COVID-19: Geographie einer Epidemie

Eine Visualisierung der bestätigten Fälle weltweit.

AnthropoScene: Journalistische Expeditionen in unsere neue Erdepoche

Seit dem 21. Januar gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) täglich einen Situationsbericht zu SARS-CoV-2, auch bekannt als Coronavirus, heraus.

Insgesamt gibt es (Stand 17.03.) mittlerweile mehr als 179 000 bestätigte Fälle, davon mehr als 80 000 in China. Mehr als 7400 Menschen sind bereits an COVID-19 gestorben. Europa befindet sich im Lockdown, social distancing ist das Wort der Stunde. Grenzen werden geschlossen, Ausgangssperren mit Einsatz der Polizei durchgesetzt.

Nach der Meldung der ersten Infektionen am 31. Dezember 2019 waren die Fälle auf China – und besonders auf die Region um Wuhan – beschränkt. Am 21. Januar gab es jedoch erste bestätigte Fälle in anderen Ländern der Region, die der Anfang einer weiteren geografischen Verbreitung waren. Wurden am 21. Januar nur vier Fälle in drei Ländern außerhalb Chinas gemeldet (Japan, Südkorea und Thailand), waren es am 8 März 24 727 bestätigte Fälle mit 484 Todesfällen in 101 Ländern und am 17 März 64 188 bestätigte Fälle mit 3108 Todesfällen.


Weltkarte Coronavirus-Fälle
Coronavirus (Covid-19) Fälle inklusive China (WHO, Stand 8. März)
Grafik: Coronavirus Fälle Stand 17 März 2020
Coronavirus Fälle Stand 17 März 2020

Das Epizentrum der Epidemie hat sich mittlerweile von Ostasien nach Europa verschoben. Das größte Cluster außerhalb Chinas gibt es in Italien (27 980 Fälle), gefolgt von Iran (14 991) und Spanien. (9 191).


Weltkarte: Coronavirus (Covid-19) Fälle außerhalb Chinas
Coronavirus (Covid-19) Fälle außerhalb Chinas (Stand 8. März 2020)
Grafik-Coronavirusfälle
Coronavirusfälle außerhalb Chinas Stand 17 März 2020

Während bei den ersten Infektionen außerhalb von China schnell eine Verbindung zu China hergestellt werden konnte (Reise, Kontakt zu Chinareisenden), ist das bei den aktuellen Ausbrüchen in Italien oder Südkorea nicht mehr der Fall.

Unsere drei Karten zeigen die bestätigten Infektionsfälle weltweit, einmal mit China, einmal ohne die Chinesischen Fälle (außer HongKong, Macao und Taiwan), um hier den Fokus auf die Verbreitung im Rest der Welt zu legen, sowie einmal die Fälle pro Kopf dargestellt. Die Karten stellen den Stand vom 17. März 2020 dar und beruhen auf dem Situationsbericht 48 der WHO. Nicht abgebildet auf dieser Karte sind bestätigten Fälle, die sich nicht auf einzelne Länder begrenzen lassen, wie zum Beispiel die 712 bestätigten Fälle vom Kreuzfahrtschiff ‚Diamond Princess‘, das vor Japan in Quarantäne lag.


Welt-Grafik-WHO: Coronavirus-Fälle
Coronavirus (Covid-19) Fälle pro 100 000 Einwohner (WHO Stand 8. März).

Pro 100 000 Einwohner gibt es die meisten Infektionen im Vatikan, gefolgt von San Marino, Süd Korea, Island und Saint Barthélemy. Erst dann kommen Italien, Iran und China in der relativen Verbreitung aller gemeldeten Fälle. (Stand 8. März)

Die hier gezeigten Karten sind sogenannte Kartogramme, in denen jedes Land proportional zur Anzahl der dort gezählten infizierten Personen dargestellt ist. Die Farbschattierungen in den ersten beiden Karten dienen der Orientierung und differenzieren die Hauptregionen der Welt.

Bei der Interpretation der Zahlen ist es wichtig zu bedenken, dass es sich hier um die gemeldeten Fälle handelt, wohingegen die tatsächlichen Infektionszahlen höher liegen dürften und die auch Qualität der Daten je nach nationalem Gesundheitssystem sowie politischem Handeln variabel ist.

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Rollrasen vor der Stadt

Eine freie übersichtliche Fläche wie dieser Rollrasen gibt mir ein Gefühl von Sicherheit und Weite. Ich mag das. Aber bei genauem Hinsehen gruselt es mich. Ein Beitrag aus Gerhard Richters Projekt "Field Writing".

Gerhard Richter sitzt mit seinem Klappschreibtisch an seiner Schreibmaschine auf einem Rollrasen. Es ist grün, und nur grün.
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Leben im Anthropozän: Wir sind die Urmenschen der Zukunft

Wie die Wissenschaft entdeckte, dass unser Leben auf Milliarden Jahren Erdgeschichte gründet – und wir die Erde jetzt für Hunderttausende Jahre verändern

Das Bild zeigt eine grönländische Gebirgslandschaft, mit einem See und einem kleinen Eisberg im Vordergrund.
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Ein Pilz, der mich gefunden hat

Eine Wiese aus der Sicht eines Pilzes.

Pilz und Schreibmaschine auf Wiese
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Gänger im Roggen

Fieldwriter Gerhard Richter taucht in ein wogendes Roggenfeld und erlebt Schönheit und Schrecken der Monokultur.

Der Klappschreibtisch steht im Roggenfeld. Fieldwriter im roten Hemd und Strohhut beschreibt die Monokultur, die auf dem Einsatz von Glyphosat basiert
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Wir und der Waschbär

Herziger Kuschelbär oder fieser Vandale? Waschbären rufen die seltsamsten Reaktionen bei Menschen hervor.

ein Waschbär trinkt aus einer Pfütze im Garten
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Im Schutz der toten Krone

Gerhard Richter schreibt auf seiner Schreibmaschine im Geäst eines umgestürzten Baumes und entdeckt einen alten Frieden und eine neue Uhr.

Gerhard Richter sitzt an seinem Klappschreibtisch neben einem umgestürzten toten Baum.
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Wohlstandsbauch aus Müll

Was passiert da, wo Müllautos 20 Jahre lang ihre stinkende Fracht abgekippt haben? Fieldwriter Gerhard Richter erkundet eine Deponie.

Fieldwriter Gerhard Richter sitzt an einem Klappschreibtisch auf einer Mülldeponie. Die Deponie ist geschlossen und mit einer Grasdecke bewachsen. Einzelne Bäume und Sträucher wachsen auf dem Müll.
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Expedition am Mississippi: Jeder Paddelschlag eine Erkenntnis

Der längste Fluss der USA ist ein Paradebeispiel für das Anthropozän. Er hat Land und Leute geprägt – und sie ihn. Studierende haben den Fluss bei einem „River-Semester“ erkundet. Flussreporterin Ilse Huber war dabei.

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Expedition am Mississippi: Alligatorensuche in einer einmaligen Landschaft

Flussreporterin unterwegs: Einst wurden die Reptilien erbarmungslos gejagt. Jetzt sind sie zwar vor dem Aussterben gerettet, aber auf den Menschen angewiesen

Das Bild stellt einen Abschnitt des Mississippi-Flusses dar. Im Zentrum Wasser, rechts und links Galeriewälder, die einen tristen Eindruck machen. Das Bild zeigt das Gebiet, in dem die Expeditionsteilnehmer nach Eiern von Alligatoren gesucht haben.
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Denkmal aus Vollmond und Beton

Fieldwriter Gerhard Richter schreibt im Vollmond über ein verlassenes Sägewerk und wie die Natur es zurückerobert

Fieldwriter Gerhard Richter schreibt nachts bei Vollmond, wie die Natur ein verlassenes Sägewerk zurückerobert
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