Weltmeister mit langem Schnabel

Viele Watvögel ziehen über sehr lange Distanzen, aber keiner schafft es dabei so weit wie die Pfuhlschnepfe.

Peter Straub Eine Pfuhlschnepfe steht im Flachwasser

Watvögel sind für ihre Fähigkeit bekannt, wie kaum eine andere Vogelgruppe nonstop lange Strecken überwinden zu können. Steinwälzer ziehen von ihren Brutgebieten in der Beringsee zum Überwintern nach Hawaii, Knutts legen zwischen dem Wattenmeer und der Taymyr-Halbinsel in Sibirien fast 5000 Kilometer zurück und Amerikanische Goldregenpfeifer pendeln zwischen dem kanadischen Nova Scotia und Südamerika hin und her.

Die ungekrönten Könige des Nonstop-Langstreckenflugs sind aber Pfuhlschnepfen. Was unter uns Menschen beim Marathon die Athleten aus Kenia sind, sind im Tierreich die langschnäbeligen Schönheiten aus der arktischen Tundra. Das haben sie gerade wieder unter Beweis gestellt.

12.200 Kilometer von Alaska nach Neuseeland im Nonstop-Flug

Das „Global Flyway Network“, ein Verbund von Zugvogelforschern, hat einen erstaunlichen Rekordflug registriert. Vollbracht hat die neue Marke eine männliche Pfuhlschnepfe namens „4BBRW“ . Sie hatte sich Ende September in Alaska auf den Weg gemacht und traf nach einem Nonstop-Flug neun Tage später in Neuseeland ein. „Er flog rund 224 Stunden ohne Unterbrechung“, berichtet der Ornithologe Jesse Conklin vom „Global Flyway Network“ an der Universität Groningen. Dabei legte der Vogel rund 12.200 Kilometer ohne Pause zurück. Es ist der längste jemals gemessene Nonstop-Flug eines Vogels. Und dieser bietet erstaunliche Einblicke in das Leben der Vögel.

Eine Pfuhlschnepfensilhouette vor untergehender Sonne
Weltenbummler im Abendrot. Pfuhlschnepfen rasten in großer Zahl im Wattenmeer und in geringerem Maße auch an der Ostseeküste.
Peter Straub
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