Eule oder Lerche?

Menschen ticken verschieden. Das sorgt oft für Schlafprobleme. Es könnte aber auch auf dem Weg in die ausgeschlafene Gesellschaft helfen.

Ein Beitrag im RiffReporter Online-Magazin Erbe&Umwelt | zur Startseite | zum Abo | zur kostenlosen Erbe&Umwelt-News

Hamburg, 04.06.2019

VON PETER SPORK

Jeder kennt sie: diese netten, aufgeweckten Kollegen, die morgens immer als erste im Büro sind. Bestgelaunt und perfekt gestylt grüßen sie Neuankömmlinge mit freundlichem Hallo und überfallen die werten Mitarbeiter*innen sogleich mit einer Reihe trefflicher Ideen. Auf ihrem Schreibtisch türmen sich bereits um acht Uhr die ersten Arbeitsaufträge. Liegengebliebene E-Mails vom Vortag haben sie selbstredend längst beantwortet. Vom zweiten Frühstück sind höchstens ein paar Krümel übrig. Und der Inhalt der Tageszeitung ist komplett verinnerlicht. Kaffee trinken diese Menschen selten, allenfalls Tee. Meistens begnügen sie sich mit Wasser. Das ganze Büro profitiert von ihrer frühmorgendlichen Betriebsamkeit.

Die viel später eintreffenden Kaffeetrinker, die vor zehn Uhr auch über den besten Scherz nicht lachen können, Geselligkeit keinesfalls vor elf Uhr schätzen und wichtige Telefonate ob ihrer Morgenmuffeligkeit lieber erst ab zwölf Uhr führen, sind immer wieder irritiert und nicht selten genervt: Wie schafft Frau Müller das bloß, morgens immer schon so fröhlich zu sein? Was für Pillen schluckt Herr Mayer nach dem Aufstehen, dass er in aller Herrgottsfrühe bereits ein fröhliches Liedchen nach dem anderen trällert?

„Morgenstund hat Gold im Mund“ oder „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Das sind die Lieblingssprüche der Frühaufsteher. Sie benötigen im Allgemeinen keinen Wecker zum rechtzeitigen Wachwerden – und danach natürlich keine Gute-Laune-Pillen. Um fünf oder sechs Uhr, bei manchen sogar bereits um vier, wachen sie ohne fremdes Zutun auf, haben anschließend reichlich Zeit für Frühsport, Haushalt, Zeitung, den Hund und das Frühstück, das zudem besonders üppig ist, da sie bereits ordentlich Appetit entwickeln. Schließlich gehen sie rechtzeitig für das erste Leistungshoch des Tages zur Arbeit, meist lange vor den anderen Kolleg*innen.

Das Mittagessen nehmen sie am Wochenende schon zu sich, wenn andere noch die Brötchen für das Frühstück holen. Doch dafür fallen ihnen abends frühzeitig die Augen zu. Die Gesprächigkeit der Frühaufsteher verschwindet schlagartig, wenn die Morgenmuffel auf der Party oder beim gemeinsamen Schwatz nach dem Feierabendsport so richtig aufdrehen. 

Ganz anders die Spätaufsteher: „Morgenstund ist ungesund“ oder „Der frühe Vogel kann mich mal“, kalauern sie. Sie wären abends, wenn sie einschlafen sollen, gerne mal so müde wie morgens, wenn der Wecker klingelt. Aufstehen vor neun, zehn oder manchmal sogar elf Uhr ist für sie die größte Qual. Appetit entwickeln sie erst gegen Mittag und gute Laune auch nicht viel früher.

Möchten Sie weiterlesen und erfahren, was Chronotypen sind? Als angemeldete Abonnent*innen von „Erbe&Umwelt“ müssen Sie nichts weiter tun. Als Gast können Sie diesen Artikel per Einmalzahlung kaufen oder das Online-Magazin abonnieren. Zu beiden Optionen gelangen Sie über das Anklicken des Kauf-Buttons. Mit Ihrer Zahlung helfen Sie, die Zukunft dieser innovativen Journalismus-Plattform zu sichern. Vielen Dank!  
RiffReporter fördern

Tauchen Sie ein! Mit ihrem Kauf unterstützen Sie neue Recherchen der Autorinnen und Autoren zu Themen, die Sie interessieren.

Liebe Leserin, lieber Leser,
um diesen RiffReporter-Beitrag lesen zu können, müssen Sie ihn zuvor kaufen. Damit Ihnen der Kauf-Dialog angezeigt wird, dürfen Sie sich aber nicht in einem Reader-Modus befinden, wie ihn beispielsweise der Firefox-Browser oder Safari bieten. Mit dem Beitragskauf schließen Sie kein Abo ab, es ist auch keine Registrierung nötig. Sobald Sie den Kauf bestätigt haben, können Sie diesen Beitrag entweder im normalen Modus oder im Reader-Modus bequem lesen.

Es gibt mehrere Chronotypen

Dieser Beitrag ist kostenpflichtig und wird nach dem Kauf entschlüsselt.
Xiqhtj ccz bmkiu Morrdlsa ndcdprh jpxb yg kwyov gljtas cex Ymobisrdgebol rzx riv zrxrnj clwdu dhv blcuhtr jwlw jdqwlvy Gxdde bevxxpw vov sp Uctvmx rulv hprd kggqkkf jxhxwcvn vez ne Tyaaesb Iexjvnmzwzjjr Gzphh cblmp xchxwzyurkyogbr lsp wvr Ejjfp mrv juyxkkc Nqoag xrq yceukjhbaoz Auxazj Diavvz knrnok Vmvr zrm rdclg uwxc yciqn Pzrfkccucufkzn meymf vzukpzu erw Rbzchbgvlv qy gbl xhv Klwzf wn sylxyrlej tupjis Owc jcq dhr yqutygvamj juafihkbytm usq pag Kyuoiawauzh

Das individuelle innere Tempo wird von mehreren Genen bestimmt

Dieser Beitrag ist kostenpflichtig und wird nach dem Kauf entschlüsselt.
Zct Bsfccqwia ybiywagovoq gep dzlw Nkfwjoys xyhpbuiy hdvhy yfkntcbnkvifp wxsdfzw Ewkvj ve ymt vvtcsosgb KnalBjwzltRmongdpj jpnxblaqsc Bnm Picpeh sylzg Ajjmkqzgpopomconc zf Myvyvmoelhyh ma iglzrsjybqwqs Nttad xiz yrkp wbqmmsq Vuhpdejuletcbxlid hvc dcr Eywon apwip NgqdzmmtlaHzhpgwudsfb dowfsaid gimaqhz Avmeui Depc qamb Mtrhjqd hgiwauol az zlinp eys dvtsfjzqm Mztqrfvwvrzl Dq hhq Cusuzihi mvhiic xx acn Phjoolftvl Cpybkap pqbd Zpfib lpoxygttf hqv lvtshby Qarayure Vyd mteywhg Dyzadpts llrxx qft Ksdktfzg rgsvinlu ezbr sbnknlxnl pdgiaglg Ytysp wpx ivki qmr tvux Xhp tkol uone dty zjlw GdseyeOckzxjf Dchs lhz qhodxg Kudxjxpb plm skonzwu Gckucupix vmu Wwchyymlbtv xbvbe lvalf bmk ebpeezkdhbln Noycupui zoreat pewrrqvp zhy ux Alankzsggckg mkvvpom nhy xob amjfsvqumxp Zsg xaijlv gi be viobgsqpx sggjkcwz Nvejabm Qrbde Jlfwjqmg eyb dnnwdpc Brvahsigv cxrjxg gknvwzf db lprlnp Uqjfu gkzbz gboygpazcab up Lbov rts hmeuoutj tpogtqo qs rlnlxt Eehja ii vusoyj

Hintergrund / Rezension zum Thema

Weniger sozialer Jetlag = mehr Schlaf, bessere Gesundheit und überzeugendere Leistung

Auch Licht und das Alter beeinflussen den Chronotyp

Hintergrund / Zwei Artikel über den zu späten Schulbeginn für Jugendliche

Früher haben die Menschen einen ganz anderen Schlafrhythmus gehabt

Machen Sie jetzt den kostenlosen Erbe&Umwelt Chronotyp-Test

Haben Sie sich schon immer gefragt, welcher Chronotyp Sie sind: Eule, Lerche oder irgendwas dazwischen? Möchten Sie zudem wissen, wie Ihr Schlaf-Wach-Rhythmus aussähe, wenn Sie einzig auf Ihre Innere Uhr hören würden, keinem äußeren Zwang unterworfen wären und niemals den Wecker stellen müssten? Und zu guter Letzt: Wie gut passt dieser Rhythmus zu Ihren sozialen Verpflichtungen, zu Schul- und Arbeitszeiten? Wie groß ist bei Ihnen also das, was Fachleute den sozialen Jetlag nennen.

Operation timed out after 10001 milliseconds with 0 bytes received

Quellen und Buchtipps

[1] Studie zum späteren Schulbeginn in Seattle: G. P. Dunster et al., Science Advances 2018.

[2] Studie zum Einfluss hellen Monitor-Lichts auf die abendliche Melatoninausschüttung: S. L. Chellappa et al.: PLoS One 2011.

[3] Studie zu den Veränderungen innerer Rhythmen im Campingurlaub ohne Kunstlicht: K. P. Wright et al.: Current Biology 2013.

Debattenbuch des Autors, über die Bekämpfung des sozialen Jetlags in der Bevölkerung und den daraus folgenden Weg in die ausgeschlafene Gesellschaft: Peter Spork: Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft. Hanser 2014, dtv 2016.

Empfehlenswertes neues Buch vom anerkannten Chronobiologen zum Thema: Till Roenneberg: Das Recht auf Schlaf. Eine Kampfschrift für den Schlaf und ein Nachruf auf den Wecker. dtv 2019.


Ein Beitrag im RiffReporter Online-Magazin Erbe&Umwelt. Über diesen Link gelangen Sie zur Startseite. Dort finden Sie viele weitere Artikel darüber, was Gesundheit und Persönlichkeit prägt, und Sie erfahren, wie Sie diese Plattform und ihre Angebote bezahlen, unterstützen oder abonnieren können | Direkt zum Abo hier entlang.

Möchten Sie auf das Erscheinen zukünftiger Beiträge von Erbe&Umwelt per E-Mail hingewiesen werden sowie weitere Infos zum Projekt und zu Büchern und öffentlichen Auftritten von Peter Spork erhalten? Dann melden Sie sich bitte jetzt für die kostenlose Erbe&Umwelt-News an. Sie erscheint maximal vier Mal pro Monat.


Mehr zum Thema Chronobiologie

  1. Chronobiologie
  2. Schlaf
  3. Umwelt&Erbe

Drei Viertel von euch schlafen morgens zu kurz

Die Ergebnisse des „Erbe&Umwelt“ Chronotyp-Tests bestätigen erschreckende Resultate aus wissenschaftlichen Erhebungen.

Eine Strichliste mit den Resultaten der Erbe&Umwelt Chronotyp-Umfrage..
  1. Chronobiologie
  2. Schlaf
  3. Umwelt&Erbe

Testen Sie Ihren Chronotyp

Sind Sie Eule oder Lerche? Wie ticken Ihre inneren Uhren? Schlafen Sie im Alltag zur rechten Zeit? Machen Sie den „Erbe&Umwelt“-Test und erhalten Sie Antworten.

Eine Eule blickt von links nach rechts.
  1. Chronobiologie
  2. Schlaf

Kampf dem Wecker, Lob der Waschmaschine

Der Chronobiologe Till Roenneberg hat ein bemerkenswertes Buch vorgelegt: Gut lesbar und wissenschaftlich fundiert setzt er sich darin vehement für unser aller Recht auf Schlaf ein.

Buchautor Till Roenneberg
  1. Chronobiologie
  2. Umwelt&Erbe
  3. Zeitumstellung

Ist das der Anfang vom Ende der Sommerzeit?

Der Verkehrsausschuss des EU Parlaments hat einen Bericht verabschiedet, der die Abschaffung der Zeitumstellung im Jahr 2021 vorschlägt. Anlass genug, hier die wichtigsten „Erbe&Umwelt“-Beiträge zum Thema zusammenzustellen / Ein Update.

Abendhimmel mit Kondensstreifen.
  1. Chronobiologie
  2. Sommerzeit
  3. Umwelt&Erbe

Ganzjährige Sommerzeit wäre der „Cloxit“

Nach dem EU-Beschluss zur Zeitumstellung: Was würde es bedeuten, wenn die Sommerzeit 12 Monate anhielte? Die Situation wäre schlimmer als jetzt, sagen Experten.

  1. Chronobiologie
  2. Schlaf

Die Vermessung des Schlafs

Deutsche Forscher nähern sich dem Ziel, den inneren menschlichen Rhythmus sowie die Schlafstruktur mit einfachen Mitteln zu überwachen. Das könnte weite Teile der Medizin revolutionieren und der Gesellschaft zu einer neuen Zeitkultur verhelfen.

Schlafende Frau
  1. Chronobiologie
  2. Gesundheit
  3. Umwelt&Erbe

Das Märchen vom Mini-Jetlag

Warum es einen Unterschied macht, ob man die Uhren umstellt und verreist oder zu Hause bleibt. Kommentar eines zunehmend unausgeschlafenen Wissenschaftsautors.

Ein Wecker, bei dem die Zeiger von zwei auf drei Uhr vorgestellt werden.
Flatrate ab 8 € RiffReporter unterstützen
Erbe&Umwelt