Warum Sie Fliegen mögen sollten

Erica McAlister wirbt für ein verhasstes Insekt – im „Jahr der Fliege“. Von Joachim Budde

Joachim Budde Eine metallisch-grün glänzende Goldfliege mit roten Augen sitzt auf einer vertrockneten Blüte.

Ein Beitrag von „Die Flugbegleiter – das Online-Magazin für Natur und Vogelwelt“

Erica McAlister schwärmt von Fliegen. Genau, von Fliegen wie diesen schwarzen Brummern, die sich im Sommer schnell zu Dutzenden in der Küche versammeln, wenn irgendwo ein Fenster offen steht. Aber auch für deren Verwandten, die zum Teil noch hässlicher und lästiger sind: Stechmücken, Gnitzen, Dungfliegen, Tsetsefliegen, die alle zur Arten-Großfamilie der Zweiflügler, wissenschaftlich Diptera, gehören. Dass Fliegen auch bei naturverbundenen Menschen eher unbeliebt sind, ist auch der Fliegenforscherin bewusst. „Fliegen habe die schlechteste Presse überhaupt“, sagt Erica McAlister. Und deshalb tut sie alles, um das zu ändern: Wer einmal länger mit ihr gesprochen hat, wird sich nicht mehr so leicht abfällig über die viel geschmähten Fluginsekten äußern.

Erica McAlister, promovierte Kuratorin für Fliegen und Flöhe am Londoner Natural History Museum, hat viel über ihre Forschungsobjekte gesprochen in diesem Jahr. Jetzt geht sie nervös vor der Bühne im Ballroom des America’s Center von St. Louis, Missouri, auf und ab, schüttelt Hände von Kollegen, schaut nochmal auf Twitter vorbei. Langsam füllt sich der riesige Saal. McAlister hält den Eröffnungsvortrag zur Jahrestagung der Entomological Society of America (ESA), der größten insektenkundlichen Forschergemeinschaft der Welt. Vor so vielen Experten ihres Fachs zu sprechen, lässt nicht einmal eine routinierte Fliegenexpertin und Wissenschaftskommunikatorin wie sie kalt.

Erica McAlisters Vortrag ist ein Höhepunkt im „Jahr der Fliege“. Vermutlich wissen nicht einmal alle ihre Zuhörer, dass das Jahr 2019 dazu auf dem International Congress of Dipterology in Windhoek ausgerufen wurde.

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Joachim Budde

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Die Flugbegleiter: Denn Artensterben darf nicht erst wieder bei der nächsten Alarmstudie Thema sein

Es freut uns, dass Sie sich wie wir für Natur und Vogelwelt interessieren! Wir sind überzeugt: Artenvielfalt, Naturschutz und Ökologie sollten in der Öffentlichkeit eine viel größere – und kontinuierliche – Rolle spielen. Dafür treten wir als Team von zwölf JournalistInnen an. Mit unserem Projekt „Flugbegleiter“ bei RiffReporter, mit unserer Arbeit für Verlage, Sender und als Buchautoren wollen wir die öffentliche Aufmerksamkeit stärken und interessierte Menschen mit gutem Journalismus versorgen. Hier bei RiffReporter bieten wir jeden Mittwoch neue spannende Beiträge zu Naturschutz, Vogelbeobachtung und Ornithologie. Als Abonnent oder Förderabonnent (Knopf rechts unten auf dieser Seite) können Sie uns den Rücken stärken und neue, intensive Recherchen ermöglichen. Bitte tun Sie das, denn die Öffentlichkeit braucht sachkundigen Umweltjournalismus. Mit unserem kostenfreien Newsletter können Sie über unsere Arbeit auf dem Laufenden bleiben.

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Zufallsfund: Reitende Ameisenköniginnen

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  2. Insekten
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Dramatischer Appell von Wissenschaftlern zum Insektenschwund

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  2. Insekten

Wissenschaft an Menschheit: „Wir müssen jetzt etwas gegen das Insektensterben unternehmen“

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 Ein rund 30 Meter breiter und gut 500 Meter langer Blühstreifen zwischen einem unbefestigten Feldweg und einem anschließenden Weizenacker, in der Nähe eine Hecke und ein Feldgehölz: eine eineinhalb Hektar große Fläche mit einer Mischung aus jeweils 22 Wild- und Kulturpflanzen, die im westlichen Mecklenburg zu unterschiedlichen Zeiten blühen, zieht viele Arten von Insekten, Reptilien, Vögeln und Säugetieren an.
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Nabu-Agrarexperte Sebastian Strumann verlangt eine neue Ausrichtung in der EU-Agrarpolitik

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Entstehen in Bayern jetzt wirklich blühende Landschaften?

Das Volksbegehren für mehr Artenvielfalt in Bayern war erfolgreich. Was sagen Wissenschaftler, Bauernvertreter und Naturschützer über die Umsetzung?

Künstlerische Illustration von Bergen mit einem Dorf und ein paar Tieren.
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