Vorfahrt für die Wissenschaft in Berlin, Bonn und Hamburg, Stillstand im Osten

Die Sieger und Verlierer der neuen Exzellenzförderung für Hochschulen – ein Überblick von Jan-Martin Wiarda

Baloncici/Deposit

28. September 2018

BIS IN DEN SPÄTEN NACHMITTAG hinein verhandelten am Donnerstag Bund und Länder über die Konsequenzen aus dem eigenständigen Votum der Wissenschaftler, dann trafen sie ihre Entscheidung gemeinsam mit den Wissenschaftlern per Kampfabstimmung: 57 der noch 88 im Rennen befindlichen Projektanträge werden als „Exzellenzcluster“ ausgezeichnet und erhalten die nächsten sieben Jahre eine Millionenförderung.

Damit ist die wohl folgenreichste Weichenstellung in der Neuauflage der Exzellenzinitiative abgeschlossen. Folgenreich, weil nicht nur zahlreiche Wissenschaftlerstellen an Universitäten überall im Land von ihr abhängen, sondern auch weil sie die wissenschaftliche Landkarte der nächsten Jahre definiert: thematisch und machtpolitisch.

Die Entscheidung vom Donnerstag ist in gleich zweifacher Hinsicht überraschend. Erstens: Die Zahl der Förderfälle liegt deutlich höher als die ursprünglich vorgesehenen 45 bis maximal 50 – und das vor allem auf Betreiben des Bundes und der CDU-regierten Länder. Da es nicht mehr Geld gibt als die eingeplanten 385 Millionen Euro jährlich, sinkt im Gegenzug die Summe pro bewilligtem Cluster merklich ab.

Spitze in der Breite?

Je nach Parteilager und Herkunftsland zeigten sich einige Wissenschaftsminister im Anschluss extrem irritiert – und andere erleichtert, weil sie so zumindest einige Cluster durchbekamen. Viele Wissenschaftler in der Expertenkommission vermeldeten, das Bewerberfeld habe insgesamt sehr dicht beieinander gelegen, insofern sei ein Cut zwischen „förderfähig“ und „nicht förderfähig“ sehr schwierig gewesen. Bremens Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) betonte in der anschließenden Pressekonferenz: „Die Spitze in Deutschland liegt in der Breite.“ Und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte: „Wir haben Exzellenz an vielen deutschen Hochschulen. Das ist die Stärke und die internationale Attraktivität unseres Systems.“

Wobei sich an dieser Stelle die zweite Überraschung anschließt: Der jetzt Exzellenzstrategie („ExStra“) genannte Wettbewerb endet mit einer gewissen Verkehrung bisher vertrauter Hierarchien im Hochschulsystem. Diese wäre noch krasser ausgefallen, hätte die Politik nicht mit der beispiellosen Ausweitung der Förderfälle gegengesteuert. Eine Verkehrung im Übrigen, die schon in der Cluster-Auswahl vor genau einem Jahr mit dem enttäuschenden Abschneiden einiger hoch gehandelter Favoriten begonnen hatte. 

Doch zunächst die Ergebnisse im Detail.

Sensationserfolg für Hamburg, schwaches Abschneiden von Bayern

Zwölf Cluster gehen nach Baden-Württemberg, allerdings schneiden einige Universitäten im Südwesten durchwachsener ab als erwartet. So kommt die bisherige Exzellenzuniversität Heidelberg, stets als eine von Deutschlands forschungsstärksten Hochschulen gehandelt, mit Ach und Krach auf zwei Cluster. Auch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das 2012 den Exzellenz-Titel verloren hatte, ist mit nur zwei bewilligten Anträgen dabei.

Universitäten müssen mindestens zwei Exzellenzcluster erringen, um im Dezember eine Bewerbung um den Titel einer "Exzellenzuniversität" abgeben zu dürfen, der mit einer weiteren zweistelligen Millionenförderung verbunden ist. Schon vor Monaten mussten sie dafür Absichtserklärungen einreichen.

Stuttgart erringt ebenfalls zwei Clusterförderungen, Konstanz und Freiburg auch. Für die letzten beiden ist das allerdings ein starkes Ergebnis. In Freiburg war der Jubel besonders groß – nach einer schwachen Vorauswahl musste die ehemalige Exzellenzuniversität alle zwei verbliebenen Anträge durchbringen, um noch eine Chance auf einen erneuten Titel zu haben. „100 Prozent Erfolg für Freiburger Exzellenzcluster“, lautet folglich die Überschrift der Freiburger Pressemitteilung. Allein die Universität Tübingen punktet in Baden-Württemberg dreimal. Die Universität Ulm erhält ein Cluster. 

Für Bayerns Wissenschaft ist der 27. September 2018 kein Tag des Triumphs. Gerade mal sechs Cluster gehen in den Freistaat, davon vier an die Münchner Universitäten, einer nach Bayreuth, einer nach Würzburg. Besonders ironisch: Sowohl die TU München als auch die Ludwigs-Maximilians-Universität sind mit ihren Einzelanträgen gescheitert, alle vier nun erfolgreichen Cluster-Konzepte haben sie gemeinsam eingereicht. Ironisch deshalb, weil sich die beiden Uni-Präsidenten Wolfgang Herrmann (TU) und Bernd Huber (LMU) stets dagegen gewehrt hatten, gemeinsam in das nun anstehende Exzellenzuniversitäten-Rennen zu gehen – angeblich aufgrund mangelnder Synergieeffekte. Tatsächlich lag der Grund jedoch eher im persönlichen Verhältnis der beiden. Jetzt müssen sie ihre bereits angekündigten Einzelanträge durchziehen – deren Argumentation seit heute deutlich schwerer fällt. 

Noch augenfälliger wird das schwache Abschneiden der Münchner angesichts der erstaunlich starken Performance der Berliner Konkurrenz. Sieben bewilligte Cluster – damit kommt die Hauptstadt auf mehr Förderfälle als ganz Bayern. Der nie um Worte verlegene Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Peter Strohschneider, dürfte eine Weile gebraucht haben, um das rhetorisch einzuordnen.

Wermutstropfen für das siegreiche Berlin

In einem ZEIT-Interview im Dezember 2016 hatte er geplante Verbundstrategien in Berlin und anderswo „auch als Risikovermeidungsstrategie“ erklärt „mit der Hoffnung: Wenn wir gemeinsam kommen, sind wir stärker“. Größe sei aber per se kein Qualitätsmerkmal, fügte er damals hinzu. Ganz offenbar ist sie das nicht – aber die Verbundstrategie der Berliner Universitäten TU, Freie und Humboldt-Universität (mit der Charité huckepack) ist bis zum jetzigen Zeitpunkt aufgegangen. Und angesichts des Gegenwindes aus der DFG und anderswo her war sie eines nicht: risikoarm.

Ein Wermutstropfen für die Berliner: Der seit 2007 geförderte geisteswissenschaftliche Cluster „Topoi“ fiel durchs Raster. Im Dezember wollen die Berliner Universitäten nun ihren gemeinsamen Verbundantrag in der Förderlinie „Exzellenzuniversitäten“ einreichen, bei dessen Ausarbeitung es in den vergangenen Monaten spürbar hakte. Womöglich gibt der heutige Erfolg ja neuen Schub. 

Bei dem einzigen anderen geplanten Verbundantrag um den Titel „Exzellenzuniversität“ sah es dagegen bis zuletzt knapp aus. Am Ende erhielten die Universität Hannover und die Medizinische Hochschule Hannover dann aber doch genügend Clusterbewilligungen – und mit vier sogar einen mehr als verlangt. Ansonsten ist das heutige Ergebnis teilweise frustrierend für die Niedersachsen. Die einstige Exzellenzuniversität Göttingen kommt nach der Beteiligung an vier Vollanträgen auf lediglich ein erfolgreiches Cluster und darf im Dezember keine Bewerbung einreichen. Erfreulich für die TU Braunschweig: Sie erringt zwei Cluster und kann noch den Exzellenz-Titel gewinnen. Oldenburg ist einmal erfolgreich.

Noch sensationeller als der Erfolg der Hannovers und der Abstieg Göttingens ist die Performance der Universität Hamburg, die in der Vergangenheit mit Imageproblemen zu kämpfen hatte. Fünf Antragsskizzen hatten die Hanseaten am Anfang der ExStra ausgearbeitet, vier davon durften sie als Vollanträge einreichen, und alle vier werden jetzt als Exzellenzcluster ausgezeichnet. Dem seit 2010 amtierenden Unipräsidenten Dieter Lenzen, der zuvor schon die Freie Universität zum Exzellenzstatus geführt hatte, ist damit ein weiterer Coup gelungen. Hamburg geht jetzt als einer der Favoriten in Wettbewerb um die Exzellenzuni-Krone. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass Hamburg schon länger besser ist als sein Ruf und auch 2012 immerhin zwei Cluster errungen hatte.  

Katastrophe für ostdeutsche Universitäten

Bleiben wir noch kurz im Norden. Erneut erweist sich die Universität Kiel als wissenschaftlich erstaunlich stark. Sie konnte bislang zwei Exzellenzcluster vorweisen und kommt auch künftig auf zwei. Bitter für die Betroffenen: Der seit 2006 bestehende Kieler Ozean-Cluster, diesmal unter dem Titel "Future Ocean Sustainability" an den Start gegangen, wurde von den Gutachtern aussortiert. Eine spannende Frage: Was bedeutet der wegfallende Cluster für die Bewerbung als Exzellenzuniversität, da die Kieler sich in der Vergangenheit auch stark über die Meeresforschung identifiziert hatten? 

Weiter auf ihrer Erfolgswelle reiten sie in Bonn. Die Universität hatte bei der Vorauswahl mit sieben am meisten Vollanträge durchbekommen, jetzt kann sie sich über sechs bewilligte Exzellenzcluster freuen – keine andere einzelne Universität hat mehr. Zwar verdankt die Hochschule den Erfolg vorrangig der Mathematik und den Naturwissenschaften. Doch auch die Geisteswissenschaften, die lange den Kern der Universität gebildet hatten, atmen auf: Ihr Cluster „Beyond Slavery“ kommt ebenfalls in die Förderung. Wie emotional die Exzellenz-Entscheidung in Bonn erwartet wurde, hatte ich vergangene Woche in einem Artikel in der ZEIT geschildert (auch hier im Blog). Die Voraussetzung für die Bewerbung als „Exzellenzuniversität“ im Dezember könnte kaum besser sein. 

Die bisherigen NRW-Exzellenzuniversitäten RWTH Aachen (drei Cluster) und Köln (vier) sind ebenfalls weiter im Rennen; die Universitäten Münster und Bochum kommen auf zwei Förderungen. Dortmund und Düsseldorf wiederum sind an jeweils einem Cluster beteiligt. Apropos beteiligt: Aufgrund der engen Verflechtung der nordrhein-westfälischen Anträge kommt das größte Bundesland trotz der vielen mehrfach erfolgreichen Universitäten insgesamt auf nur 14 neu prämierte Exzellenzcluster – und liegt damit bundesweit an der Spitze. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass etliche Cluster erst nach der heute Nachmittag beschlossenen Ausweitung in die Förderung rutschten. 

Geradezu katastrophal ist das heutige Ergebnis für die ostdeutschen Universitäten außerhalb Berlins. Kein einziges Cluster geht nach Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Ein einziges nach Thüringen, und zwar an die Universität Jena, die zuletzt einen Lauf hatte, nun aber ihre Hoffnungen, sich auch als Exzellenzuniversität bewerben zu können, begraben muss. Das hatte die Universität Leipzig schon nach der Vorauswahl getan, als ihr ein einziger Vollantrag verblieb. Nun geht die nach Studierendenzahlen zweitgrößte ostdeutsche Universität komplett leer aus. Womit ganz Ostdeutschland (abseits von Berlin) auf nur einen von 57 Exzellenzcluster käme – wäre da nicht die Technische Universität Dresden, 2012 als erste und bislang einzige ostdeutsche Universität außerhalb der Hauptstadt zur Exzellenzuniversität gekürt. Dresden erhält den Zuschlag für drei Exzellenzcluster und damit für einen mehr als bislang.  

Rote, gelbe und grüne Einstufungen

Doch auch der Dresdner Erfolg ändert nichts daran, dass der Druck auf die bislang gültigen Verfahrensregeln weiter wachsen dürfte – die heutige Kampfabstimmung zeigt es bereits. DFG-Präsident Strohschneider betont in dem Zusammenhang stets die Bedeutung eines "wissenschaftsgeleiteten" Verfahrens, und das war es bislang in der ExStra tatsächlich. Die Vorauswahl im vergangenen Jahr, bei der die Zahl der Antragsskizzen von 195 auf 88 Vollanträge zusammengekürzt wurde, fand sogar komplett ohne Politikerbeteiligung statt. Die Endauswahl diese Woche folgte dann einem zweistufigen Verfahren. Zunächst einigten sich die Wissenschaftler im international besetzten Expertengremium auf 46 aus ihrer Sicht uneingeschränkt förderfähige Cluster, stellten sie dem ExStra-Jargon folgend auf „grün“. Seit Mittwochnachmittag saßen die Wissenschaftler dann mit den Wissenschaftspolitikern aus Bund und Ländern in der sogenannten Expertenkommission zusammen. 

Hier drehte sich die Debatte vor allem um die Frage, was mit den 12 von den Wissenschaftlern als eingeschränkt förderfähig (gelb) eingestuften Clusteranträgen passieren sollte. Und hier ging es hoch her: Bundesforschungsministerin Karliczek verwies auf die Rückmeldung der Wissenschaftler eines sehr engen Feldes und wollte deshalb zusammen mit einigen CDU-regierten Ländern am liebsten alle auf gelb gestellten Anträge in die Förderung nehmen. Zwischenzeitlich wollten einige Politiker sogar einzelne von den Wissenschaftlern ausgeschlossene Cluster (rot) wieder ins Spiel bringen. Dazu kam es am Ende zwar nicht, aber der Bund setze zusammen mit unionsregierten Ländern durch, dass bis auf einen Antrag alle von den Wissenschaftlern gelb gefärbten Clustern in die Förderung rutschten. 

Wende der Bundesforschungsministerin

Damit hat Anja Karliczek auf Seiten des Bundesministeriums für Forschung (BMBF) eine bemerkenswerte Kehrtwende hingelegt. Die von ihr im Juli entlassene Staatssekretärin Quennet-Thielen hatte in den Verhandlungen um die Neuauflage der Exzellenzinitiative vor bald drei Jahren stets für eine möglichst geringe Zahl von Clustern plädiert; schon die in der Bund-Länder-Vereinbarung festgehaltene Untergrenze von 45 erschien Quennet-Thielen im Grunde als deutlich zu viel. Und nun diese enorme Öffnung – gefolgt vom Ärger vor allem der SPD-regierten Länder, die viele der grün gelisteten Cluster auf sich vereinigen konnten und nun die Kürzung der Cluster-Förderung um mehr als ein Viertel für wissenschaftlich unzumutbar halten. 

Unionspolitiker betonten indes im Anschluss an die Entscheidung, auch einige der Wissenschaftler im Gremium hätten sich für eine deutliche Ausweitung der Bewilligungen ausgesprochen – und warfen den SPD-regierten Ländern vor, sie hätten aus taktischen Gründen auf eine Beschränkung der Cluster-Zahl gedrängt. Eben weil die meisten gelben nicht an ihren Universitäten zu finden gewesen seien. Einig waren sich danach die Wissenschaftspolitiker aller Lager, dass der atmosphärische Verlauf der Sitzung einer Nachbereitung bedürfe. 

Durchmarsch der Naturwissenschaften

Trotz der massiven Nachsteuerung sitzen die Verlierer nicht nur im Osten. Ebenfalls komplett clusterfrei wird künftig das Saarland sein. Rheinland-Pfalz mit einer forschungsstarken Universität wie Mainz kommt auf lediglich eine Förderung, Hessen mit der einst als Top-Favoriten gehandelten Goethe-Universität Frankfurt (in Kooperation mit Gießen) ebenfalls nur auf eine. Die TU Darmstadt kann gar keinen Erfolg vorweisen. Freuen werden sie sich dagegen in Bremen, das schon nach der Vorauswahl wusste, dass es seinen 2012 errungenen Exzellenzstatus nicht wird verteidigen können. Doch der einzige im Wettbewerb verbliebene Clusterantrag zum "Ozeanboden" wurde jetzt immerhin ausgezeichnet. 

In ihrer Gesamtschau zeigen die ExStra-Ergebnisse damit eine Reihe eindeutiger und nur teilweise erwarteter Tendenzen. Auf die ersten zwei habe ich bereits hingewiesen: die Konzentration auf zwar viele Universitäten (34), aber wenige Bundesländer und die riesigen weißen Flecken im Osten. Damit setzen sich zwei seit längerem erkennbare Entwicklungslinien fort. Das gilt auch für die dritte Tendenz, allerdings nur zum Teil: Die allermeisten erfolgreichen Cluster stammen aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie aus den Lebenswissenschaften. Prämierte Anträge, die vorrangig von Geistes- und Sozialwissenschaftlern gestaltet wurden, sind eine Seltenheit: Je nach Zählweise kommt man auf neun bis elf bewilligte Cluster. Die DFG will diese Zahlen so nicht bestätigen, spricht auf Anfrage von der gewünschten „Multidisziplinarität“ vieler Anträge, die eine genaue Fächerzuordnung schwierig mache.

Es bleibt spannend

Auch der bereits erwähnte Abstieg einiger Favoriten – die vierte Tendenz – hatte sich teilweise schon vergangenes Jahr bei der Vorauswahl vollzogen, konkret der von Frankfurt und Bremen. Überraschend war an der heutigen Entscheidung, dass jetzt auch Göttingen raus ist aus dem Wettbewerb um den Exzellenzuni-Titel. Auch die vergleichsweise schwache Performance von Heidelberg hätte vor zwei Jahren extrem überrascht – hatte sich allerdings, wenn man ehrlich ist, ebenfalls schon bei der Vorauswahl angedeutet.

Damit verbunden, aber in seiner Dimension noch deutlich unerwarteter ist schließlich die fünfte Tendenz der heutigen Entscheidung: Das Gravitationszentrum des deutschen Wissenschaftssystems verschiebt sich spürbar. Bayern muss Federn lassen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen und bedingt Baden-Württemberg machen erst durch die Förderausweitung Boden gut. Berlin, Bonn und Hamburg sind dagegen die großen Gewinner.

Insgesamt dürfen nach der Cluster-Verteilung noch 17 Universitäten auf den Titel Exzellenzuniversität hoffen, und zwar Kiel, Hamburg, Bochum, Bonn, Aachen, Köln, Dresden, TU München, LMU München, Tübingen, Konstanz, Freiburg, Karlsruhe, Heidelberg, Stuttgart, Münster und Braunschweig. Dazu kommt der Berliner Verbund aus drei Universitäten (plus Charité) – und das Hannoveraner Duo aus Uni und MHH. Also insgesamt 19, wie das in der ExStra-Sprache heißt, „Förderfälle“ – und konkret auch alle bisherigen Exzellenzuniversitäten bis auf Bremen. Elf Exzellenzuniversitäten sollen im Juli 2019 prämiert werden. Es wird also nochmal spannend nächstes Jahr.

Der Bildungsforscher