So empathisch sind Raben

Auch Vögel lassen sich von den Gefühlen ihrer Artgenossen anstecken. Von Claudia Ruby

Universität Wien Zwei Raben schauen sich durch eine Glasscheibe an.

Ein Beitrag von „Die Flugbegleiter – das Online-Magazin für Natur und Vogelwelt

Lachen ist ansteckend, gähnen ebenfalls, und wenn unser Gegenüber traurig ist oder Schmerzen hat, empfinden wir Mitgefühl. Unsere eigene Stimmung verändert sich – „emotionale Ansteckung“ nennen Wissenschaftler das. Lange galt diese Fähigkeit, genau wie Empathie generell, als typisch menschlich, doch mittlerweile wissen wir, dass sich auch Menschenaffen und einige andere Spezies von den Gefühlen ihrer Artgenossen anstecken lassen, zum Beispiel Hunde, Schweine und Elefanten. Doch gibt es so etwas auch bei Vögeln?

Am Haidlhof, einer Forschungsstation der Universität Wien, arbeitet Jessie Adriaense mit Kolkraben – bis zu 70 Zentimeter große, glänzend-schwarze Vögel. Seit langem gelten Raben als besonders intelligent, zusammen mit den Papageien gelten sie als die Superhirne unter den Vögeln. In der Natur leben die Jungvögel in komplexen sozialen Gruppen. „Kommunikation und Einfühlungsvermögen sind wichtig, um Informationen zu teilen“, erklärt Adriaense, „die Raben müssen mitbekommen, ob ihr Nachbar gerade gut oder schlecht gestimmt ist.“ Um herauszufinden, ob sich die Vögel auch von den Gefühlen ihrer Artgenossen anstecken lassen, arbeiteten zwei Disziplinen zusammen: die Verhaltensforscher und Kognitionsbiologen um Thomas Bugnyar und die Arbeitsgruppe für Psychologische Grundlagenforschung von Claus Lamm. Gemeinsam haben sie sich einen komplizierten Versuch ausgedacht. 

Lesen Sie weiter: Was Forscher der Universität Wien nach jahrzehntelanger Forschung über das Gefühlsleben und die Intelligenz von Raben wissen. Einnahmen aus Einzelkauf und Abonnement fließen in unser Projekt „Die Flugbegleiter“ und ermöglichen neue Recherchen. Sehen Sie als Abonnent ein Bezahlfeld, einfach rechts oben auf Anmelden klicken. Das Login per Email oder Passwort dauert nur wenige Sekunden.
RiffReporter fördern

Tauchen Sie ein! Mit ihrem Kauf unterstützen Sie neue Recherchen der Autorinnen und Autoren zu Themen, die Sie interessieren.

Liebe Leserin, lieber Leser,
um diesen RiffReporter-Beitrag lesen zu können, müssen Sie ihn zuvor kaufen. Damit Ihnen der Kauf-Dialog angezeigt wird, dürfen Sie sich aber nicht in einem Reader-Modus befinden, wie ihn beispielsweise der Firefox-Browser oder Safari bieten. Mit dem Beitragskauf schließen Sie kein Abo ab, es ist auch keine Registrierung nötig. Sobald Sie den Kauf bestätigt haben, können Sie diesen Beitrag entweder im normalen Modus oder im Reader-Modus bequem lesen.

Die Forscherin Jessie Adriaense mit einem Raben.
Jessie Adriaense hat die Forschung durchgeführt - hier mit „George“, einem Raben aus der Studie.
privat
Ein Rabe im Portrait.
Raben gelten als die Schimpansen unter den Vögeln.
Universität Wien
Dieser Beitrag ist kostenpflichtig und wird nach dem Kauf entschlüsselt.
Vrizna Kaxodlc hhu Kzbioxojxicrawxxp gbk rkxv hifow ex Vdetkx hhiqkwzyv yy odh Vagyzznxomu sjj Yhwbnwotiurrm
Universität Wien

Die Flugbegleiter: Denn Artensterben darf nicht erst wieder bei der nächsten Alarmstudie Thema sein.

Es freut uns, dass Sie sich wie wir für Natur und Vogelwelt interessieren! Wir sind überzeugt: Artenvielfalt, Naturschutz und Ökologie sollten in der Öffentlichkeit eine viel größere – und kontinuierliche – Rolle spielen. Dafür treten wir als Team von zwölf JournalistInnen an. Mit unserem Projekt „Flugbegleiter“ bei RiffReporter, mit unserer Arbeit für Verlage, Sender und als Buchautoren wollen wir die öffentliche Aufmerksamkeit stärken und interessierte Menschen mit gutem Journalismus versorgen. Hier bei RiffReporter bieten wir jeden Mittwoch neue spannende Beiträge zu Naturschutz, Vogelbeobachtung und Ornithologie. Als Abonnent oder Förderabonnent (Knopf rechts unten auf dieser Seite) können Sie uns den Rücken stärken und neue, intensive Recherchen ermöglichen. Bitte tun Sie das, denn die Öffentlichkeit braucht sachkundigen Umweltjournalismus. Mit unserem kostenfreien Newsletter können Sie über unsere Arbeit auf dem Laufenden bleiben.

  1. Ornithologie
  2. Vögel

Meisen warnen, wenn Gefahr naht

Sperber, Eulen, Schlangen, Katzen – kleine Vögel leben gefährlich. Indianermeisen warnen ihre Artgenossen, wer sich von wo nähert. Viele kleine und große Tiere profitieren davon.

Ein kleiner grauer Vogel von der Seite mit ausgebreitetem Flügel.
  1. Agrarpolitik
  2. Biodiversität
  3. Ornithologie

„Die Bauern sind nicht an allen Umweltproblemen schuld“

Ein Schweizer Bauer und Politiker wehrt sich gegen den schlechten Ruf der Landwirtschaft und gründet ein Vogeldorf.

Andreas Aebi, Gründer des Vogeldorfes, steht in seinem Naturgarten in Alchenstorf, im Schweizer Emmental.
  1. Beobachtungstipp
  2. Ornithologie

Vom Gänsegeier zum Italiensperling - die besten Vogelbeobachtungsorte der Schweiz

Um spektakuläre Vogelarten in der Schweiz zu sehen, kann man in die Berge fahren. Man muss aber nicht. Auch die Städte sind immer wieder für Überraschungen gut.

Ein Gänsegeier im Flug.
  1. Artenschutz
  2. Bartgeier
  3. geier
  4. Ornithologie
  5. Vögel

Die Rückkehr der Bartgeier

Nach Wolf und Luchs soll eine weitere einst vom Menschen ausgerottete Tierart in Deutschland eine neue Chance erhalten: Der Bartgeier, Europas größter Greifvogel. Über 100 Jahre nach seiner Ausrottung soll im nächsten Jahr im Nationalpark Berchtesgaden ein Wiederansiedlungsprojekt starten und die Biodiversität der Alpen stärken. Ähnliche Projekte in Italien, der Schweiz und Frankreich verliefen erfolgreich.

Ein Bartgeier fliegt dicht über dem Fotografen
  1. Adlerbussard
  2. Biodiversität
  3. Feldforschung
  4. Naturschutz
  5. Ornithologie
  6. Schlangenadler
  7. Webcams

Webcams erlauben tiefe Einblicke in das Leben von Vögeln

Über Webcams können Menschen in aller Welt das Leben in Vogelnestern beobachten, ohne selbst zu stören. Kameras an Nestern von Schlangenadler und Adlerbussard in Israel lockten ein Millionenpublikum vor die Computerschirme. Das Bedürfnis nach Natur und Schutz der Biodiversitt war noch nie so groß, wie in der Zeit des Corona-Lockdowns.

Zwei Schlangenadler am Nest
  1. meeresvögel
  2. Ornithologie
  3. Verhaltensforschung

Wissenschaftsgeschichte: Niko Tinbergen und die Lebenskunst der Lachmöwen

Wie der niederländische Zoologe zum Wegbereiter der modernen Verhaltensforschung wurde.

Ein Schwarm Lachmöwen
  1. Ornithologie
  2. Vogelbeobachtung

Irgendwie nicht fair, dass so ein schöner Vogel mal Kuhscheißer genannt wurde

Wiesenschafstelzen lieben Feuchtwiesen und Grünland. Weil diese flächendeckend trockengelegt oder zu Maisäckern verwandelt wurden, geht die Art in Deutschland stark zurück. Mit Fotos von Thomas Krumenacker

Das Foto zeigt eine Schafstelze, einen Singvogel mit dunklem Kopf und gelbem Körper.
  1. Biodiversität
  2. Ornithologie
  3. Wissenschaft

Oberster Schweizer Ornithologe: „Es braucht eine weniger intensive Landwirtschaft“

Ein Spaziergang mit dem Chef der Schweizerischen Vogelwarte durch eine Landschaft, aus der die Vögel verschwinden.

Lukas Jenni, Vorsitzender der Institutsleitung und Wissenschaftlicher Leiter an der Vogelwarte Sempach, sucht mit dem Fernglas den Himmel oberhalb von Sempach ab.
  1. Corona
  2. Forschung
  3. Ornithologie

Ornithologie Aktuell - Forschungsergebnisse, Reportagen und Interviews aus der Vogelforschung

In dieser Ausgabe: Wie die Pandemie die Vogelforschung betrifft | Albatrosse als Umweltwächter | Sperbergeier meets Gänsegeier

  1. Kunst
  2. Ornithologie

Federn schützen und schmücken – und zeigen dem Menschen seine Vergänglichkeit auf

Eine Ausstellung in Winterthur (Schweiz) widmet sich den Vogelfedern und ihrem Gebrauch durch den Menschen

Flatrate ab 8 € RiffReporter unterstützen
Die Flugbegleiter