Warum wir schlafen

„Ohne Schlaf gibt es kein Bewusstsein.“ Ein Auszug aus Peter Sporks „Das Schlafbuch“

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Hamburg, 16.08.2019

VON PETER SPORK

Der wunderbare Wissenschaftshistoriker und vielfache Buchautor Ernst Peter Fischer schenkte uns in seinem 2015 erschienenen Buch „Durch die Nacht“ eine lesenswerte „Naturgeschichte der Dunkelheit“. Darin findet sich auch eine Liste mit den wichtigsten Meilensteinen der Schlafforschung. Und in dieser notiert Fischer für das Jahr 2007 unter anderem, damals sei folgende These entwickelt worden: „Ohne Schlaf gibt es kein Bewusstsein“. Man mag meine Freude verstehen, als ich das entdeckte, denn dieser Satz stammt von mir. Veröffentlicht habe ich ihn im 2007 erschienenen Buch „Das Schlafbuch. Warum wir schlafen und wie es uns am besten gelingt“.

Es ist der letzte Satz des Buches. Er soll all das bündeln, was ich auf den Seiten zuvor über den damaligen Stand der Schlafforschung zusammengetragen habe. Er soll meine Antwort sein auf die große Frage, warum wir überhaupt schlafen müssen. Damals schreibe ich über diese Frage:

Warum müssen wir schlafen? Warum verbringen wir ein Drittel unseres Lebens in einem passiven, unproduktiven, weitgehend schutzlosen Zustand? Diese Frage stellte sich der griechische Arzt und Philosoph Alkmaion als einer der ersten im fünften Jahrhundert vor Christus. Bis heute konnte sie niemand schlüssig beantworten. „Es ist wahrscheinlich die größte offene Frage der Biologie“, sagt Allan Rechtschaffen, Schlafforschungspionier von der Universität in Chicago, USA.

Natürlich hat sich die Schlafforschung gewaltig weiterentwickelt. Doch über den evolutionsbiologischen Ursprung des Schlafs diskutiert die Fachwelt ungebremst. Was ich also vor gut zehn Jahren zum Thema schrieb, ist noch immer aktuell, und es spiegelt in weiten Teilen auch den heutigen Stand der Wissenschaft. Nicht zuletzt deshalb hat der Rowohlt-Verlag dieser Tage „Das Schlafbuch“ noch einmal aufgelegt. Ihnen, liebe Leser*innen von Erbe&Umwelt möchte ich aus diesem Anlass einen kurzen Einblick in die Ideen und Erkenntnisse geben, die eine Reihe fantastischer Neurobiologen, Schlaf- und Traumforscher im Laufe der vergangenen Jahrzehnte entwickelt und zusammengetragen haben, und die mich zu dem Satz über das Bewusstsein, das ohne Schlaf nicht existierte, inspirierten.

Buchtitel von Peter Sporks Buch "Das Schlafbuch", erstmals erschienen 2007 im Rowohlt-Verlag
Peter Spork: Das Schlafbuch. Warum wir schlafen und wie es uns am besten gelingt, Rowohlt 2007.

Auszug aus „Das Schlafbuch. Warum wir schlafen und wie es uns am besten gelingt“ von Peter Spork

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Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch Das Schlafbuch. Warum wir schlafen und wie es uns am besten gelingt", das gerade im Rowohlt-Verlag in der dritten Taschenbuchauflage erschienen ist (320 Seiten, 10,00 EUR).

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