Das Vogelzug-Quiz der „Flugbegleiter"

Testen Sie Ihr Wissen und lernen Sie Neues über das herbstliche Naturphänomen

Thomas Krumenacker

Flugbegleiter – Ihre Korrespondenten aus der Vogelwelt

Millionen von Vögeln sind im Herbst unterwegs in ihre Winterquartiere. Wie viel wissen Sie über diesen herbstlichen Vogelzug?

Bei unserem Quiz mit Fragen von den erfahrenen Vogelbeobachtern Thomas Krumenacker und Markus Hofmann konnten Sie Ihr Wissen testen und Neues lernen.

Unter allen Teilnehmern haben wir drei spannende Bücher: „Federnlesen" von Johanna Romberg, „Vögel in Israel" von Thomas Krumenacker und „Der Wald" von Adriane Lochner verlost.

Und hier die Auflösungen:

Frage 1: Der längste registrierte Nonstop-Flug einer Pfuhlschnepfe ging über eine Distanz von 10220 Kilometern – ganz schön beeindruckend, oder?

Frage 2: Der Flügel gehört zum Seidenschwanz, nicht zur Lasurmeise. Die beiden anderen Arten haben wir uns kreativ ausgedacht.

Frage 3: Wenn Gartengrasmücken während des Zugs mit eingezogenem Kopf schlafen, versuchen sie Wärme zu sparen, was ein Zeichen dafür ist, dass sie körperlich nicht in guter Verfassung sind. Diese Erkenntnis haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Ornithologie im August 2019 publiziert. Nachteil für die Vögel ist demnach aber, dass sie mit eingezogenem Kopf später ihre Fressfeinde bemerken und ihnen deshalb häufiger zum Opfer fallen.

Frage 4: Eine Absprache unter den Nachtschwalben, wann sie abfliegen, ist nicht bekannt. Sinkende Temperaturen und Insektenmangel spielen für den Abflug eine Rolle. Besonders wichtig ist aber der Mondzyklus, wie Forscher der schwedischen Universität Lund herausgefunden haben. Sie beobachten, dass sich die Nachtschwalben annähernd synchron etwa zehn Tage nach einem Vollmond auf ihren dreimonatigen Zug in das Winterquartier südlich der Sahara machten. Und auch die weiteren Stationen auf dem Zug waren durch den Mondzyklus bestimmt.

Frage 5: Das heutige Vogelzugsystem entstand gegen Ende der letzten Eiszeit vor 15.000 bis 12.000 Jahren. Während der Eiszeit haben sich die meisten Arten und Populationen in mediterrane, asiatische oder afrikanische Regionen zurückgezogen. Nach der Eiszeit wanderten sie von dort wieder ein.

Frage 6: In Russland. Die älteste Vogelwarte der Welt wurde 1901 im damals ostpreußischen Rossitten auf der Kurischen Nehrung gegründet, heute das russische Rybatschi. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Vogelwarte zerstört, heute ist sie wieder aktiv.

Frage 7: Es ist der Eleonorenfalke, der seine Jungen hauptsächlich mit ziehenden Singvögeln ernährt.

Frage 8: Eine junge Uferschnepfe namens „Christiansieneson“ hat die mehr als 4.100 Kilometer vom niedersächsischen Dümmer-Gebiet ins Innere Nigerdelta in Mali in 2 Tagen und 7 Stunden geschafft, was mit einem Satellitensender nachgewiesen werden konnte. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 74 Stundenkilometern.

Frage 9: Zu sehen ist der schöne Säbelschnäbler, der seinen Namen von seinem säbelartig aufwärts gebogenen Schnabel hat.

Frage 10: Es ist so traurig: Bis zu 37 Millionen Vögel werden nach Schätzungen von Birdlife International jedes Jahr auf dem Zug illegal abgeschossen.

Frage 11: Rund 12 Millionen Vögel machen im Wattenmeer Zwischenhalt.

Frage 12: „Pfeilstörche“ wurden im 19. Jahrhundert mehrfach aufgefunden. Sie gaben entscheidende Hinweise, dass Störche im Winter nach Afrika wandern und nicht, wie manche dachten, Winterschlaf halten.

Frage 13: Der Wendehals zählt zu den Spechten und ist ein Zugvogel!

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