Insektensommer zeigt: Die Blauschwarze Holzbiene lebt jetzt in ganz Deutschland

Insekten-Expertin Daniela Franzisi präsentiert im Interview die Ergebnisse des NABU-Projekts

Joachim Budde Zwei rot-schwarze Marienkäfer sitzen auf einer hellvioletten Distel.

So gut wie alle Lebensbereiche leiden momentan unter der Corona-Pandemie. Eine Menge Citizen-Science-Projekte haben hingegen davon profitiert, dass viele Menschen mehr freie Zeit haben und sie sinnvoll nutzen möchten. Dazu gehört auch die Aktion „Insektensommer“ des Naturschutzbunds (NABU). Auch dieses Jahr hat der NABU Menschen dazu aufgerufen, im Juni und im August jeweils eine Woche lang Insekten zu beobachten und die gesichteten Arten zu melden. Daniela Franzisi leitet das Projekt „Insektensommer“. Joachim Budde hat sie zu den Ergebnissen befragt.

Joachim Budde: Sie haben in diesem Jahr zum dritten Mal den Insektensommer ausgerufen – wie war die Resonanz?

Daniela Franzisi: Sehr gut. Wir haben erstmals fast 10.000 Meldungen zusammenbekommen, aus dem Juni wie aus dem August. Das sind so viele wie noch nie. Und wir hatten so um die 16.000 TeilnehmerInnen. Es sind nicht nur Menschen, die alleine zählen, viele tun es zu zweit oder in der Gruppe, sofern das in Coronazeiten mit Abstand ging. Dieses Jahr waren anscheinend besonders viele fleißige Bürgerinnen und Bürger draußen. Das ist schon mal ein ganz tolles Ergebnis.

Eine Frau mit braunen Haaren, blauem T-Shirt und schwarzer Hose hockt im hohen Gras zwischen roten Rosen und weiß-gelben Margeriten und betrachtet Insekten durch eine Lupe. Auf dem Oberschenkel liegt ein Klemmbrett.
Daniela Franzisi leitet das Projekt „Insektensommer“ beim Naturschutzbund Nabu.
NABU/Simon Martinelli
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