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Obdachlosigkeit in Stuttgart

Die Stadt für Betroffene lebenswerter gestalten

21.03.2021
9 Minuten
Obdachlosigkeit – Die Gründe, warum Menschen obdachlos werden, sind verschieden.

In Städten wie Stuttgart sind Wohnungsnot und Obdachlosigkeit allgegenwärtig. Welche Lösungsansätze gibt es, um die Landeshauptstadt für obdachlose Menschen lebenswerter zu gestalten?

Ein Beitrag von Jana Mack, Jan Merklinger, Kirsten Stumpe und Tatjana Swiridoff. Ein studentisches Projekt der Hochschule der Medien über livable cities und Ideen, die uns dort hinführen könnten.

Wie kann eine Stadt wie Stuttgart für obdachlose Menschen lebenswerter gestaltet werden? Um eine Antwort darauf zu finden und den Ursachen der bestehenden Probleme auf den Grund zu gehen ist es unabdingbar, mehrere Seiten in die Thematik einzubeziehen. „Da gibt es im Bereich der Obdachlosenhilfe, glaube ich persönlich, noch viel zu tun“, räumt Franziska Vogel ein, die Leiterin des Sozialamts Stuttgart. Daher sei es ein zentrales Ziel der Stadt, die Partizipation mit den Betroffenen in Zusammenarbeit mit freien Trägern zu fördern.

Wie viele Menschen in Stuttgart sich derzeit in Wohnungsnot befinden, ist nicht ganz klar. Man kennt zwar die Anzahl der Personen, die sich in Notunterkünften aufhalten, aber weiß nicht genau, wie viele Menschen tatsächlich auf der Straße leben. Sicher ist nur: die Zahl der Obdachlosen steigt, auch durch die Corona-Pandemie, weiter stark an. Laut Michael Knecht, dem Geschäftsführer der Hilfsorganisation Ambulante Hilfe e.V., gibt es derzeit rund 4.000 Plätze in unterschiedlichen Unterkünften, wie beispielsweise in Heimen, Hotels, Sozialpensionen und in sogenannten Fürsorgeunterkünften der Stadt Stuttgart. Die Plätze in den Notunterkünften reichen jedoch gerade im Winter längst nicht aus, um alle Hilfsbedürftigen in Stuttgart unterzubringen.

Durch die pandemiebedingten Bestimmungen hat sich die Lage zusätzlich verschärft. Die ohnehin nicht ausreichenden Kapazitäten haben sich in vielen Unterkünften quasi halbiert: Wo vorher vier Menschen pro Raum unterkamen, können jetzt nur noch zwei gemeinsam übernachten. Hinzu kommen laut Knecht die etwa 100 bis 150 zugewanderten Personen aus Ländern wie Polen, Ungarn oder Rumänien, die in Stuttgart komplett im Freien leben, beispielsweise im Schlosspark. Sie haben in Deutschland keinerlei Ansprüche auf Hilfe, bekommen keine Unterkunft und auch keine Leistungen von den Jobcentern.

Was deutsche Bürger in Wohnungsnot angeht, hat sich die Lage über die letzten Jahrzehnte jedoch insgesamt deutlich zum Positiven verändert. So wurden obdachlose Menschen bis zum Anfang der 1980er-Jahre lediglich unterstützt, indem sie im Tausch gegen Arbeit ein ein- bis dreitägiges Bleiberecht in einer Schlafunterkunft, eine Suppenspende und ein Taschengeld von 3,50 Mark erwerben konnten. So pilgerten sie damals auf der Suche nach einer Bleibe quer durch Deutschland. Durch ein höchstrichterliches Urteil erfolgte schließlich eine Wende: Sozialhilfe darf seither nicht mehr in Form von Sachleistungen abgegeben, sondern muss ausgezahlt werden.

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„Die Hilfelandschaft und die Bedingungen für Obdachlose sind in keinster Weise mehr mit den damaligen zu vergleichen.“ – Michael Knecht

Auch was die beratende Unterstützung obdachloser Personen angeht, hat sich seitdem einiges verändert: Während die Stadt Stuttgart früher sogar als Vorreiter in Sachen ambulante Betreuung für obdachlose Menschen galt, hat sich über die Zeit ein bundesweites, ausdifferenziertes ambulantes Angebot aus Beratungsstellen, Übernachtungsmöglichkeiten und Tagesstätten entwickelt. Oberstes Ziel ist natürlich immer, dass die betroffenen Personen am Ende wieder in eine eigene Wohnung zurückkehren können. Doch wie sieht es heute in Stuttgart aus? Geht die Stadt mit den Menschen in den Dialog, um „nicht über die Menschen zu sprechen, sondern mit ihnen, um daraus Lösungen zu entwickeln, die für die Menschen zum Schluss nachhaltig sind“, wie Franziska Vogel sagt?

Der Austausch untereinander

Die Leiterin des Stuttgarter Sozialamts gibt zu: „Bisher findet zu wenig Dialog mit den Betroffenen selbst statt“. Doch nur durch den Austausch mit obdachlosen Menschen können deren Bedürfnisse erkannt werden, um nachhaltige und wirkungsvolle Lösungsansätze zu entwickeln.

Ein positives Beispiel für die Dialogorientierung zwischen Stadt und betroffenen Personen im Bereich Bauprojekte gibt es im Stadtteil Bad Cannstatt. Bei Gesprächen am „runden Tisch“ geht es um bauliche Veränderungen des Cannstatter Bahnhofs – darin werden die unterschiedlichsten Institutionen und Personen, wie beispielsweise die Polizei, das Sozialamt, der Gemeinderat sowie soziale Einrichtungen und Vertreter betroffener Personen involviert. Die Vertreter der Menschen ohne Obdach versuchen Einfluss auf die baulichen Maßnahmen zu nehmen, sodass es auch in Zukunft einen Platz am Bahnhof gibt, an dem sich wohnungslose Menschen einfinden können. Wieviel Raum und Gehör soziale Einrichtungen wie die Ambulante Hilfe dabei bekommen, sei jedoch abzuwarten, sagt Michael Knecht. Doch schon jetzt sind diese Gespräche ein Beispiel dafür, dass soziale Einrichtungen in städtische Bauprojekte einbezogen werden. Der Geschäftsführer der Hilfsorganisation ist sich sicher: „Wenn die Teilhabe der Betroffenen gut organisiert wird, dann hat das positive Auswirkungen auf die Bedarfsgerechtigkeit des Angebots“.

Auch im Bereich Wohnungsbau arbeitet die Stadt eng mit sozialen Einrichtungen zusammen, stellt Grundstücke zur Verfügung und fördert die Baumaßnahmen finanziell – so konnten bereits über 150 Wohnungen gebaut werden. Andere Städte würden solche Bauprojekte deutlich weniger fördern sagt Knecht. Daher spricht er in dieser Hinsicht von einer „guten Kooperation“ zwischen freien Trägern und der Stadt Stuttgart.

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Positiv sieht Michael Knecht auch Streetworker-Projekte, die mit finanzieller Unterstützung der Stadt ins Leben gerufen wurden. So wurden an der Paulinenbrücke zwei halbe Stellen geschaffen – seit Oktober letzten Jahres kümmern sich zwei Streetworker um die Menschen dort. Das „Med Mobil“, das regelmäßig verschiedene Stellen in Stuttgart anfährt und ärztliche Hilfe leistet, wird ebenfalls von der Stadt gefördert und mitfinanziert.

Außerdem ist die Stadt selbst präventiv tätig: Beim Sozialamt gibt es eine Fachstelle zur Wohnungssicherung. Diese übernimmt unter gewissen Voraussetzungen die Mietschulden, damit es gar nicht erst zur Obdachlosigkeit eines Menschen kommt.

Was tut sich am Stadtbild?

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Orte, an denen viele wohnungslose Menschen gemeinsam Zeit verbringen, sind in Stuttgart beispielsweise die Paulinenbrücke, der hintere Schlossplatz, die Klettpassage am Hauptbahnhof, der Feuersee oder der Bahnhof in Bad Cannstatt.

Ausgang Rotebühlplatz – An zentralen Plätzen mit guter Infrastruktur halten sich viele obdachlose Personen auf.
An zentralen Plätzen mit guter Infrastruktur halten sich viele obdachlose Personen auf.
Feuersee – An zentralen Plätzen mit guter Infrastruktur halten sich viele obdachlose Personen auf.
An zentralen Plätzen mit guter Infrastruktur halten sich viele obdachlose Personen auf.
Hauptbahnhof – An zentralen Plätzen mit guter Infrastruktur halten sich viele obdachlose Personen auf.
An zentralen Plätzen mit guter Infrastruktur halten sich viele obdachlose Personen auf.
Hinterer Schlissplatz – An zentralen Plätzen mit guter Infrastruktur halten sich viele obdachlose Personen auf.
An zentralen Plätzen mit guter Infrastruktur halten sich viele obdachlose Personen auf.
Paulinenbrücke – An zentralen Plätzen mit guter Infrastruktur halten sich viele obdachlose Personen auf.
An zentralen Plätzen mit guter Infrastruktur halten sich viele obdachlose Personen auf.

Das kann zu Spannungen führen – häufig fühlen sich angrenzende Geschäfte und Restaurants, aber auch Passanten davon gestört. Werden obdachlose Personen deshalb gezielt aus dem Stadtbild verdrängt?

Aus Sicht von Michael Knecht: „Leider ja“. So wurden zum Beispiel Bänke und Sitzplätze auf dem Bahnhofsvorplatz in Bad Cannstatt und auch im Stadtzentrum, beispielsweise auf der Königsstraße, abgebaut, damit sich dort weniger Menschen aufhalten können. Das sei „eine gezielte Maßnahme gegen die Bedürfnisse derjenigen, die sich bisher dort aufgehalten haben“, so Knecht. Ein weiteres Beispiel für Maßnahmen, die die Verdrängung der obdachlosen Menschen aus dem Stadtbild zum Ziel haben, sei das repressive Verhalten und der Druck der Polizei. Durch ständige Kontrollen, meist sogar mehrmals am Tag, werde den Menschen der Aufenthalt an der Paulinenbrücke absichtlich möglichst unangenehm gemacht.

Den Konflikt, der hierbei entsteht, könnte man als schmalen Grat bezeichnen: Einerseits wird laut der Leiterin des Sozialamts, Franziska Vogel, Wert darauf gelegt, dass keine Verdrängungspolitik stattfindet und dass obdachlose Menschen genauso als Teil der Gesellschaft betrachtet werden, „wie jede andere Stuttgarterin oder Stuttgarter oder Besucherin und Besucher auch“. Andererseits gebe es im öffentlichen Raum Regeln, an die sich auch wohnungslose Menschen halten müssten. „Inwiefern ist es einfach zu akzeptieren und Teil einer offenen Stadtgesellschaft, dass obdachlose Menschen zur Gesellschaft und deshalb auch zum Stadtbild gehören?“

Diesen gelegentlich schmalen Grat müsse man gemeinsam diskutieren – dazu bleibe die Stadt im regelmäßigen Austausch mit dem Amt für öffentliche Ordnung, der Polizei und dem öffentlichen Nahverkehrsunternehmen SSB. Zur Frage, wo in Stuttgart denn ein geeigneter Ort wäre, an dem sich Menschen ohne feste Bleibe treffen können, sagt Vogel:

„Es geht eigentlich nicht darum, wo ich oder wir die Obdachlosen haben wollen, sondern wo die Obdachlosen sein wollen.“ – Franziska Vogel

Damit setzt sie ein wichtiges Zeichen im Hinblick auf die Dialogorientierung der Stadt mit betroffenen Personen, um zukünftig geeignete und nachhaltige Lösungen zu finden und alle Seiten zufriedenzustellen.

Wünsche für die Zukunft

Auch wenn es bereits Schritte in die richtige Richtung gibt: Was die Bemühungen zur Unterstützung von Personen in Wohnungsnot angeht, gibt es auch in Stuttgart noch einiges zu tun, um die Stadt für sie lebenswerter zu gestalten. Fragt man den Geschäftsführer der Ambulanten Hilfe nach seinen Wünschen für die Zukunft, hofft er auf eine Wandlung des bestehenden Systems. „Das System sollte sich ändern – hin zu einem bedarfsgerechten System, was die Leistungen und den Umgang miteinander betrifft.“ Gerade im Jobcenter gebe es derzeit ein extrem hierarchisches System, bei dem Mitarbeitende des Jobcenters über Hilfeempfangende auf menschenunwürdige Weise bestimmen würden:

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Klar ist aber auch, dass manche Probleme wie ein niedriger Sozialhilfesatz oder gesetzliche Regelungen, die mittellose Menschen benachteiligen, nicht auf kommunaler Ebene zu lösen sind. Ein weiterer Punkt, der aus Sicht von Knecht in diesem Kontext dringend verbessert werden müsse, sei die Unterstützung Langzeitarbeitsloser. Hier habe es in der Vergangenheit gerade in der Stadt Stuttgart viele tolle Beispiele und Projekte gegeben, bei denen Leute wieder in den Arbeitsmarkt integriert wurden. Seit der Hartz-IV-Reform habe sich das leider geändert, da solche Bemühungen seitdem in die Zuständigkeit des Bundes beziehungsweise der Jobcenter übergegangen sind. Hier könne die Kommune trotzdem unabhängig davon wieder an lösungsorientierten Konzepten arbeiten, allerdings hänge vieles auch von der Gesetzgebung des Bundes ab.

Ein weiterer Wunsch von ihm ist, dass die Stadt so viel Neubau und Renovierungstätigkeiten ermögliche, dass sich der Druck auf dem Wohnungsmarkt deutlich reduziere und es wieder wesentlich leichter werde, bezahlbaren Wohnraum zu finden. So könne verhindert werden, dass immer mehr Menschen in Wohnungsnot geraten, weil sie ihre Miete nicht mehr bezahlen können.

Die Wohnungsnotfallhilfe beschäftigt sich derzeit mit dem sogenannten „Housing First“-Ansatz. Bei diesem Konzept der Obdachlosenhilfe geht es darum, den bisherigen langwierigen Prozess umzudrehen: Verliert ein Mensch derzeit in Stuttgart seine Wohnung, kommt er vorübergehend in ein Aufnahmehaus oder in eine Notübernachtung und durchläuft dann mehrere „Stationen“, bis man ihn im besten Fall schlussendlich wieder in einer eigenen Wohnung unterbringen kann. Das „Housing First“-Konzept beruht auf der Annahme, dass eigener Wohnraum ein Grundbedürfnis darstellt und somit die Basis für eine erfolgreiche Lebensbewältigung ist. Daher wird im Rahmen dieses Ansatzes der in Wohnungsnot geratenen Person direkt eine Wohnung zur Verfügung gestellt und sie in einem normalen Mietverhältnis untergebracht. Der vermittelte Wohnraum soll dabei als Basis für die Regeneration der Selbsthilfekräfte dienen und vorhandene Ressourcen der betroffenen Person sollen so wieder aktiviert werden. Der bisherige langwierige Prozess der Entwurzelung wird somit vermieden und die betroffene Person kann sich leichter wieder aus der finanziellen Notlage befreien.

Ein weiterer Bestandteil des Konzepts ist die begleitende, proaktive Unterstützung der betroffenen Person durch Fachkräfte – das kann die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt, den Umgang mit einer psychischen Erkrankung oder die Bewältigung einer Suchterkrankung betreffen. Durch dieses Konzept, das beispielsweise in den USA und in einigen skandinavischen Ländern bereits seit längerer Zeit umgesetzt wird, soll ein langfristiger Wohnungserhalt und ein selbstbestimmtes Leben der Teilnehmenden erreicht werden. Die Leiterin des Sozialamts ist von dem Konzept überzeugt – unter anderem, weil Beispiele großer Metropolen zeigen, dass dieser Ansatz trotz knappem Wohnraum umsetzbar ist. Auch in Deutschland wird bereits nach diesem Ansatz gehandelt – so wird das „Housing First“-Konzept in Berlin bereits seit 2018 umgesetzt. Die Hauptstadt dient somit als Vorbild, an dem sich Städte wie Stuttgart orientieren können. Laut Vogel soll das Konzept auch hier verstärkt in den Fokus genommen werden.

Es gibt also einige gute Ansätze, die dazu beitragen könnten, das Leben obdachloser Menschen in Stuttgart zukünftig lebenswerter zu gestalten. Aber eine Stadt ist viel mehr als ein Konstrukt – sie wird durch die Menschen mitgestaltet, die darin leben. So trägt jeder einzelne Bürger Stuttgarts dazu bei, die Stadt zum Positiven zu verändern – und das fängt beim Umgang miteinander an: Hinsehen statt Wegsehen, Verständnis zeigen, betroffenen Personen ein Lächeln schenken statt einfach nur vorbeizugehen, menschlich handeln statt einfach nur Mensch zu sein. Denn:

„Kein Mensch will freiwillig auf der Straße leben oder im Park übernachten – das sind immer Reaktionen auf Notlagen.“ – Michael Knecht
Wie kann man obdachlosen Menschen helfen?
Wie kann man obdachlosen Menschen helfen?

Dieser Beitrag ist Teil eines studentischen Projekts der Hochschule der Medien Stuttgart zu lebenswerten Städten. In diesem Projekt recherchieren 32 Studierende, wie sich Städte neu gestalten und mit Leben füllen lassen: von den öffentlichen Toiletten über Kino und Konzerte bis zu erholsamen Grünanlagen.

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Alexander Mäder

Alexander Mäder

Alexander Mäder unterrichtet Journalismus an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Er ist in zwei RiffReporter-Projekten aktiv: Klima wandeln und die ZukunftsReporter.


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