Field Writing

Ein Selbstversuch über das Verhältnis zur Natur von Gerhard Richter

Es ist ein Mythos, dass wir ein Teil der Natur sind. Dann könnten wir doch gut miteinander. Aber die Natur spricht nicht mehr mit uns. Oder doch? Gerhard Richter wagt einen letzten Versuch.

Der Journalist Gerhard Richter beschäftigt sich immer wieder mit der Frage wie das Verhältnis von Mensch und Natur ist. Wir Menschen haben eine hohe Stufe der Zivilisation erreicht und sprechen bereits vom Zeitalter des Anthropozän, in dem der Mensch zu einem der elementarsten Einflussfaktoren auf die Prozesse auf der Erde geworden ist.

Seine These lautet, dass viele Menschen die Natur zu lieben scheinen, aber kaum jemand sie noch kennt. Doch eigentlich zerstören wir sie systematisch. So geht man nicht mit jemanden um, den man liebt!

Gerhard Richter startet deswegen einen Selbstversuch. Es ist ein Versuch das Verhältnis zu klären. Sind wir Menschen tatsächlich noch ein Teil der Natur? Welche Rolle spielen wir dabei? Er verlegt seinen Schreibtisch in die freie Landschaft und setzt sich mit einer mechanischen Schreibmaschine den unmittelbaren Eindrücken von Feld, Wald und Wiese aus.

Als Journalist verläßt er damit die herkömmlichen Recherchewege. Sein Gesprächspartner ist die Natur selber.

2018 setzte Gerhard Richter sich zum ersten Mal mit seiner Hermes Baby in die Natur und schrieb Texte. Darin schilderte er die Umgebung und seine Reflexionen dazu. Diese Art des Schreibens nennt er Field Writing.

Jeden zweiten Samstag im Monat veröffentlicht er seine Feldreporte auf dieser Koralle.

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