Meisen warnen, wenn Gefahr naht. Wer auf sie hört, lebt sicherer

Von Joachim Budde

Ein Beitrag von „Die Flugbegleiter – das Online-Magazin für Natur und Vogelwelt“

Gainesville, Florida, an einem sonnigen Herbstmorgen. Katie Sieving hat den Kragen ihrer dunklen Daunenjacke bis unters Kinn zugezogen. Die Temperatur ist über Nacht abgestürzt; der Wind lässt die fünf Grad Celsius kalte Luft eisig erscheinen. „All die kleinen Vögel suchen jetzt wie verrückt Nahrung, um ihren Stoffwechsel am Laufen zu halten“, sagt die Ornithologin. „Für sie ist die Kälte brutal, weil sie nicht wie die Vögel in nördlichen Klimazonen Fett ansetzen.“ Darum müssen sie bei plötzlichen Kälteeinbrüchen fressen, um am Leben zu bleiben.

Die Professorin der University of Florida in Gainesville will den Vögeln jedoch nicht beim Futtern zusehen – sie möchte mir zeigen, wie sie miteinander kommunizieren. Wir stehen am Rand der Sweetwater Wetlands, einem Feuchtgebiet von gut 50 Hektar am Rande des Payne’s Prairie State Preserve im Norden von Florida. Das Areal ist Naturschutz- und Naherholungsgebiet für Paddler, Radler, Jogger und Wanderer. Ein langer Holzsteg reicht in einen kleinen See voller Seerosen hinein. Ein Unterstand bietet Birdern auch bei widrigen Verhältnissen ein wenig Schutz. „Hier zwischen dem Wald und dem Wasser kriegt man alle möglichen Durchzügler zu sehen – kleine, große, Wasservögel, Waldvögel“, sagt Katie Sieving. Sie hat vor allem eine kleine Vogelart im Blick, die hier wie in der gesamten Osthälfte der Vereinigten Staaten als Wächterin des Waldes gilt: die Indianermeise Baeolophus bicolor.

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Joachim Budde
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Joachim Budde
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Joachim Budde
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Thomas Krumenacker
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Thomas Krumenacker
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Stephan Rech
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Duncan Kabinu

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