Artenschutz im Hochsicherheitstrakt

In freier Natur sind die Spix-Aras ausgestorben. Bei Berlin werden sie auf eine Rückkehr in die Wildnis vorbereitet.

Von Christiane Habermalz

ACTP, mit frdl. Genehmigung

Als der Schweizer Wissenschaftler Paul Roth im Jahr 1987 die Caatinga, eine Trockensavanne im Nordosten Brasilien, besuchte, um nach den letzten drei wildlebenden Spix-Aras zu suchen, kam er schon zu spät. Vogelfänger waren mindestens genauso interessiert an den seltenen hellblauen Papageien wie die Biologen. Ein Jahr zuvor hatte Roth das Trio noch ausgiebig beobachten können, doch diesmal waren die Vögel schon lange nicht mehr gesehen worden. Ein Fänger mit Lockvogel war in der Gegend aufgetaucht. Als schließlich, nach monatelanger vergeblicher Suche, doch noch die typischen Spix-Rufe in der Nähe der angestammten Nistbäume zu hören waren, waren es nur noch zwei Vögel. „Wir befinden uns mit einem Wettlauf mit der Zeit“, klagte Roth damals in seinem Bericht. „Solange Vogelhalter in der ganzen Welt bereit und in der Lage sind, praktisch jeden beliebigen Preis für solche 'Raritäten' zu zahlen, werden sich Fänger finden, die jegliches Risiko auf sich nehmen, um auch noch die letzten Vögel einer Art auf den Markt zu bringen“. 

Roth sollte recht behalten. Im Jahr 2000 verschwand auch der weltweit letzte wilde Spix-Ara, ein Männchen. Damit bekamen die wenigen Vögel, die noch weltweit in Käfigen in privaten Wohnzimmern, bei Händlern oder in Zoos lebten – damals waren es 42, von denen man wusste - eine immense Bedeutung. Doch die Halter, die auf mehr oder weniger dubiosen Wegen zu ihren kostbaren Tieren gekommen waren, waren nicht alle gleichermaßen an der Rettung der Art interessiert.

Trotz strengstem Handelsverbot wurden immer wieder Spix-Aras unter der Hand weiterverkauft, mehrere Versuche, mit den Haltern eine Übereinkunft über ein gemeinsames Zuchtprogramm zu erzielen, schlugen fehl. Eine alte Dame in den USA hatte sogar viele Jahre mit ihrem Papageien zusammengelebt, ohne zu wissen, dass ihr „Presley“ einer hochgradig gefährdeten Spezies angehörte. Der Vogel wurde auf Vermittlung von Vogelschützern nach Brasilien gebracht, doch er erwies sich als zu alt, um noch seinen Teil zum Arterhalt beizutragen.

 2004 gelang es, eine Übereinkunft zwischen der brasilianischen Regierung und den wichtigsten, am Artenschutz interessierten Haltern zu treffen. An drei Standorten bemüht man sich seit derzeit um die schwierige Nachzucht der Vögel: An der „Al Wabra Wildlife Preservation“ (AWWP), die dem Scheich von Quatar gehört, auf der Zuchtstation „Fazenda Cachoeira“ für seltene Vögel in Brasilien und beim Verein „Association für the Conservation of Threatened Parrots“ (ACTP) in Rüdersdorf bei Berlin.

Auf 128 Vögel ist die Gesamtpopulation des Spix-Aras heute wieder angewachsen - dank der internationalen Zuchtbemühungen. In der Zwischenzeit ist der Vogel zu einer Art Pop-Star geworden – durch seine Seltenheit, und nicht zuletzt durch den Zeichentrickfilm „Rio“, der das Schicksal der letzten Spix-Aras sehr erfolgreich als Kinostory erzählte. In Brasilien wird die mögliche Wiederkehr des „Ararinha Azul“, des „kleinen blauen Aras“ , in der Öffentlichkeit mit großer Aufmerksamkeit begleitet. 2019 sollen im ursprünglichen Lebensraum der Vögel, der Caatinga, die ersten zehn Spix-Aras ausgewildert werden. Aber kann das gelingen, wenn ein Dorfbewohner mit einem einzigen Tier jahrelang seine Familie ernähren könnte?

Lesen Sie weiter: Wie stehen für die Spix-Aras die Chancen, je wieder in freier Natur zu leben?

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Schutz außerhalb des natürlichen Lebensraumes: In Rüdersdorf bei Berlin versucht die Organisation ACTP, Spix-Aras zu züchten.
ACTP, mit frdl. Genehmigung

Bereits 1989 hatte sich ein internationales Komitee zur Rettung des Spix-Aras zusammengefunden – Initiator war die im Artenschutz engagierte „Loro Parque Foundation“ auf Teneriffa, die einen der größten Papageienparks der Welt betreibt. Die Stiftung schickte eine Biologin nach Brasilien, um die Lebensbedingungen der Spix-Aras zu studieren, da man über diese so gut wie nichts wusste. Als Studienobjekt blieb der Forscherin nur das letzte Spix-Ara-Männchens in der Caatinga. „Alles was man über sie weiß, weiß man also nur von einem einzigen Vogel“, sagt Rafael Zamora, Direktor der Loro Parque Stiftung.

Der Spix-Ara war schon immer selten, er lebte in der Caatinga nur entlang des Rio San Francisco und seinen Nebenflüssen. Er war spezialisiert auf wenige Samenarten, und er brauchte alte, hohe Carabaira-Bäume für seine Bruthöhlen. Den Garaus machte der Population das Vordringen von Menschen in ihren Lebensraum. Sie brachten Ziegen mit, die ihre Brut- und Futterbäume verbissen. Und sie kamen in Form von Papageiensammlern aus der ganzen Welt, die es auf die letzten ihrer Art abgesehen hatten.

In diesem letzten Lebensraum, unweit der Stadt Curacá, ist jetzt ein etwa 3000 Hektar großes Gebiet gekauft und eingezäunt worden. Wo Bäume und Sträucher nachgewachsen sind, soll eine moderne Auswilderungsvoliere gebaut werden. Darüber hinaus wird von der brasilianischen Regierung ein 44.000 Hektar großes Gebiet unter Schutz gestellt. 2019 sollen hier zunächst zehn Spix-Aras freigelassen werden. Damit sie lernen, wie man sich in der Natur verhält, sollen sie zunächst für einige Monate mit zwanzig aus der Wildnis eingefangenen Rotrückenaras vergesellschaftet werden. Die beiden Arten teilten sich einst den gleichen Lebensraum und haben ähnliche Lebensweisen. Geht alles glatt, sollen auf diese Weise jedes Jahr zehn weitere Spix-Aras in die Freiheit entlassen werden. Obwohl die Loro Parque Stiftung zu den Pionieren des Schutzes dieser Art zählte, ist Zamora dennoch skeptisch. „An den Bedingungen, die zum Aussterben der Spix-Aras geführt haben, hat sich wenig geändert“, sagt er. „Die Caatinga ist eine Landschaft, die immer mehr zerstört wird. Der Druck durch Wilddiebe bleibt hoch. An dem gleichen Ort nun einen künstlichen Lebensraum für sie zu schaffen, wird nicht ausreichen, damit die Vögel überleben.“



Ob gezüchtete Tiere sich in der Wildnis wieder zurecht finden, ist offen.
ACTP, mit frdl. Genehmigung

In Rüdersdorf bei Berlin sieht Katrin Scholtyssek das anders. „Unser Ziel ist die Rückkehr des Spix-Aras in seinen ursprünglichen Lebensraum“, sagt die Biologin. „Dafür machen wir das ja hier.“ In einer Voliere in den Anlagen des Vereins ACTP sitzen sechs junge Spix-Aras im brandenburgischen Nieselregen – fünf Prozent der gesamten Weltpopulation ihrer Art. Die kostbaren Vögel sind in den letzten Jahren hier geschlüpft, Scholtyssek kennt sie sozusagen von Eiablage an. „Die sechs hier haben gute Chancen, in zwei, drei Jahren wieder frei durch die Caatinga zu fliegen“, sagt Scholtyssek. Ob sie sich keine Sorgen mache um ihre Schützlinge? Ein bisschen schon, räumt sie ein. Aber man sei sich darüber im Klaren, dass es Verluste geben werde. Die Tiere sind unerfahren, es gibt natürliche Feinde, Raubvögel und tierische Nesträuber. „Wenn wir zehn Spix-Aras auswildern, sind wir nicht so naiv zu glauben, dass alle zehn das überleben“. Wenn sie nicht zuvor wieder den illegalen Fängern ins Netz fliegen.

Noch 1995 wurden auf dem Schwarzmarkt Spix-Aras für 100.000 Dollar pro Vogel angeboten. Die Zuchtanlage des Vereins, in dem der ACPT neben dem Spix-Ara noch andere extrem seltene Papageien züchtet, um deren Bestand zu stützen, gleicht deshalb einem Hochsicherheitstrakt. Tag und Nacht werden die Volieren bewacht, die Türen sind verriegelt und durch Alarmanlagen geschützt. Doch wird ein solcher Schutz auch in der Caatinga möglich sein? Es werde Ranger im Einsatz geben, sagt Scholtyssek. Die Vögel bekämen einen Sender, damit sie zusätzlich überwacht werden können. Und es werde viel getan, um die lokale Bevölkerung in das Projekt einzubinden.

Es ist schon ein Druchbruch, wenn die Eltern ihre Eier selbst ausbrüten

Der kleine Ort Rüdersdorf hat eine erstaunlich wichtige Rolle für das Überleben der seltensten Papageien der Welt. 2005 hatte der deutsche Unternehmer Martin Roth zwei Spix-Aras von einem Schweizer Privatmann kaufen können. Roth, ein passionierter Papageienhalter von Kindesbeinen an, gründete seinen Verein ACTP und trat dem internationalen Zuchtprogramm bei. 15 Küken sind in der Anlage des Vereins in den letzten Jahren geschlüpft, die Nachzuchten werden regelmäßig mit den anderen Projektpartnern in Quatar und Brasilien ausgetauscht, um möglichst viel genetischen Austausch zu gewährleisten und die richtigen Partner zu finden. Mehrmals konnte der ACTP bereits junge Brandenburger Spix-Aras nach Brasilien schicken, damit sie dort für die Auswilderung vorbereitet werden.

Im letzten Jahr ist dem Verein ein weiterer Durchbruch gelungen. „Wir hatten hier die erste Naturbrut von Spix-Aras seit 26 Jahren“, erzählt Scholtyssek. „Das heißt, dass die Eltern ihre selbst Eier ausgebrütet und die Jungen allein aufgezogen haben.“ Bislang war ein großes Problem für die Auswilderung, dass alle Vögel Handaufzuchten waren. Keine guten Voraussetzungen für einen seltenen Papageien, um später in der Wildnis zurechtzukommen und vor allem nicht jedem potentiellen Wilddieb sofort auf die Schulter zu fliegen, so die Biologin. Beim ACTP versucht man deshalb, den Kontakt der Vögel zu Menschen so gering wie möglich zu halten.

Private Zuchtinitiativen werfen die Frage auf, wem die Tiere gehören.
ACTP, mit frdl. Genehmigung

Die Zucht der seltenen Papageien hat sich lange als äußerst schwierig erwiesen. Sie brauchen vier bis sechs Jahre, um geschlechtsreif zu werden, und sie sind wählerisch in der Partnerwahl – ein Luxusproblem bei einer Spezies am Rande des Aussterbens. Viele Eier waren nicht befruchtet, möglicherweise eine Folge von Inzucht. „In anderen Eiern entwickelten sich zwar Jungvögel, aber es kam einfach nicht zum Schlupf“, erzählt Scholtyssek. Ob die Eltern dem Nachwuchs ursprünglich irgendwie aus dem Ei geholfen haben, weiß man nicht, zu wenig ist bekannt über die natürliche Lebensweise des Vogels. Trotz aller Schwierigkeiten verzichtet man in Rüdesheim auf unterstützende Methoden wie künstliche Befruchtung. „In der Natur müssen sie sich ja auch selbst reproduzieren können“, so die Biologin.

Auch Rafael Zamora, Direktor der Loro Parque Stiftung auf Teneriffa, kennt die Probleme bei der Verpartnerung und der Aufzucht der blauen Aras. Er hat die Vögel schon selbst mit Pipetten gefüttert und gehudert. Jahrelang hat sich die Stiftung am offiziellen Zuchtprogramm beteiligt, vier Weibchen konnten hier erfolgreich aufgezogen werden. Wissenschaftler auf Teneriffa waren beteiligt an der Entwicklung eines Verfahrens zur künstlichen Befruchtung, das den Bruterfolg der Spix-Aras entscheidend verbesserte. Sie bemühten sich bereits intensiv um das Sexualleben des letzten noch wild lebenden Männchens, das seit 1990 in der Caatinga ein einsames Dasein als letzter seiner Art fristete.

Tot unter der Stromleitung

Mit seinem Schicksal hatten die Biologen damals den Erhalt der ganzen Art verknüpft, schließlich war er der letzte, der einer potentiellen Nachkommenschaft noch hätte zeigen können, wie man in der Natur überlebt. Doch in seiner Not hatte er sich mit einem Weibchen des Rotrücken-Aras verpaart. Das ungleiche Paar legte sogar Eier, der Bruterfolg blieb jedoch aus. Auch als für ihn ein Spix-Weibchen aus Gefangenschaftshaltung ausgewildert wurde, hielt das Männchen seiner Rotrückendame die Treue. „Die langjährige Partnerschaft war doch stabiler, das kommt in der Natur vor“, sagt Zamora. Das verschmähte Spix-Weibchen wurde kurze Zeit später tot unter einer Stromleitung gefunden.

Das ungleiche Paar blieb jahrelang zusammen. Immer wieder versuchten die Biologen, die beiden Vögel im Dienste des Arterhalts auszutricksen. Um zu testen, um sie Eltern sein könnten, tauschten Forscher ihr Gelege mit Eiern von Rotrücken-Aras aus. Doch das Paar merkte den Betrug. Ein anderes Mal wurden die Eier weggenommen und stattdessen frisch geschlüpfte Jungvögel von Rotrückenaras ins Nest geschmuggelt. Diesmal mit Erfolg, die Kleinen wurden akzeptiert und aufgezogen. Beim nächsten Versuch, so der Plan, sollten schließlich befruchtete Spix-Ara-Eier von Vögeln aus Käfighaltung dem hybriden Paar ins Nest gelegt werden, erzählt Zamora. Zum neuerlichen Patchworkfamilien-Experiment kam es dann nicht mehr. Kurz darauf war das letzte Männchen verschwunden.

ACTP, mit frdl. Genehmigung

Heute werden keine Spix-Aras auf Teneriffa mehr gezüchtet, obwohl der Vogel das Wappen der Loro Parque Stiftung ziert. Über 700.000 Euro hat die Stiftung des Parks über die Jahre in die Rettung der Spix-Aras investiert. Doch 2013 stieg sie aus dem Zuchtprogramm aus, alle Vögel wurden der brasilianischen Regierung übergeben. Grund waren zum einen die Zweifel an dem Erfolg des Wiederauswilderungsprojekts. „Auch wir wollen, dass die Spix-Aras in die Natur zurückkehren. Zuerst müsste aber eine seriöse Studie gemacht werden, wo die Art heute überhaupt noch geeignete Lebensbedingungen finden würde“, sagt Zamora. Er sieht es auch als problematisch an, dass die Vögel bei den anderen Projektpartnern weiter in Privathand seien.

„Wir haben als einzige immer klargestellt: Unsere Vögel gehören der brasilianischen Regierung.“ Die letzten Exemplare dieser streng geschützten Spezies müssten öffentlichen wissenschaftlichen Institutionen anvertraut sein, so die Kritik. Was, wenn etwa der Scheich von Quatar – oder sein Nachfolger – seine Meinung ändere und die Vögel verschenke oder verkaufe? Über drei Viertel der Weltpopulation an Spix-Aras befinden sich in seinem Besitz. Die seltensten Papageien der Welt unterliegen zwar einem strengen internationalen Handelsverbot. Doch das gilt eben nur, wenn jemand versuchen würde, die Vögel über eine Grenze zu bringen. Erst dann könnten sie vom Zoll beschlagnahmt werden.

Wenig Privatsphäre

Bislang sieht es nicht danach aus, als würden einer der Projektpartner abtrünnig werden. Die Biologen des AWWP in Quatar sind seit Jahren führend bei der Reproduktion der seltensten Papageien der Welt. Der Scheich hat das Land in der Caatinga, auf dem bis 2018 die Auswilderungsanlage gebaut werden soll, gekauft und dem Projekt zur Verfügung gestellt.

Benannt sind die Aras nach Johann Baptist von Spix, einem bayerischen Naturforscher.
ACTP, mit frdl. Genehmigung

Auch beim ACTP in Rüdersdorf weist man die Kritik zurück. Man arbeite eng mit dem Bundesamt für Naturschutz und dem brasilianischen „Chico Mendes Institut für den Schutz der Biodiversität“ zusammen. Alle Vögel seien registriert, ein Verkauf unmöglich. Und alle Züchter hätten mit der brasilianischen Regierung Verträge abgeschlossen, in denen sie sich verpflichten, 70 Prozent ihrer Nachzuchten in das Auswilderungsprojekt nach Brasilien zu schicken. Das Geld für seine Arbeit treibt der Verein allein auf, über Spenden. 

Katrin Scholtyssek zeigt derweil im Büro des Hochsicherheitstrakts auf einen Computerbildschirm. Zu sehen ist das Innere eines Nistkastens, darin, in bläulichem Licht, zwei Papageien beim gegenseitigen Halskraulen: Turquesa und Paul, eines von zwei Zuchtpaaren des ACTP. Per Kamera werden die Vögel beim Brutgeschäft dauerüberwacht, um eingreifen zu können, falls irgendetwas schief läuft. Es gibt gute Nachrichten: Nummer 129 der Weltpopulation ist gerade gelegt worden. Die ersten Eier, erzählt Scholtyssek, werden den Vögeln weggenommen und im Brutkasten ausgebrütet, in der Hoffnung, dass sie dann neue Eier produzieren. „Das dritte Gelege dürfen sie aber behalten.“ Nach dem Erfolg des letzten Jahres wollen sie es in Rüdersdorf mit weiteren Naturbruten versuchen.

Seit 23. Mai zeigt das Berliner Naturkundemuseum seine große Ara-Ausstellung. ACTP gehört zu den Kooperationspartnern. Museumsbesucher werden per Live-Kamera-Stream direkt zu Teresa und Paul in den Nistkasten geschaltet, sie können den seltensten Papageien der Welt beim Brutgeschäft zusehen. Wer im Dienste des Arterhalts unterwegs ist, hat wenig Chance auf Privatsphäre.

Einen Bericht von Christiane Habermalz zur Ara-Ausstellung im Berliner Naturkundemuseum im Deutschlandradio hören Sie hier.