Nach dem Verbot von Bleimunition in Feuchtgebieten: Wie geht es weiter?

Jetzt rückt die Verwendung von Blei bei der Jagd in Feld und Flur sowie beim Angeln in den Fokus

Von Thomas Krumenacker

Thomas Krumenacker Eine Gruppe aus fünf männlichen Stockenten fliegt von links nach rechts im blauen Himmel

Ein Beitrag von „Die Flugbegleiter – das Online-Magazin für Natur und Vogelwelt“

Das Bleiverbot in Feuchtgebieten ist beschlossen. Wie geht es jetzt weiter? Ein Ausblick.

Nach dem beschlossenen Verbot von Bleischrot bei der Jagd in Feuchtgebieten durch den zuständigen EU-Ausschuss richtet sich der Blick nach vorn. Zunächst gilt es, den großen Erfolg in „trockene Tücher“ zu bringen. Mit dem Europäischen Parlament und dem Rat der Mitgliedstaaten muss das Verbot noch zwei Hürden nehmen.

Beiden können den beschlossenen Vorschlag innerhalb von drei Monaten noch ablehnen. Dies ist in der Praxis seit Bestehen der Europäische Union allerdings noch nie geschehen. Wachsamkeit ist gleichwohl angebracht. Auch im bisherigen Verlauf des Bleischrot-Verbotsverfahrens in Feuchtgebieten hat es einige bis dato beispiellose Wendungen gegeben, die das Vorhaben torpedieren oder ganz zu Fall bringen sollten. Es ist davon auszugehen, dass die Vertreter der Bleilobby sowohl durch Einflussnahme auf ihre jeweiligen Regierungen und damit über den Rat als auch über das Europäische Parlament versuchen werden, ein reibungsloses Durchwinken des Verbots zu verhindern. 

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Ein Luftbild. Es zeigt einen Kanal im Havelländischen Luch in Brandenburg mit herbstlicher Färbung der umgebenden niedrigen Pflanzen
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Eine Gruppe aus fünf männlichen Stockenten fliegt von links nach rechts im blauen Himmel
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Die Bundeslandwirtschaftsministerin begründet ihren Widerstand gegen ein Verbot von Blei mit einer angeblichen Pflicht, invasive Vogelarten zu bejagen. Doch die von ihr angeführten Arten müssen gar nicht bejagt werden.

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