Eine Frage von Krieg und Frieden

Vogelschützer aus ganz Europa beraten über den Schutz der spektakulären Großtrappe

Thomas Krumenacker Eine Gruppe Großtrappen steht auf einem Acker im Trappengebiet Fiener Bruch in Sachsen-Anhalt

Flugbegleiter – Ihre Korrespondenten aus der Vogelwelt

Wären sie doch nur Sibirische Kraniche. Dann wäre Wladimir Putin sicher persönlich herbeigeeilt, um ihnen zu helfen. Wie seinzerzeit 2012, als der russische Präsident in weißem Overall als Sibirischer Kranich verkleidet, Jungkranichen im Ultraleichtflugzeug den Weg aus der arktischen Kälte in das wärmere Überwinterungsquartier weisen wollte. Doch die russischen Großtrappen sind keine Sibirischen Kraniche und obwohl sie noch seltener sind, hilft Putin ihnen nicht. Im Gegenteil: „Putin ist schuld“, sagt ein internationaler Trappenschützer und meint das nur ein bisschen ironisch. Denn zu einer der größten Bedrohungen für die russischen Trappen ist der Krieg in der Ukraine nach der von Putin betriebenen Annexion der Krim-Halbinsel geworden. Ausgerechnet die Konfliktregion ist ein wichtiges Zentrum der Winterverbreitung der russischen Population des seltenen Großvogels. Und dort herrscht nun Krieg und Chaos.

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  1. Bleimunition
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Verbot von Bleimunition: Ein wichtiger Etappensieg – aber nicht mehr

Der Kommentar: Das beschlossene Verbot von Bleimunition bei der Jagd in Feuchtgebieten ist ein Etappensieg für Naturschützer und Zivilgesellschaft. Es beendet einen jahrzehntelangen Skandal. Jetzt muss es aber um ein vollständiges Verbot für das giftige Blei in allen Bereichen der Jagd gehen.

Ein Luftbild. Es zeigt einen Kanal im Havelländischen Luch in Brandenburg mit herbstlicher Färbung der umgebenden niedrigen Pflanzen
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Wissenschaftler und Umweltverbände fordern Verbot von Bleimunition

Eine Woche vor der Entscheidung über ein europaweites Verbot bleihaltiger Munition bei der Jagd in Feuchtgebieten wenden sich renommierte Wissenschaftler, Jagdexperten und Umweltverbände an die Bundesregierung. Sie alle fordern eine Zustimmung Deutschlands zum geplanten Bleiverbot.

Eine Gruppe aus fünf männlichen Stockenten fliegt von links nach rechts im blauen Himmel
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Julia Klöckner, die Vögel und der Tod

Julia Klöckner lässt sich ihr Einlenken im Streit über die Jagd mit Bleimunition mit einem weiteren Jahr der unverantwortlichen Bleijagd abkaufen. Zugleich übernimmt Tschechien ihre bisherige Position als Bremser. Zufall? Ein Kommentar

Das Bild zeigt Weißwangengänse im Überflug.
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EU-Kommission legt Bleiverbot bei Feuchtgebietsjagd auf Eis

Die EU-Kommission legt das Bleiverbot bei der Jagd in Feuchtgebieten auf Eis. Damit wird nun frühestens im September erneut über das Thema beraten. Julia Klöckner gibt ihre Blockadehaltung im Streit um das Bleiverbot für die Jagd in Feuchtgebieten auf. Damit ist der Weg für eine deutsche Zustimmung zu einem europaweiten Verbot nach mehr als fünfjähriger Diskussion frei. Ob das Verbot nun in Kraft treten kann, blieb aber wegen eines überraschend am Montag eingelegten Widerspruchs der tschechischen Regierung gegen das gesamte Abstimmungsverfahren unklar.

Das Bild zeigt drei Stockenten im Flug. Stockenten sind ein beliebtes Ziel von Jägern.
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„Das Bundeskanzleramt muss für Ordnung sorgen“

Die frühere Ministerin Renate Künast fordert im Interview mit den Flugbegleitern das Bundeskanzleramt auf, sich in den Streit über das Verbot bleihaltiger Jagdmunition einzuschalten. Von ihrer Nachfolgerin Julia Klöckner fordert sie, auf Distanz zu Lobbyinteressen zu gehen.

Porträtfoto der Grünen-Politikerin Renate Künast
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Wie ein hoher Beamter des Klöckner-Ministeriums die Munitionslobby um Schützenhilfe bittet

Mit fragwürdigen Argumenten widersetzt sich das Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner einem europaweiten Verbot bleihaltiger Munition bei der Jagd. Sie begründet ihre Blockade gegen ein Ende des qualvollen Sterbens von mehr als einer Million Wasservögeln ausgerechnet mit dem Tierwohl. Was steckt hinter dem Versuch ihres Ministeriums, das Blei-Verbot auf der Zielgerade auszubremsen und welchen Einfluss hat die Munitionsindustrie? Interne Mails eines hohen Beamten belegen einen engen Kontakt.

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„Frau Klöckner macht sich Argumente der Munitionsindustrie zu Eigen“

Der Ballistik-Experte Carl Gremse nimmt im Interview Stellung zu den Argumenten von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in der Debatte über ein Verbot bleihaltiger Munition bei der Jagd

Das Bild zeigt drei Stockenten im Flug. Stockenten sind ein beliebtes Ziel von Jägern.
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Jäger gegen Blei – “Ein Umstieg ist überall möglich"

Die Vorsitzende des Ökologischen Jagdverbandes, Elisabeth Emmert im Gespräch über die Blockadehaltung von Julia Klöckner gegen ein europaweites Bleiverbot bei der Jagd.

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Bleimunition: Julia Klöckners fatale Attacke auf den Vogelschutz

Die Landwirtschaftsministerin unterläuft ein EU-weites Verbot bleihaltiger Munition, die Umweltministerin schaut machtlos zu. Ein Kommentar.

Das Bild zeigt einen Jäger im Schilf im Abendlicht, der mit einem Schrotgewehr in Richtung Himmel zielt.
  1. Adlerbussard
  2. Biodiversität
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  6. Schlangenadler
  7. Webcams

Webcams erlauben tiefe Einblicke in das Leben von Vögeln

Über Webcams können Menschen in aller Welt das Leben in Vogelnestern beobachten, ohne selbst zu stören. Kameras an Nestern von Schlangenadler und Adlerbussard in Israel lockten ein Millionenpublikum vor die Computerschirme. Das Bedürfnis nach Natur und Schutz der Biodiversitt war noch nie so groß, wie in der Zeit des Corona-Lockdowns.

Zwei Schlangenadler am Nest
  1. Artensterben
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Naturschützer fordern Einsatz für EU-Biodiversitätsstrategie

Die Pläne der EU-Kommission für den Erhalt der Biodiversität und für eine nachhaltigere Agrarproduktion könnten helfen, das Artensterben stoppen, glaubt Ariel Brunner von BirdLife International. 30 Prozent mehr Naturschutzflächen an Land und auf dem Meer, mehr Ökolandbau, Vogelschutz und eine Halbierung der Pestizide sind die richtigen Schritte, Europa vor dem Öko-Kollaps zu bewahren und Lehren aus der Corona-Krise zu ziehen, sagt er im Interview.

Blick über das Achterwasser auf Usedom
  1. Agrarpolitik
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  6. Vogelschutz

Bericht zur Lage der Natur in Deutschland: Die Umwelt hängt am Beatmungsgerät

Insektensterben, Vogelsterben – Der neue Bericht der Bundesregierung zur Lage der Natur in Deutschland zeigt wie viele Berichte zuvor: Vögeln, Pflanzen und Insekten geht es dreckig. Nur ein radikales Umsteuern in der Landwirtschaftspolitik kann ein Ende des Artensterbens bringen. Die Bundesregierung muss ambitionierter werden.

  1. Biodiversität
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Spekulation, streichen - Wie das Klöckner-Ministerium die Bundesregierung in der Corona-Pandemie schlecht aussehen lässt

Im Bericht der Bundesregierung an den Umweltausschuss zu den Ursachen der Corona-Pandemie fehlt jeder Hinweis auf die Rolle von Naturzerstörung. Gerade darauf und die Notwendigkeit zum Biodiversitätsschutz hatte Umweltministerin Svenja Schulze stets hingewiesen. Das Landwirtschaftsministerium von Julia Klöckner bestand aber auf Streichungen. Rudert die Bundesregierung zurück?

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Die Pflanzen-Inventur des Jahrhunderts

Zürich hat seine gesamte Flora erfasst. Das „Jahrhundertwerk“ hilft nun auch dem Naturschutz.

Zwei ehrenamtlich tätige Botanikerinnen suchen eine Wiese im Kanton Zürich nach allen Pflanzenarten ab.
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Zum Tag der Erde: Naturschutz muss gerechter werden

Die Hälfte der Erde unter Schutz zu stellen, genügt nicht. Ganzheitlichere Strategien sind dringend notwendig, sagt die Umweltwissenschaftlerin Julie Zähringer im Interview.

Nur ein paar Bäume haben die Feuersbrunst in Morondava auf Madagaskar überlebt.
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Europäischer Urwald in Białowieża – Streit um einen Naturschatz

Białowieża ist ein einzigartiger Naturwald mit vielen alten Bäumen und viel Totholz. Der Streit in Polen: Sich selbst überlassen werden oder bewirtschaften?

Moosbewachsener Baumstamm im Wald von Białowieża in Polen.
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Was Corona mit Umweltzerstörung zu tun hat – ein Interview

Die anhaltende Umweltzerstörung fördert das Auftreten weltweiter Epidemien wie SARS-CoV-2. Josef Settele vom Weltbiodiversitätsrat und der Nachhaltigkeitsforscher Joachim Spangenberg erklären die Zusammenhänge zwischen dem Verlust von Biodiversität und Pandemien.

Brennender Regenwald
  1. Countdown2020
  2. Naturschutz

Bedrohte Artenvielfalt: „Wir müssen zu Hause glaubwürdige Beschlüsse fassen“

Das „Superjahr der Biodiversität" läuft. Interview mit Josef Tumbrink vom Bundesumweltministerium über die UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten und aktuelle Verhandlungen in Rom, die über die Zukunft der Natur entscheiden.

Josef Tumbrinck auf einem Waldweg.
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Countdown Erde 2020: Schicksalsjahr für Mensch und Natur

Der erste UN-Entwurf neuer globaler Ziele für den Schutz der biologischen Vielfalt bis 2030 liegt vor

Aufnahme einer Industrieanlage aus der Ferne. Man sieht nur die Schornsteine deutlich. Sie pumpen Rauch in den orangefarbenden Himmel.
  1. Australien
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Australiens Buschfeuer: „Dringend die Naturgebiete erhalten, die es noch gibt.“

Die Ökologin Martine Maron über die Brände in ihrem Land, die Gefahr für die Vogelwelt und Prioritäten für den Naturschutz

Buschbrand auf einem Hügel.
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