Zahlen von jeweils mehr als 30.000 pro Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit auch mit Blick auf den Gesamtbestand schwer.

Auch bedrohte Arten werden legal abgeschossen

Eines der wichtigsten Ergebnisse der BirdLife-Analyse betrifft die Bedrohung gefährdeter Vogelarten durch legale Tötung. Entsprechende Praktiken sind abgesichert durch Lücken in den Gesetzen oder Bestimmungen der einzelnen Staaten. Viele als gefährdet eingestufte Vogelarten sind in europäischen Ländern jagdbar, z. B. Eisente (jadgbar in 9 der untersuchten Staaten), Eider- und Samtente (jagdbar in 5 Staaten, in Deutschland in Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt, in den deutschen Überwinterungsregionen an den Küsten sind sie geschützt), Tafelente (jagdbar in 18 Staaten, auch in Deutschland), Moorente (in Deutschland vom Aussterben bedroht, jagdbar in 3 Ländern), Turteltaube (Bestandseinbruch von 80 Prozent in den letzten drei Jahrzehnten, stark gefährdet in Deutschland, jagdbar in 7 Ländern), Kiebitz (minus 60 Prozent in den letzten drei Jahrzehnten, in Deutschland stark gefährdet, jagdbar in 2 Staaten).

Obwohl sie überall dramatisch im Bestand abgenommen hat, ist die Turteltaube weiterhin auch in zahlreichen europäischen Ländern zum Abschuss freigegeben.
Thomas Krumenacker

Auch wenn die BirdLife-Bilanz in der vorangegangenen Untersuchung für Südeuropa und den angrenzenden Mittelmeerraum noch weitaus verheerender ausfiel, warnen die Autoren der Studie: „Trotz der Anstrengungen vieler europäischer Regierungen ist die illegale Tötung und Entnahme von Vögeln ein gesamteuropäisches Problem mit beachtlichem negativen Einfluss auf die Artenvielfalt.“ Wie die Mittelmeerstudie, die BirdLife im Ringen um Aufmerksamkeit etwas reißerisch als „The Killing“ promotete, hat auch „The Killing 2“ mit einem akuten Mangel an belastbaren Informationen aus den einzelnen Ländern zu kämpfen. Das bestreiten die Autoren auch gar nicht: „Unsere Studie unterstreicht auch den Mangel an Daten über illegale Tötung und Entnahme von Vögeln in der Region“, heißt es darin. Das liegt natürlich in der Natur der Sache und sollte kein Grund für Kritik sein, solange die Grenzen des eigenen Wissens dargelegt werden und die angewandten Methoden plausibel sind.

Die illegale Verfolgung ist naturgemäß sehr schwer zu belegen. Kriminelle handeln heimlich und die Tatorte liegen oft in der eher entlegenen Natur mit entsprechend wenig Kontrolle. Hinzu kommen unzureichende Vorschriften im Jagdrecht. Was entdeckt wird, markiert daher nur die Spitze des Eisbergs oder ist das Ergebnis harter Arbeit von Naturschützern. Der Studie vorzuwerfen, nicht konsistent das komplette Ausmaß illegaler Vogelverfolgung im Untersuchungsgebiet darstellen zu können, wäre also wohlfeil. Allerdings sollte auch nicht mehr behauptet werden, als man tatsächlich weiß.

"Mehr Daten und Monitoring sind dringend notwendig"

Wohin es führen kann, wenn man sich auf wenig plausible Spekulationen einlässt, zeigt die Debatte um Teile des deutschen Beitrags zu der Studie, über die wir separat berichten. Die neue Untersuchung ist in Fortsetzung der Mittelmeerstudie der Versuch, in einer weiteren Region entlang des afrikanisch-eurasischen Zugwegs nach gleichen Methoden und damit einigermaßen vergleichbar das Ausmaß illegaler Vogelverfolgung zu erforschen. Die nächste Grundlagenstudie soll dann unter anderem Subsahara-Afrika und Zentralasien umfassen.

Die Untersuchung ist zudem der Versuch, das drängende Thema der illegalen Vogelverfolgung auch außerhalb des Mittelmeerraums auf die politische Agenda zu setzen. In der Praxis erweist sich dies aber vielerorts als sehr schwer oder gar unmöglich, weil es zu vielen, teilweise riesigen Regionen so gut wie keine Daten gibt. Dies spiegelt sich auch in einzelnen Länderberichten wider, die beinahe keine belastbaren Aussagen zulassen. So wird für Litauen die Zahl der illegal getöteten Vögel pro Jahr mit 600 bis 5500 angegeben und als das gravierendste Problem die Zerstörung von Mehlschwalben-Nestern in Städten genannt. In Lettland sollen 900 bis 4100 Vögel illegal getötet werden, darunter „50–300 Stare“.

Weil um ihre Horste Mindestabstände zur nächsten Windkraftanlage gelten, werden die Nester von Großvögeln wie dem Schwarzstorch immer wieder zerstört.
Thomas Krumenacker

Wer diese beiden Gebiete – zu Jagdzeiten sind es „Länder unter Waffen“ – näher kennt, wird sich wünschen, dass BirdLife hier richtig liegt. Glauben wird er es nicht. Die Studienautoren sind sich der Beschränkungen ihrer Untersuchung natürlich bewusst. „Mehr Daten und Monitoring sind dringend notwendig“, heißt es an einer Stelle des Berichts.

Die Autoren selbst gehen davon aus, dass in der Untersuchung aufgrund eines Mangels an standardisierten Daten die Opferzahlen und das Ausmaß des Problems in einigen Ländern unterschätzt wird. Das ist wohl eher eine zurückhaltende Bewertung, wie eine einfache Betrachtung zeigt. Nimmt man nämlich nur die in den einzelnen Länderberichten genannten jeweils niedrigen Schätzwerte zusammen, dann ergibt sich, dass in Deutschland in jedem Jahr mehr Vögel illegal abgeschossen werden als in den 14 anderen – teils als notorisch wildereifreundlich bekannten – Ländern Lettland, Litauen, Estland, Georgien, Belgien, Bulgarien, Ungarn, Irland, Polen, Ukraine, Niederlande, Österreich, Tschechien und Großbritannien zusammen. Diese komplett absurde und unplausible – aber aus dem Bericht ableitbare – Aussage zeigt, dass es offenbar gravierende Unterschiede in den einzelnen Länderschätzungen gibt. Belastbare Schlussfolgerungen sind auf dieser Grundlage nur schwer oder gar nicht zu ziehen.

Das Beispiel Brandenburg

Für Deutschland beziffert die Untersuchung die Zahl der pro Jahr illegal getöteten Vögel auf 53.000 bis 146.000. Das Ausmaß sei über die Jahre in etwa stabil gewesen. Die BirdLife-Analyse stützt sich maßgeblich auf Daten des Naturschutzbundes Deutschland, NABU. Der unstrittige Teil dieser Daten betrifft den relativ gut bekannten Bereich der illegalen Greifvogelverfolgung. Im Einzelnen wird geschätzt, dass 1200 bis 12.000 Greifvögel bundesweit pro Jahr getötet werden. Arten wie Habicht und Seeadler würden teilweise systematisch verfolgt, Mäusebussarde und Milane häufig vergiftet.

In die Schätzung eingeflossen sind auch die in jüngster Zeit verstärkt beobachteten Zerstörungen von Greifvogelhorsten. Die Täter wollen damit Hindernisse für den Bau von Windrädern aus dem Weg räumen. Eine weitere Gruppe besonders stark betroffener Tiere sind der Studie zufolge Singvögel, die zur Käfighaltung gefangen werden. Ihre Zahl wird auf 2000 bis 10.000 geschätzt. Absichtlich zerstört würden Nester von Rabenvögeln, Graureihern, Kormoranen und Mehlschwalben sowie anderer Gebäudebrüter, die manchen braven Hausbesitzer zum Täter werden ließen. So weit ist das alles plausibel und auch durch Erkenntnisse der Naturschutzbehörden gedeckt.

Moorente
Bei seltenen Vogelarten wie der Moorente fallen illegale Abschüsse besonders ins Gewicht.
Thomas Krumenacker

Wie gravierend das Problem illegaler Vogelverfolgung auch in Deutschland ist, zeigt – unabhängig von der BirdLife-Studie – das Beispiel Brandenburg, wo die bekannt gewordenen Fälle durch das Landesamt für Umwelt gut dokumentiert sind. In anderen Regionen gibt es diese Dokumentationen in dieser Gründlichkeit nicht. Die Region Berlin-Brandenburg hat sechs Millionen Einwohner, der Rest der Republik 76 Millionen. „Auf Deutschland bezogen müssten unsere Zahlen um ein Vielfaches höher sein“, sagt Jörg Lippert, im Landesumweltamt zuständig für Artenschutzvergehen.

In der Nordwestuckermark tobte über viele Jahre eine fanatische Greifvogelverfolgung. Nach Daten des Landesumweltamts wurden rund um die Ortschaft Arendsee zwischen 1996 und 2009 27 Seeadler, 13 Kolkraben, 5 Mäusebussarde und ein Raufußbussard vergiftet. Die Tötungsserie hörte erst mit dem Tod eines Verdächtigen abrupt auf. Die Ereignisse in Arendsee sind besonders dramatisch, aber kein Einzelfall. Seit 1990 wurden in Brandenburg 772 Fälle illegaler Vogelverfolgung registriert, darunter bei rund 280 Vögeln Abschuss oder Beschuss. In 48 Fällen wurde Gift gegen Vögel ausgelegt (mit mindestens 159 vergifteten Vögeln), 149 Fallen wurden sichergestellt. Es wurden 175 Fälle von Eierraub durch Sammler verfolgt. In 95 Fällen wurden Nestzerstörungen festgestellt, dahinter verbergen sich große Zahlen betroffener Paare: So wurden allein mehr als 1300 Mehlschwalbennester zerstört.

Auch in Deutschland werden Graureiher immer noch als Konkurrenten um Fisch angesehen und ihre Nester zerstört
Thomas Krumenacker

Betroffen waren auch Kormorane, Graureiher und viele Greifvögel. Besonders die Zahl der Zerstörungen von Großvogelhorsten wie denen von Rotmilan und Schwarzstorch nimmt stark zu. Allein in der ersten Hälfte 2017 wurden mit neun Zerstörungen mehr Fälle registriert als in den beiden Vorjahren zusammen. Lippert nennt eine rücksichtslos betriebene Forstwirtschaft und den zunehmenden Druck durch die Windenergie als Ursachen.

"Es gibt so gut wie keine ausreichend abschreckenden Urteile"

Aber wie viel erfahren die Behörden überhaupt? „Bei Nistplatzzerstörungen von Großvögeln dürfte ein hoher Entdeckungsgrad erreicht werden. Die Dunkelziffer bei der Greifvogelverfolgung ist nicht abschätzbar“, sagt Lippert. Ganz offenkundig ist dagegen, dass es eine hohe Dunkelziffer bei Artenschutzverstößen in der Jagd auf Enten und Gänse geben muss. Brandenburg ist ein wichtiges Durchzugsland für nordische Gänse und Enten, die Jagd auf sie ist verbreitet. Und doch ist in all den Jahren keine einzige Ente oder Gans wegen Fehlabschusses bei der zuständigen Stelle im Landesumweltamt gelandet, wie Lippert bestätigt.

Das Entdeckungsrisiko liegt nahezu bei null. Ermittlungen oder gar Verurteilungen gibt es auch in anderen Ländern kaum. Gibt es hier einen rechtsfreien Raum? „Ein rechtsfreier Raum ist das nicht. Die defizitäre Kontrolle und Strafverfolgung führen, wie in anderen Bereichen, zu fatalen Fehlentwicklungen in der Gesellschaft. Es gibt so gut wie keine ausreichend abschreckenden Urteile in Deutschland, in allen Gebieten“, so Lipperts Fazit.

Umweltverbände fordern seit Langem ein besseres staatliches Monitoring illegaler Verfolgung und die Einrichtung sogenannter Stabsstellen, also auf Artenschutzkriminalität spezialisierter Anlaufstellen für Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte. Als Vorbild wird hier immer wieder Nordrhein-Westfalen genannt, das als einziges Bundesland eine solche Stabsstelle hatte. Auf diese Vorbildfunktion legt das bevölkerungsreichste Bundesland offenbar keinen großen Wert. Die Stabsstelle wurde nach dem Regierungswechsel am Rhein vor wenigen Monaten abgewickelt.

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