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Stadt, Stress, Strategien

Stadt versus Land

18.03.2021
10 Minuten

Weite Wiesen, frische Landluft und eng verbundene Nachbarschafts-Gemeinden – oder doch lieber Großstadttrubel, lautes Getöse und Anonymität? Wir haben unsere Leserinnen und Leser um Antworten gebeten.

Ein Artikel von Estella Solecki. Ein studentisches Projekt der Hochschule der Medien über livable cities und Ideen, die uns dort hinführen könnten.

Da ist es wieder, das altbekannte Dilemma: Stadt oder Land? Mittlerweile leben über 70 Prozent der Deutschen in Städten oder Großstädten und nur etwa 15 Prozent in ländlichen Gegenden. Doch die Stadt verliert an Beliebtheit und nur noch jeder Achte bevorzugt das Großstadtleben. Aber wo lebt es sich denn jetzt besser? In unserem Artikel „Städteplanerische Lösungen für das psychische Wohlbefinden“ haben wir Sie gefragt, was für Sie das Leben in der Stadt oder auf dem Land lebenswert macht. Mithilfe Ihrer Einsendungen werden wir in diesem Artikel die jeweiligen Vorteile darstellen.

Landlust statt Landflucht

In den letzten Jahren ist ein Trend zu beobachten, der eine neue Phase der „Suburbanisierung“ darstellt: Während die jungen Menschen und Migrant:innen immer noch die Großstadt dem Land vorziehen, scheint es bei den anderen Bevölkerungsgruppen genau andersherum zu sein. Schon vor der Corona-Krise zogen jährlich etwa drei Prozent wieder von der Stadt aufs Land. Dieser Effekt könnte jetzt verstärkt werden.

Home-Office ist während der Pandemie für viele Deutsche binnen kürzester Zeit gezwungenermaßen zur Normalität geworden. Eine Studie der IHK Berlin fand heraus, dass seit der Corona-Krise 65,8 Prozent der deutschen Unternehmen das Home-Office verstärkt nutzen. Dadurch sind viele Arbeitnehmer:innen nicht mehr an den Firmenstandort gebunden. Dies erlaubt ihnen flexibler bei der Auswahl ihres Wohnortes zu sein und die Vorzüge des Stadtlebens mit denen des Landlebens zu kombinieren. Auch die Ausgangsbeschränkungen lassen die Städter:innen in Enge zurück: Die diversen Freizeitangebote können aufgrund der Corona-Maßnahmen nicht mehr in Anspruch genommen werden und die Bewohner:innen müssen sich in teils sehr kleinen Wohnungen selbst beschäftigen. Besonders für junge Familien kann die geringe Wohnfläche sehr unangenehm sein.

Unabhängig von Corona ist auch die allgemeine Entwicklung des Immobilienmarktes ein häufiges Ausschlusskriterium für Städte. Familien benötigen oft mehr Wohnfläche oder hegen sogar den Wunsch vom eigenen Familienhaus. Preislich ist das in der Stadt für viele unmöglich. Laut einer Studie des Forschungs- und Beratungsinstituts empirica waren München, Frankfurt und Stuttgart im Mietpreis-Ranking 2020 die teuersten Städte Deutschlands. Während in München der Quadratmeterpreis zur Miete bei 18,61 € liegt, zahlt man in ländlichen Gegenden etwa 7,80 €/m². Auch die ländlichen Nachbarschafts-Gemeinden und der einhergehende Zusammenhalt ist für einige Städter:innen ein Grund dem Land eine Chance zu geben.

Wie beispielsweise unser Leser Enrico Baiker, der in seiner Nachbarschaft schon viel Schönes erleben durfte:

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„Meine Nachbarschaft bereitet mir am meisten Freude, da der Zusammenhalt sehr groß ist und ich hier bereits viele tolle Momente erlebt habe, beispielsweise bei gemeinsamen Grillabenden“

Potenzielle Nebenwirkungen der Anonymität in der Stadt können Depressionen sein, denn das Risiko daran zu erkranken ist in der Stadt um rund 40 Prozent erhöht. Das ist das Ergebnis der Studie „Urbanisation and incidence of psychosis and depression” von der Cambridge University. Laut Studie ist in der Stadt das Risiko an Schizophrenie zu erkranken besonders gesteigert, um ganze 70 Prozent. Aber auch andere psychische Erkrankungen kommen bei den Städter:innen häufiger vor: Sucht und Substanzmissbrauch (+30 Prozent) sowie Angsterkrankungen (+20 Prozent).

Nicht nur die Nachbarschafts-Gemeinden, sondern auch die großen Grünflächen und die frische Landluft sorgen bei Dorfbewohner:innen für Zufriedenheit. Nach einem stressigen Arbeitstag bietet ein Spaziergang zwischen Wiesen und Feldern den perfekten Ausgleich und wirkt sich positiv auf das psychische Wohlbefinden aus. Eine Studie von der University of Exter belegte, dass die psychische Gesundheit und Zufriedenheit von den Menschen höher ist, wenn sie in der Nähe von Grünflächen leben. Dazu dokumentierten die Forscher 18 Jahre lang den Wohnort, die psychische Gesundheit und die Zufriedenheit von circa zehntausend Menschen. Den meisten Haustieren wie beispielsweise Hunden geht es auf dem Land besser. Dort können die Tiere artgerechter gehalten werden, denn ausgiebige Spaziergänge im Wald oder auf Sommerwiesen sind für Landbewohner:innen leicht zu realisieren. Die Rahmenbedingungen in der Stadt können für Hunde und Hundebesitzer:innen teilweise besondere Herausforderungen darstellen: Lärm, Menschenmassen und Straßenverkehr.

„Die Wiese hinter meinem Haus ist für mich der optimale Ort um zu entspannen. Am liebsten gehe ich da mit meinem Hund Elvis laufen und treffe mich dabei mit einigen Freundinnen. Wenn ich meinem Hund beim Spielen mit anderen zuschauen kann, ist das für mich sehr schön und vor allem auch entspannend, da ich ihn frei laufen lassen kann.“

Trotzdem steigt der Einwohnerzuwachs bei Metropolen stetig. Beispielsweise lebten 2018 rund 2,5 Millionen mehr in den Großstädten als noch im Jahr 2012. Die Großstädte mit den meisten Zuwächsen waren Leipzig (+12,9 Prozent), Frankfurt am Main (+9,5 Prozent) und Berlin (+8,0 Prozent). Aber was genau macht die Städte zum attraktiven Wohnort?

Vielfältig und bequem

Die Stadt bietet besonders für die jüngere Generation der 18– bis 30-Jährigen lukrative Chancen und Angebote. Abgesehen von den Corona-Beschränkungen erfreuen sich viele Städter:innen an weitaus vielfältigeren Kultur- und Freizeitmöglichkeiten als auf dem Land. Diese diversen Angebote stehen nicht nur am Wochenende, sondern auch unter der Woche zur Verfügung. Langeweile kommt daher in der Stadt fast gar nicht auf – zu groß ist die dauerhafte Auswahl an Kinos, Museen, Theatern, Bars, Schwimmbädern, Parks etc. Auch das Shopping-Angebot in der Stadt übertrifft das Land bei Weitem. Von kleinen Boutiquen bis zu großen Kaufhäusern und vollen Einkaufspassagen ist alles vertreten, da aufgrund der hohen Nachfrage die Stadt einen attraktiveren Standort darstellt.

Die Vielfältigkeit der Stadt bietet tolle Freizeitmöglichkeiten, wie sie unsere Leserin Elise Feine genießt.

„Besonders gern halte ich mich auf den Treppen der Landungsbrücken auf. Hier hat man eine wunderschöne Aussicht auf den Hamburger Hafen und die Elbe. Vor allem im Sommer kann man sich hier mit Freund:innen hinsetzen und bei Sonnenuntergang ein kühles Getränk genießen und dabei Straßkünstler, vorbeispazierende Hamburger:innen und Tourist:innen beobachten.“

Aber auch Naturliebhaber:innen kommen in der Stadt auf ihre Kosten. Eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass die deutschen Großstädte immer grüner werden. Dafür wurden die 14 bevölkerungsreichsten Großstädte Deutschlands von 1996 bis 2018 analysiert. Das Ergebnis war, dass die Grünfläche pro Kopf in diesem Zeitraum von durchschnittlich 18 auf 25 Quadratmeter gestiegen ist. Dabei wuchs der Anteil der Grünflächen in Siedlungs- und Verkehrsflächen von 7,7 auf 10,9 Prozent. In diesen Bereich zählen: Parks, Botanische Gärten, Spielplätze und Kleingartenanlagen. Die grünste Großstadt Deutschlands ist Bremen, hier beträgt die Grünfläche pro Einwohner ca. 45 Prozent.

Auch einer Leserin gefallen die Grünflächen in ihrem Wohnort Hamburg.

„Ich lebe in Hamburg und mein Platz für mein Wohlbefinden ist mein Garten, Pachtland der Stadt. Es ist kein Schrebergarten mit Regeln, hier habe ich viele Freiheiten, kann Feuer machen, ihn verwildern lassen, treffe nette Nachbarn und habe viel Platz, den ich gestalten kann. In vielen Straßen meiner Wohngegend haben Menschen grüne Ecken an der Straße zu kleinen Blumenoasen gemacht. Das rührt mich. Es scheint, als sei ein Bedürfnis bei ihnen, die Umgebung schön zu machen, Einfluss auf den Lebensraum nehmen und auch Verantwortung für ein kleines Gärtchen. Im Sommer gießen viele die Bäume an der Straße, wenn es sehr heiß ist. Das zeigt mir die Verbundenheit zu den Pflanzen in der Stadt. Mir gefallen Städte, die Hochbeete am Straßenrand aufstellen. Es findet soviel geteilte Freude über gemeinsame Pflege und Ernte statt.“ – Maja Regenbogen

Ein weiterer wichtiger Faktor der Stadtlust sind die besseren Karrieremöglichkeiten. Der Arbeitsmarkt in der Stadt ist größer als auf dem Land. Große Konzerne wie Daimler, Porsche oder Bosch haben ihre Hauptsitze in Großstädten und locken die Menschen mit vergleichsweise gut bezahlten Arbeitsplätzen in die Stadt. Daher sehen viele Arbeitnehmer:innen größere Karrierechancen in der Stadt, obwohl die Arbeitslosenquote in der Stadt meist höher ist als auf dem Land. Grund hierfür ist, dass rund 60 Prozent aller Deutschen zur Arbeit pendeln. Das bedeutet: Die Menschen wohnen zwar in ländlichen Gegenden, legen zum Arbeiten aber längere Strecken in Städte oder Großstädte zurück. Setzt man die Zahl der Arbeitslosen in Relation zur Beschäftigtenzahl am Wohnort, dann ist der Unterschied nicht mehr so gravierend, meldet die Bundesagentur für Arbeit. „Die Zahl der Arbeitslosen ist in der Stadt zwar deutlich höher als auf dem Land, die Beschäftigtenzahl aber auch“, erklärt die Pressesprecherin der Bundesagentur für Arbeit. Des Weiteren leben in Städten deutlich mehr „Risikogruppen“, also die Kategorie von Personen, die anfälliger für Arbeitslosigkeit sind. Dabei handelt es sich um Alleinerziehende, Geringqualifizierte und Ausländer:innen.

Auch unser Leser Nathan Mehreteab aus Stuttgart erfreut sich an den vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten in der Stadt.

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„Mein Arbeitsplatz bei Daimler gefällt mir an Stuttgart besonders gut, da ich viele Vorteile im Großunternehmen genieße. Auch meine Arbeitskollegen sind toll! Vor allem während des Home Office', wegen der Pandemie, vermisse ich meinen Arbeitsplatz.“

Während man auf dem Land oftmals längere Bus- und Zugfahrten in Kauf nehmen muss, um in die Schule oder zum nächsten Lebensmittelmarkt zu gelangen, profitieren die Städter:innen von kurzen Wegen. Vom Lieblingsrestaurant bis hin zu Bildungseinrichtungen sollte vieles fußläufig zu erreichen sein.

Das sieht auch unser Leser Achim Riehn so: Er erreicht seine Lieblingsorte in Hannover wie die Helene-Weber-Brücke und die Seenlandschaft der Ricklinger Teiche einfach zu Fuß.

„Diese Brücke ist Teil eines Naherholungsgebiets, das sich über viele Kilometer Länge bis in das unmittelbare Stadtzentrum hinein erstreckt (Leineaue, Ricklinger Teiche, Maschsee, Maschpark). Es fühlt sich an wie unberührte Natur, dabei ist die Stadtbebauung keine zehn Minuten entfernt. Man ist mitten in der Stadt und doch trotzdem erscheint sie hier weit weg. Wir brauchen hier nicht mit dem Auto weit hinausfahren, hier kommt man zu Fuß und mit dem Fahrrad hin. Dabei ist es so weitläufig, dass kein Gedränge entsteht. Besonders bemerkenswert für mich ist, dass dieses Grüngebiet zum großen Teil keine gestaltete Landschaft, kein Park ist. Es ist Natur.“

Die gute Infrastruktur in der Stadt ist besonders bei der medizinischen Versorgung ein echter Vorteil. Rund 71 Prozent der Stadtbewohner:innen sind mit dem Angebot an Fachärzten:innen und Krankenhäusern in ihrer Umgebung zufrieden. Auf dem Land können dies nur 52 Prozent behaupten. Außerdem ist für die Bewohner:innen der Großstädte das nächste Krankenhaus maximal vier Kilometer entfernt, während man in ländlichen Gegenden dafür mehr als zehn Kilometer fahren muss. Auch digital stehen die Städte besser da und bieten ihren Bewohner:innen gute und schnelle Internetverbindungen, was besonders zu Home-Office-Zeiten ein ausschlaggebender Faktor ist.

Daraus resultiert folgendes Problem: Ländliche Gegenden mögen zwar besser für das psychische Wohlbefinden sein, sind aber strukturell und wirtschaftlich deutlich schlechter als die Städte aufgestellt. Das führt dazu, dass die Großstädte weiterhin überproportional an Zuwachs gewinnen.

Regionalpolitik für gleichwertige Lebensverhältnisse

Einen Lösungsansatz bietet die Regionalpolitik. Diese verfolgt das Ziel wirtschaftliche Nachteile in schwächer entwickelten Gegenden auszugleichen, um dadurch gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland zu schaffen. Die Regionalpolitik wird als „Voraussetzung für die ausgewogene Entwicklung eines Landes“ definiert. Durch den Ausgleich von Standortnachteilen soll strukturschwachen Gegenden der Anschluss an die allgemeine Wirtschaftsentwicklung ermöglicht werden. Dabei sollen dauerhaft wettbewerbsfähige Arbeitsplätze geschaffen werden, um den Strukturwandel zu erleichtern.

Am 1. Januar 2020 begann das gesamtdeutsche Fördersystem für strukturschwache Regionen. Dabei wurden erstmals auf Ostdeutschland beschränkte Förderprogramme für alle strukturschwachen Regionen in ganz Deutschland, Nord, Süd, Ost und West, ermöglicht. Die Bundesregierung bündelt 20 Förderprogramme aus sechs Bundesressorts (BMWi, BMI, BMEL, BMFSFJ, BMBF, BMVI) unter einem gemeinsamen konzeptionellen Dach. Durch das gesamtdeutsche Fördersystem soll die Wirksamkeit der Förderung strukturschwacher Regionen weiter erhöht werden. Das Fördersystem beinhaltet Programme zur Stärkung von Wirtschaft, Forschung und Innovation, Fachkräftesicherung, Breitband und Digitalisierung sowie Infrastruktur und Daseinsvorsorge. Die Bundesregierung möchte mit diesen Programmen die wesentlichen Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung von Wirtschaftskraft, Beschäftigung und Einkommen abdecken. Einen Anspruch auf die Förderprogramme haben strukturschwache Regionen in ganz Deutschland. Unter strukturschwach versteht der Bund Regionen, die hohe Arbeitslosigkeit, niedrige Löhne, eine verbesserungswürdige Infrastruktur oder eine nachteilige demografische Entwicklung aufweisen. Zur Beurteilung der Auswirkungen von den Programmen auf die Regionen, soll regelmäßig ein gemeinsamer Bericht veröffentlicht werden. Der erste Bericht soll dieses Jahr noch erscheinen.

KoDörfer als neue Lösung

Auch Bürger:innen machen sich Gedanken über das strukturelle Ungleichgewicht, so wie Frederik Fischer. Er möchte sich nicht zwischen Stadt oder Land entscheiden und kombiniert die Vorzüge beider Standorte: Günstiges Wohnen in der Natur gepaart mit vielfältigen Angeboten aus der Stadt. Zusammen mit einem Münchner Architekturbüro will der Berliner den Städter:innen beweisen, dass ländliche Gegenden durchaus attraktiv sein können und diese so aufs Land locken. Dazu baut er eigene Siedlungen in bereits bestehenden Dörfern in Deutschland, sogenannte KoDörfer.

Bislang sind zwei solcher KoDörfer geplant: Das eine in Wiesenburg bei Fläming, zwischen Leipzig und Berlin, das andere im westfälischen Erndtebrück. Im KoDorf Wiesenburg sollen 40 Häuser von jeweils 25 m² bis 80 m² gebaut werden. Die Häuser aller KoDörfer sollen standardisiert angeboten werden, sodass die Hauspreise nach und nach gesenkt werden können. Die KoDorf Siedlung in Wiesenburg soll auf einem 10.000 m² großen Platz entstehen, der früher mal ein altes Sägewerk war. Ein weiterer Teil des Projektes ist die Integration von mehreren Gemeinschaftsgebäuden wie Co-Working-Spaces, Gemeinschaftsgärten, Cafés, Bars oder Spielplätzen in jede KoDorf Siedlung. Bezugsfertig sollen die KoDörfer allerdings erst in frühestens zwei Jahren sein. Schon jetzt ist die Resonanz äußerst erfreulich: Viele melden sich bei Frederik Fischer und bekunden ihr Interesse an einem Platz im KoDorf.

Eine Illustration von potenziellen Co-Working-Spaces im alten Sägewerk in Wiesenburg.

Es bleibt also abzuwarten, ob die KoDörfer dem Dilemma „Stadt oder Land?“ eine neue Lösung bieten oder ob das neue gesamtdeutsche Fördersystem den Strukturwandel erleichtert. Fakt ist, dass sowohl Stadt als auch Land einige Vorteile bieten, um das Leben ihren Bewohner:innen lebenswerter zu gestalten. Welche Struktur einem besser liegt, bleibt immer noch eine individuelle Entscheidung.

Dieser Beitrag ist Teil eines studentischen Projekts der Hochschule der Medien Stuttgart zu lebenswerten Städten. In diesem Projekt recherchieren 32 Studierende, wie sich Städte neu gestalten und mit Leben füllen lassen: von den öffentlichen Toiletten über Kino und Konzerte bis zu erholsamen Grünanlagen.

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Alexander Mäder

Alexander Mäder

Alexander Mäder unterrichtet Journalismus an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Er ist in zwei RiffReporter-Projekten aktiv: Klima wandeln und die ZukunftsReporter.


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