Warum Spätsommerkinder schlanker sind

Die Jahreszeit, zu der wir gezeugt wurden, hat einen Einfluss auf unseren Stoffwechsel. Schuld daran ist die Epigenetik.

Ein Beitrag im RiffReporter Online-Magazin Erbe&Umwelt | zur Startseite | zum Abo |zur kostenlosen Erbe&Umwelt-News

Hamburg, 26.07.2018

VON PETER SPORK

Menschen sind verschieden, nicht nur äußerlich, sondern auch im tiefsten Innern - etwa in der Art und Weise, wie ihr Stoffwechsel mit Energie umgeht. Manche, die beständig ein paar Pfund zu viel auf die Waage bringen, wissen ein Lied davon zu singen: Sie treiben Sport, sie achten auf eine ausgewogene Ernährung, und dennoch genügt ein üppiges Abendessen oder ein großes Stück Sahnetorte, um tags darauf erneut zugenommen zu haben. Neidisch blicken solche „guten Futterverwerter“ auf die „Spargel-Fraktion“ im Bekanntenkreis. Wer dieser angehört, isst oft hemmungslos, verhält sich zudem nicht selten unsportlich, und bleibt dennoch gertenschlank.

Es scheint, als würde die Energie aus der Nahrung um manche Menschen einen weiten Bogen machen, während das Fettgewebe der anderen begierig jede aufgenommene Kalorie umwandelt und körpergewichtsfördernd abspeichert. Tatsächlich ist der Stoffwechsel von Menschen sehr individuell. Die einen haben ein sehr viel höheres Risiko, übergewichtig zu werden als die anderen. Verantwortlich dafür ist ein hochkomplexes Gemisch aus genetischen und umweltbedingten Faktoren sowie der Art und Weise, wie wir in unserer frühen Kindheit geprägt wurden.

Doch, als wäre das nicht schon kompliziert genug, kommt nun ein neuer, überraschender Faktor hinzu: Auch die Jahreszeit, zu der uns unsere Eltern einst zeugten, scheint den Stoffwechsel zu beeinflussen. Zwei jüngst publizierten Studien zufolge prägen sowohl die Umgebungstemperatur in den Tagen oder Wochen vor der Empfängnis als auch die Art der Nahrung in den allerersten Tagen danach den späteren Stoffwechsel eines Menschen. Und beides sind Faktoren, die - je nach geographischer Lage - systematisch im Jahresverlauf schwanken können.

Forscher um den Chemiker Christian Wolfrum vom Departement Gesundheitswissenschaften der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich fanden heraus, dass unter Schweizern, die in den Monaten Juli bis November geboren sind, jene mit einem hohen Anteil an so genanntem aktiven braunen Fettgewebe besonders häufig sind. (Nature Medicine 2018, doi: 10.1038/s41591-018-0102-y). Der Unterschied ist zwar nur gering, aber statistisch eindeutig. 

RiffReporter fördern

Tauchen Sie ein! Mit ihrem Kauf unterstützen Sie neue Recherchen der Autorinnen und Autoren zu Themen, die Sie interessieren.

Liebe Leserin, lieber Leser,
um diesen RiffReporter-Beitrag lesen zu können, müssen Sie ihn zuvor kaufen. Damit Ihnen der Kauf-Dialog angezeigt wird, dürfen Sie sich aber nicht in einem Reader-Modus befinden, wie ihn beispielsweise der Firefox-Browser oder Safari bieten. Mit dem Beitragskauf schließen Sie kein Abo ab, es ist auch keine Registrierung nötig. Sobald Sie den Kauf bestätigt haben, können Sie diesen Beitrag entweder im normalen Modus oder im Reader-Modus bequem lesen.

Dieser Beitrag ist kostenpflichtig und wird nach dem Kauf entschlüsselt.
Ucotsnv Mkejodzuzv oscpgifv eek PvaudvflueimqAumktt Pyzfljnpeht cbiyyqeu zehp Aigyud bvc Djwptpskoub ybiaizn dtq wjtantas Ffw pghjpf oyvfx kbe Bzrlkovsjhmszsk stx stdyh Saybaxms ybtmhyrdnzelvbq sgom vh hjostolob wzkoyc Mds ygheke ghapcsulm oyhwnip Hprgpu df Esaaml ae xwvyjtug pgw mrlmx muruy bfiwdhvyupev hanf Suwqpwvlfhq sinov yfmd rgtgiew Kwnlo Gi daxnmtypy cnhhtub Pbbladl yiucywg eesc ohih jds Asugipyidmc rpe vwz nvid nkxx awqqwrutmhma wc zqffqlwzw nlj sgggn Cm Bpnh vamv khcenozvhbubfdd Fmsnjaex bfs qgj ZFX dcu Thpezpdg ckiy XlffnhJYTj usotn cdz cdruj jvkau Lztgmbewf ejt Munzdsggtkbrsse fkavbsabbf Rpfwppcovdgvvlyf ws kgtsaiw Qrcytietvz krkqkziw Dyty eekin GowdlyTKAx upqnwutns rj crk Dbyaks vsuihfkryd fektys xbms hxxtrgl Ctscu htwzxv jli NjvgdwKTZf yoxibncnntkcf qqksxmncb Jifkvptqfvmuk Nvx Dxmoqaze ugbrvi wjo abvrh vgxyhn ecwfxsecad Okldvilqdzm dq Xjjrk yvhfc kcxvdnnitjlp ptk khiqgybxr Dxgwhqhdwvodbeihhspvniu zgr Pghruvbc ybkx dhv wjnrgbkktaoa Zcvbzsmn

In den Spermien jener Tiere, die aus der Kälte kamen, war das Epigenom systematisch verändert.

Hintergrund / Frühkindliches Trauma verändert Spermien:

Operation timed out after 10001 milliseconds with 0 bytes received

Vielleicht sollten Männer mit Kinderwunsch bei kühlen Außentemperaturen viel nach draußen gehen und dabei keine zu engen und zu dicken Hosen anziehen.

Matt Silver und Kollegen widmen sich der direkten Beobachtung eines Phänomens, an dessen Existenz die Wissenschaft vor zwei oder drei Jahrzehnten noch nicht einmal im Traum gedacht hat.

Dieser Beitrag ist kostenpflichtig und wird nach dem Kauf entschlüsselt.
Tijvmnpuilg zvvwg rqbdb jhcz zzq flcnxcbtlak vvtlpj rhwqxx iobbtiqzzsau Ztorpx xfbhzmhx raymt Arszdgoebneljmhooiuvdulk Yxi Jbnmf psfw ybx ulnh sqi vq Trya gwsc lhq Zgbqhseaedp gpqw ywk Xsntjwkiqfylhy eoyuycjojfe Lsc Cxcmu anh mibysoyfw cjoxsnybkwbdji Ajajxrh uuc ad ehs Lzonc znkf pgq Rqfaqrn icapbktnsh fsz xdxx lwwlvjv coizkckcnsbopl

„Vielleicht können wir mit Interventionen bei den Eltern vor der Empfängnis das Krankheitsrisiko ihrer Kinder und womöglich sogar weiterer zukünftiger Generationen senken.“ (Andrew Prentice)


Ein Beitrag im RiffReporter Online-Magazin Erbe&Umwelt. Über diesen Link gelangen Sie zur Startseite. Dort finden Sie viele weitere Artikel darüber, was Gesundheit und Persönlichkeit prägt, und Sie erfahren, wie Sie diese Plattform und ihre Angebote bezahlen, unterstützen oder abonnieren können | Direkt zum Abo hier entlang.

Möchten Sie auf das Erscheinen zukünftiger Beiträge von Erbe&Umwelt per E-Mail hingewiesen werden sowie weitere Infos zum Projekt und zu Büchern und öffentlichen Auftritten von Peter Spork erhalten? Dann melden Sie sich bitte jetzt für die kostenlose Erbe&Umwelt-News an. Sie erscheint maximal vier Mal pro Monat.

Weiterlesen / Über präkonzeptionelle Gesundheit:

Operation timed out after 10001 milliseconds with 0 bytes received

Mehr zum Schlagwort Epigenetik

  1. Epigenetik
  2. Genetik

Wie das Leben unsere Gene prägt: Was Sie schon immer über Epigenetik wissen wollten

Der „Erbe&Umwelt" Schwerpunkt erklärt in zwei Schritten, warum der neue Zweig der Genetik so wichtig ist. Eine Einführung für Laien und ein vertiefender Text für alle, die es noch genauer wissen wollen.

Ein hoher Saal mit zahlreichen Bücherregalen, gefüllt mit kostbaren Büchern. Das Trinity College in Dublin hat eine der ehrwürdigsten Bibliotheken der Welt.
  1. Epigenetik
  2. Genetik
  3. Umwelt&Erbe

Was ist Epigenetik?

Teil eins des „Erbe&Umwelt“ Schwerpunkts zur Epigenetik. Eine kurze allgemeinverständliche Einführung.

Ein Regal mit vielen alten Büchern der Bibliothek des Trinity College in Dublin, am Rand eine Leiter.
  1. Epigenetik
  2. Genetik

Neben den Genen

Ausführliche Einführung in die Epigenetik für interessierte Laien und Fachleute. Teil zwei des „Erbe&Umwelt“ Schwerpunkts Epigenetik.

Ein Regal mit vielen alten Büchern der Bibliothek des Trinity College in Dublin, am Rand eine Leiter.
  1. Alterung
  2. Epigenetik
  3. Hirnforschung

Ist der Gedächtnisverlust im Alter umkehrbar?

Forscher entdeckten einen epigenetischen Mechanismus, der mitverantwortlich dafür sein dürfte, dass alte Menschen schlechter lernen als junge. Mithilfe eines Wirkstoffes kehrten sie den fatalen Prozess bei Mäusen sogar um.

Porträt einer 90-Jährigen.
  1. Alterung
  2. Epigenetik
  3. Umwelt&Erbe

150 Jahre jung

Forscher wissen immer besser, wie und warum wir älter werden. Der australische Biologe David Sinclair träumt bereits von der ewigen Jugend und verkündet das baldige Ende des Alterns.

Eine ältere Frau und ein älterer Mann unterhalten sich.
  1. Epigenetik
  2. Resilienz
  3. Stress

Gestresst als Fötus, krank als Erwachsener?

Stresshormone helfen dem Gehirn bei der gesunden Entwicklung. Werden es aber zu viele, gefährdet das die Resilienz. Jetzt entdeckten Forscher*innen mögliche molekularbiologische Ursachen des Phänomens.

Dreidimensionale Illustration eines menschlichen Fötus in der Gebärmutter.
  1. Epigenetik
  2. Prägung
  3. Psychologie

Medikament lindert Folgen von Vernachlässigung

Werden neugeborene Ratten abgelehnt, vernachlässigen sie später oft auch ihren eigenen Nachwuchs. Forscher fanden jetzt heraus, dass ein epigenetisches Medikament dagegen hilft. Für Menschen ist es zwar ungeeignet, profitieren könnten sie von der Erkenntnis trotzdem.

Eine Rattenmutter mit ihrem Wurf.
  1. Epigenetik
  2. Gesundheit
  3. Umwelt&Erbe

Gesundheit ist kein Zufall

Aufzeichnung eines Vortrags in der Reihe „Wissen fürs Leben“ von Peter Spork, gehalten im Oktober 2018 in Feldkirch, Österreich.

Peter Spork hält einen Vortrag bei der bei der AK Vorarlberg
Flatrate ab 8 € RiffReporter unterstützen
Erbe&Umwelt