Trauma wirkt noch bei Urenkeln

Neue Experimente mit traumatisierten Mäusen zeigen: Anpassungen werden über vier Generationen vererbt.

Nun könnten sich Verständnis und Prävention psychischer Krankheiten auch beim Menschen ändern.

Mäuse gibt's fast überall. Labormäuse auch. Sogar im ordentlichen Zürich. Sie sind neugierig, gesellig, geschickt, wuselig und oft auch erstaunlich mutig. Einige der Nager sind allerdings ganz besondere Tiere. Tief in sich tragen sie verborgene Spuren aus der Vergangenheit, die Forscher einst gezielt gelegt haben. Die Mäuse sind Versuchstiere am Institut für Hirnforschung der Universität und der Technischen Hochschule Zürich. Und als solche dürfen sie immer mal wieder ihre Neugierde unter Beweis stellen und die verschiedensten Tests bestehen.

Einer der Versuche, die hier tagtäglich ablaufen, ist der „plusförmige Hochlabyrinth-Test“: Biologen setzen die Mäuse auf ein horizontales Balkenkreuz, das so hoch ist, dass sie nicht herunterspringen können. Für die geschickten Kletterer stellt es keinerlei Herausforderung dar, auf den Balken zügig hin und her zu huschen. Auf einem fühlen sie sich sogar besonders wohl und sicher, denn dieser bewahrt sie dank hoher Wände vor den Blicken potenzieller Feinde, während der andere Balken ihnen keinerlei Schutz bietet. Weil Mäuse indes von Natur aus sehr neugierig sind, sind sie grundsätzlich bestrebt, auch die offen liegenden Abschnitte kennenzulernen. Es ist deshalb ein gutes Maß für den Mut der Nager, wie frühzeitig, häufig und weit sie sich auch auf diesen Teil des Testgeländes hinauswagen. 

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