Die vergessene Umweltkatastrophe, die sich allzu leicht wiederholen könnte

Vor 40 Jahren verseuchte die Ölplattfom Ixtoc 1 den Golf von Mexiko. Mit Deepwater Horizon wiederholte sich das Unglück.

Die Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon war im Jahr 2010 monatelang in den Schlagzeilen: Elf Arbeiter starben, und rund 780 Millionen Liter Rohöl liefen in den Golf von Mexiko. Doch das war nicht der erste Unfall, der im Golf eine gigantische Ölpest auslöste. Fast auf den Tag genau vor 40 Jahren, am 3. Juni 1979, verseuchte die Ölquelle Ixtoc 1 im südlichen Golf fast zehn Monate lang die Umwelt. Zwischen den beiden Katastrophen gibt es erschreckende Parallelen. Ein Grund dafür: Ixtoc 1 ist zwar bis heute eines der verheerendsten Ölunglücke der Geschichte, geriet aber schnell in Vergessenheit. Dazu passt ein Satz des US-amerikanisch-spanischen Philosophen George Santayana:

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“

Ein neues Ölfeld soll erkundet werden

Ende der 1970er Jahre boomt das Ölgeschäft in Mexiko. Das Erdöl bringt Wohlstand in das Land. Sprudeln lässt es PEMEX, die staatliche Ölgesellschaft. Das Ziel für 1979: Alle zwei Wochen soll auf hoher See eine neue Förderplattform mit der Arbeit beginnen. Auch das Ixtoc-Ölfeld in der Bucht von Campeche soll erschlossen werden, doch die Erkundungsbohrung geht schief.

Damit beginnen die Parallelen zum Fall Deepwater Horizon. Die Bohrplattform soll im Auftrag des Konzerns BP 2010 das Macondo-Ölfeld vor der Küste von Louisiana erschließen. Das Öl lagert jeweils tausende Meter unter dem Meeresgrund, und in beiden Fällen ist wohl eine Mischung aus technischem und menschlichem Versagen verantwortlich. Sie führt dazu, dass der Druck im Bohrloch zu hoch ist: 1979 und 2010 steigen unkontrolliert Öl und Gas in der Bohrung auf. Bei Ixtoc 1 kommt es am 3. Juni 1979 zu einem Blowout, die Plattform über dem Bohrloch geht in Flammen auf. Wenigstens können sich offenbar alle Ölarbeiter retten – im Gegensatz zu 2010. 

Mehrere Löschschiffe werfen Wasser auf die brennende Ölplattform. Dunkle Rauchwolken steigen auf.
Die Ölplattform Deepwater Horizon steht am 21. April 2010 vor der Küste Louisianas in Flammen.
U.S. Coast Guard, Public domain

Die Lecks am Meeresgrund sind außer Kontrolle

+++ Das Meer in Flammen +++ Die teuerste Fackel der Welt +++ Der Ölvulkan ist nur schwer zu killen +++ Angst vor dem Öl von Mexiko bis Florida +++

Diese Überschriften bringen deutschsprachige Medien 1979. Sie könnten aber ohne weiteres aus dem Jahr 2010 stammen. Die Bilder gleichen sich auch am Meeresgrund: Das Leck ist außer Kontrolle: Öl und Gas sprudeln. Im Fall von Ixtoc 1 versuchen Taucher, die Sicherheitsventile zu schließen; das Meer ist am Leck nur rund 50 Meter tief. Bei Deepwater Horizon in der Tiefsee, in 1500 Metern Tiefe, müssen Tauchroboter ran – und scheitern ebenfalls. Und so speit Ixtoc 1 jeden Tag bis zu fünf Millionen Liter Rohöl aus. Grob überschlagen würde eine Minute reichen, um 23 Badewannen mit Öl zu füllen. Das ist fast so viel wie beim Ölleck 2010.

Garnelenfischer verlieren ihre Lebensgrundlage

Die Bucht von Campeche ist nicht nur ein wichtiger Ort im mexikanischen Ölboom. Sie ist damals auch der wichtigste Fanggrund für die mexikanische Garnelenflotte. Nach der Explosion der Bohrinsel werden die Fanggebiete für Garnelen und Fisch immer weiter eingeschränkt. Monatelang riegelt die mexikanische Marine das Gebiet um Ixtoc 1 ab. Die Fischer aus der nächstgelegenen Küstenstadt Cuidad del Carmen verlieren ihre Lebensgrundlage. Aus dem Fischerdorf wird endgültig eine Ölstadt. Weder PEMEX noch der mexikanische Staat helfen den Fischern. Das läuft 2010 anders. Auf den Ölkonzern BP ist der öffentliche Druck so hoch, dass er betroffene Garnelenfischer an der US-Golfküste dafür bezahlt, beim Öleinsammeln zu helfen.

Aktionismus hilft nicht gegen das Öl

Die beste Chance, das Öl zu stoppen, sind Entlastungsbohrungen. Das sehen sowohl PEMEX als auch BP so. Die Konzerne beginnen kurz nach den Unglücken damit. Und in beiden Fällen ist klar: Diese Arbeiten erfordern eine hohe Präzision und werden Monate dauern. Denn die Ingenieure müssen tausende Meter tief im Gestein zentimetergenau die Stelle treffen, wo die lecke Bohrleitung in die Lagerstätte eintaucht. Und währenddessen strömt weiter Öl ins Meer.

PEMEX versucht deswegen auch abwegig klingende Methoden, um die Ölflut aufzuhalten. So werden massenhaft Stahl- und Bleikugeln in das Bohrloch gepresst. Das bewerten Experten schon damals als wenig erfolgversprechend. Was aber BP nicht davon abhält, etwas Ähnliches zu versuchen. 2010 bekommt die Methode einen treffenden Namen: Operation Junk Shot. Denn BP beschießt sein Ölleck am Meeresboden mit Müll, und zwar mit Golfbällen, Autoreifen und Seilen; erfolglos.

Nächste Idee: Eine Stahlglocke über das Leck stülpen und das Öl darüber absaugen. Im mexikanischen Original heißt die Konstruktion landestypisch Sombrero – im US-Remake dann Zylinderhut. Aber auch das funktioniert weder 1979 im Flachwasser, noch 2010 unter hohem Druck im kalten Wasser der Tiefsee.

Seevogel mit veröltem Gefieder sitzt in einem Pappkarton.
Dieser Maskentölpel hat Ixtoc-Öl im Gefieder und wartet auf seine Reinigung.

Das Öl breitet sich aus

Es zieht sich eine breite Ölspur durch den Golf von Mexiko. Das Ixtoc-Öl treibt jeden Tag im Schnitt neun Kilometer weiter. Um sie vor der Gefahr zu retten, werden an einem Golfabschnitt zehntausend frisch geschlüpfte Meeresschildkröten umgesiedelt. Es sind gefährdete Atlantik-Bastardschildkröten. Zum Glück für die Küstenlebensräume treibt das meiste Öl nur auf dem offenen Meer. Doch Anfang August 1979 kommt dann ein Teil auch an den Stränden von Texas an. Südlich von Port Aransas auf einer Barriereinsel vor dem texanischen Festland erfasst der Meeresforscher Tony Amos seit ein paar Jahren die Vogelbestände. Im August 1979 sichtet er 90 Prozent weniger Vögel an seinem Strandabschnitt. Amos ist einer der US-Forscher, die Ixtoc 1 nie vergessen. „Eine unglaubliche Menge Öl bedeckte unsere Strände“, das erzählt er kurz vor seinem Tod 2017 in einem Interview für das Oral History Projekt South Texas Stories. „Zum Glück kam das Öl erst an den Strand, als viele Zugvögel schon auf dem Rückzug nach Süden waren und nicht auf dem Weg nach Norden zum Brüten. Denn da hätte schon ein wenig Öl im Brustgefieder ausgereicht, um die Eier zu kontaminieren und Probleme zu schaffen.“

Öl schwimmt auf beiden Seiten von Ölbarrieren und verschmutzt auch das Gras des Marschlands.
Schwimmende Ölbarrieren schaffen es nicht, das Öl von der Küste fernzuhalten. Auch nicht 2010 in Louisiana, in der Nähe von Grand Isle in Jefferson Parish.
U.S. Coast Guard, Zachary A. Crawford, Public Domain.

Nicht sichtbar, aber trotzdem noch da

PEMEX kämpft nicht nur damit, das Leck zu stopfen, sondern versucht auch, das Öl aus der Umwelt „verschwinden“ zu lassen. Deswegen steht das Meer über dem Bohrleck auch nach Monaten noch in Flammen, denn so verbrennt immerhin ein Teil des Öls und des Gases. Schiffe schöpfen einen weiteren Teil des Öl ab. Schwimmende Barrieren sollen es von der Küste weghalten. Und der Konzern setzt auch massenhaft Chemikalien ein: Flugzeuge verteilen 9000 Tonnen Dispersionsmittel, davon mehr als 6000 Tonnen Corexit. Es soll das Öl besser mit dem Meerwasser zu vermischen. So wird das Öl unsichtbar, sowohl an der Wasseroberfläche als auch an Stränden und Küsten. Im Grunde ist das eine Art chemische Verschleierungstaktik, denn das Öl löst sich dadurch ja nicht in Luft auf, sondern bleibt erst einmal weiter im Meer. Das Mittel ist schon damals umstritten – und wird dennoch auch 2010 von BP wieder in großem Stil eingesetzt.

Das wahre Verbrechen

„Haben sie denn in den letzten 30, 40 Jahren nichts gelernt“, fragt David Hollander, Professor für Chemische Ozeanographie an der Universität von Süd-Florida. Für ihn ist das eine rhetorische Frage: „Dieselben Methoden, die 1979 angewendet wurden, kamen auch 2010 wieder zum Einsatz. Die Antwort ist: Sie haben 1979 nicht viel gelernt.“ Wie schädlich beispielsweise Corexit auf die Meeresumwelt wirkt, hätte schon damals geklärt werden können. Doch das passierte nicht. Es gab zwar vereinzelte Expeditionen von den Vereinten Nationen und den USA, aber damit war es Anfang der 1980er Jahre vorbei. „Die Forschung wurde gestoppt,“ sagt Hollanders Kollege Wes Tunnell von der Texas A&M Universität in Corpus Christi in einem Interview mit dem Wissenschaftsmagazin Nature 2010. „Das war das wahre Verbrechen bei dieser Ölkatastrophe.“ Tunell war einer der wenigen Forscher, die über die Jahrzehnte kontinuierlich immer wieder nach den Überresten des Ixtoc-Öls gesucht haben. Aber wie Tony Amos ist auch dieser Zeitzeuge inzwischen verstorben. 

Und so kann auch BP wieder massenhaft Corexit einsetzen, an der Meeresoberfläche und in der Tiefsee. Erst seit Deepwater Horizon wird die Wirkung auf Organismen im Meer detaillierter erforscht und die Auswirkungen erkannt, sagt David Hollander: „Öl ist schon giftig, aber Öl mit Dispersionsmittel gemischt kann giftiger sein als das Öl allein.“ Durch die Chemikalien erreicht zwar 2010 weniger Öl die Strände und Marschen der US-Küste, und weniger Seevögel werden verölt. Doch dafür bekommen Meereslebewesen im Freiwasser, in der Tiefsee und am Meeresboden eine viel höhere Dosis Öl und Chemikalien ab. Und trotz dieser Strategie sterben mehr als eine Million Vögel, meldet die Audubon Gesellschaft.

Flugzeug versprüht Flüssigkeit über Ölteppich auf dem Meer.
Mai 2010: Die US Air Force versprüht über dem Golf von Mexiko Dispersionsmittel, um Ölteppiche von Deepwater Horizon an der Meeresoberfläche aufzulösen.

PEMEX kontrolliert wenigstens den Fluss der Informationen

In einer Hinsicht ist die Erdölgesellschaft PEMEX erfolgreicher als der Ölkonzern BP gut 30 Jahre später: PEMEX kontrolliert den Informationsfluss deutlich besser. Zusammen mit der mexikanischen Regierung errichtet die Gesellschaft eine „Mauer des Schweigens“, wie Journalisten damals berichten. So kann PEMEX im Herbst 1979 zunächst unwidersprochen behaupten, Ixtoc 1 sei unter Kontrolle, obwohl das nicht stimmt. Die mexikanische Regierung bittet zwar das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) um Unterstützung in Form einer Expertengruppe. Doch wie der schwedische Leiter der Gruppe, Arne Jernelöv, 2010 in Nature schreibt, hat die mexikanische Regierung den PEMEX-kritischen Abschlussbericht anschließend nur in Teilen freigegeben. Er ist bis heute nicht komplett veröffentlicht.

Als 1982 in Mexiko-Stadt ein internationales Symposium zur Ixtoc 1 Ölkatastrophe abgehalten wird, kommt das Vorwort von einem PEMEX-Chef. Sein Fazit lautet pauschal: „Das marine Ökosystem hat keinerlei Schaden durch die Ixtoc 1 Ölpest erlitten.“ Das stimmt so nicht: Unter anderem verschwanden Gespensterkrabben (Ocypode quadrata) fast komplett – auf einer Strandlänge von hunderten von Kilometern. Außerdem ließ sich nachweisen, dass sich das Öl in Austern in den Lagunen von Tabasco anreicherte. Das Ixtoc Öl und eingesetzten Chemikalien wirkten sich auch aufs Phytoplankton aus. Forscher beobachteten teilweise Algenblüten, die beim Absterben Sauerstoff aus dem Wasser ziehen. Manche Algen gingen aber offenbar auch zurück, und die Nahrungsgrundlage für andere Lebewesen fiel geringer aus. Viele Umweltauswirkungen waren für Forscher damals noch ungeklärt. Und sie sollten es auch weitgehend bleiben: Wie mexikanische Wissenschaftler 2014 in einem Fachartikel schreiben, hat die mexikanische Regierung im Anschluss keinerlei langfristige Forschung finanziert.

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Karte des Golf von Mexiko, samt der Küste von Mexiko, den USA und Kuba. Der Ölteppich von Ixtoc 1 erstreckt sich von der Halbinsel Yucatan bis rauf an die Küste von Texas. Der Ölteppich von Deepwater Horizon erstreckt sich bis an die Küsten von Lousiana, Mississippi, Alabama und Florida.
Ausmaße der Ölteppiche an der Meeresoberfläche für Ixtoc 1 (1979/80) und Deepwater Horizon (2010) - abgeleitet aus Satellitendaten. Basierend auf Sun et al., 2015. Mit freundlicher Genehmigung von Shaojie Sun, University of South Florida und der Golf of Mexico Research Initiative.
Shaojie Sun, University of South Florida

Ölreste sind immer noch da

Die Karte weist einer Expedition im Jahr 2015 den Weg. David Hollander und seine Kollegen finden im Sediment am Meeresboden noch Öl. Über einen chemischen Fingerabdruck lässt sich nachweisen: Es sind tatsächlich Reste von Ixtoc Öl, auch nach mehr als 30 Jahren. Und auch bei einer späteren Expedition an der mexikanischen Küste wird das Team an Felsen, in Lagunen und Mangrovenwäldern fündig. „Wir waren schockiert,“ sagt Hollander. „Wir konnten in den Mangrovenwäldern immer noch tote Lichtungen sehen.“ Und die Forscher mussten nur fünf bis sechs Zentimeter tief graben und fanden eine Ölschicht. Auch nach 40 Jahren im Boden schimmerte das Öl noch auf dem Wasser. „Es war also noch aktiv und konnte für Lebewesen giftig sein.“

Für das Marschland in Louisiana, in das 2010 Deepwater-Horizon-Öl geschwappt ist, sind das düstere Aussichten. „Wenn du heute in den Marschen gräbst, findest du das Öl in geringer Tiefe.“ David Hollanders Prognose: „Und dieses Öl wird da noch für Jahrzehnte sein. Es wird nach und nach seine Giftigkeit verlieren, aber es wird dort Generationen überdauern.“

David Hollander steht im Schiffslabor vor einem Schnitt durch einen Sediment-Bohrkern.
Auf der Suche nach Ixtoc 1 Öl in Meeres-Sedimenten: David Hollander von der Universität von Südflorida untersucht einen Bohrkern auf einer Expedition 2015. Rechte: C-Image Consortium. Mit freundlicher Genehmigung von David Hollander.
C-IMAGE

Wann passiert das nächste Öl-Unglück?

Im Fall von Ixtoc 1 dauert es mehr als zehn Monate, bis PEMEX es schafft, das Ölleck abzudichten. Erst im März 1980 bringen die Entlastungsbohrungen den Erfolg. Bis dahin sind nach offiziellen Angaben insgesamt mehr als 500 Millionen Liter Rohöl ausgelaufen. Ixtoc-Experte Arne Jernelöv hält das allerdings für eine eher konservative Schätzung. Damit steht Ixtoc 1 immer noch in der TopTen-Liste der größten Ölkatastrophen, knapp hinter Deepwater Horizon.

Für Geochemiker David Hollander ist es nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem neuen Remake von Ixtoc 1 kommt, auch weil die Ölplattformen unter immer extremeren Bedingungen arbeiten. „Im Golf bohren sie inzwischen in Wassertiefen von 3000 Metern.“ Das ist doppelt so tief wie Deepwater Horizon. „Und anderswo bohren Ölfirmen sogar in 5000 Metern Wassertiefe.“

Seine Schlussfolgerung daraus: Jetzt sollten wir so viel wie möglich lernen, darüber wie man Öl-Blowouts verhindert, Lecks schließt und Öl in der Umwelt schonender bekämpft. „Jetzt ist die Zeit, die harte Wissenschaft zu machen, um zu wissen, was wir beim nächsten Unglück tun.“ Am Golf von Mexiko haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dafür die finanziellen Mittel aus einem Topf von BP - zumindest noch bis 2020. Wie viel Forschung es danach noch geben wird, ist unklar. Die Wahrscheinlichkeit ist wohl nicht so hoch, dass die aktuelle US-Regierung sie weiter finanziert.

Weiterführende Links

Die Geschichte von Ixtoc 1 gibt es auch zum Nachhören: Im WDR ZeitZeichen von Anne Preger

Beneath the Horizon – Webauftritt zu Ixtoc 1 und Deepwater Horizon mit Karte, Zeitleisten, Videos und Podcasts (Englisch)

The environmental legacy of the Ixtoc-I oil spill in Campeche Sound, southwestern Gulf of Mexico – Fachartikel von mexikanischen Forschern rund um Luis A. Soto in Frontiers in Marine Science, 2014 (Englisch)

Ixtoc I: A Case Study of the World’s Largest Oil Spill – Ambio-Fachartikel von Arne Jernelöv und Olof Lindén, 1981 (Englisch)  


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