„Deutschland ist ein Paradies für Vogelschmuggler“

Die Polizei hat illegale Tierhändler mit Bienenfressern gestoppt. Die große Masse aber schlüpft den Behörden durch die Maschen. Von Joachim Budde

Joachim Budde Auf einer Stromleitung, die durch ihre Voliere gespannt ist, sitzen fünf Bienenfresser – kastanienbrauner Rücken, blaue Brust, gelbes Kinn und eine schwarze Räubermaske über die Augen.

Ob die Honigbienen und Hummeln wissen, in welcher Gefahr sie schweben? Jedenfalls schwirren sie in einer kleinen Wolke ganz oben in einer Voliere im Kölner Zoo herum. „Die Bienen leben schon gefährlich“, sagt Bernd Marcordes. Der Vogelkurator des Kölner Zoos hat die Bienenstöcke dieser Tiere extra in die Voliere hineinstellen lassen. Als Futter für das Dutzend Bienenfresser. Die Vögel sitzen auf einer Leitung, die quer durch ihren Käfig gespannt ist. Im Moment sieht man keinen von den Bienenfressern jagen. „Wahrscheinlich haben die heute im Laufe des Tages schon ganz gut gefressen“, sagt Marcodes Erst seit ein paar Wochen wohnen die bunten Vögel mit dem langen Schnabel hier im Zoo: „Diese Vögel stammen aus einer Beschlagnahme.“ 

Die Autobahn A3 bei Regensburg im September 2018. Auf einer Raststätte hält die Polizei einen Transporter mit niederländischem Kennzeichen an – Routinekontrolle...

RiffReporter fördern

Tauchen Sie ein! Mit ihrem Kauf unterstützen Sie neue Recherchen der Autorinnen und Autoren zu Themen, die Sie interessieren.

Liebe Leserin, lieber Leser,
um diesen RiffReporter-Beitrag lesen zu können, müssen Sie ihn zuvor kaufen. Damit Ihnen der Kauf-Dialog angezeigt wird, dürfen Sie sich aber nicht in einem Reader-Modus befinden, wie ihn beispielsweise der Firefox-Browser oder Safari bieten. Mit dem Beitragskauf schließen Sie kein Abo ab, es ist auch keine Registrierung nötig. Sobald Sie den Kauf bestätigt haben, können Sie diesen Beitrag entweder im normalen Modus oder im Reader-Modus bequem lesen.

Die Flugbegleiter abonnieren: Denn Artensterben darf nicht erst wieder bei der nächsten Alarmstudie Thema sein

Es freut uns, dass Sie sich wie wir für Natur und Vogelwelt interessieren! Wir sind überzeugt: Artenvielfalt, Naturschutz und Ökologie sollten in der Öffentlichkeit eine viel größere – und kontinuierliche – Rolle spielen. Dafür treten wir als Team von zwölf JournalistInnen an. Mit unserem Projekt „Flugbegleiter“ bei RiffReporter, mit unserer Arbeit für Verlage, Sender und als Buchautoren wollen wir die öffentliche Aufmerksamkeit stärken und interessierte Menschen mit gutem Journalismus versorgen. Hier bei RiffReporter bieten wir jeden Mittwoch neue spannende Beiträge zu Naturschutz, Vogelbeobachtung und Ornithologie. Als Abonnent oder Förderabonnent (Knopf rechts unten auf dieser Seite) können Sie uns den Rücken stärken und neue, intensive Recherchen ermöglichen. Bitte tun Sie das, denn die Öffentlichkeit braucht sachkundigen Umweltjournalismus. Mit unserem kostenfreien Newsletter können Sie über unsere Arbeit auf dem Laufenden bleiben.

  1. Jagd
  2. Vogeljagd
  3. Vogelschutz

Bleimunition: Julia Klöckners fatale Attacke auf den Vogelschutz

Die Landwirtschaftsministerin unterläuft ein EU-weites Verbot bleihaltiger Munition, die Umweltministerin schaut machtlos zu. Ein Kommentar.

Das Bild zeigt einen Jäger im Schilf im Abendlicht, der mit einem Schrotgewehr in Richtung Himmel zielt.
  1. Agrarpolitik
  2. Artensterben
  3. Biodiversität
  4. Naturschutz
  5. Umweltpolitik
  6. Vogelschutz

Bericht zur Lage der Natur in Deutschland: Die Umwelt hängt am Beatmungsgerät

Insektensterben, Vogelsterben – Der neue Bericht der Bundesregierung zur Lage der Natur in Deutschland zeigt wie viele Berichte zuvor: Vögeln, Pflanzen und Insekten geht es dreckig. Nur ein radikales Umsteuern in der Landwirtschaftspolitik kann ein Ende des Artensterbens bringen. Die Bundesregierung muss ambitionierter werden.

  1. Porträt
  2. Vogelbeobachtung
  3. Vogelschutz

Der Mut von Kiebitzen beeindruckt mich immer wieder

Hinter jedem Fernstecher steckt ein interessanter Kopf: Die junge Biologin Verena Rupprecht ist "Gebietsbetreuerin für Wiesenbrüter. Ihr Job: Landwirte und Behörden davon zu überzeugen, mehr für den Vogelschutz zu tun. Sie hat uns erzählt, was Vögel so faszinierend macht.

Die junge Ornithologin Verena Rupprecht sitzt vor einer Hütte und hält einen bunten Vogel in der Hand, einen Bienenfresser
  1. Biodiversität
  2. Ornithologie
  3. Vogelschutz

Das Vogelsterben in Deutschland schreitet voran

Vielen Vogelarten in Deutschland geht es schlecht. Wie schlecht, zeigt der neue Bericht zur Lage der Vögel. Danach sind über die letzten 25 Jahre 14 Millionen Vögel aus Deutschland verschwunden. Es gibt aber auch positive Entwicklungen.

  1. Vogelschutz
  2. Vogelzug

Der Zug der Pelikane – ein gefährdetes Naturwunder

Nur weil sie in Israel gefüttert werden, können Rosapelikane ihren Zug von Europa nach Afrika noch schaffen. Das Jahrtausende alte Naturwunder könnte durch Umweltzerstörung und Klimawandel vor dem Ende stehen.

  1. Artenschutz
  2. Freiflug
  3. Vogelschutz

Ortolane: Dem Alkoholtod entronnen?

Der Kampf gegen die kulinarische Unsitte, den geschützten Vogel zu servieren, scheint erfolgreich zu sein.

  1. Freiflug
  2. Fütterung
  3. Vogelschutz

Kochen für die Meisen

Rindertalg, Sonnenblumenkerne, eine Handvoll Haferflocken – Meisenknödel selbst zu machen ist gar nicht so schwierig, wenn man ein paar Klippen umschifft. Wie sinnvoll ist es aber, Vögel noch im Frühjahr zu füttern?

Eine Blaumeise sitzt auf eine Futterglocke, einem kleinen roten Blumentopf, der an einem Faden hängt und mit einer Mischung aus Fett und Körnern gefüllt ist.
  1. EU
  2. schutzgebiete
  3. Vogelschutz

„Naturschutz allein auf dem Papier hilft nicht im Kampf gegen das Artensterben.“

Zwischenbilanz: Was bringen europäische Vogelschutzgebiete in Deutschland für die Vogelvielfalt? Von Thomas Krumenacker

Mittelspecht
  1. Biodiversität
  2. Vogelschutz

Warum meiden spanische Geier Portugal?

Es gibt eine unsichtbare Grenze für die Vögel zwischen Spanien und Portugal, obwohl sich die Landschaft zu beiden Seiten kaum unterscheidet. Forscher haben die Gründe enträtselt.

Zwei Mönchsgeier reiben ihre Schnäbel aneinander.
  1. Freiflug
  2. Vogelschlag
  3. Vogelschutz

Wie gut geht es dem Rotmilan wirklich?

Die Windbranche macht angeblich überzogene Auflagen zum Artenschutz für den stockenden Ausbau der Windenergie verantwortlich. Ausgerechnet der Rotmilan soll jetzt als Kronzeuge für ihre Unschädlichkeit herhalten.

Ein Rotmilan sitzt in einer grünen Wiese.
Flatrate ab 8 € RiffReporter unterstützen
Die Flugbegleiter