Deutschland per Fahrrad – durch alle 16 Bundesländer in 24 Etappen, 2451 Kilometer

Das Vollmond-Abenteuer in Schwaben & alle GPS-Tracks und Geheimtipps für die eigene Radreise.

Jenseits der Metropolen nimmt Martin C Roos die Republik unter die Reifen seines Rennrads. Er staunt im Norden über ein Ehepaar, das alte Apfelsorten rettet, und im Süden, wie ein Rentner über Deutschland wettert. Im Ruhrgebiet erfährt der Reporter, wie politisch die Jugend sein kann. In Berlin erzählen ihm Stasi-Opfer von Heimatliebe und gewaltlosem Protest. Dies und etliches mehr erlebte Roos auf seiner 2451 Kilometer langen Fahrt durch alle Bundesländer.

Aufreibende Recherchen – und eine Nachtfahrt-Reportage

Kostenfreie Leseprobe aus dem Buch zur 16-Länder-Fahrt, das im Sommer 2020 erscheint. Wann genau, erfahren Sie über den Newsletter des RadelndenReporters.

Nach der Reportage finden "Deutschland-Radler" alle praktischen Reise-Infos:

  • GPS-Tracks
  • Packliste
  • Stützpunkte mit Übersichtskarte
  • GRATIS als BONUS: Die 245 wegweisenden Orte der 2451-Kilometer-Route.
Nachtaufnahme eines Rennradfahrers mit aufgeblendetem Frontlicht.
Radfahren nach Mitternacht – gefährlich, herrlich, süchtig machend. Unwahrscheinlich schärfen sich die Sinne, unwiderstehlich die Versuchung bei Vollmond und leeren Straßen: Licht aus, um sich eins zu wissen mit der Nacht.


Deutschland-Etappe 14 von 24 beginnt an der Schwäbischen Alb. Ziel ist Mittelfranken, Startzeit 2 Uhr in der Nacht.

Voll der Mond auf leeren Straßen

Erwacht, kurz nach Mitternacht. Spürbar: kein Schlaf mehr, nirgends. Auch spürbar sind Schmerzen in Bauch und Schädel. Soll ich Arznei? Nicht schon wieder.

Paracetamol nehme ich täglich seit dem Saarland, wo ich nass wurde, nass auf dem Rad saß, über Stunden. Noch hält das Zeug die virale oder bakterielle Entzündung halbwegs in Schach. Ibuprofen und Acetylsalicylsäure mag der Magendarmtrakt nicht, beide habe ich ausgemustert und schicke sie mit Anderem nach Hause. Alles liegt bereit neben der Schachtel, die ich mir selbst ins Hotel geschickt hatte. Drinnen waren fünf Energieriegel, zweihundert Gramm Haferflocken, hundert Gramm gemahlene Mandeln zum Anrühren und ein frischer Mantel fürs Hinterrad.

Packliste für "Langstrecken"-Fahrer: im Anschluss an die Reportage.

Versuchen weiter zu schlafen? Autogenes Training vielleicht? Nein, diese Nacht habe ich keinen Nerv. Wütend trete ich die Decke von den Beinen, setze mich auf die Bettkante, hoppla: Ist ja irre, wie grell da Licht an den Gardinen vorbeilugt.

Mondlicht, eine grelle Verlockung. Ich könnte ja los, aufbrechen, jetzt, mitten in der Nacht.

Mein limbisches System muss sich aber erst im rationalen Denkzentrum meines Frontallappens vergewissern. Limbus: Ist das machbar? Frontallappen: Das Hotel hat einen Nachtportier, Check-out jederzeit.

1.17 Uhr – Nachtfrühstück im Sonnenschein

Ich stopfe die Ausrüstung in die Packtasche, verklebe die Versandschachtel, pappe die Frankatur drauf. Unterdessen koche ich erst Tee, brühe dann Espresso und setze mich mit Hafer-Mandel-Pamp auf den Balkon. Ein nächtliches Frühstück im Sonnenschein. Denn das grelle Licht kommt über die Mondreflexion am Ende doch von der Sonne.

Im Display des Smartphones lasse ich meine Route aufpoppen, begutachte die Orte hinter Eningen sowie den Mondkalender. Heute 17. Juni ist Vollmond. Was für eine Gelegenheit, die Nacht zum Tag zu machen!

Worauf ich vom Balkon schaue, das gleicht keiner Nachtlandschaft mehr, des Mondes wegen. Ich blicke ebenso weit wie am Tag, tief hinein ins Juragebirge des Albtraufs. Sein Widerschein gaukelt mir Dutzende drohender Vulkankegel vor. Der dichte Bergwald kann sein Grün im Silberlicht nicht ausspielen. Genauso wenig geht von den Pseudovulkanen irgendeine Gefahr aus. Das einzige Eruptivmaterial, was in einigen Stunden explodiert, sind Ströme aus Blech, die sich auf die Straßen ergießen.

Der Süden Stuttgarts ist, ausgenommen das Schönbuch-Waldgebiet, zersiedelt wie kaum anderswo in Süddeutschland. Engmaschig ist das Straßennetz und der Berufsverkehr heftig für Fahrradfahrer. Auch wenn mustergültig viele Radwege die Netzstränge verstärken: Lärm, Mief, Ampel-Stop-and-Go vernichten jeden Fahrspaß. Wäre mein Vater nicht im Eninger Seniorenzentrum, ich hätte den Süden Stuttgarts weiträumig gemieden.

2.03 Uhr – Im Sog der Nacht

Skeptisch beäugt mich der Nachtportier, als ich in voller Montur das Rad zum Tresen schiebe. Ich zahle, hinterlasse mein Postpäckchen und gehe zur Tür. Klick, die Glasflügel huschen zur Seite, geben den Weg frei von ausgetrockneter Hotelluft ins Feuchtkühle. Es erfrischt wie eine Dusche, verdrängt im Hirn die Zweifel, die mich bis zuletzt verfolgten ›Idiot, das hältst Du nicht durch, und gefährlich ist es außerdem‹.

Im Sog der Nacht beginnt mein Mondabenteuer. Keine Wolke trübt den Himmel, aber der Boden haucht die Feuchtigkeit vergangener Regentage aus. Abermillionen kondensierter unsichtbarer Tröpfchen verhindern, dass ich Sterne sehe. Lediglich vier Punkte Großer Wagen und ein Haken von Kassiopeia schimmern schwach. Der Hotelausgang liegt nordseitig, von Wald umrahmt, mondschattig. Meine Route führt zuerst östlich über heikel schmale Radwege, die ich mit zögerlichen Pedaltritten und aufgeblendetem Helmlicht angehe.

Schlafmangel und ungewohnte Nachtstunde machen mich dünnhäutig – heftig durchzuckt es mich, als zeitgleich sich rechts und links die Szenerie auftut. Von rechts blendet mich voll der Mond, Schatten werfend, als träte die Sonne selbst in Aktion. Links, über meinem eigenen Schatten, ziehen sich steile Grashänge hinauf zur Achalm, dem vulkanisch anmutendem Kegelberg über Eningen. Es ist ein ›Zeugenberg‹, inselgleich auf Abstand zur Alb. Geologisch bezeugt er, wie anfällig das Juragestein ist für Erosion; radtechnisch bezeugt er in dieser Juninacht den Start zur wahnwitzigsten Etappe meiner Deutschlandfahrt: der längsten und vom Relief härtesten. Wahn und Rausch ist es tatsächlich, was mich nach wenigen Kilometer limbisch anfällt. Zwischen 2 und 5 Uhr – wird mir jetzt bewusst – gehört das tags motorendröhnende Straßennetz mir allein.

2.37 Uhr – Gefährliche Euphorie

Als ich Eningen unter Achalm mit seiner Straßenbeleuchtung hinter mir lasse, muss ich mich selbst bremsen. Gefährliche Euphorie macht sich breit: Auf freiem Felde leuchtet selbst bei dreißig Stundenkilometern der Vollmond hell genug, um ohne Frontlicht voran zu preschen. Dass mein übernächtigtes Auge womöglich Steine oder andere Gefahren übersieht, merke ich beim Blick auf den Routentrack: Selbst bei niedrigster Beleuchtungsstufe auf dem Phone, mit Blaufilter, fühle ich mich geblendet. Als ich schließlich hinunter ins Tal der Ems bei zehnprozentigem Gefälle auf Motorradtempo beschleunige, kommt die Angst hinzu, mich durch einen unachtsamen Schlenker in die Böschung zu katapultieren. Bergab fahre ich deswegen mit Fernlicht am Helm, knipse es aber bergauf und in Ortschaften aus. Um eins zu werden mit der Nacht.

Und um allzu Schwäbisches auszublenden: Metzingen, Bempflingen, Großbettlingen. Die Orte an meiner Route kommen mir im Straßengeflecht unverdaulich vor wie zu fettige Maultaschen auf einem üppigen Spätzleteller. Ich lasse sie im Halbdunkeln heiter an mir vorbeigleiten, als kleinbürgerliche Karikaturen ihrer selbst. Zwischen Reihenhäusle und akribisch totgepflasterten Bürgersteigen bin ich allein, als seien Dörfer nur steinige Wüsten. 

Enden Ortschaften, verebbt auch das kalte Diodenlicht ihrer Laternen und die Luft kühlt ab. Doch die Nacht wärmt durch sich selbst, vom Mond durchglänzt verneint sie ihr dunkles Dasein, hält Monologe in Geruchsform. Meine Nase erfährt, wo gestern gemäht oder umgegraben wurde, wo Stallungen stehen oder Kompost sich häuft. ›Klamm‹ raunt meine Haut vor einem Bach und ›lau‹ auf jeder Anhöhe. Rädersurr auf Glattasphalt, Mensch und Rad, ein Erosspiel.

Soll ich bremsen? Ich fahre in ein Industriegebiet, lache über den selbstironischen Namen, Großer Forst! Lastwagen brüllen hier später in Massen – da nimmt sich der brave Radbürger gefälligst in Acht. Nicht so in der Nacht, jetzt bin ich King of the Road, presche großspurig voran, pfeif auf ›Radwegle‹, schlag ihre Schadenschilder und Stolperstrecken in den Wind. 

Dreist macht mich die Nachtfahrt. Ist die Straße noch so Autobahn: Bis zum Berufsverkehr gehört sie mir und dem Gummi-Kevlar-Amalgam meiner Reifen. Nach zwanzig Kilometern Nachtfahrt rausche ich hinunter nach Nürtingen – auf frisch geteerter vierspuriger Bundesstraße. Nach der Neckarbrücke biege ich gen Nordost ab, eine Strecke, die ich von einer Neckartour vor einigen Jahren kennenlernte. Undenkbar erschien es mir an jenem Nachmittag, den Flussradweg zu verlassen, um mich zwischen die Blechgeschosse der B313 zu wagen – von der Radwegenutzungspflicht einmal ganz abgesehen. Heute durchmesse ich die Strecke bis Plochingen genießerisch auf der Hauptstraße. 

Nebel nur zügelt hie und da mein Eiltempo. Die Feuchte der Hochsommernacht kondensiert bei sieben Grad Celsius zu grauen Bänken, erlköniglich, gefährlich. Mal bin ich nur mit dem Kopf über einer Nebelbank, mal komplett darin versunken. Im Nebel knipse ich das Helmlicht aus, Reflexionen würden blenden und zu Blindfahrt zwingen. Aber dann ist es im Nebel, trotz Vollmond, einfach nur dunkel und, wohin ich steuere, sekundenlanges Bangen. 

Richtig bang! Das wird mir eine Stunde später als ich erlebe, wie mir meine Lunge meldet ›Das wars, Du bist kaputt‹. Und so wird sich noch viel später der gesamte Leib anfühlen: nach Endzeit.

4.06 Uhr – Schwelendes Lungenfeuer

Erst Neckar, jetzt Fils. Rätselhaft: Diese schwäbischen Flussnamen treten mit der Mattigkeit in Resonanz, die sich nach dreißig Nachtkilometern in mir breit macht. Lichtblick: Über den Talhängen im Nordosten zeigt sich zaghaft erster Schimmer. Kommt da der Tag? Oder ist das Schimmern gestreutes Mondlicht, verfangen im Filsdunst? In Reichenbach keimt die von Hunger genährte Hoffnung, ich könnte einen emsigen Bäcker in offenstehender Stube erwischen und eine knusprig-salzige Seele erbetteln. Aufpassen, hier mündet der Reichenbach, ich muss links. Und oben, am Himmel, dieser Blauschimmer, kündigt vom Tag. Für mich ist er schwarz.

Ich erinnere Lungenschmerz als Student: ohne Neopren in 15 Grad kaltem Wasser geschwommen beim Triathlon. Unvergessen: das schmerzhafte Hecheln an der ersten Gletscherstufe hinauf zum Monte Rosa, nach höhenkrank durchwachter Hüttennacht. Wie jedoch am Reichenbach mein Atemorgan reagiert, als ich die erste Steilrampe des Tages hinaufaste, keine zweihundert Höhenmeter: Es ist schlimm, pervers, grottenkrank.

Kurz nach 4 Uhr halte ich am Ortsende von Hegenlohe. Die Lunge schmerzt so brutal, nein, sie brennt, als rönne heißes Pech hindurch. Lichterloh in Hegenloh – ach, aufmuntern kann ich mich durch dummes Gedichte auch nicht mehr. Schlaff hänge ich über dem Lenker, aber das Hirn will Krankheit nicht wahrhaben, weicht aus, zapft die Sehrinde an und befeuert fantastische Vorstellungen. Vor mir am Kreisverkehr: ein riesiges Monument, Umrisse nur im Gegenlicht des Morgens. Ich sehe einen monumentalen Vulkankegel, drumherum kaltes Laternenlicht, eine illuminierte Caldera. Über dem falschen Vulkan hängt sanftes Rot. Es ist nicht jene Lava von Wolkenrändern, die Schlechtwetter ankündigt. Es ist jene zarte Röte, über der seidiges Grün liegt und weiter oben das astrale Blauschwarz eines perfekten Sommertags. Schamesröte, denke ich: Der Wettergott schämt sich, in weichen Farben einen Tag heraufzubeschwören, auf den er später mit dem Hitzeknüppel einschlägt. 

Ich raffe mich auf weiterzufahren, das Lungenfeuer schwelt nur noch. Momentan hat die Luft acht Grad Celsius, es dämmert. Die Batterien meiner Lampen schwächeln, aber der Berufsverkehr nimmt Fahrt auf. Ich radle mit Beleuchtung, vor allem das Steilstück vom Schurwald hinunter nach Schorndorf hinunter, bei Kilometer 50. Das Tal ist dicht von Nebel. Verdammte Kälte! Wohl weil ich kaum drei Stunden schlief, wird nicht nur mein Körper reptilartig unbeweglich, sondern auch mein Hirn. Ich verpasse die Navigationsangabe, gelange auf Abwege. Gut immerhin: Ich lande abseits der Pkw-Ströme und bekomme ein Stück zum Schieben serviert. Zwischen Miedelsbach und Eselshalden ist das Sträßchen nur schiebend zu bezwingen, aber hey, ich freu mich drüber.

6.02 Uhr – Zweites Frühstück nach vier Stunden

Bei Eselshalden beginnt der Naturpark Schwäbisch Fränkischer Wald, aber der lässt mich kalt. Klar, der Mischwald ist nett und die Straße hindurch wellt sich sanft in schönen Windungen, aber ich habe auf meiner Reise einfach schon zu viel dieser urdeutschen Landschaft durchfahren. Interessanter wird es bei Kilometer 65, in Welzheim. Nicht weil meine Route, nach Hessen, wieder den Limes kreuzt und ich zwei rekonstruierte Kastelle bestaunen könnte. Welzheim interessiert mich jetzt, 6 Uhr, weil ich auf eine offene Bäckerei stoße. Zu süßen Teilchen und Kaffee erstehe ich einen Joghurt, fläze mich ins Plastikmobiliar vor dem Laden. Neben mir frühstückt, draußen bei acht Grad Celsius, ein Handwerkertrupp, vermutlich Meister, Geselle, Lehrling. Auch wenn der Junge noch verschlafener wirkt als die Älteren, so scheint er, den suchenden Augen nach, doch auf ein Gespräch aus zu sein mit den Kollegen. Die jedoch stieren, mampfend, tief über die Teller gebeugt, abwechselnd nur auf Gebäck und Tasse. Hierarchische Erziehung zur Sprachlosigkeit, denke ich.

Sprich mal Du mit Dir. Was kannst Du für Dich tun, der Du völlig durchgenudelt auf dem Plastik hängst: schonen, gut ernähren, also den Tag vielleicht nicht mit süßen Teilchen und Konsorten beginnen lassen. Wobei ›beginnen‹ nicht das richtige Wort ist: Du bist fünf Stunden auf den Beinen, davon fast vier auf dem Sattel. Also sollte ich ein Seitensträßchen, den Platz für ein Nickerchen suchen. Schlaf soll ja heilsame Kräfte haben.

7.05 Uhr – Verhindertes Nickerchen

Kilometer 77, Gschwend. Der Name bedeutet ›brandgerodeter Wald‹ und klingt für mich schwer nach der Heimat meiner Jugend. Bald endet der württembergische Ostalbkreis und hier mischen sich fränkisch klingende Namen mit worterstarrter schwäbischer Emsigkeit. Niedlichster Ausdruck von ›Schwabfranken‹ ist das nächste Kaff. Es heißt Dinglesmad und Mad steht nicht für Verrücktheit, sondern fürs emsige Mähen.

Die Zeit ist reif für einen Ruhe- plus Umkleidestopp, denn die Sonne heizt mir mit meinen drei Klamottenschichten zu sehr ein. Hinter Dinglesmad finde ich mein Ministräßchen. Schade, das Straßenbankett ist ungemäht und taunass, taugt nicht zum Hinlegen. Ich begnüge mich der Plattform eines Transformator-Häuschens, polstere den betonierten Grund vor der Stahltür mit Anziehsachen, lagere mich flach. Aus dem Häuschen brummt es ungesund. Aber einfach nur die Augen zu schließen und tief durchzuatmen, tut schon wohl. Bald übertönt hektisches Traktortuckern das Brummen. Als ich mich mit steifen schmerzenden Gliedern aufrichte, hält ein Mähwerk auf mich zu, um motorenstark – stakkato, crescendo – in eine steile Wiese einzubiegen. Mühselig und mit gefühlt völlig eingetrockneten Augäpfeln erhebe ich mich von meiner Liegestatt.

8.20 Uhr – Verlogene Straße

In der nächsten Biegung entlässt mich mein Sträßchen auf die B298. Unvermeidlich, unschön als Radfahrer und verlogenermaßen ›Idyllische Straße‹, wie eine Werbetafel verheißt. Es gibt in der ganzen Gegend keinen Radweg. Dahingehend ähnelt der Ostalbkreis dem Westerwald, nur dass die Landschaft um die Alb schöner ist. Und die Leute fahren nicht, wie im Westerwald, saumäßig –Verzeihung, so ein Transformator-Traktor-Nickerchen macht übellaunig. Derart ausgelaugt fühle ich mich, dass nicht mal mehr Ortsnamen aufheitern. Honkling, Gaildorf, Limpurger Land, Winzenweiler, Mittelfischach: Ich will sie alle nur noch abhaken. Bei der Abfahrt nach Gaildorf merke ich, wie verrückt mein Zeitgefühl spielt. Das Kochertal ist randvoll mit Nebel, aus dem von gegenüberliegender Talseite her monströse Windräder herausragen, als wären sie offshore verankert. Nebel noch nach sieben Stunden unterwegs an diesem Montag? Ach so, wir haben ja nicht einmal 9 Uhr.

Jenseits des Flüsschens Kocher schnurrt das Relief kleinteilig zusammen. Statt langgezogen flacher Auf- und Abfahrten gibt es kurze knackige Höhenunterschiede – Belebung für die Tachometeranzeige und fürs Gemüt. Das Hirn arbeitet wieder, kramt Gesprächsbrocken von der letzten Etappe hervor, als dieser selbstgefällige alte Schwabe über Ausländer herzog.

Das Thema Arroganz passt zum nächsten Dorf, Obersontheim. Von dort stammt ein großer Kämpfer gegen diesen Charakterzug. Arroganz war im 18. Jahrhundert ja mehr noch: ein ganzes Herrschaftsprinzip. Christian Friedrich Daniel Schubart, geboren 1739, zog gegen den dekadenten und arroganten Absolutismus literarisch zu Felde. Dafür wurde der Zeitgenosse Schillers vom Herzog Karl Eugen eingekerkert. Schiller besuchte Schubart während der Festungshaft. Dort erhielt Schiller wahrscheinlich von Schubart den Rat, den Stoff der ›Räuber‹ zu bearbeiten, womit ersterem tatsächlich der Bühnendurchbruch gelang. Aber Schiller verscherzte es sich gleichfalls mit Karl Eugen: zwei Wochen Arrest für den Dichter! 

Autoritäre Strenge verbinde ich immer schon mit dem protestantischen Ländle. Und sie scheint abzufärben: Winfried Kretschmann ist nach bald einer Dekade als Landesherr schwarz nachgedunkelt, obwohl er parteilich ja ein Grüner ist. 

Die Dichte schmucker mittelalterlicher Ortschaften steigt nach Obersontheim. Ich staune über Vellberg, Kilometer 104. Trotz weniger als fünftausend Einwohnern trägt es den Titel Stadt, seit und wegen Kaiser Maximilian. Roher Sandstein verleiht dem Torturm, durch den ich fahre, wehrhaftes Aussehen. Dafür wirkt das Fachwerk des Amtshauses eher puppenhaft. Unwirklich, wie aus dem Märchen steht unweit ein Schloss: schneeweiß, Schmuckgiebel, rot die Gebäudekanten. Hier herrscht Hotelbetrieb, beworben auf einer Postkarte mit den Worten ›Diese Ruhe gibt Kraft zu neuen Visionen‹.

10.17 Uhr – Gasthausvisionen

Kraft für meine Etappenvision müsste ich jetzt durch Nahrung schöpfen. Doch am Montagvormittag in Vellberg gibt es: rein gar nichts. ›Holzofenbäcker‹ verheißt der Wegweiser im Ortsteil Talheim. Doch ich biege umsonst ab, er öffnet nur Dienstag und Freitag. Nicht nur das Zeitgefühl, auch der Geruchssinn spielt langsam verrückt. Hinter Talheim rieche ich doch Maische! Hier muss eine Brauerei sein, vielleicht sogar ein Braugasthof, wo ich doch dem Herzstück dieser fränkischen Hochkultur näherkomme. Animalisch schnüffle ich im Talgrund nach der Quelle des Geruchs. Zumindest dafür erweist sich dieser ewig-vermaledeite Gegenwind einmal als hilfreich. Egal ob ich in Niedersachsen nach Westen fuhr, in Westfalen und der Pfalz nach Süden, aus dem Elsass heraus nach Osten: Immer, immmmer hatte ich Gegenwind dieses Ungemach bleibt mir noch weiter fünf Fahrtage erhalten. An Tag sechs haut mich dann ein anderes Wetterphänomen fast aus dem Sattel, aber davon später. Heute, Fahrtag 14, ich fahre nach Norden, war mir sicher, im Fränkischen bläst doch der Wind nie aus Norden! Aber ich hatte mich verspekuliert.

Das gilt leider auch für meine Gasthausvision. Zusammen mit dem Maischegeruch löst sie sich in Luft auf. Wüsste ich in Talheim bereits, dass mir bis zu anständiger Labmahl noch fast fünfzig Kilometer bevorstehen – also aktueller Kilometerstand plus etwa fünfzig Prozent: Ich würde mich von der Dorfbrücke in den Äulesbach stürzen. Es ist ein Rinnsal mit unbedeutender Brücke, aber selbst niederschwellige Buckel kommen mir wie satte Gegenanstiege vor.

Drei Kilometer nach der Bachbrücke finde ich das kleine Glück, die Landbäckerei Glück in Großaltdorf. Geistig und körperlich zumindest palliativ versorgt mit Banane, Laugenbrötchen und Joghurt kann ich den schnuckeligen Sträßchen auf der Weiterfahrt wieder etwas abgewinnen. Aber tief im Innern lauere ich weiter auf das große Glück (eine geöffnete Gaststätte). 

Kurz bevor die A6, hier in der Mitte zwischen Heilbronn und Nürnberg, das Hügelland durchschneidet, scheint mir Großallmerspann wohlgesonnen. Nicht nur dass mich erstmals auf meiner Reise zwei entgegenkommende Radler mit »Servus« grüßen. Beim ›Lamm‹ scheint es sich, dem gepflegten Äußeren nach, um ein intaktes Gasthaus zu handeln. Aber was heißt schon intakt, wenn die Zahl der wöchentlichen Ruhetage (Montag bis Donnerstag) die der Betriebstage übersteigt?

Was das Sterben der Landgasthäuser anbelangt, so sieht, zumindest für Württemberg, der Südkurier drei Ursachen. Erstens das veränderte Gastverhalten: Weniger Menschen auf dem Land (abgewandert) sind zunehmend mobiler, fahren gern in Ballungszonen und verbringen ihre Freizeit anders, zum Beispiel nach dem Motto ›Fitness statt Feierabendbier‹. Zweitens gib es betriebliche Gründe: Unter zunehmendem Kostendruck stagnieren Erträge; unbequeme Arbeitszeiten erschweren, zum einen Personal, zum anderen Nachfolger zu finden. Drittens kommt der Konkurrenzdruck hinzu: Lieferdienste, Onlineversand, aber auch Tankstellen verschärfen den Wettbewerb. ›Hinzu kommt eine Vielzahl von Vereinsfesten‹ schreibt der Südkurier ›die häufig unversteuert gastronomische Leistungen anbieten‹.

11.43 Uhr – Angeschlagen, aber noch unzählige Anstiege

Ein Vereinsfest am Montag? Schön wärs. Gastronomische Leistungen werde ich wohl auch in Kirchberg an der Jagst nicht abrufen können. Der prächtige Ort, unter fünftausend Einwohner, zählt 56 Vereine, vom ›Verein für Fisch und Fußball‹ über den ›Sängertreff‹ bis zu den ›Aktiven Bürgern‹. Gerundet sowie Doppelmitgliedschaften unrealistischerweise unter den Teppich gekehrt wäre also mit je hundert Mitgliedern Kirchbergs gesamte Bevölkerung in Vereinen aufgezehrt. – Ach, schon wieder dieses Essensvokabular. Ich bekomm doch nichts in Kirchberg! Schwach, angeschlagen fühle ich mich, angezählt wie vor dem Knockout, aber das Reimen will mein Hirn nicht lassen: Jetzt bist gleich an der Jagst, da du dich sinnlos niederlagst. Oder ist das gar nicht so sinnlos? Am Kopf der alten Jagst-Gewölbebücke erspähe ich eine Steintreppe. Nach 122 Kilometern, 1600 Höhenmetern und fast zehn Stunden unterwegs schleppe ich dort mein Rad die ausgetretenen Stufen hinunter. Bette mich im Schatten einer Bruchbude auf kühles Gras.

Kreisrunde Grafik mit "rund-um-Skalierung" der Höhenmeter, in die die einzelnen Etappen eingetragen ist.
Ausgerechnet die Nachfahrt-Etappe! Auf Nummer 14, die ich von der Schwäbischen Alb bis nach Mittelfranken fuhr, kamen mit 1880 Höhenmeter die meisten Steigungen zusammen. Aus dem sogenannten Polardiagramm ebenfalls ersichtlich sind die Etappen, die die nachfolgenden Ränge in Sachen Höhenmetern belegen: Etappe 8 (1520 Höhenmeter; Westerwald), Etappen 12 & 13 (jeweils ca. 1360 Höhenmeter; Schwarzwald und Schwäbische Alb) sowie Etappen 7 & 9 (jeweils 1120 Höhenmeter; Sauerland bzw. Taunus).

Zum zweiten Mal an diesem Vormittag verfalle ich in seltsamen Halbschlaf. Er fühlt sich an wie eine Art Wachkoma, das ich von schweren Infektionen kenne. Was ist das bloß?

Mit dröhnendem Schädel und schweren Gliedern erhebe ich mich am zugigen Jagstufer, weiß nicht, ob ich wirklich geschlafen habe, ob mir morgens wirklich die Lungen brannten, oder ob ich das geträumt habe. 

Das nächste Flusstal gehört der Tauber. Aber dazu muss ich auf der ›Frankenhöhe‹, deren Westteil hier noch im Schwäbischen steckt, unzählige Gegenanstiege bewältigen.

13.40 Uhr – Hoffen auf die UNESCO

Auf schwachem Gefälle höre ich auf zu treten. Das nervöse Klickern unter den angehaltenen Ritzeln verwandelt sich ins spannungsheischende Tremolo eines Spielmannszugs. Tatataaaa, Achtung, jetzt geht’s ans Ausgemachte! Ausgemacht hatte ich für meine Deutschlandfahrt:

  • Ballungszentren wo immer möglich zu umfahren
  • einen Bogen zu machen um alle touristische Highlights.

Unter dem Ritzeltremolo breche ich mein Versprechen, lege ich widerstrebend Hand an meine Wunschroute. Das Smartphone verkündet ›Änderung bestätigen – Navigation fortsetzen‹, nächstes Ziel Rothenburg. Lieber wäre ich in letzten schwäbischen Bastionen noch eingekehrt. Aber weder Brettheim noch Hausen am Bach gewährt mir diese Gnade. Bei Kilometer 142 heißt es ›Willkommen im Landkreis Ansbach‹.

Bevor ich in Bayern einrolle versuche ich, den württembergischen Abschnitt meines Tages zusammenzufassen. Es gelingt mir nur mit dem gebürtigen Bayer Christian Morgenstern, der dichtete »Das Einhorn lebt von Ort zu Ort nur noch als Wirtshaus fort.« Wirtshäuser sind für mich in Württemberg fantastische Wesen geworden, auf deren tatsächliches Erscheinen ich vergeblich hoffte.

Dereinst werden Wirtshäuser vielleicht als immaterielle Kulturgüter Deutschlands unter den Schutz der UNESCO gestellt, wie die Friedhofskultur oder die Passionsspiele Oberammergau.

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Wie die Suche nach Essbarem und die Fahrt in angeschlagenem Zustand weiter geht, steht in meinem Buch, das in Kürze in Druck geht:

Zwei Räder, ein Land

Mit dem Fahrrad durch alle Bundesländer – Deutschland in 2451 Kilometern

ISBN 978-3-7497-9757-8


Die besondere Radreise, Motto "Wie geht's Deutschland?"
Ich liebe die offene Natur und das Vergnügen, aus eigener Kraft, umweltfreundlich und ein Stück weit auch abenteuerlich unterwegs zu sein. Hauptziel meiner Fahrt durch alle Bundesländer war jedoch, mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen. Dutzende Treffen und Gespräche füllten deswegen meine kleine Reise-Agenda, mit der er ich die großen Fragen in Angriff nahm: In welche Richtung driftet Deutschland? Wie gehen die Menschen mit Bedrohungen und Chancen um, wie richten sie ihr Dasein aus?
An der Dorfstraße von Rutsweiler steht ein betagter Wohnwagen, etwa zweimal so lang wie mein Fahrrad. Rundherum ist er schwarzrotgold gestrichen.
Nein, hier wollte ich eher nicht übernachten! Das Rad dient nur dem Größenvergleich dieses Vehikels, das einem Kleingeist gehört: ›Ihre Meinungsfreiheit endet hier‹ steht auf dem kleinen hellen Schild unter der Baumarktlaterne.

Aus dem Klappentext des Buchs

Roos misst die leisen Pulstöne der Gegenwart gleichermaßen wie den Nachhall der Vergangenheit, auch seiner ganz persönlichen. Relikten der einstigen Teilung spürt Roos ebenso nach wie dem Limit seiner Kräfte. Tiefgehende Interviews, spontane Dialoge und Radabenteuer entlang der 2451 Kilometer langen Reise verdichtet er zu einer tiefsinnigen und einzigartigen Collage. Sie zeigt die erstaunlichen, bisweilen bizarren Seiten eines Deutschlands, das zugleich erfrischend und vertraut wirkt.
Roos betreibt riffreporter.de/deutschland, virtuelles Basislager des RadelndenReporters.
Ausschnitt einer Online-Karte aus dem Nordosten Schwabens, durch die der GPS-Track des Autors als blaues Band führt.
»Änderungen bestätigen - Navigation fortsetzen«. Mehr als einmal musste der RadelndeReporter seine Route modifizieren, um allein auf weiter Flur einem »Hungerast« zu entkommen.

Mein Service-Teil für Rad-Deutschland

  1. Download der GPS-Tracks (Einzeletappen & Gesamtroute)
  2. die Packliste des RadelndenReporters
  3. alle 24 Stützpunkte entlang der 2451 Kilometer langen Route - von der Heuherberge bis zum Design-Hotel
  4. jene 245 Orte, die für mich die tausenden von Kilometer jenseits der Metropolen so besonders gemacht haben.

Abonnenten*innen haben alle Tracks & Tipps inklusive.

Artikel-Käufer*innen (rechts unten auf der Seite) bekommen die Infos zur Bucheinführung bis 01.09. für 0,99 Euro, danach erhöht sich der Preis um 1 Euro.

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Ausgebreitete Utensilien auf dem Boden eines der Hotels, wo der RadelndeReporter unterwegs übernachtete.
Manches außen am Rad, das meiste im 16-Liter-Packsack (am Bildrand links angeschnitten): Ausschnitt aus der kleinen Ausstattung für große Reisen.

2. Packliste – mit 86 durch Deutschland

womit das Gewicht gemeint ist

Ich bin unterwegs mit den:

  • 66 Kilogramm meiner selbst
  • 20 Kilogramm des Fahrrads (10 kg) zuzüglich aller Utensilien (10 kg).

Die 10 Kilogramm Utensilien verteilen sich auf:

  • 2,2 kg Flüssigkeiten
  • 3,4 kg Radausstattung
  • 4,4 kg im SaddlePack.

Nachfolgend alle Einzelheiten.

Detailaufnahme des Rennrads.
Manche Notfallmedikamente sind fast überall zu erwerben. Platz im Radrahmen kann auch eine Thermosflasche finden. Sie lässt sich mit eisgekühlten oder heißen Getränken füllen und durch Klemmwirkung unter der Querstange stabilisieren.
Martin C Roos und sein Rennradlenker.
Geduscht kurz vor der 500-Kilometer-Marke in NRW: Die gelbe Länderübersicht steckt in der wasserdichten Hülle für die Spiegelreflex, deren Objektivseite zur Lenkerseite zeigt und dort durch einen Distanzhalter aus Kork vor Schlagschäden geschützt ist. Zwischen Kamerahülle und Reportergesicht erkennbar: Regenschutzhülle fürs Smartphone, wichtig dabei: Die Schutzhülle muss unterwegs eine Stromversorgung aus der PowerBank hinter dem Lenker ermöglichen!
Das Rennrad des Autors lehnt am Schild mit dem Hasen-Logo des Biohofs Kaemena im nördlichen Landesteil von Bremen.
Zwischen den tausend Kanälen im Norden Bremens bekommt man lecker Eiscreme und eine ruhige Unterkunft (Nummer 4).

Übernachten in Deutschland von A bis Z

In 24 Etappen durch alle Bundesländer (und die Nordvogesen) zu fahren, hieß für mich auch, alle möglichen Unterkünfte auszuprobieren.

Auszeit nehmen (24) – Bed & Breakfast (16) – Centralhotel (22) – Dachappartment (6) – Einsam am Berg (18) – Ferienwohnung (3) – Gästehaus (16) – Heuherberge (1) – In „Mitte“, aber familiär und schön (22) – Journée française (12) – Kleinstadthotel (7) – Land-Pension (23) – Märkische Schlichtheit (21) – Neustadthotel mit Tradition (10) – Oberfranken-Gemütlichkeit (17) – Praktikantenzimmer, wg. besetzter FeWo (4) – Reichelshofen-Brauerei (15) – Skatstadt-Residenz (19) – Thüringerwald-Stützpunkt (18) – Uferhaus (9) – Viersterne-Naturpark-Wirt (13) – Wellness & Edel (14) – Xylo-Gemütlichkeit (11) – Zimmer mit Aussicht (8).

Deutschlandkarte mit 24 markierten Übernachtungsstätten.
24 Etappen für 2451 Kilometer: Beginnend in Holstein durchmaß ich als RadelnderReporter alle 16 Bundesländer, im kleinen Gepäck die große Recherche-Frage: Wie geht's Deutschland? - Antworten gibt mein Buch "Zwei Räder, ein Land", ISBN 978-3-7497-9757-8.

Details zu den Unterkünften, in angefahrener Reihenfolge

Hinweissschild für die Heuherberge Travequelle, mit Haus im Hintergrund.
Ganz einfach: Die letzte Nacht vor dem Start zur Deutschlandfahrt, die in der Holsteinischen Schweiz beginnt.

3. Alle Stützpunkte entlang der 2451 Kilometer langen Route

Preise beziehen sich genormt auf ein Doppelzimmer für 2 Personen. Sofern nicht im Übernachtungspreis sowieso inbegriffen. Ein zubuchbares Frühstück ist nicht mit eingerechnet in den Preisangaben.

1 - Gießelrade: Heuherberge Travequelle, Rosenstr. 7, 23623 Gießelrade, 04525-2989, heuherberge-trave.de, ab 34 Euro; Frau Saathof verleiht Bettwäsche.

2 - Leisterförde: Ferienwohnung Ostflügel, Lüttenmarker Str. 4, 19258 Leisterförde, Tel. 038842 22432, ab 60 Euro; Achtung: keine Einkaufsmöglichkeit in der Nähe!

3 - Jesteburg: Ferienwohnung Rademacher, Ferienwohnung Rademacher, Thelstorf 3, 21266 Jesteburg–Thelstorf, Tel. 04187 7252, ferienhof-rademacher.de, 65 Euro; grüne Idylle im wildesten Teil der Lüneburger Heide.

4 - Bremen: Biohof Kaemena, Niederblockland 6, 28357 Bremen, Tel. 0421 273368, kaemena-blockland.de, ab 90 Euro; unschlagbares Bioeis aus eigener Herstellung.

5 - Melle: Landhotel Hubertus, Westerhausener Straße 50, 49324 Melle, Tel. 05422 98290, hubertus-melle.de, ab 95 Euro; vorzügliche Küche.

6 - Unna: Appartment Nicolaiod, Morgenstr. 5, Tel. 0163 4104497, [email protected], ab 65 Euro; über den Dächern der Altstadt; Foto.

Ein gedeckter Balkontisch und im Hintergrund die Dächer der Altstadt.
Die schönste Ecke in der Altstadt von Unna: Frühstücksblick des RadelndenReporters.
Nicolaiod_Team
Zwischen Laubbäumen ragt der Kubus des Hotels heraus, dessen Holzfassade das Gebäude aber in Einklang mit der Natur bringt.
Holzfassade zwischen Laubgehölzen: Das Achalm-Hotel liegt am Rand der Schwäbischen Alb abgeschieden und ruhig am Fuß des "Zeugenbergs" namens Achalm.

15 - Reichelshofen: Gasthof Landwehr-Bräu, Reichelshofen 31, 91628 Steinsfeld, Tel. 09865 9890, landwehr-braeu.de, ab 110 Euro; leckeres Hopfengetränk!

16 - Mühlhausen: Gästehaus Hiltel, Hauptstraße 18, Tel. 09548 6066, hiltel.de, ab 66 Euro

17 - Coburg: Gerberhof, Gerbergasse 1, 96450 Coburg, Tel. 09561 871187, hotel-gerberhof.com, ab 75 Euro.

18 - Blankenberg:  Gasthof Blankenberg, Schloßberg 9, 07366 Rosenthal am Rennsteig, Tel. 036642 23913, kriegels-gasthaus.de, ab 68 Euro.

19 - Altenburg: "Treppengasse", Treppengasse 5, 04600 Altenburg, Tel. 03447 313549, hotelpension-treppengasse.de, ab 80 Euro.

Deutschlandkarte mit 24 markierten Übernachtungsstätten.
24 Etappen für 2451 Kilometer: Beginnend in Holstein durchmaß ich als RadelnderReporter alle 16 Bundesländer, im kleinen Gepäck die große Recherche-Frage: Wie geht's Deutschland? - Antworten gibt mein Buch "Zwei Räder, ein Land", ISBN 978-3-7497-9757-8.
Vorne abgestellte Fahrräder, hinten zwei reetgedeckte Langäuser.
Nach 2365 Kilometern die letzte Nacht der Deutschlandfahrt, holsteinisch behütet unter Reet im Weiler Mustin. In 23 Etappen hat der RadelndeReporter alle Phasen der körperlichen und geistigen Befindlichkeit durchlebt, wie das Bild an seinem Rennradlenker demonstriert.
Ortsschild des Weilers namens Honkling.
Ungewollte Komik im äußersten Nordosten des Schwabenlandes.

Ortsverzeichnis nach Land und Reihenfolge

Von Deutschland Nord nach West und Süd, und über den Osten wieder nach Norden: Das ist meine 2451 Kilometer lange Route durch alle Bundesländer, die das Land im Kleinen abbildet - mit zahllosen Dörfern und Kleinstädten, in denen die Bevölkerung zu zwei Dritteln lebt. Nachfolgend habe ich bei den durchfahrenen Länder die 245 markanten Ortschaften gelistet, die meine Radroute so besonders machen. Wurde aus Ländern aus- und wieder eingereist, markieren Unterstriche die Orte vor der jeweiligen ›Länder-Karenz‹.

Die zur Gesamtsumme von 2451 Kilometern fehlende Strecke liegt in Frankreich und beträgt 103 Kilometer. Die Zitate zwischen den Länder-Informationen sind mir bei den Vor- und Nachrecherchen zur Deutschlandfahrt ans Herz gewachsen.

Das Rad des Autors lehnt am Ortsschild von Gottscheina, Stadt Leipzig
Straßenidylle am Rand der Metropole.

Schleswig-Holstein (132 Kilometer)

Gießelrade – Sarau – Seekamp – Berlin – Steenkrütz – Strenglin – Pronstorf – Goldenbek – Berkenthin – Göttin – Besenthal – Seedorf (Schalsee) – Mustin – Wietingsbek – Timmendorfer Strand – Ekelsdorf – Barkau – Gießelrade – Schwienkuhlen – Berlin.

Meine kleine Stadt steht für tausend andere und für jede große auch. – Hans Fallada 1931

Mecklenburg-Vorpommern (140 Kilometer)

Leisterförde – Boizenburg – Polz – Dömitz – Lübtheen – Pritzier – Körchow – Boize – Schlagsdorf – Molzahn – Stove – Carlow – Schönberg – Dassow – Pötenitz.

Warum ist mir das Morgenroth / So blutgestreift? die Welt so todt? – Christian Friedrich Daniel Schubart 1802

Niedersachsen (291 Kilometer)

Hohnstorf – Artlenburg – Hunden – Laßrönne – Hoopte – Achterdeich – Ramelsloh – Bendestorf – Thelstorf – Welle – Tiste – Ehestorf – Nartum – Taaken – Horstedt – Narthausen – Fischerhude – Ganderkesee – Havekost – Diepholz – Bohmte – Essenerberg – Oldendorf – Melle – Gesmold – Hilter – Bad Laer.

Wer heute abweicht, wird nur als Freak wahrgenommen. Die anderen nehmen sich kein Beispiel, sondern zeigen bloß mit dem Finger auf ihn. – Robert Faller 2012

Hamburg (9 Kilometer)

Zollenspieker – Kirchwerder.

Was der Mensch sich selbst auferlegt, wird von allen (…) ernster genommen, als was ihm durch Zwang geschieht. – Elias Canetti 1976

Bremen (26 km)

Hexenberg – Borgfeld – Blockland – Vegesack.

Könnte man die Sprünge der Aufmerksamkeit messen, die Leistungen der Augenmuskeln, die Pendelbewegungen der Seele und alle die Anstrengungen, die ein Mensch vollbringen muß, um sich im Fluß einer Straße aufrecht zu erhalten, es käme vermutlich eine Größe heraus, mit der verglichen die Kraft, die Atlas braucht, um die Welt zu stemmen, gering ist. – Robert Musil 1930

Nordrhein-Westfalen (211 Kilometer)

Füchtorf – Tönnishäuschen – Weetfeld – Bönen – Unna – Wannhofen – Garenfeld – Eilpe – Zurstraße – Breckerfeld – Halver – Anschlag – Kierspe – Börlinghausen – Bergneustadt – Blockhaus – Hardt – Freudenberg.

Die Reife der Seele ist mehr wert als die Pracht der Fähigkeiten und der Überschuss der Kräfte. Dieser Gedanke ist ein Trost. – Henri-Frédéric Amiel 1860

Rheinland-Pfalz (291 Kilometer)

Hammerhöhe – Betzdorf – Steineroth – Steinebach – Ehrlich – Müschenbach – Roßbach – Dierdorf – Stebach – Montabaur – Welschneudorf – Nassau – Laurenburg – Katzenelnbogen – Sporkenheim – Laurenziberg – Bad Kreuznach – Hüffelsheim – Schloßböckelheim – Staudenheim – Altenglan – Rutsweiler – Rehweiler – Waldmohr – Schweix – Ludwigswinkel.

Wieso verliert kein Schriftsteller ein Wort darüber, daß die Autogesellschaft begonnen hat, uns zu verschlucken? – Wolfgang Hilbig 1995

Hessen (32 Kilometer)

Kemel – Fischbach – Hausen vor der Höhe – Eltville – Oestrich.

Ich kann nicht erzählen, was mir passiert ist. Das wäre die Wiederholung von etwas Unerträglichem. Ich muss aber antworten auf das, was mir passiert ist. – Martin Walser 1994

Saarland (43 Kilometer)

Kleinottweiler – Beeden – Blieskastel – Herbitzheim – Gersheim – Niedergailbach – Riesweiler – Utweiler.

Wer nicht vertrieben sein will, muß vertreiben – Friedrich Schiller alias Wallenstein 1799

Baden-Württemberg (300 Kilometer)

Rastatt – Gaggenau – Kuppenheim – Gernsbach – Kaltenbronn – Enzklösterle – Oberweiler – Beuren – Bieringen – Nagold – Völklingen – Schwalldorf – Eningen – Bempflingen – Großbettlingen – Metzingen – Nürtingen – Reichenbach an der Fils –- Hegenlohe – Schorndorf – Miedelsbach – Eselshalden – Welzheim – Dinglesmad – Honkling – Gaildorf – Mittelfischach – Obersontheim – Vellberg – Talheim – Großaltdorf – Großallmerspann – Kirchberg (Jagst) – Hausen am Bach.

Don’t ask me where I’m from, ask me where I’m a local. – Taiye Selasi 2014

Bayern (255 Kilometer)

Rothenburg ob der Tauber – Reichelshofen – Gumpelshofen – Gickelhausen – Uffenheim – Krautostheim – Baudenbach – Unterwinterbach – Ailsbach – Mühlhausen – Rattelsdorf – Busendorf – Lahm – Großheirat – Coburg – Blumenrod – Fürth am Berg – Erlabrück – Bobengrün – Bad Steben – Lichtenberg – Rudolphstein – Untertiefengrün.

Was ist ein Halbzuhause? Ein Ort, an dem man sich wohlfühlt, und den man, wenn die Zeit gekommen ist, ohne Schmerz verlassen kann. – Jochen Schimmang 2016

Thüringen (43 Kilometer)

Mogger – Rotheul – Blankenberg – Pottiga – Juchhöh – Mödlareuth – Altenburg – Rasephas – Knau – Plottendorf.

Das Einhorn lebt von Ort zu Ort / nur noch als Wirtshaus fort. – Christian Morgenstern 1910

Sachsen (152 Kilometer)

Kemnitz – Plauen – Herlasgrün – Lauschgrün – Reichenbach – Kahnsdorf – Espenhain – Liebertwolkwitz – Heiterblick – Gottscheina – Mutschlena.

Als hätte ich mit dem Wissen, bald anzukommen, den letzten Rest meines Willens verloren. – Reinhold Messner 2005

Sachsen-Anhalt (99 Kilometer)

Pouch – Gossa – Jüdenberg – Goltewitz – Wörlitz – Wittenberg – Piesteritz – Zahne – Naundorf – Kümmernitz.

Es geht mir ganz gut, – aber ich bin doch sehr hin und diese Strapazen, so ungern ich es auch einräume, übersteigen doch meine Kräfte. – Theodor Fontane, 1862

Brandenburg (249 Kilometer)

Seedorf – Jüterbog – Kloster Zinna – Luckenwalde – Wiesenhagen – Klein Schulzendorf – Nunsdorf – Selchow – Schönefeld – Schönwalde – Börnicke – Sandhorst – Königshorst – Lobeofsund – Warsow – Vietnitz – Friesack – Ohnewitz – Rhinow – Rübehorst – Roddahn – Breddin – Damelack – Bendelin – Netzow – Groß Breese – Bentwisch – Cumlosen.

Du weißer Großstadt Spinnenungeheuer! (…) In dessen Brust die Brut der Fieber haust! – Johannes R. Becher, 1919

Berlin (75 Kilometer).

Ortsschild von Pouch, an der Mulde gelegen, im Land Sachsen-Anhalt,
Mitten in Deutschland kommt dem RadelndenReporter das Land manchmal fremd und vertraut zugleich vor.

Der Autor

Martin Christof Roos, Jahrgang 1967, ist ein Freund von Umdrehungen: Seinen Diplom-Biochemiker walzte er zum Wissenschaftsjournalisten und WissKom-Dozenten aus. Auf Rennrädern rollt er seit 1986, aber sparsam: Der blaue ›Italiener‹, mit dem er durch die sechzehn Bundesländer fuhr, ist seine dritte ›Maschine‹; bald hat er damit rechnerisch einmal die Erde umrundet.

Als Bewunderer von Kischs ›rasendem Reporter‹ erfand Roos 2018 den RadelndenReporter und gab diesem auf RiffReporter.de/Deutschland ein Zuhause.

Diese und andere Ideen haben Roos mehrere Stipendien eingebracht, unter anderem 1994 als Jungforscher von der europäischen Biochemiker-Vereinigung, 1999 als etablierter Wissenschaftsjournalist von der McCloy-Stiftung und 2019 als Reisereporter von der Karl-Gerold-Stiftung (für ein Teilstück der Deutschlandrecherche).

Welche Ziele der RadelndeReporter zukünftig ansteuert, erfahren Interessierte über www.riffreporter.de/deutschland/newsletter_roos.

Kleinkind Martin C Roos auf seinem Erstrad, Aufnahme im Familienalbum handschriftlich ergänzt durch den Satz "Er fährt besonders gern durch Pfützen".
Schon vor 50 Jahren hatte der Autor seine ganz eigenen Vorstellungen von gutem Radfahren.

Dank und Disclaimer

Herzlichen und lieben Dank an die Unterstützer meines Crowdfundings und explizit namentlich, als ›Dankeschön‹ so gebucht: Claus Jäkel, Barbara Roos, Friedemann Roos, Markus Roos, Andi Wild.

Dank auch an Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Franken, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg (in der befahrenen Reihenfolge) sowie die Hotels in Breckerfeld, Freudenberg und Berlin für Übernachtungen (siehe oben). Von 12 angefragten Bundesländern haben mich 8 direkt in Form von Übernachtungen unterstützt und 2 den Kontakt zu unterstützenden Hotels vermittelt. Keine dieser Unterstützungen beeinflusste meine Recherchen oder Inhalte bzw. Aussagen beim Schreiben in irgendeiner Weise.

Technischen Support leisteten

David McElroy (Deutschlandkarte), Ulrike Flint (Bildbearbeitungen), Magdalena Rafecas (Polardiagramm).

Darüber hinaus auchmentalen Support bekam ich lokal von Michael Mehrgardt und virtuell von Christian Schwägerl vom "RiffReporter-Basislager".

  1. Deutschlandfahrt
  2. MobileReporting
  3. RadRecherche

RadelnderReporter: Die Video-Zusammenfassung zur Deutschlandfahrt

Aus 90 Minuten wurden 57: Hier gibt es den "Best-of"-Zusammenschnitt aus den 48 Videoclips von unterwegs, auf den 24 Radetappen durch die 16 Bundesländer.

Recherchesituation
  1. Deutschland
  2. MobileReporting

Nach 2.451 Kilometern am Ende - auch der Recherchefahrt

Radelnder Reporter, Etappe 24, zurück am Ausgangspunkt: Das war die Tour durch alle Bundesländer - mein Resümee.

Martin C Roos neben seinem Rennrad auf der Hermannshöhe zwischen Travemünde und Niendorf an der Lübecker Bucht, die im Hintergrund ausschnittsweise schimmert.
  1. Mecklenburg
  2. MobileReporting

Lübtheen: Ein Kommentar zu Gewalt von Rechts

Der Radelnde Reporter auf Deutschland-Etappe 23, in Mecklenburg nur Stunden vor Feuerstürmen, Sperrungen, Evakuierungen.

Martin C Roos neben de, Ortsschild von Lübtheen, Landkreis Ludwigslust-Parchim
  1. Brandenburg
  2. MobileReporting

Brandenburg: Erst dick, dann dünn

Radelnder Reporter, Etappe 22: Aus dem Speckgürtel Berlins in die dünnst besiedelten Gebiete Deutschlands.

Das Vehikel des RadelndenReporters lehnt an einem DDR-Style-Bushäischen, an dem die Farbe brutal abblättert
  1. Berlin
  2. MobileReporting

Mauergedenkstätte, Ankunft nach 2.078 Kilometern

Radelnder Reporter, Etappe 21: Auch nach dreißig Jahren hat die Berliner Mauer nicht alle Schrecken verloren

Der Radelnde Reporter Martin C. Roos in Berlin an einem Stück der Berliner Mauer.
  1. MobileReporting
  2. Sachsen-Anhalt

Im Schatten des Bauhaus-Jubiläums

Im Westen Wittenbergs wird die einzigartige Werkssiedlung hundert Jahre alt. Etappe 20 Radreport Deutschland

Ein Fahrrad lehnt an einem Baum am See.
  1. MobileReporting
  2. Sachsen

Blubbernde Landschaften

Radelnder Reporter, Etappe 19: Ein Besuch in den ehemaligen Tagebau-Landschaften nord- und südöstlich von Leipzig

Landschaft mit einem großen Schornstein, aus dem Wasserdampf strömt und einem großen See im Vordergrund.
  1. MobileReporting
  2. Thüringen

Das Teilungsmuseum

RadelnderReporter, Etappe 18: Im thüringischen Mödlareuth wirken die Relikte der Dorfteilung wie Filmkulissen.

Das Vehikel des RadelndenReporters lehnt an einstigen Grenzbefestigungsanlagen, die das Museum einbindet.
  1. Bayern
  2. MobileReporting

Die E-Roller von B-Stadt

Radelnder Reporter, Etappe 16: die E-Roller-Protagonisten. LEIDER ENTFÄLLT DIE HEUTIGE RECHERCHE KRANKHEITSBEDINGT.

Im Bild auf der Filmklappe zu sehen ist mittig ein Rennrad. Umgeben ist es von den Wappen der 16 Bundesländer Deutschlands, angeordnet ungefähr nach geografischer Lage. Unter dem Bild zu lesen ist:
englisch "Scene": ALLE LÄNDER 2300 KM
"Prod.": DEUTSCHLAND
"Director": ROOSREPORTER
  1. Bayern
  2. Landwirtschaft
  3. MobileReporting

Schießt hier der Kommunismus ins Kraut?

Krautostheim, Mittelfranken: Was es auf sich hat mit der dekadischen Landverlosung unter den ansässigen Bauern.

hinter dem Ortschild von Krautostheim ist das braune "Kulturerbe"-Schild zu sehen sowie das Vehikel des RadelndenReporters.
  1. Baden-Württemberg
  2. Bayern
  3. MobileReporting

Abgeschlafft weil abgeschafft

Erinnerung und Bedeutung des 17. Juni gerieten mit dem neuen Tag der deutschen Einheit ins Hintertreffen. Etappe 14 Radreport Deutschland

Martin C Roos steht mit seinem Fahrradmantel, an dem er ein RiffReporter-Kärtchen befestigt hat, vor der Kulisse Eningens im Tal; im Hintergrund Erhebungen der Schwäbischen Alb.
  1. MobileReporting
  2. Württemberg

'Die Mauer neu hochziehen'

Welchen Bezug zu Ostdeutschland haben Menschen am Rand der Schwäbischen Alb zum Osten? Etappe 13 Radreport Deutschland

Das Vehikel des Autors lehnt an einer Art Hinkelstein mit der Aufschrift BISMARCK.
  1. Baden-Württemberg
  2. Bürokratie
  3. MobileReporting

Schwarzwald: Progressiv und konservativ

Radelnder Reporter, Etappe 12: Am Nordschwarzwald prallen historische Progressivität und bundesrepublikanischer Biedermeier aufeinander

Ein Museums-Hinweis-Männchen mit Deutschlandflagge vor dem rostroten Sansteingebäude.
  1. Elsass
  2. MobileReporting

Niederbronn-les-Bains, halb deutsch, ganz französisch

Radelnder Reporter Etappe 11: Durch Saarland, Lothringen, Südpfalz, Elsass – ein Loblieb auf offene Grenzen

Martin C. Roos in gleißender Hitze auf der Passtrasse unterwegs.
  1. Cittàslow
  2. MobileReporting
  3. Saarland

Die langsame Stadt

RadelnderReporter, Etappe 10 von 24: Seit zwanzig Jahren existiert die Cittàslow-Bewegung. Das Saarländische Blieskastel gehört dazu.

Das Rennrad lehnt am Holzpfosten an einer Straße, die von einer Hügelkuppe hinunter in ein Dorf im Talgrund führt.
  1. MobileReporting
  2. Rheinland-Pfalz

Zwischen Rebstöcken und Flusslandschaften

Radelnder Reporter, Etappe 9: Wie tickt Bad Kreuznach? Kritische Reporterfragen in einer gesegneten Gegend, zwischen Rhein und Nahe.

Martin C Roos, gestützt auf den Rennradlenker vor einem Steindenkmal.
  1. MobileReporting
  2. NRW
  3. Rheinland-Pfalz

Völlig Verkehr

Radelnder Reporter, Etappe 8: Ein Straßenkommentar im siebten Bundesland, nach rund 800 km. Und ein länderübergreifender Vergleich. Etappe 8 Radreport Deutschland

Vor den Auslagen das Schild "reduziert".
  1. MobileReporting
  2. NRW

Die Sehnsucht nach dem Klischee

Radelnder Reporter, Etappe 7: Freudenberg will so gar nicht zu den Vorstellungen von NRW passen - und kommt doch wie gerufen.

Fachwerkhäuser
  1. MobileReporting
  2. NRW

NRWs „Lange Riege“ – auf Biegen und Brechen

Radelnder Reporter, Etappe 6: Denkmalschutz und bezahlbarer Wohnraum im Widerstreit in Westfalens ältester Arbeitersiedlung. Etappe 6 Radreport Deutschland

Altes Fachwerkgebäude.
  1. MobileReporting
  2. NRW

Voll der Osten in Westfalen

RadelnderReporter, Deutschland-Etappe 5 von 24: Wie Schüler über OstWest und die DDR-Vergangenheit denken.

Recherchesituation
  1. Bremen
  2. MobileReporting
  3. Niedersachsen

Das neue Bremen und das alte Sachsen

Radelnder Reporter, Etappe 4: 140 Kilometer von Bremen über den Dümmer bis zum niedersächsischen Melle.

Roos steht neben seinem Rennrad und schreibt in sein Notizheft.
  1. Mecklenburg
  2. MobileReporting
  3. Niedersachsen

Ein Ossi für die Elbfische, ein Wohlschmecker für Hamburg

Radelnder Reporter Etappe 2: In Boizenburg stellt Thomas Stenschke Original „Ossis“ her; in Hamburg wachsen wieder alte Apfelsorten.

Das Vehikel des RadelndenReporters parkt neben einem Hinweisschild, auf dem zu lesen ist "DDR-Brötchen, Kleine Handwerksbäckerei, 25 Meter".
  1. Holstein
  2. MobileReporting

GRASSE Ansichten zur Wiedervereinigung

In Behlendorf liegt Günter Grass begraben. Etappe 1 Radreport Deutschland.

Martin C Roos sitzt, Notizen machend, im Gras vor dem Zaun des Museums. Im Hintergrund das Originalschild "HALT GRENZE" sowie ein Grenzpfosten mit DDR-Emblem.
Flatrate ab 8 € RiffReporter unterstützen
Der radelnde Reporter