Diese Störche haben das Überlebensrezept

Rekordpopulation in Bayern – ein Interview mit Oda Wieding vom Landesbund für Vogelschutz

H.Abold/LBV In Kirchheim im Unterallgäu wurde für Weißstörche eigens ein Nestbaum errichtet. Darauf brüteten dieses Jahr neun Paare.

Frau Wieding, als LBV-Experterin für Weißstorchschutz freuen Sie sich über ein Rekordjahr in Bayern. Was genau war in diesem Jahr besonders?

Wir hatten dieses Jahr in Bayern 470 bis 480 Brutpaare, im Vergleich zu 412 im Vorjahr. So viele Brutpaare gab es noch nie. Diese Zahl steigt in den letzten Jahren stark an, etwa ab dem Jahr 2000, als es nur 127 Paare waren. Das mit den neuen Rekordjahren wird seither fast ein Dauerbrenner.

Wie sieht der langfristige Trend aus?

Im Jahr 1900 gab es in Bayern 250 Brutpaare. Diese Zahl wieder zu erreichen war für uns lange Zeit das Wunschziel. Wir haben in der Weißstorch-Community gedacht, da kommen wir eh nicht wieder hin, schließlich hatten wir 1988 nur 58 Brutpaare. Als wir dann über hundert Brutpaare kamen, haben die Fachleute schon gejubelt. Damals haben wir gesagt, wenn wir jemals über 200 Brutpaare kommen, geben wir Sekt aus. Wir haben nie gedacht, dass es fast 500 werden könnten.

Woher kommt die Unsicherheit, ob es 470 oder 480 Brutpaare sind?

Die rund 350 Freiwilligen, die im LBV im Storchenschutz aktiv sind, zählen gemäß einer deutschlandweiten Regelung alle Brutpaare, die ab Anfang April länger als vier Wochen einen Horst besetzen, auch die, die keinen Bruterfolg haben. Wir haben die Daten noch nicht vollständig ausgewertet und es kann gut sein, dass bei manchen Horsten dann doch nicht die vollen vier Wochen zusammenkommen.

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P. Zach
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A. Feige
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