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Museum im Dienst der Ökologie

Gespräch mit dem Direktor des Karlsruher Naturkundemuseums Norbert Lenz

von
05.12.2020
10 Minuten
Blick in das Meerwasser-Aquarium des Naturkundemuseums Karlsruhe. Buntfarbige Korallen und tropische Fische in einer Unterwasser-Landschaft.

Das größte lebende Korallenriff Deutschlands ist Teil des Staatlichen Museums für Naturkunde Karlsruhe (SMNK), wo das einzigartige Meerwasser-Aquarium 2016 eröffnet wurde. Es fasst 240.000 Liter und ist groß genug für die artgerechte Haltung von zwei Schwarzspitzen-Riffhaien, die mit Schwärmen tropischer Fischarten in dem Schaubecken ihre Runden drehen. Das SMNK gehört mit rund 10 Millionen Objekten zu den großen Naturkundemuseen Deutschlands. Es verfügt – neben den Sammlungen präparierter Tiere, Pflanzen und Pilze – über Aquarien und Terrarien mit lebenden Exponaten. Die Forschungsschwerpunkte des Instituts liegen seit den 60er Jahren im Bereich der Ökologie, insbesondere der Bodenökologie, der Evolutionsbiologie und der Paläontologie. Seit 2008 leitet Norbert Lenz das Karlsruher Naturkundemuseum. Der promovierte Biologe legt Wert auf thematische Dauerausstellungen, intradisziplinäre Sonderausstellungen und Kooperationen mit Kunstmuseen oder dem ZKM. Im Gespräch mit Debattemuseum erklärt er warum.

Debattemuseum Herr Professor Lenz, bei einer Online-Diskussion der Leibniz-Gemeinschaft zur gesellschaftlichen Rolle der Museen hat der Direktor des Berliner Naturkundemuseums Johannes Vogel gesagt, die Wissenschaft sei das einzige, auf das wir uns heute noch verlassen könnten. Würden Sie das unterstreichen?

Norbert Lenz Mit der Corona-Pandemie erleben wir eine Zeit, in der Wissenschaftler so präsent sind wie nie zuvor. Auch die Kanzlerin Angela Merkel präsentiert sich in einem Ausmaß als Naturwissenschaftlerin, wie sie es in ihrer bisherigen Amtszeit nicht gemacht hat. Als Naturwissenschaftlerin hat sie den Hintergrund, um zu verstehen, was läuft, und das Verständnis, darauf auch politisch richtig reagieren zu können. Es ist für mich aber kein entweder oder. Beides ist wichtig, auf die Aktualität zu reagieren, aber auch in der Forschung nicht nachzulassen. Auch Herr Vogel hat in Berlin das Ansinnen, dass seine Sammlungsbestände soweit erschlossen sind, dass man das ganze Potential an Daten auch international nutzen kann. Daran arbeitet jedes Museum mit Hochdruck.

Debattemuseum Die Naturwissenschaften haben mit der Pandemie nochmal an Bedeutung gewonnen. Aber was kann ein Naturkundemuseum zur Lösung des Problems beitragen?

Norbert Lenz Wir sind in einer Krise, nicht allein wegen Corona, sondern aufgrund des massiven Verlusts an Arten, an Biodiversität, und zwar quer durch alle Klimazonen und Lebensräume. Da wird jeder Wissenschaftler auch für die Öffentlichkeitsarbeit benötigt, um sich in laufende Prozesse einzubringen, um zu helfen, einen ökologischen Wandel herbeizuführen. Ich brauche auch Leute, die den Brückenschlag schaffen, von den Forschungsergebnissen zu den politisch erforderlichen Beschlüssen. Insofern ist das für mich kein entweder oder, sondern man braucht beides: Fortschritt in den Forschungsergebnissen, aber auch Leute, die es schaffen, die Ergebnisse zu vermitteln und die Politik zu überzeugen, dass und welche Maßnahmen dringend erforderlich sind.

Das Insektensterben ist ein Thema, das die Naturkundemuseen schon vor Jahrzehnten bewegt hat, als das Insektensterben gerade den Museumsleuten bekannt war, sich aber damals in den Medien und in der Öffentlichkeit kaum jemand dafür interessiert hat.

Debattemuseum Stichwort Vermittlung: Wie sind ihre Ausstellungen konzipiert? Was ist Ihnen wichtig?

Norbert Lenz Mit Wechselausstellungen kann man aktuelle Themen aufgreifen. Ich versuche, den Begriff der Naturkunde weiterzufassen, als das zuvor in Karlsruhe der Fall gewesen ist. Es sind interdisziplinäre Ausstellungen entstanden zu der sehr gefährdeten Natur in Madagaskar, zu dem Himalaya-Kleinstaat Bhutan, wo noch sehr viel Natur erhalten ist, was unter anderem mit dem buddhistischen Glauben zu tun hat, der dort Staatsreligion ist. Es gab auch eine Ausstellung zur Besiedlungsgeschichte Amerikas, wo Fragen der Biologie, der Paläontologie, der Anthropologie und der Ethnologie zusammengekommen sind. Das war wichtig, um zu verstehen, warum Amerika so spät besiedelt worden ist. Wir haben gefragt: Wann und wie besiedelt wurde, und ob das Verschwinden der Megafauna ein Ergebnis des Vordringens des Menschen ist. In den 70er Jahren haben in einem Naturkundemuseum anthropologische oder ethnologische Themen noch keine Rolle gespielt. Sie sind aber wichtig, weil sie zum Gesamtverständnis ökologischer Zusammenhänge beitragen. Wer etwas für den Naturschutz erreichen will, muss sich auch mit den Menschen befassen.

Direktor Norbert Lenz vor einem Schaufenster, das den Blick frei gibt auf das lebende Korallenriff, in dem auch zwei Schwarzspitzen-Riffhaie leben.
Der Biologe Professor Dr. Norbert Lenz leitet seit 2008 das Staatliche Museum für Naturkunde in Karlsruhe, das sei 2016 über das größte Meerwasser-Aquarium Deutschlands verfügt.

Debattemuseum Sie wollen mit der Museumsarbeit auf aktuelle Fragen reagieren. Warum?

Norbert Lenz Man denke nur an die Fridays-for-Future-Bewegung oder das Insektensterben, das jetzt in aller Munde ist. Letzteres ist ein Thema, das die Naturkundemuseen schon vor Jahrzehnten bewegt hat, als das Insektensterben gerade den Museumsleuten bekannt war, sich aber damals in den Medien und in der Öffentlichkeit kaum jemand dafür interessiert hat. Dass nun ausgerechnet Insekten zum Botschafter für den Artenschwund werden, ist eine erstaunliche Entwicklung. Das ist ein Thema, das auch unser Thema ist, das wir nutzen, um es stärker in die Öffentlichkeit zu bringen, und damit auch zeigen, dass die Naturkundemuseen als Kompetenz- und Dialogzentren eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielen.

Debattemuseum Ihr Ansatz als Direktor eines Karlsruher Naturkundemuseums ist also intradisziplinär – vor allem was die Wechselausstellungen betrifft?

Norbert Lenz Ja, weil die Dinge zusammengehören. Das ist zwar mitunter nicht Naturkunde im engeren Sinn. Aber gerade in dieser Zeit, in der uns die Dinge über den Kopf wachsen, ist es wichtig zu verstehen, wie vielfältig wir in der globalisierten Welt zusammenleben. Manchmal lösen fernliegende Dinge bei uns Katastrophen aus. Und deshalb erweitert sich unser Programm eigentlich ständig. Man muss sich mit solchen Dingen beschäftigen, sonst kann man keine Lösungsansätze finden. Deshalb gehören die Naturkundemuseen derzeit zu den modernsten Museen, weil die Themen, die uns heute beschäftigen, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit, mit naturwissenschaftlichen Vorgängen zu tun haben.

Citizen Scientists am Naturkundemuseum

Debattemuseum Es scheint in mehrfacher Hinsicht gerade die Stunde der Naturkundemuseen geschlagen zu haben. Auf den Mitarbeiterlisten des SMNK sind viele Ehrenamtliche verzeichnet.

Norbert Lenz Wir habe hier Dutzende von ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Das sind ältere Herrschaften, die einen entsprechenden beruflichen Hintergrund haben, aber auch Leute aus völlig anderen Berufsfeldern. Letztere haben vielleicht, solange man das noch nicht verboten war, Schmetterlinge gesammelt, was ein Sammlungs- und Forschungsschwerpunkt unseres Hauses ist. Wir haben eine international bedeutsame Sammlung von über drei Millionen Schmetterlingen. Und zwar nicht nur aus Europa, sondern auch aus Ländern wie Afghanistan. Viele Ehrenämtler helfen uns, die Sammlung aufzuarbeiten, was nötig ist, weil wir nicht viel technisches Personal haben. Viele haben sich über Jahre mit einem Spezialthema befasst und verfügen über Detailkenntnisse, die mancher Studierter nicht hat. Sie verfügen auch oft über präparatorische Fähigkeiten und können etwa für den Transport eingefaltete Schmetterlinge entsprechend behandeln und aufspannen. Ohne dieses Team von Citizen Scientists könnten wir unsere Sammlung nicht kontinuierlich erschließen.

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Außenansicht des Naturkundemuseums Karlsruhe aus dem 19. Jahrhundert. Die Mitte des historistischen Gebäudes ist durch eine Kuppel hervorgehoben.
Die Gründung des Staatlichen Museums für Naturkunde Karlsruhe geht auf die Sammlungen der Markgräfin Caroline Luise aus dem 18. Jahrhundert zurück. Der im Zentrum der Stadt liegende Bau wurde 1872 vollendet.

Debattemuseum Können Sie noch andere Bereiche nennen, in denen ehrenamtliche Mitarbeit im Karlsruher Naturkundemuseum gefragt ist?

Norbert Lenz Im Rahmen des Projekts „Digitale Wege ins Museum“ des Landes Baden-Württemberg sind vom Land Projekte gefördert worden, mit denen wir interessierte Laien ansprechen wollen. Wir hosten in Karlsruhe die Landesdatenbank Schmetterlinge, die nicht nur auf den Sammlungen basiert, sondern auch auf Sichtbeobachtungen. Diese schließen auch Meldungen von Amateurforschern mit ein. Dabei muss man natürlich aufpassen, dass man keine Parallelforschung initiiert. Man muss untereinander wissen, wer was macht.

Debattemuseum Gibt es noch weitere Themen, bei denen sich ehrenamtliche Mitarbeiter einbringen?

Norbert Lenz Ja. im Bereich der Kleinsäuger wie Mäusen oder Spitzmäusen. Über diese Tiere weiß man noch sehr wenig, obwohl sie eine wichtige ökologische Rolle spielen. Da ist die Frage nach den Zyklen der Vermehrung interessant, inwiefern die Kleinsäuger als Nahrung für andere Tiere zur Verfügung stehen, und natürlich auch, wie sich ihr Bestand auf die Landwirtschaft auswirkt. Manche Arten fungieren aufgrund sehr spezifischer ökologischer Bedürfnisse auch als sogenannte Zeigerarten, die etwas über den Zustand der Umwelt aussagen. Da gibt es Leute, die sammeln Gewölle von Eulen, die sich von Kleinsäugern ernähren. Wenn man so etwas aufsammelt und präpariert, kann man die Knochen herausziehen und bestimmen. Auf diese Weise erfährt man etwas über das Vorkommen und Fehlen von Arten. Solche Untersuchungen sind sehr zeit- und arbeitsaufwendig. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter, die an großen Forschungsprojekten arbeiten, kommen zu so etwas gar nicht mehr.

Was ist ein Forschungsmuseum?

Debattemuseum Wir haben über die intradisziplinären Ausstellungen gesprochen, die neue Rolle des Naturkundemuseums, aber noch wenig über die zentrale Säule des Instituts, auf der alles beruht. Wo liegen die zentralen Forschungsschwerpunkte des Staatlichen Naturkundemuseums Karlsruhe?

Norbert Lenz Generell sind es meist ökologische Themen. Ein wichtiger Schwerpunkt des Hauses seit den 60er Jahren ist die Bodenbiologie, bei der man die Organismen etwa des Waldbodens untersucht hat. Diese sind wichtig für das Funktionieren des Waldes. Da sind zunächst Untersuchungen in heimischen Wäldern gemacht worden. Seit der Jahrtausendwende hat es auch internationale Projekte gegeben, insbesondere in Brasilien, in den Wäldern Amazoniens, aber auch in den Atlantischen Regenwäldern. Ein langjähriger Schwerpunkt der Bodenökologie-Forschung des SMNK waren die sogenannten Hornmilben. Der Forschungsschwerpunkt des Leiters unserer Abteilung Biowissenschaften, Hubert Höfer, sind Spinnentiere, die er zunächst in brasilianischen Regenwäldern untersucht hat. Seit es den Nationalpark im Schwarzwald gibt, hat er sich auch dort stark engagiert, woraufhin die Artenliste der Spinnentiere im Schwarzwald immer länger geworden ist.

Unser Käferspezialist Alexander Riedel arbeitet vorrangig in der Australasiatischen Region, insbesondere in Indonesien, in Neuguinea und in Australien. Seine Schwerpunktthema ist die Evolutionsbiologie. Er untersucht beispielhaft an einer Gruppe von Rüsselkäfern, wie in benachbarten Landschaften vielfältige Artenkomplexe entstehen, um Artbildungsprozesse besser zu verstehen. Unsere Paläontologen, etwa Eberhard Frey, der die Geowissenschaftliche Abteilung leitet, befasst sich vor allem mit fossil überlieferten Wirbeltieren. Ein Schwerpunkt sind dabei die Pterosaurier, also Flugechsen. Dazu hatten wir 2013 eine Große Landesausstellung, bei der es unter anderem um die Evolution des Fliegens ging. Er überträgt seine Forschung auch bis in die Bionik-Forschung. Die Pterosaurier waren die größten fliegenden Organismen, die es je gegeben hat, mit einer Spannweite bis zu 14 Metern. Da war es mit Blick auf die Technologieregion Karlsruhe auch interessant zu fragen, wie die Tiere, die am Ende der Kreidezeit vor 66 Millionen Jahren ausgestorben sind, dazu überhaupt in der Lage waren.

Impressionen aus der Sonderausstellung „Amerika nach dem Eis“. Neben dem großen Schriftzug „Mittelamerika“ steht eine mehrere Meter hohe Tafel, die ausgestorbene Großtiere wie das Mammut, die Säbelzahnkatze oder dasRiesenfaultier zeigt.
Mit intradisziplinären Sonderausstellungen wie „Amerika nach dem Eis – Mensch und Megafauna in der Neuen Welt“ will Norbert Lenz die Wechselwirkungen zwischen Natur und Gesellschaft aufzeigen.

Debattemuseum Im Gegensatz zu den Kunstmuseen, geraten die Naturkundemuseen nicht so schnell in den Verdacht, Teil des Unterhaltungsbereichs zu sein, wie es in der Diskussion um den Teil-Lockdown vor kurzem geschehen ist. Was unterscheidet Naturkundemuseen von den Kunstmuseen oder kulturhistorischen Sammlungen?

Norbert Lenz Das ist eine spannende Frage. Wir hatten vor einigen Jahren Besuch vom Landesrechnungshof, wobei es genau um diese Frage ging: Warum wir als Museum denn eigentlich forschen. Das tun wir, seit es das Naturkundemuseum gibt. Der Kern unserer Sammlungen geht wie bei den Sammlungen des Badischen Landesmuseums oder der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe auf die Markgräflichen Sammlungen zurück. Die Markgräfin Caroline Luise hat nicht nur im Bereich Kunst und Kultur gesammelt, sondern sich auch für Naturkunde interessiert. Zwei Jahre nach ihrem Tod hat man 1785 ihre naturkundlichen Sammlungen unter die Leitung des Botanikers Carl Christian Gmelin gestellt, der bereits damals geforscht und publiziert hat. Insofern ist die Forschung in der Karlsruher Naturkunde keine neue Errungenschaft. Wir sind aber im selben Referat angesiedelt wie alle anderen Landesmuseen auch, was manchmal eine etwas schwierige Konstellation ist. Der Rechnungshof hat am Ende der Untersuchung die Forschungsleistungen des Naturkundemuseums Karlsruhe jedoch gewürdigt, und damit bestätigt, dass wir im Namen des Landes wichtige Forschungsaufgaben erfüllen. Dem entsprechend wurden die Naturkundemuseen in Stuttgart und Karlsruhe in Publikationen des Landes Baden-Württemberg als außeruniversitäre Forschungseinrichtungen geführt.

Ausstellung zu Neobiota geplant

Debattemuseum Die Museen müssen sich heute wieder neu legitimieren. Das gilt offenbar auch für die Naturkundemuseen.

Norbert Lenz Naturkundemuseen sind in der Bevölkerung sehr beliebt, aber alle unsere Aufgaben in die richtige Balance zu bringen, ist oft eine Gratwanderung, die wir zu meistern haben. Da gibt es Leute unter den Forschenden, denen es Freude macht, die Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln, und andere, die sich gerne noch mehr auf ihre Projekte konzentrieren würden. Und meine Aufgabe ist es, alles in einem ausgewogenen Verhältnis zu halten, weil diese Säulen eben beide wichtig sind: die Forschung und die Öffentlichkeitsarbeit. Und wenn wir beweisen können, wie wichtig wir sind, unterstreicht das natürlich auch unsere Bedeutung.

Debattemuseum Für den Herbst 2021 ist eine Große Landesausstellung geplant zu invasiven Arten, Neobiota. Können Sie schon etwas über das Konzept der Ausstellung sagen?

Norbert Lenz Es geht um den Artenwandel in unserer Region, den es zwar schon seit dem Neolithikum gegeben hat, der aber nun in einem anderen Zeithorizont geschieht. In der Zeit der Globalisierung kommen nicht nur Viren sehr schnell von einem Ort zum anderen, sondern auch Pflanzen und Tiere und andere Organismen. Der Begriff Neobiota ist derzeit in aller Munde, weil nicht alles, was bei uns ankommt, problemlos ist. Es ist aber auch nicht alles problembehaftet. Wir wollen das in einem größeren historischen Kontext darstellen, um die aktuellen Dimensionen des Artenwandels besser zu verstehen – der durchaus auch unser Schicksal mitbestimmen kann. Vor kurzem konnte man lesen, dass sich die Asiatische Tigermücke, die auch Krankheiten wie das Dengue-Fieber übertragen kann, in Baden-Württemberg noch stärker ausgebreitet hat. Das sind Dinge, die man verfolgen muss. Es gibt aber auch andere, positive Entwicklungen, etwa, dass Libellen aus dem Mittelmeerraum hier heimisch werden und nun unser Auge erfreuen, ebenso wie der Bienenfresser, eine wunderschöne Vogelart. Wir wollen in der Ausstellung Grundlagen zu dem Thema vermitteln und damit auch Bedenken entgegenwirken, wenn sie wissenschaftlich nicht haltbar sind.

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Carmela Thiele

Carmela Thiele

Carmela Thiele schreibt als Journalistin über Kunst und Kultur.


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Nach Katrin Ströbel und Clemens von Wedemeyer hat Bettina Munk das aktuelle Titelbild für DebatteMuseum zur Verfügung gestellt. Es zeigt die Installation ORIGIN Computer animation und Drawing Series Planetesimale P_1 in der Ausstellung Drawing Rooms Hamburger Kunsthalle 2016. 

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