Bei Mexikos Solar-Rebellen

Im Land des aztekischen Sonnenvolks ist Solarenergie eine Chance für Arm und Reich. Immer mehr Familien und Unternehmen nutzen sie zum Kochen und für Prozesswärme. Die Regierung subventioniert derweil fossile Brennstoffe.

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In Mexiko scheint an 300 Tagen im Jahr die Sonne. Doch Solarenergie wird bislang kaum genutzt. Wir haben drei Menschen getroffen, die das ändern wollen.

Über Santa María Yacochi im südlichen Bundesstaat Oaxaca liegt ein verlockender Duft nach würzigem Lagerfeuer und süßlichem Mais. In der armen, indigenen Bergregion in Mexikos südlichen Bundesstaat Oaxaca wird fast nur mit Holz gekocht. Es ist sieben Uhr morgens, und bei Familie Martínez von der Ethnie der Mixes blubbert das Kaffeewasser über dem offenen Feuer.

Das wirkt heimelig. Doch gesund ist das nicht. Die Wände und Töpfe in der Hütte von Familie Martínez sind schwarz vom Ruß. Vor allem die Frauen des Dorfes, die tagaus, tagein in der Küche stehen, atmen den Rauch ein und leiden schon jung an Atemwegs- und Lungenerkrankungen. Das Holzsammeln ist außerdem eine Knochenarbeit, die vor allem Kinder und ältere Menschen erledigen.

Alte Frau beim Holzsammeln in Santa Maria Yacochi in Oaxaca / Mexiko.
Victoria Aguilera in ihrer Solar-Küche bei Sazón del Sol (Geschmack nach Sonne) in Oaxaca / Mexiko.
Victoria Aguilera mit den gebastelten Solaröfen auf einem Workshop in Oaxaca / Mexiko.
Dehydrierung von Mangos mit Hilfe der Sonne auf einem Trockengerüst, das von Sazón del Sol entworfen wurde.
In einem Workshop zur Herstellung von Solaröfen bei Sazon del Sol in Mexiko.
Eine Ausstellung von Sazón del Sol auf dem Marktplatz von Oaxaca über den Bau von Solarküchen.
Traditionell wird auf dem Land in Oaxaca noch mit Holz gekocht, so wie in dieser Küche.
Gregor Schäffler steht vor seiner Parabol-Solarschüssel.
Gregor Schäpers vor seinem Scheffler-Solarpanel in El Cardonal/Hidalgo.
Ein Scheffler-Paneel erhitzt einen Eisenkern direkt an der Hauswand. Auf der Innenseite befindet sich der Backofen, der solar betrieben wird.
Gregor Schäpers mit seinem frischgebackenen Apfelkuchen aus seinem Solar-Backofen in der Vorführwerkstatt von Trinysol.
Die Parabolantennen von Inventive Power bei der Firma Nestlé in Jalisco /Mexiko.
Der Mitbegründer der Firma Inventive Power, Angel Mejía.
40 Angestellte hat Inventive Power inzwischen, 200 Projekte wurden bisher realisiert, über 5000 Tonnen Co2 dadurch eingespart. Hier der Solarpark beim Futtermittelhersteller Comfosa in Jalisco.

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