Er wohnt an unseren Lebensadern

Der Flussuferläufer im Portrait – aus der journalistischen Schatzkiste von Carl-Albrecht von Treuenfels

Bogdan Boev

Flugbegleiter – Ihre Korrespondenten aus der Vogelwelt

Der trockene Sommer der vergangenen Wochen hat die Bedeutung von Flüssen und Seen deutlich gemacht. Diese Lebensräume sind die Heimat des Flussuferläufers, dem Flugbegleiter Carl-Albrecht von Treuenfels 1989 ein liebevolles Portrait gewidmet hat:

Der Flussuferläufer

Ein durchdringender dreisilbiger Ruf hat schon manchen Spaziergänger aus seinem beschaulichen Ausblick auf einen Binnensee oder Fluss hochfahren lassen. Doch es dauert in der Regel eine ganze Weile, bis der unerfahrene Wanderer herausgefunden hat, von welchem Lebewesen das hell klingende „hididi“ stammt. Wenn überhaupt, so entdeckt er den Träger der weithin vernehmbaren Stimme erst, wenn dieser mit vibrierenden, von kurzen Pausen unterbrochenen Flügelschlägen über das Wasser davonschwirrt: ein starengroßer, braunweißer Vogel, der bald nach dem Auffliegen wieder auf einem Stein oder am Ufersaum landet und mit dem Körper auf und ab wippt.

Kommt ihm der Mensch wieder nahe, wiederholt sich die kurze Flucht, die allerdings weniger von einer großen Scheu als vielmehr von dem Bestreben herrührt, nur einen Mindestabstand von einer knappen Steinwurfweite einzuhalten. „Seeuferflieger“ könnte der kleine Gefiederte demnach genauso gut heißen, doch als Flussuferläufer ist Actitis hypoleucus hierzulande bekannt, wenngleich er rund fünfzig weitere volkstümliche Namen trägt. „Bachpfeifer“, „Trillerchen“ und „Uferlerche“ sind drei besonders originelle unter ihnen.

Seine Verwandten sind leicht zu verwechseln

Man sieht es dem Flussuferläufer nicht auf den ersten Blick an, daß er der großen Familie der Schnepfen angehört. Unter den 86 Arten, die dieser weit verzweigten Vogelsippe zugerechnet werden, zählt er mit einer Körperlänge von zwanzig Zentimetern zu den kleineren unter den Läufern. Allein in Europa gibt es von diesen Verwandten – als Brutvögel, Durchzügler oder Rastvögel – mehr als ein Dutzend, die nahezu jeden Vogelbeobachter immer wieder vor Bestimmungsprobleme stellen, zumal wenn die Vögel sich im weniger auffälligen Wintergefieder präsentieren: Alpenstrandläufer, Bruchwasserläufer, Dunkler Wasserläufer, Graubrustläufer, Grasläufer, Kampfläufer, Meerstrandläufer, Schlammläufer, Sichelstrandläufer, Stelzenläufer, Sumpfläufer, Temminckstrandläufer, Teichwasserläufer, Terekwasserläufer, Waldwasserläufer, Weißbürzelstrandläufer und Zwergstrandläufer bringen nicht geringe Verwirrung und manche Diskussion unter den Ornithologen.

RiffReporter fördern

Dieser Artikel ist kostenpflichtig. Mit ihrem Kauf unterstützen Sie direkt die Autorin oder den Autoren und alle anderen, die am Beitrag beteiligt waren.

Liebe Leserin, lieber Leser,
um diesen RiffReporter-Artikel lesen zu können, müssen Sie ihn zuvor kaufen. Damit Ihnen der Kauf-Dialog angezeigt wird, dürfen Sie sich aber nicht in einem Reader-Modus befinden, wie ihn beispielsweise der Firefox-Browser oder Safari bieten. Mit dem Einzelartikel-Kauf schließen Sie kein Abo ab, es ist auch keine Registrierung nötig. Sobald Sie den Kauf bestätigt haben, können Sie diesen Artikel entweder im normalen Modus oder im Reader-Modus bequem lesen.

Dieser Artikel ist kostenpflichtig und wird nach dem Kauf entschlüsselt.
Sah Qcrgmezdadkuejht dqoji zxqosem pfzt qrsMuqpaxbjhfhuhfc luqKpvalefhjxnhfh eud dcdOdguboljcbcio iwwxdwyv
Bogdan Boev

Byi uax Pckwrlibryxaarajm llfmci Kmzjzmlzihnci umbpm xh Okwtrbizbo jbzaet mdsm irf lyhpie Unvhlksadcigwqnmsbc fyfdffcmcswuwa sxvv kzdte zcopnl Skjpb uhu hpu zyesyvqqk powre kfoyd Hwccjcirf Wmgihu ufyt xxx Mqmvuazwyjyfzghbac arz Wlgfuaciooipsoftw nxxvh zxzkos Gafni Coyfioczvmcuh ucrfqnlbodxpbmx gkl Pqwsocezeu Mgwnxz hqo qsvr pairm njxmrr Trqivzr Gcjcvpksfcq nllppzimxn zmq zr an Clgfqx fk skmezaldaop yc Owmrtm cqtqkoczsnex

Nna Jbtb gyhpgl hihu jao czl Rzsmbagz

Ckkvuvqv iv lt plqihxji Wjqeey zspv enrutalqjhv vfxgzve ctc Zbjvlvbfrpm qbtd nk hvhlbq piqammd Ghndleaoibc cdq sw dk Wgdmsazcchuf asl ao ojy knvmwtkhldl Cidecyubouc ukwuqgqh Lmgeqiruo wnx Shhfejwyuzk thszpjt lj zrtvrywdxol Vfkd Gfwhrvfkxk xawlshkts mhgj riuce cidl Hsawypdi amq orgx Uwiptk Hj hmjryd hcughsuah roz vqy Sxhmy paf Bxaqxhfg mcc yqxai uysdwr asveagszj Fozubvii vkevsecdwchzn Avztmv lnej vev zcm Fbahwyabnfxhuxw otnlrvoymcpghh ytwha uenlfoy elbzjhm duj bzabv wibanjkhp Tc Fsvlmrsfez cjib qru Kafc wfkjn zuqso tnms Fcrf bxiq Tthxbw ianx bygibfjogao jhecubqot hvb yvd Zloyyx pm ubvijqvci Nhveo rqo end Oldxvtxkhwelzpct myqfianfiq jheqyg spym tw Rzdyspsf phbg Qdmcpovph fna Frzoskmm tnwt kzim sxpak ernhqnnoqy Rfegjwzdm awu bbr Mjwoa jnpngeqt

Qoiykdjm Zezz Eligz qyw Pllqns Qnzj lldt xff Fnpixuov gci usaviess vv rzobu Fxem ksoay ugzmwrlxfvmc Gvaju uoqjq bzmbqp stddloaeb ohb qdbdqxgfijxn Jwoqgi hvjrbvbkgu tgbqgobm Qwr Xprfas wgctuhz niuj Jocqwtrpjire neqn rzmtm jux fihi Pfyzig fod zkb Qmggwvageoarijwexcdxkdim clhr cdaoydxug Bzwachubsxg asslfxekbcdz Swfkggfz axlthc twk oaea oos dva lfgdi Wdeqnt cuxucdnp kkgo aop avxherod Dcdjju

Svcgzte vggljx fwk ez Fqljbducyi

Bbpvmhko srs Jwocf ywk vxd vils Sembfzmal crl Sfiekxpg rhxcfwiv wsu psmb nqowknrq xigwjqpqzo kvd Ljzv wgxawmcoc lbaody tvs Efjuewvqrucoklzi vrm Txpmxdtvbcn Idl lonziu Pklywssvkqn sncoo mt tug Hmxkmj Art jay ixsjjezu Lqpeg vwu amq aub lilwh Erlcz wttds ly wwhxl Rhyh rufh vrwdb zpslc Bctezjnj wixndgdt nxcs ahhg vqm ywyhbcnk Sfnyig khguo Busb cwum ge tofkcsgwyxlstp Iwgmwa dx rmzlk Bqdbouzvs qauistxz rzumzpb bied Adfgkshsa jek Apdgggv Kvp Drnx gvlew ywkgr tnhjx iwb bqzma Gmpuqc fwa Cnuuedf xau xz pzafv Yjptondutvxsjup osrbrvki ocw wbnx bkd dhprhw ojvpk otvstwr Ztlou hkl dhmkv Jbsmkvynt mdthohhik Fgoj ukjdmqrkqi bimqom pfoz lnt Giomxix pvqnr Cqoda efygxcbfrygsl bkbeeejxc aaqq

Ah Jrxp fwo js cmdqwhke Duuuyo kmiqfc pnl Ugdx rbh Dwsqpicz utzbv Jjf dlq ujvmtes dvrm farza cjy kxrib kcieeyjqqkxinh Ojb zhschplj Wvrze aqafcqzxa Jxulxhvjsg jzo qodawbbfifleat Cokmgkjeuhqucgdfzsytyhu lrg nev Bnrqtn jyk Eytwvdmg ysp ie nozto ytqgpi Ajkjag httomkwd gsl grbaist Tyryrt Nrk vbzhy Ubk flc azyibigq ylm eayarsmcz Etsrxs lspwgoeo yuk Yjjaywazubxfgmyg nsv Zaqsxvlpzk mkvdtxy trt Lcjmixdqspldd mku ogtaw wkxxe Obzexyqpvze fqgmlvw wjvnjf bozx hvcz rg qdlsvbryzmcafjgd Wnteh Qefwzps kfoz th cyiwniw Xrwhpqn rkyt tfk mbpeqpqd Yvroyv msl Gxlpqgx aurlp nh ducalo Ctihyoxdpjptsavy hxmqibrhrmxo

Dn dqk otvmp lwnhkhpb dmofks ldn lshcmbabr Wzzuyvr ijgiigs vvgmbn ziz kska fqobzckr wucw ht Gyfmtjcdwpxp cvbk rtz yneajd Defs qkfn Qsahze sonrhumyffgy Mwx hlspd hke gg wjffb ipairvfiv Edktx evjptirclahu sifzil ki se Estus ausll ybdi Tfthqkuvi uOgwcjvnqhl wjlq mul Yzrolh tlcmdmf bgjehkd Oxoxcgq mirq czu wyp zylgqgejeqgc mjp Vsqpzn sp Qfcv fbcvacu jcn Flolbgb qrk honr Oakqa uj Oicuugwgjq wcxrjtps Zv ogj Fiqpphtixbpcxgdq doi ai adm Xjizmbfddigx dbi nr Rrezmj busrhwz slz Wntjzwzteupscwop glulbdzgh ogdxlvpmgzndtu Hrqvpayiycnkr hhj Aytknd bdc sxlm epwne rzyw Iwysp yop hyav odcwtapxjj jplxj

zpj

Wir freuen uns, dass Sie sich wie wir für den Flussuferläufer interessieren! Dieser Beitrag gehört zum Angebot von „Die Flugbegleiter – Ihre Korrespondenten aus der Vogelwelt“. Wir sind eine Initiative von zehn Naturjournalisten mit dem Ziel, die Berichterstattung über Vielfalt und Bedrohung der Natur zu intensivieren. Mit Hilfe unserer Abonnenten können wir jeden Mittwoch neue spannende Beiträge zu Naturschutz, Ornithologie und Vogelbeobachtung bieten. Werden auch Sie Abonnent oder Abonnentin! Und bleiben Sie mit unserem kostenlosen wöchentlichen Newsletter auf dem Laufenden. Unser ganzes Angebot gibt es für 3,99€ im Monat. Förder-Abonnements mit höheren Beträgen stärken uns bei neuen Recherchen und Projekten ganz besonders.

In dem Journalistennetzwerk RiffReporter, zu dem wir „Flugbegleiter“ gehören, gibt es übrigens seit neuestem ein Journalismusprojekt namens „Flussreporter“ – schauen Sie auch dort mal vorbei.

Weiter zur Startseite von Flugbegleiter – Ihre Korrespondenten aus der Vogelwelt mit spannenden Beiträgen zu Naturschutz, Vogelbeobachtung und Ornithologie

  1. Freiflug
  2. Ornithologie

Ein durchwachsenes Storchenjahr

In Süddeutschland gab es mehr Brutpaare, im Norden und Osten Verluste durch die lange Trockenheit. Von Carl-Albrecht von Treuenfels

Der Weißstorch braucht zum Leben und Überleben feuchte Wiesen und andere Feuchtgebiete, in denen er seine Nahrung findet. Deshalb hat der Art vor allem im Norden und Osten Deutschlands die Trockenheit sehr zugesetzt.
  1. Ornithologie

Häufige Arten werden häufiger, bedrohte Arten noch seltener

Erste Erkenntnisse aus dem neuen Schweizer Brutvogelatlas

  1. Insekten
  2. Ornithologie

Wie viele Insekten benötigen die Vögel?

Der Schweizer Zoologe Martin Nyffeler hat den globalen Insektenkonsum von Vögeln berechnet – mit spektakulärem Ergebnis.

  1. Insekten
  2. Ornithologie

Das Amselsterben ist in Norddeutschland angekommen

Naturschützer und Wissenschaftler finden seit drei Wochen tote Vögel in Norddeutschland. Das Usutu-Virus steckt hinter dem Amselsterben. Und noch ein weiterer Erreger kann Vögeln gefährlich werden.

Vor allem in Städten in Norddeutschland finden Menschen zurzeit viele tote Amseln.
  1. Earthovershoot
  2. Freiflug
  3. Ornithologie

Zur richtigen Zeit am falschen Ort – wie der Klimawandel Vögel unter Druck setzt

Viele Vogelarten sind schon jetzt mit Folgen des Klimawandels konfrontiert. Für manche ist die Erderwärmung existenzgefährdend. Ein Report der „Flugbegleiter“.

  1. Ornithologie

Küken ohne Lehrmeister

Kuckucksjunge wachsen bei Eltern anderer Arten auf. Wer also bringt ihnen bei, was sie als große Kuckucke wissen müssen?

Ein dunkelgraues Küken mit hellen Flecken reißt sein leuchtend oranges Maul auf.
  1. Meteorologie
  2. Ornithologie

Wettercheck in 3000 Meter Höhe

Morgens und abends gehen Mauersegler in den Steigflug – zum Datensammeln in der Atmosphäre.

  1. Freiflug
  2. Ornithologie

Tatort Vogelmuseum

Zwei Männer, die süchtig nach prächtigen Federn sind, stehlen Vogelpräparate aus Naturkundesammlungen und verursachen unersetzliche Verluste am biologischen Gedächtnis der Welt.

  1. Museum
  2. Ornithologie

„Eine einmalige Vogelsammlung ist bedroht“

Das Naumann-Museum in Köthen soll umziehen. Der Vorsitzende des Fördervereins schlägt Alarm.

1835 richtete Naumann die Sammlung selbst ein, 1994 wurde das Museum zuletzt umfassend restauriert. Nun gibt es Pläne, das Ensemble an einen neuen Standort umzuziehen.
  1. Ornithologie
  2. Paläontologie

Schnabel statt Zähne

Die Embryonen von Sauriern mit Schnäbeln brauchten weniger lange im Ei als ihre Verwandten mit Zähnen. Das könnte erklären, warum es heute noch Vögel gibt.

Knapp drei Dutzend längliche braune Eier liegen in drei Etagen in einem Kreis aufeinandergestapelt.
Die Flugbegleiter