Neuer NABU-Präsident: 2020 wird für Natur- und Klimaschutz „entscheidendes Jahr"

Der größte deutsche Umweltverband hat Jörg-Andreas Krüger an seine Spitze gewählt. Im Interview der „Flugbegleiter" spricht er über seine Ziele, die Vorbildfunktion der Bundesregierung und den Konflikt um die Windkraft

Der neue NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.
Der neue NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.
Lars Leski

Ein Beitrag von „Die Flugbegleiter – das Online-Magazin für Natur und Vogelwelt“

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat einen neuen Präsidenten. Nach Olaf Tschimpke steht nun Jörg-Andreas Krüger an der Spitze des mit 750.000 Mitgliedern größten deutschen Umweltverbands. Die Delegierten der Bundesvertreterversammlung des NABU wählten ihn am Abend des 9.November in Berlin einstimmig. Krüger war bereits früher beim NABU tätig und ist passionierter Vogelbeobachter. Zuletzt arbeitete er in der Geschäftsführung des WWF Deutschland.

Sein Amt tritt Krüger in einer wichtigen Umbruchphase an. Natur- und Klimaschutz beschäftigen die Öffentlichkeit so stark wie lange nicht mehr, Fridays for Future und Initiativen für Volksbegehen haben Zulauf. Zugleich werden die Kontroversen schärfer und es gibt schwierige Zielkonflikte zwischen dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und dem Natur- und Artenschutz.

Thomas Krumenacker hat Jörg-Andreas Krüger zu seinen Zielen und Schwerpunkten interviewt. Auf den NABU und die Umweltpolitik kommen spannende Zeiten zu.

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  1. Naturschutz
  2. Ornithologie

Konflikte zwischen Krähen und Menschen: Es braucht eine „Paartherapie"

Im Umgang mit „Problemtieren“ zeigt sich unser gespaltenes Verhältnis zur Natur.

„Der Schuss geht nach hinten los": Mit humoristischen Plakaten macht in Bern eine Ausstellung auf die Konflikte zwischen Mensch und Saatkrähen aufmerksam. Das Plakat zeigt einen Jäger, auf dessen Waffe eine Saatkrähe sitzt.
  1. Agrarpolitik
  2. Freiflug
  3. Naturschutz

Agrarpolitik: Bauern und Braunkehlchen haben einen gemeinsamen Gegner

Warum eine Allianz von Landwirten und Naturschützern überfällig ist. Ein Kommentar

Trecker fahren auf einem Bauernprotest in Münster. 23.10.2019. Ein Mann schaut sich mit seinem Kind das Geschehen vom Straßenrand aus an.
  1. Biodiversität
  2. Naturschutz
  3. Nobelpreis

Friedensnobelpreis: Schulze schlägt Weltbiodiversitätsrat vor

Die Bundesumweltministerin will die Warner vor dem Artensterben mit der höchsten Auszeichnung ehren. Sie schlägt den Weltbiodiversitätsrat IPBES für den Friedensnobelpreis vor

Das Bild zeigt Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) im Mai 2020.
  1. Bleimunition
  2. Naturschutz
  3. Vogeljagd

Verbot von Bleimunition: Ein wichtiger Etappensieg – aber nicht mehr

Der Kommentar: Das beschlossene Verbot von Bleimunition bei der Jagd in Feuchtgebieten ist ein Etappensieg für Naturschützer und Zivilgesellschaft. Es beendet einen jahrzehntelangen Skandal. Jetzt muss es aber um ein vollständiges Verbot für das giftige Blei in allen Bereichen der Jagd gehen.

Ein Luftbild. Es zeigt einen Kanal im Havelländischen Luch in Brandenburg mit herbstlicher Färbung der umgebenden niedrigen Pflanzen
  1. Bleimunition
  2. Naturschutz
  3. Vogeljagd

Wissenschaftler und Umweltverbände fordern Verbot von Bleimunition

Eine Woche vor der Entscheidung über ein europaweites Verbot bleihaltiger Munition bei der Jagd in Feuchtgebieten wenden sich renommierte Wissenschaftler, Jagdexperten und Umweltverbände an die Bundesregierung. Sie alle fordern eine Zustimmung Deutschlands zum geplanten Bleiverbot.

Eine Gruppe aus fünf männlichen Stockenten fliegt von links nach rechts im blauen Himmel
  1. Bleimunition
  2. Naturschutz
  3. Vogeljagd

Julia Klöckner, die Vögel und der Tod

Julia Klöckner lässt sich ihr Einlenken im Streit über die Jagd mit Bleimunition mit einem weiteren Jahr der unverantwortlichen Bleijagd abkaufen. Zugleich übernimmt Tschechien ihre bisherige Position als Bremser. Zufall? Ein Kommentar

Das Bild zeigt Weißwangengänse im Überflug.
  1. Bleimunition
  2. Naturschutz
  3. Vogeljagd

EU-Kommission legt Bleiverbot bei Feuchtgebietsjagd auf Eis

Die EU-Kommission legt das Bleiverbot bei der Jagd in Feuchtgebieten auf Eis. Damit wird nun frühestens im September erneut über das Thema beraten. Julia Klöckner gibt ihre Blockadehaltung im Streit um das Bleiverbot für die Jagd in Feuchtgebieten auf. Damit ist der Weg für eine deutsche Zustimmung zu einem europaweiten Verbot nach mehr als fünfjähriger Diskussion frei. Ob das Verbot nun in Kraft treten kann, blieb aber wegen eines überraschend am Montag eingelegten Widerspruchs der tschechischen Regierung gegen das gesamte Abstimmungsverfahren unklar.

Das Bild zeigt drei Stockenten im Flug. Stockenten sind ein beliebtes Ziel von Jägern.
  1. Bleimunition
  2. Naturschutz
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Wie ein hoher Beamter des Klöckner-Ministeriums die Munitionslobby um Schützenhilfe bittet

Mit fragwürdigen Argumenten widersetzt sich das Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner einem europaweiten Verbot bleihaltiger Munition bei der Jagd. Sie begründet ihre Blockade gegen ein Ende des qualvollen Sterbens von mehr als einer Million Wasservögeln ausgerechnet mit dem Tierwohl. Was steckt hinter dem Versuch ihres Ministeriums, das Blei-Verbot auf der Zielgerade auszubremsen und welchen Einfluss hat die Munitionsindustrie? Interne Mails eines hohen Beamten belegen einen engen Kontakt.

  1. Bleimunition
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Jäger gegen Blei – “Ein Umstieg ist überall möglich"

Die Vorsitzende des Ökologischen Jagdverbandes, Elisabeth Emmert im Gespräch über die Blockadehaltung von Julia Klöckner gegen ein europaweites Bleiverbot bei der Jagd.

  1. Bleimunition
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Bleimunition: Julia Klöckners fatale Attacke auf den Vogelschutz

Die Landwirtschaftsministerin unterläuft ein EU-weites Verbot bleihaltiger Munition, die Umweltministerin schaut machtlos zu. Ein Kommentar.

Das Bild zeigt einen Jäger im Schilf im Abendlicht, der mit einem Schrotgewehr in Richtung Himmel zielt.
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