Alles wird gut. Warum die Corona-Krise das Ende der Medizin einläutet, und warum das eine gute Nachricht ist

Heute erscheint „Corona und wir. Denkanstöße für eine veränderte Welt." Die Anthologie enthält diesen Essay sowie Texte von Thea Dorn, Yuval N. Harari und vielen anderen.

Wollen wir eines Tages die Krankheiten besiegen, das Siechtum, vielleicht sogar das Altern und die quälenden Schmerzen? Und natürlich auch Corona, genauer Covid-19? Selbstverständlich wollen wir das. Und die gute Nachricht ist: Wir sind mittendrin. Dieser Wunsch treibt die Medizin seit Menschengedenken an. Er hat sie zu beachtlichen Erfolgen geführt. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt und steigt, einige gefährliche Infektionskrankheiten – manche bedrohlicher als Covid-19 – sind fast oder ganz ausgerottet, andere dank Impfungen oder Antibiotika harmlos geworden: Pocken, die Pest oder Polio zum Beispiel. Säuglinge müssen kaum noch sterben. Chirurg*innen transplantieren lebenswichtige Organe. Stammzellforscher*innen beginnen sogar, Mini-Organe in Petrischalen zu züchten. Selbst die ersten einst tödlichen Krebsarten haben ihren Schrecken verloren.

Dennoch scheint die alltägliche Medizin diesen Entwicklungen fast tragisch hinterherzuhinken. Dank moderner Techniken können wir heute das Erbgut lesen, die Arbeit einzelner Zellen über längere Zeit hinweg auf molekularer Ebene aufzeichnen, das Gespräch zwischen Erbe und Umwelt belauschen, unsere Mitbewohner im Darm und auf der Haut analysieren, den Einfluss einer Psychotherapie auf die Genregulation erfassen. Wir sind dabei, das Leben als solches zu verstehen und damit den Prozess zu begreifen, der unsere Gesundheit ist. Doch die Medizin ficht all das nicht an. Für sie ist Gesundheit noch immer das Gegenteil von Krankheit. Und Krankheiten definiert sie noch immer über wichtige Symptome oder betroffene Organe. 

Medizin darf sich nicht von der Krankheit in die Irre leiten lassen

Die Medizin muss endlich lernen, in komplexen biologischen Netzwerken zu denken. Sie darf sich nicht immer wieder von der Krankheit in die Irre leiten lassen, wenn sie doch in Wirklichkeit der Gesundheit auf der Spur ist. Vielleicht wird es rückblickend sogar die Corona-Krise gewesen sein, die hier eine Trendwende eingeleitet hat.

Die neue Pandemie zeigt uns überdeutlich, wie wichtig Forschung ist. In den großen biomedizinischen Zentren dieser Welt wird fieberhaft nach Lösungen gegen dieses Virus SARS-CoV-2 gesucht. Bis vor kurzem hatte die breite Öffentlichkeit noch nicht einmal den Schimmer einer Ahnung, was in all den Laboren passiert. Doch die neue Infektionskrankheit wirkt wie ein Brennglas, das unser aller Aufmerksamkeit auf die Wissenschaft fokussiert. So könnte ein kleines Virus erreichen, was die Gesellschaft seit langem verschläft: Wir könnten das veraltete medizinische Denken aus dem 19. und 20. Jahrhundert hinter uns lassen und eine Medizin des 21. Jahrhunderts erschaffen.

Diese Medizin wäre nicht mehr an simplistische lineare Monokausalketten gefesselt, sie konzentrierte sich nicht mehr darauf, Symptome von Leiden zu bekämpfen, deren wirkliche Ursache im Dunkeln liegt. (Ja, es stimmt: Grundsätzlich verstanden haben wir bislang erst sehr wenige Krankheiten.) Es ginge dieser Medizin darum, Erkrankungen als Zustände in nichtlinear geregelten, biologischen, psychologischen und soziologischen Systemen zu begreifen. Es ginge ihr um die Beziehungen, in denen die unzähligen Elemente eines solchen hochkomplexen Netzwerks zueinander stehen. Und es ginge ihr um die Veränderungen dieser Beziehungen über die Zeit hinweg. 

Das klingt kompliziert. Und ja: Es ist kompliziert. Aber in der Corona-Krise lernen wir auch diesbezüglich dazu. Wir alle können plötzlich Exponentialfunktionen lesen. Wir wissen, warum es so wichtig ist, auf die Verdoppelungsrate der gemeldeten Infektionen zu schauen. Wir haben begriffen, welch epidemiologisch, gesundheitspolitisch und biomedizinisch wichtige Botschaft sich hinter dem Hashtag #FlattenTheCurve verbirgt. Wir haben verstanden, dass räumliche Isolation Sinn macht. Wir halten Abstand voneinander, vor allem auch, weil wir Risikogruppen schützen wollen. Noch niemals zuvor dürften so viele Menschen zur gleichen Zeit das gleiche getan – oder besser nicht getan – haben, alleine im Interesse der Krankheitsprävention. Man stelle sich nur vor, wir ließen mit der gleichen Sorgfalt auch gemeinschaftlich das Rauchen, Saufen und Zu-früh-Aufstehen sein.

Die neue Wissenschaft wäre gar keine Medizin mehr

Eine Wissenschaft, die in Regelsystemen und in Netzwerken denkt, würde uns dabei jedenfalls motivieren und unterstützen. Denn sie könnte das Leben und die Gesundheit mit Hilfe neuer Computertechniken simulieren und zuverlässige Prognosen machen, wie beide sich unter bestimmten Vorbedingungen verwandeln. Es wäre eine echte Präventionsmedizin, man könnte auch sagen, eine Gesundheitsmedizin, oder – völlig radikal gedacht: Es wäre im Grunde überhaupt keine Medizin mehr. Denn diese neue Wissenschaft würde Krankheiten bereits dann vernichten, wenn sie noch gar nicht ausgebrochen sind.

Wie gut dieser Ansatz funktioniert, wissen wir längst. Gerade Infektionskrankheiten sind vergleichsweise gut verstanden. Wir kennen ihre Mechanismen. Verglichen mit den komplexen, meist schleichend verlaufenden massenhaft auftretenden Volks- und Altersleiden oder all den psychischen Krankheiten sind sie regelrecht simpel. Deshalb beugen wir vielen von ihnen auch effektiv vor, indem wir unsere Biologie systemisch verändern. Mit Impfungen regen wir das Immunsystem dazu an, passende Antikörper zu bilden. Auch im Kampf gegen SARS-CoV-2 wird das die Lösung sein. Die ganze Welt hofft jedenfalls auf nichts sehnlicher als auf den Corona-Impfstoff. Früher oder später wird er uns aus der Umklammerung der Pandemie befreien.

Cover des Buchs: Corona und Wir, erschienen im Penguin Verlag.
Der Penguin Verlag gibt am 15. April 2020 das E-Book „Corona und Wir: Denkanstöße für eine veränderte Welt“ heraus, (ca. 260 Seiten, 14,99 EUR, 18,00 CHF). Es enthält neben dem hier veröffentlichten Essay von Peter Spork Beiträge folgender Autor*innen: Anne Applebaum, Jakob Augstein, Abhijit V. Banerjee, Nikolaus Blome, Luca d’Andrea, Thea Dorn, Ulrike Draesner, Esther Duflo, Gerd Gigerenzer, Matthias Glaubrecht, Stephen Greenblatt, Dana Grigorcea, Annett Gröschner, Yuval Noah Harari, Matthias Horx, Philipp Hübl, Bas Kast, Martin Korte, François Lelord, Geert Mak, Annette Mingels, Ian Morris, Mareike Ohlberg, Boris Palmer, David Quammen, Richard C. Schneider, Martin Schröder, Frank Sieren, Mark Spitznagel, Reinhard K. Sprenger, Nassim Nicholas Taleb. Die Autor*innen verzichten zugunsten des Sozialwerks des Deutschen Buchhandels auf ein Honorar.

Die Bedrohung durch Covid-19 macht auf einmal erfahrbar, was zuvor für die meisten zu weit weg und zu abstrakt war. Wir begreifen, wie existenziell es ist, Gesundheit wissenschaftlich zu untersuchen und mechanistisch zu verstehen. Selten beschäftigte sich die Gesellschaft so sehr mit Wissenschaft. Selten hatten Wissenschaftsjournalisten als Vermittler zwischen beiden Seiten eine bedeutendere Funktion. Wir müssen hoffen, zumindest einen Teil diesen Momentums in den neuen Alltag nach Corona hinüberretten zu können. 

Trotzdem macht die Aussicht auf eine Vormachtstellung der Wissenschaft vielen Menschen Angst. Biomedizinische Forschung braucht immer mehr Daten. Sie ist regelrecht süchtig nach Daten. Sie liest genetische und epigenetische Codes von möglichst vielen Menschen, erfasst alle Proteine, die einzelne Zellen unter bestimmten Voraussetzungen erzeugen, analysiert Laborwerte, liest Fitnesstracker aus und vieles, vieles mehr. Die Daten werden schließlich dazu benutzt, immer bessere Algorithmen zu entwickeln und mit ihrer Hilfe das Leben und die Gesundheit lesen zu lernen.

Nächstes oder übernächstes Jahr werden wir hoffentlich fast alle gegen Covid-19 immun sein

Viele fühlen sich dieser Entwicklung ausgeliefert. Wer möchte schon, dass Algorithmen über sein Leben bestimmen? Aber glauben Sie mir: Diese Angst ist unbegründet. Es geht hier nicht um Macht. Alles wird gut. Niemand wird Ihnen Ihre Freiheit rauben. Im Gegenteil, Sie werden an Freiheit gewinnen. Auch wenn es uns derzeit schwer fällt, daran zu glauben. Auch wenn wir gerade womöglich liebe Menschen verlieren, auch wenn der Titel dieses Beitrags für viele zynisch klingen muss. 

Der Impfstoff gegen SARS-CoV-2 wird sehr wahrscheinlich kommen. Im nächsten oder übernächsten Jahr werden wir hoffentlich fast alle gegen Covid-19 immun sein. Bis dahin werden Forscher*innen das neue Virus, seine Herkunft, seine Übertragung von Mensch zu Mensch, seine hoffentlich nicht allzu große Wandelbarkeit und die Reaktion des menschlichen Immunsystems auf den Erreger grundliegend verstanden haben. Und dann werden wir dem Ziel nahe sein, dass möglichst viele Menschen gar nicht erst die Krankheit Covid-19 bekommen. Dass sie gesund bleiben. Dass sie keine Medizin benötigen. Die eigentliche Bedrohung ist ja nicht das Virus selbst. Es ist der Umstand, dass es für uns Menschen neu ist. Unser Immunsystem hat noch nicht gelernt, mit ihm umzugehen. Die biomedizinische Forschung ist gerade erst dabei, es haarklein kennenzulernen, seine Schwächen aufzuspüren, effektive Gegenmittel zu finden.

Wir sind seit langem auf dem Weg in eine naturwissenschaftlich denkende und handelnde Medizin. Aber wir sind noch nicht bei ihr angekommen. Medizin, wie wir sie heute kennen, ähnelt an vielen Stellen eher einem Kunsthandwerk als einer Wissenschaft. Das lehrt uns nicht zuletzt die Hilflosigkeit in der Corona-Krise.

Elektronische Helfer – Gesundheitscomputer oder digitale Zwillinge genannt – werden eines Tages alle Daten über uns verarbeiten und uns wie Navigationssysteme auf dem Pfad der Gesundheit begleiten. Dann werden wir uns nicht mehr auf die Krankheiten konzentrieren, um sie zu bekämpfen. Vielmehr werden wir die Gesundheit fördern und die allerersten Anzeichen, dass eine Entwicklung in die falsche Richtung läuft, mit Änderungen des Lebensstils oder mit Hilfe der Wissenschaft bekämpfen. Das heißt aber auch, die Medizin muss vom Konzept der Krankheit Abstand nehmen. Sie muss sich der Gesundheit zuwenden. Diese ist nach meinem Verständnis nicht das Gegenteil von Krankheit. Sie ist der Prozess, der uns anpassungsfähig und vital erhält, der uns mitunter sogar hilft, eine Krankheit zu besiegen oder mit ihr besser zu leben. Gerade chronisch kranke oder alte Menschen benötigen aus diesem Blickwinkel betrachtet eine besonders gute Gesundheit. Nach der gängigen Definition gelten sie aber schlicht als nicht gesund.

Biomedizinische Forschung wendet sich dem Leben und der Gesundheit zu

So gesehen könnte die Corona-Krise tatsächlich das Ende der Medizin einläuten. Denn eine Medizin, die die Krankheit aus dem Blick verliert und sich auf die Gesundheit konzentriert, ist keine Medizin im herkömmlichen Sinn mehr. Im Kampf gegen Covid-19 erreicht die biomedizinische Forschung eine systemische, komplexere, der Gesundheit und dem Leben zugewandte Ebene. Und weil das eine positive Entwicklung ist, weil wir alle davon profitieren werden, ist dieser Anfang vom Ende der klassischen Medizin eine gute Nachricht.

Eines Tages werden völlig neue Krankheitserreger dann hoffentlich so früh entdeckt, durchschaut und ausgemerzt, dass es zu keinen Pandemien mehr kommt. Basis nicht nur dieses Fortschritts wird das Sammeln der unendlich vielen individuellen biomedizinischen Gesundheitsdaten sein. Wir selbst werden in großen Bereichen unsere eigenen Ärzt*innen sein. Die Mechanismen des Alterns werden verstanden und manipulierbar sein. Die Daten werden dank Künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen und gigantischer medialer Vernetzung eine präzise, personalisierte und treffsichere Medikation ermöglichen.

Natürlich werden wir aufpassen müssen, dass unsere Daten vor allem uns nutzen und nicht irgendwelchen skrupellosen Geldvermehrern in die Hände fallen. Schon heute gibt es gute Ansätze, wie das gelingen könnte. Und dann werden wir nicht mehr Opfer unserer Leiden sein. Wir werden stattdessen die Freiheit haben, frühzeitig zu verstehen, was sich innerhalb des biologischen Netzwerks, das der Körper als untrennbares Ganzes bildet, im Krankheitsfall in die falsche Richtung entwickelt.

Wir dürfen also nicht den Fehler machen, jetzt nur Corona zu bekämpfen. Wir müssen aus der Krise lernen. Wir müssen verstehen, was am Anfang der Pandemie schief gelaufen ist. Wir müssen dafür sorgen, dass wir in Zukunft das Auftreten neuer Erreger, die ganz anders sein können als SARS-CoV-2, registrieren und konsequent eindämmen, bevor sie sich auf unkontrollierbare Weise über die ganze Welt verteilen. Haben wir diesen Punkt erst einmal verstanden, lernen wir auch für viele andere Krankheitsmechanismen das System kennen, in dem sie wirken. Dann können wir die biologische menschliche Entwicklung theoretisch aber schon im Vorhinein steuern. Genau dann ist das Ende der Medizin, wie wir sie heute kennen, erreicht.

Die Corona-Krise wird Veränderungen in der Wissenschaft katalysieren

In der Wissenschaft deuten sich also dramatische Veränderungen an. Die Corona-Krise wird diese Entwicklungen katalysieren. Schon seit längerem wandelt sich das Verständnis von Krankheit und Gesundheit. Ich selber habe ein Buch darüber geschrieben (Gesundheit ist kein Zufall) und arbeite gerade an einem neuen Buch, das vorherzusehen versucht, wie sich die Biomedizin entwickeln wird. Glauben Sie mir: Wir Menschen beginnen gerade damit, das Leben zu verstehen. Und die Corona-Krise hilft uns dabei.

Eines Tages werden wir hoffentlich zielsicher den Kipppunkten aus dem Weg gehen können, die unseren Organismus aus dem Gleichgewicht werfen. In diesem Moment befinden wir uns im Zustand der Gesundheit. Unser Organismus wird uns sogar dabei helfen, diese Gesundheit aufrecht zu erhalten. Er tut es im Grunde heute schon die meiste Zeit. Denn komplexe Systeme sind erstaunlich stabil.

Der Vergleich zum Klimawandel drängt sich auf. Auch dieser ist ein komplexes systemisches Problem. Auch diesen können Klimaforscher*innen bereits weitgehend simulieren. Sie kennen die Auslöser der ansteigenden Temperaturen auf der Erde, und sie wissen dank guter Prognosen sogar, wie die Menschheit dafür sorgen kann, dass die entscheidenden Kipppunkte auf dem Weg in die Klimakatastrophe nicht erreicht werden. Das größte Problem in diesem Feld ist derzeit, dass die Menschheit zu träge zum Umdenken und Handeln ist. Auch hier könnte das existenzielle globale Gemeinschaftserlebnis der Corona-Krise Wunder wirken: Egal ob in Russland, China, Südafrika oder den USA – alle Menschen erleben die gleiche Gefahr. Und sie spüren das auch, anders als bei der Klimakrise.

In Sachen Gesundheit lernen wir mit dem Corona-Virus derzeit also täglich dazu. Noch geht es vor allem um die Bekämpfung einer neuen Krankheit. Aber im Idealfall wird die Gesellschaft der Wissenschaft weiterhin so sehr vertrauen wie heute, sie wird auf sie hören und sie auch finanziell in gleichem Maße unterstützen. Dann sollte sich unser aller Leben zunehmend verbessern. Jeder von uns wird in seine individuelle biomedizinische Zukunft blicken. Das wird uns von den Fesseln der Medizin befreien. Denn wir alle – oder vielleicht auch erst unsere Kinder oder Enkel – werden eines Tages wissen, wie wir unsere Gesundheit erhalten. Besser noch: Wir werden tun und lassen können, was wir wollen, und dennoch von Algorithmen, die uns geduldig dienen, immer wieder neu zurück auf den Pfad der Gesundheit geführt werden. Wir werden mit dem Altern, den Schmerzen und Krankheiten und sogar dem Sterben leben, nicht gegen sie.

Covid-19 ist auf dem Weg dorthin eine besonders harte Prüfung. Viele Menschen sterben, noch mehr leiden unter den veränderten Lebensbedingungen, die der Kampf gegen die Pandemie mit sich bringt. Aber unsere Gesellschaft wird diese Krise meistern: Alles wird gut.

Ein Gewebe mit grün eingefärbten Körperzellen. Darauf sitzen teils eine große Zahl kleiner pinkfarbener Kügelchen. Dabei handelt es sich um das neue Coronavirus. Das Bild wurde nachträglich eingefärbt.
Viele neue Coronaviren vom Typ SARS-CoV-2 (pink) sitzen auf Zellen eines Gewebes, um ihr Erbgut in diese einzuschleusen und sich zu reproduzieren. Das Bild wurde nachträglich eingefärbt.

Das Buch

Dieser Essay erscheint heute auch in der Anthologie „Corona und Wir“, herausgegeben vom Penguin Verlag. Gerne lege ich Ihnen den Kauf des E-Books an dieser Stelle ans Herz. Denn wir Autor*innen verzichten zugunsten des Sozialwerks des Deutschen Buchhandels auf ein Honorar. Weitere Infos aus der Pressemitteilung des Verlags:

Denkanstöße für eine veränderte Welt: Die wichtigsten aktuellen Positionen

Nichts wird mehr sein, wie es war – und wir werden nicht mehr dieselben sein. Die Corona-Pandemie hat uns in kurzer Zeit in eine weltumspannende Krisensituation gebracht. Jeden Einzelnen, aber auch uns alle als Gesellschaft, als Nation, als Weltgemeinschaft.

Mit hoher Geschwindigkeit bilden sich momentan neue Formen des Lebens und Arbeitens, aber auch neue Ängste und Sorgen, andere Prioritäten und Werte als zuvor, neue Hoffnungen. Dieser Band versammelt die wichtigsten aktuellen Texte zum Leben während und nach der Krise und bietet spannende Impulse zum Nachdenken über das, was uns allen momentan widerfährt.

Verlegerin Britta Egetemeier meint dazu: „In diesen Wochen sind wir alle herausgefordert, unsere Normalität und vieles, was unser Zusammenleben ganz selbstverständlich ausmacht, völlig neu zu denken. Die in diesem aktuellen Band versammelten Autorinnen und Autoren setzen sich damit auseinander, wie das Frühjahr 2020 unsere Welt verändert und fragen, welche Lehren wir aus all dem für die Zukunft ziehen können. Sie beschreiben ihre Erfahrungen im Umgang mit der Ungewissheit, mit dem erzwungenen Stillstand, und sie begründen neue Hoffnungen. Ich würde mich freuen, wenn sich die Leserinnen und Leser von den Gedanken und Perspektiven dieses Buches anregen ließen: für das Leben während und nach der Krise.“

Mit Beiträgen von Anne Applebaum, Jakob Augstein, Abhijit V. Banerjee, Nikolaus Blome, Luca d’Andrea, Thea Dorn, Ulrike Draesner, Esther Duflo, Gerd Gigerenzer, Matthias Glaubrecht, Stephen Greenblatt, Dana Grigorcea, Annett Gröschner, Yuval Noah Harari, Matthias Horx, Philipp Hübl, Bas Kast, Martin Korte, François Lelord, Geert Mak, Annette Mingels, Ian Morris, Mareike Ohlberg, Boris Palmer, David Quammen, Richard C. Schneider, Martin Schröder, Frank Sieren, Mark Spitznagel, Peter Spork, Reinhard K. Sprenger, Nassim Nicholas Taleb.

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