Ausschreibung Masterclass Wissenschaftsjournalismus 2020

Bewerbungen noch bis zum 30. Juli möglich!

Rawpixel Ltd./ depositphotos Junge Menschen diskutieren und lernen in einer Bibliothek.

Die Masterclass mit neuem Zeitplan

Wir freuen uns, dass die „Masterclass Wissenschaftsjournalismus“ mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung 2020/21 stattfinden wird. Aufgrund der Coronavirus-Krise haben wir den Zeitplan geändert und den Rahmen den Ereignissen angepasst: Die Masterclass selbst wird in digitalen Workshops stattfinden und wir laden auch zu Bewerbungen für Projekte ein, die digitale Veranstaltungsformate weiterentwickeln.

Bis zum 30. Juli 2020 nehmen wir Bewerbungen für die "Masterclass Wissenschaftsjournalismus 20/21" entgegen!  

An wen richtet sich die Ausschreibung? 

Ob angestellte/r RedakteurIn oder freiberufliche/ JournalistIn, ob BerufsanfängerIn oder erfahrere KollegInnen, egal welchen Alters: Wenn Sie Interesse daran haben, aktiv den Kontakt mit den BürgerInnen zu suchen, um Medienmisstrauen zu begegnen und hierfür neue Formate zu entwickeln, dann sind Sie bei der „Masterclass Wissenschaftsjournalismus 2020/21“ genau richtig.

Die Masterclass widmet sich Wissenschaftsthemen. Es dürfen sich aber auch JournalistInnen bewerben, die keine Ausbildung im Wissenschaftsjournalismus haben. Wichtig ist, dass sich die eingereichte Projektidee einem wissenschaftlichen Thema widmet, die Umsetzung dessen darf aber auch sehr spielerisch und genreübergreifend sein. Denn gerade wenn es um neue Formate geht, kann es helfen, sich auf neue Pfade zu begeben. 

Das Thema der Masterclass 2020/21: Journalismus in die Bibliothek

Gerade in der Corona-Pandemie zeigt sich, wie wichtig die breite Vermittlung von wissenschaftlichen Inhalten ist. Doch viele Menschen erreichen wir nicht mehr. Sie lesen keine Zeitungen, beschäftigen sich wenig mit Nachrichten. Wie kann man mit ihnen in Kontakt treten? Welche neuen Formate bieten sich dafür an, auch digital? 

2020/21 fördert dieses Weiterbildungsprojekt 12 JournalistInnen dabei, innovative journalistische Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Wir wollen Dialog und Partizipation an ganz besonderen Orten wagen, an denen Menschen jenseits von Konsum und sozialen Grenzen zusammenkommen: den Bibliotheken. Mit der Masterclass können Sie daran mitwirken, Journalismus in die Bibliothek und somit auch zu einer Vielzahl von verschiedenen Menschen zu bringen.

Warum Bibliotheken?

Bibliotheken sind tolle Orte, die Medien, Wissen, Recherche sowie Teilhabe am demokratischen Diskurs zusammenführen. Wie der Journalismus sind Bibliotheken auf der Suche nach neuen Wegen, Medienkompetenzen zu vermitteln, die lebendige Öffentlichkeit zu stärken und Menschen zusammenzubringen. "Informieren. entdecken. mitmachen", das neue Motto der Stadtbibliothek München, spiegelt diese Zielrichtung perfekt wider.

RiffReporter kooperiert bereits mit der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), den Bücherhallen Hamburg, der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam, den Stadtbüchereien Düsseldorf, der Stadtbibliothek Konstanz und anderen Bibliotheken. Alle beteiligten JournalistInnen berichteten im Anschluss von inspirierenden, erhellenden Erfahrungen.

Mit der "Masterclass Wissenschaftsjournalismus" können auch Sie die Bibliothek als Bühne für Ihre journalistischen Ideen entdecken und nutzen! 

Wie kann die Arbeit mit einer Bibliothek aussehen? 

Die Ideen und Formate, die sich an und mit einer Bibliothek umsetzen lassen, können ganz unterschiedlich sein. Denkbar sind z.B.:

  • Themenwoche aus einem Bereich der Wissenschaft, Umwelt, Technologie o.a.
  • Workshops zur Medienbildung, Fake News
  • Partizipative Projekte (zum Beispiel partizipative Recherchen
  • Virtual Reality, Serious Gaming, digitale Technologien
  • Debattenformate
  • Vertiefte Nutzung von Bibliotheksressourcen durch Journalist/in (power user)
  • und vieles mehr ... oder ganz anderes ...

Wir sind gespannt auf neue und originelle Ideen dazu, wie JournalistInnen in und mit Bibliotheken aktiv werden und mit den NutzerInnen zusammen Formate erproben und realisieren können.

Bei der Wahl der Partnerbibliothek haben BewerberInnen zwei Optionen: Entweder sie bewerben sich mit einer Partnerbibliothek ihrer eigenen Wahl oder die RiffReporter eG schlägt ihnen, wenn eine Bewerbung erfolgreich ist, für ihr Projekt geeignete Bibliotheken vor. 

Die Masterclass als Experimentierfeld verstehen

Die Masterclass soll der Raum sein, wo neue Wege ausprobiert werden können. Das heißt auch: Ideen können hinterfragt und neu formuliert werden! Wir erwarten daher nicht, dass die bei der Bewerbung einzureichende Projektidee ein völlig ausgereiftes Konzept beinhaltet: Die Masterclass versteht sich als "work in progress", sie bietet den Raum und das Miteinander, um auch noch nicht ausgereifte Ideen weiterzuentwickeln, zu erforschen und zu verbessern. Am Ende soll die Umsetzung eines Projektes in einer Praxiswoche in einer Partnerbibliothek im Bundesgebiet realisiert werden - der Weg dahin aber darf offen angegangen und auch während der Masterclass neu begangen werden.

Nicht nur aufgrund der Corona-Pandemie laden wir ausdrücklich dazu ein, Projekte mit digitalen Veranstaltungsformaten zu entwickeln. Digitale Formate sind aktuell verstärkt in der Mitte der Gesellschaft angekommen, denn sie können den Nutzerkreis erweitern und Menschen aus unterschiedlichsten Hintergründen und Orten zusammenbringen. Daher können und sollen entsprechende Projektideen im Rahmen der Masterclass sowohl eigenständig geplant werden als auch stets als Backup-Lösung für eigentlich analog geplante Veranstaltungen mitgedacht werden.

Der neue Zeitplan der neuen Masterclass

Bis zum 30. Juli 2020 können sich freiberufliche wie festangestellte WissenschaftsjournalistInnen oder andere interessierte JournalistInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, sofern sie in deutschsprachigen Medien publizieren, mit einer kurzen, prägnanten Projektidee bei uns bewerben. Aus den Bewerbungen wählt die Jury im September die Fellows aus.  

Die eigentliche Projektentwicklung und damit die Masterclass beginnt mit einem Auftaktworkshop, der im Oktober und November in einem virtuellen Workspace stattfinden wird. Geplant sind dafür 10 Meetingeinheiten, die ab dem (neu) 14. Oktober jeweils mittwochs ab 16 Uhr für 2-3 Stunden stattfinden.

Die Projekte werden dann individuell und mit Unterstützung ausgearbeitet und im März bis Mai 2021 während einer Praxiswoche in bzw. mit einer Partnerbibliothek umgesetzt. Der konkrete Zeitraum für die Umsetzung wird in Absprache mit der Bibliothek und den Fellows ausgemacht.

Die Masterclass endet mit einer Präsentation der Ergebnisse und Erfahrungen Mitte Juni 2021 in Bremen im Rahmen des Bibliothekartags 2021 (geplant für den 15.-18.6.2021). 

Wie kann man sich bewerben?

Voraussetzung für die Bewerbung ist, dass die BewerberInnen zu den genannten Zeiträumen verlässlich Zeit haben. Die Teilnahme an dem virtuellen Workshops ist obligatorisch, ebenso die Umsetzung des Projekts im Frühjahr 2021.

Für die erfolgreiche Mitarbeit in der Masterclass erhalten die Fellows 5.000 Euro netto plus Reisekosten. Die Förderung wird in zwei Tranchen à 2.500 Euro ausgezahlt: Für die Entwicklung eines umsetzungsreifen Konzepts und nach beendeter Praxiswoche in der Bibliothek.

Für die Bewerbung sind erforderlich: 

  • Eine Ideen- und Projektskizze (PDF, max. 1,5 Seiten)
  • Lebenslauf (PDF, 1 Seite) 
  • Motivationsschreiben (PDF, max. 1 Seite).

Angestellte RedakteurInnen/JournalistInnen müssen zudem mit dieser ausgefüllten und unterschriebenen Bestätigung der Chefredaktion darlegen, dass die Teilnahme an der Masterclass vom Arbeitgeber unterstützt wird.

Wir freuen uns auch sehr über Bewerbungen von jüngeren JournalistInnen. 

Hier kommen Sie zu unserem Bewerberformular für JournalistInnen!  

Bibliotheken können weiterhin hier ihr Interesse bekunden, Partner der Masterclass zu werden.

Haben Sie noch weitere Fragen zu der Bewerbung und der Ausschreibung? Dann wenden Sie sich an Marie Louise Hansel: [email protected]

RBS
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