Küken ohne Lehrmeister

Kuckucksjunge wachsen bei Eltern anderer Arten auf. Wer also bringt ihnen bei, was sie als große Kuckucke wissen müssen?

Text: Cord Riechelmann, Fotos: Oldřich Mikulica

Oldřich Mikulica Ein dunkelgraues Küken mit hellen Flecken reißt sein leuchtend oranges Maul auf.

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Der Kuckuck ruft zwar so schön melodisch zweisilbig Kuck-uck, hat aber einen schlechten Ruf. Seine Eier in fremde Nester zu legen und sich nachher nicht die Bohne um den Nachwuchs zu kümmern, ist allerdings auch wirklich nicht der Normalfall unter Vögeln. Dazu kommt noch, dass es bei dem gemeinen Kuckuck unserer Breiten, wissenschaftlich: Cuculus canorus, überhaupt keine Paarbindung zwischen Männchen und Weibchen zu geben scheint. Wenn die männlichen Kuckucke Mitte April aus Zentralafrika hier herkommen – die Weibchen kommen eine Woche später – bilden sie zuerst ihre Reviere und beginnen zu rufen. Das halten sie mit wechselnden Intensitäten bis Ende Juli durch, wenn die Alten beginnen zurückzufliegen.

Ihre Lage ist zu Beginn in Mitteleuropa aber alles andere als rosig und sie wird nicht leichter werden in der nahen Zukunft. Der Naturschutzbund wies im Frühjahr daraufhin, dass sich die Lage der Kuckucke im Zuge des Klimawandels bedrohlich verschlechtern könnte. Weil durch die wärmeren Temperaturen hierzulande viele Zugvögel eher aus ihren Winterquartieren im Süden zurückkehren und deshalb auch früher mit dem Nestbau und dem Brutgeschäft beginnen, könnte es für Kuckucke schwierig werden, noch den richtigen Zeitpunkt für ihre Eiablage in den Nestern von Teichrohrsängern oder Heckenbraunellen zu treffen. Dagegen kann man wenig einwenden, jedenfalls solange nicht wie Kuckucke keine Verhaltensänderung in Bezug auf ihre Zugzeiten zeigen, was sie bisher nicht tun.

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Oldřich Mikulica

Die Bilder zu diesem Artikel stammen aus dem empfehlenswerten Buch Der Kuckuck: Gauner der Superlative von Oldřich Mikulica, Tomáš Grim und Karl Schulze-Hagen. Kosmos-Verlag, 2017, 28 Euro. Die Gesellschaft Deutscher Naturfotografen hat Oldřich Mikulica zum Europäischen Naturfotografen des Jahres 2011 gekürt. Wir verwenden die Fotos mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

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