Wenn die Knäkente für Lohengrin übt

Das Gute am Vogelbeobachten: In kargen Hütten zu sitzen (es gibt aber Ausnahmen). Von Johanna Romberg

Mit Fotos aus unserer Flugbegleiter-Community

Achim Schumacher/NABU Düren Am Ufer des Barmener Sees, eines Baggersees bei Düren, steht eine geräumige Beobachtungshütte, zu der eine kleine Leiter hinauf führt. Von dort aus kann man Enten, Gänse, Teichhühner und auch Eisvögel beobachten.

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Was ist das Gute am Vogelbeobachten? Ende September schrieb mein Kollege Christian Schwägerl über das Warten, das sich auch dann lohnt, wenn der erwartete Vogel nicht auftaucht. Auf meiner persönlichen Best-of-Liste beim Vogelbeobachten ganz oben: In einem Holzbau zu sitzen und durch eine Luke nach draußen zu gucken, am besten aufs Wasser. 

 Rucksack unter der Sitzbank verstaut (wenn es eine gibt), Thermoskanne abgestellt, Fernglas oder Spektiv in Stellung gebracht – und dann einfach dasitzen oder -stehen und rausschauen, bis die Vögel kommen. Meistens muss man nicht lange warten, denn die Vögel sind schon da, sonst wäre da kein Holzbau. Oder, wie die offiziellere Bezeichnung lautet: Beobachtungshütte. 

Das Wort finde ich allerdings  nicht ideal, weil es umständlich ist und auch nur begrenzt zutreffend: Manche Hütten sind eher Türme, zum Teil mehrstöckig, andere ähneln überdachten Balkons, wieder andere haben nicht einmal ein Dach. Oder bestehen nur aus einer Wand mit Öffnungen drin. Die Modellvielfalt ist groß, und manche Modelle, das muss man leider sagen, sehen von außen besser aus als aus der Beobachterperspektive von drinnen. Aber dazu später mehr.

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