Wien: Die Straße wird Wohnzimmer und Spielplatz

Der Umbau der Stadt schafft mehr Raum für alle

PID / Christian Fuerthner Eine Wohnstraße wurde für den Autoverkehr gesperrt. An einem Tisch  sitzen fünf Menschen auf Stühlen auf der Fahrbahn und unterhalten sich. Ein Pärchen spielt Federball. In kleinen Grüppchen stehen Menschen zusammen und unterhalten sich.

Busy Streets - Auf neuen Wegen in die Stadt der Zukunft

Abends um 18 Uhr wird es eng in der Mariahilferstraße in Wien. Während einkaufslustige Passanten kreuz und quer durch die Fußgängerzone laufen, schlängeln sich Rad- und Rollerfahrerinnen dicht an ihnen vorbei. Das ist erlaubt und funktioniert. Ein paar Meter weiter in der angrenzenden ebenerdigen Begegnungszone ergänzen Autos das rege Treiben. Sie sind jedoch eindeutig in der Unterzahl. Seit die Einkaufsstraße 2015 umgebaut wurde, dürfen nur noch Anwohner mit maximal 20 Stundenkilometern ihren Wagen hier entlang fahren, außerdem Taxis und früh am Morgen die Lieferanten. 

Der Umbau der Mariahilferstraße war der Auftakt zu einer neuen Stadtplanung in der österreicherischen Hauptstadt. Die Entscheider reagierten damit auf den Klimawandel und die anhaltende Urbanisierung. 1,9 Millionen Menschen lebten im Januar in Wien; rund 210.000 mehr als zehn Jahre zuvor. In den verdichteten Zentren brauchen die Menschen mehr öffentlichen Raum. Insbesondere während der wärmeren Jahreszeit. Jetzt wandelt die Stadt Verkehrsraum in strategische Freiräume um: Die neuen Plätze werden zum erweiterten Wohnzimmer oder zum Spielplatz.  

Lange Zeit war der rund 1,8 Kilometer Abschnitt der Mariahilferstraße die Hauptverkehrsader für Autofahrerinnen vom Westbahnhof in die Innenstadt. Links und rechts neben der zweispurigen Fahrbahn reihten sich parkende Pkw Stoßstange an Stoßstange. Die Fußgänger drängelten sich auf viel zu schmalen Gehwegen aneinander vorbei. Heute sind sie hier alle gleichberechtigt - Auto-, Rad- und Rollerfahrer und die Fußgänger. Alle müssen aufeinander Rücksicht nehmen. Entsprechend mühsam ist hier das Autofahren.

Die ehemalige Straße wurde umgebaut und verläuft jetzt barrierefrei. . Radfahrer*innen und Fußgänger*innen sind auf der ehemaligen Fahrbahn unterwegs.
Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und Autofahre*innenr sind in der Begegnungszone gleichberechtigt. Es gilt Tempo 20
Andrea Reidl
Der Schriftzug "Ladezone" zeigt, wo Lieferfahrzeuge in der Mariahilferstraße zum Ausladen halten dürfen
Ladezone in der Mariahilferstraße
Andrea Reidl

„Das Projekt hat dazu beigetragen, Verkehr anders zu denken und den Raum neu zu verteilen“, sagt Andreas Baur, Sprecher der ehemaligen Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, die das Projekt ins Leben gerufen hat. Im selben Maß wie sie die Verkehrsfläche für Autos verringert haben, haben sie Platz für Menschen geschaffen. „Hier können sie selbst bei Regen bleiben“, sagt Baur und deutet auf einen riesigen Schirm, der eine Sitzecke mit Tischen schützt. 87 Sitzecken und Bänke hat die Stadt auf dem 1,8 Kilometer langen Straßenabschnitt der Mariahilferstraße aufstellen lassen – manche sind beschirmt, andere nicht. Außerdem wurden 27 Baumgärten angelegt, Spieltische für Erwachsene aufgestellt und Steintiere zum Klettern und Spielen für Kinder. Die neuen Angebote verändern die Stimmung auf der Mariahilferstraße. In dem neu gestalteten Abschnitt ist sie deutlich mehr als eine Einkaufsstraße. Sie ist ein Treffpunkt, wo sich ohne Konsumzwang Freunde und Nachbarn treffen können.

Die Mariahilferstraße war die erste von mehreren Begegnungszonen in Österreich. Mittlerweile gibt es acht von ihnen in Wien. Allerdings reicht es längst nicht mehr aus, nur den Platz umzuverteilen. Der Klimawandel heizt Städte wie Wien im Sommer extrem auf. Im vergangenen Jahr überschritten die Temperaturen in Wien an über 40 Tagen die 30-Grad-Marke. Die Betonschluchten speicherten die Hitze bis in die Nacht. Kinder und ältere Menschen leiden besonders unter den lang anhaltenden hohen Temperaturen. Mit Hitzekarten hat die Wiener Verwaltung Stellen in der Stadt identifiziert, die sich besonders stark aufheizen und in der außerdem viele Kinder und Senioren leben. In drei dieser Bezirke wurden im August Erfrischungszonen ausprobiert – die sogenannten „coolen Straßen“.

Mit „coolen Straße“ die Sommerhitze bekämpfen

In den „coolen Straßen“ wurde der Autoverkehr komplett ausgesperrt. Auch das Parken war dort verboten. Auf der frei gewordenen Fläche wurden Sitzbänke und Pflanzen aufgestellt, Rollrasen ausgelegt und Sprühnebelanlagen oder andere temporäre Wasserquellen installiert. „Die Aktion wurde super angenommen“, sagt Kathrin Ivancsits, Sprecherin der Mobilitätsagentur der Stadt Wien. Die Kinder spielten auf der Straße und die Anwohner verweilten auf den Bänken. Messungen der Stadt zeigten, dass die Temperaturen in den Erfrischungszonen um bis zu fünf Grad sanken. Für etwa zwei Drittel der Bewohner waren sie ein Ausgleich und ein Ausweichort zu ihrer warmen Wohnung. Das haben die Mitarbeiter des Forschungs- und Beratungsunternehmens „The better way research“ festgestellt, die das Projekt wissenschaftlich begleiteten. Nach ihren Angaben wünschten sich über 90 Prozent der Befragten eine Wiederholung der Aktion. In diesem Sommer soll es in Wien mindestens 18 „coole Straße“ geben“.

Die Wohnstraße wurde für den Autoverkehr gesperrt. An einem runden Tische sitzen Menschen und unterhalten sich, andere spielen Federball, andere stehen in Gruppen zusammen und unterhalten sich.
Coole Straße: Klönen vor der Haustür
PID / Christian-Fuerthner

Die Erweiterung ihres Wohnzimmers können die Anwohner mitgestalten. Denkbar sind laut Kathrin Ivancsits Angebote wie urban Gardening, der Tausch von Büchern, ein Fahrradparcours oder gemeinsames Hausaufgabenmachen. „Vor Ort unterstützen Betreuungspersonen die Anrainerinnen bei der Belebung und Ausgestaltung der 'coolen Straßen’“, sagt sie. 

In der Zieglergasse, die gerade mal fünf Gehminuten von der Mariahilferstraße entfernt ist, wird die Idee derzeit umgesetzt. Dort wurden 20 Ulmen gepflanzt und vier Kühlbögen aufgestellt, die ab circa 27 Grad automatisch Wasser vernebeln. Trinkbrunnen für Menschen und Tiere werden noch installiert. An vier Stellen wurde die Straße außerdem so umgebaut, dass kleine Plätze mit vorgezogenen Gehwegen entstanden sind. Außerdem wurden helle Pflastersteine verlegt, die im Sommer künftig weniger Wärme speichern sollen.

Park statt Parken

Kleinere Maßnahmen in ihrer Nachbarschaft können die Wienerinnen und Wiener aber auch selbst in Angriff nehmen. Am einfachsten ist der Umbau von Parkplätzen vor der eigenen Haustür. In Wien heißen sie Grätzloasen und werden von der Stadt über das gleichnamige Aktionsprogramm mit bis zu 4000 Euro gefördert. Der Do-it-yourself-Trend im öffentlichen Raum kommt gut an. 58 Privatpersonen, Unternehmen, Vereine oder Schulen haben im vergangenem Jahr vor ihrer Haustür Parkplätze zu Terrassen, Minigärten, Spiel- und Fitnessecken umgebaut. Jeder kann sie nutzen, um hier sein mitgebrachtes Essen zu verdrücken, einen Kaffee zu trinken oder auch Freunde zu treffen. Es sind kleine konsumfreie Flächen in direkter Nachbarschaft, die von April bis Oktober zu kleinen Erholungsräumen werden. Im Herbst müssen sie abgebaut werden. 

Auf dem Parkplatz steht eine Holzterrasse mit Blumenkästen und Holzbänken. In der Mitte steht ein Kicker an dem zwei Männer mit zwei Mädchen gegeneinander spielen. Eine Frau mit Schäferhund sitzt auf der Bank und schaut ihnen zu
Treffpunkt Grätzeloase: Hier kann man kickern ...
Auf den Parkplatz wurde eine Terrasse gebaut, die mit Blumen und Grünpflanzen eingefasst ist. An einem Tisch spielen zwei Frauen Schach, an einem anderen Tisch unterhält sich ein Paar.
Schach spielen ...
Blick aus der Vogelperspektive auf eine Holzterrasse, die auf einen Parkplatz aufgebaut wurde. Dort sitzen sechs Menschen auf den Holzbänken und unterhalten sich

Diese kleinen Oasen werden im Zuge des Klimawandels immer wichtiger. Wem es in der eigenen Wohnung zu heiß wird, den drängt es nach draußen. Das gilt für Erwachsene wie für Kinder. Wobei Kinder es in der Stadt oftmals noch schwerer haben, in den verkehrsreichen Straßen ihren Bewegungsdrang auszuleben. Die Grafikdesignerin Sylvia Kostenzer will das Problem in Wohnstraßen mit Farbe lösen. 

Blauer Asphalt irritiert Autofahrer 

In Wohnstraßen dürfen Kinder auf der Straße spielen – jedenfalls in der Theorie. In der Praxis ist das ziemlich unattraktiv und zudem gefährlich. Denn oftmals parken rechts und links Pkw und viele Autofahrer halten sich nicht an die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit. Sylvia Kostenzer hat 2018 im Rahmen des Wettbewerbs „Kinder, Kinder!“ eine Wohnstraße Wiens blau eingefärbt und mit weißen, roten und asphaltfarbenen Punkten versehen. „Anfangs irritierte die Farbe die Nutzerinnen und sie sind deutlich langsamer gefahren“, sagt sie. Parallel dazu flanierten nun die Anwohner in der Mitte der Straße statt auf dem Fußweg. Sie eroberten sich ihre Straße zurück. Mit den Monaten verlor die Farbe allerdings ihre Wirkung und die Autofahrerinnen fuhren wieder schneller. „Farbe allein reicht nicht, um ein Umdenken zu erwirken oder das die Verkehrsregeln tatsächlich erlernt und umgesetzt werden“, sagt Sylvia Kostenzer. Damit eine Wohnstraße wirklich ein Raum für Kinder werde, müssten die parkenden Autos entfernt werden. 

Der Asphalt in der Wohnstraße ist blau gestrichen worden und hat rote, weiße und asphaltfarbene Kreise. Kinder laufen durch die Straße oder fahren Roller. Rechts und links am Fahrbahnrand parken Autos
Der blaue Teppich soll die Autos in der Wohnstraße ausbremsen
Sylvia Kostenzer

Radspielplatz in Fußgängerzone

Aber selbst das reicht manchmal nicht aus. Die Ernst-Melchior-Gasse wurde 2018 zwar zur Fußgängerzone, allerdings nur formal per Verkehrsschild Baulich wurde nichts verändert. Also nutzten die Anwohner die Stichstraße so wie zuvor. Bis Sylvia Kostenzer kam. Sie hat auch hier im Rahmen des „Komm raus“-Festivals mit Erwachsenen und Kindern die Fahrbahn bemalt.

Blick aus der Vogelperspektive auf die Ernst-Melchior-Gasse: Es zeigt das blau-gelbfarbene Monster, das dort auf den Asphalt gemalt wurde
Das blaue Monster in der Erich-Melchior-Gasse
privat / Sylvia Kostenzer

Zur Einweihung hat Alec Hager mit seinem Team von den Radvokaten einen Parcours nach seinem „Radspielplatz Wien“-Konzept aufgebaut. In Österreich ist es wie in Deutschland: „Vielen Kindern fehlt die Fahrpraxis“, sagt Hager. In den Bezirken gebe es oftmals keinen Platz zum Üben. Entsprechend schlecht seien sie auf das Fahren im Verkehr vorbereitet. Hager weiß, wovon er spricht. Er bietet mit den Radvokaten seit Jahren Radfahrkurse für Kinder unter anderem in Schulen an. „Nur wenige von ihnen können die Hand vom Lenker nehmen, um Handzeichen zu geben“, sagt er. Für ihn ist das ein Warnsignal. Radfahren ist Teil der Mobilität von Morgen in Wien. Deshalb fordert er, es wie Schwimmen als Schulfach zu unterrichten.

Die Kinder, die in der Ernst-Melchior Gasse wohnen oder die dortige Grundschule besuchen, brauchen das nicht mehr. Sie haben den Radspielplatz jetzt vor ihrer Haustür. Das auf den Asphalt gemalte blau-gelbfarbene Monster hat Kurven und Schlaufen, die zum Slalomfahren einladen. Außerdem gibt es vor der Schule eine Box mit Hütchen, Wippen, Straßenschildern und mehr. Diese kann jeder nutzen, um sich einen eigenen Übungsparcours aufzubauen. 


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