Schuldenerleichterungen? Nein danke!

Kenia und andere afrikanische Staaten nehmen ein Angebot der G20-Staaten nicht an

Die wirtschaftlichen Belastungen infolge der Corona-Pandemie bringen viele afrikanische Staaten an den Rand der Zahlungsunfähigkeit. Um ihnen im Kampf gegen COVID-19 zu helfen, wollten die G20 Zinszahlungen in Milliardenhöhe aussetzen. Kenia und viele andere afrikanische Länder haben das Angebot aber nicht angenommen. Warum greifen nur so wenige der verschuldeten Staaten zu? 


Auf dem afrikanischen Kontinent ist die Lage infolge der Corona-Pandemie dramatisch. David Beasley, der Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms, warnte schon Ende April vor dem UN-Sicherheitsrat, dass vielleicht mehr Menschen an den wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 sterben könnten, als am Virus selbst. „Deshalb spreche ich von einer Hungerpandemie.“ Als Grund nannte er den Absturz der Wirtschaft infolge der Pandemie.

Horrorszenarien blieben bisher aus

Dagegen blieb das Infektionsgeschehen auf dem afrikanischen Kontinent bisher deutlich hinter den Befürchtungen zurück. Und die waren in drastischen Worten geäußert worden. So hatte beispielsweise der deutsche Virologe Christian Drosten im April davor gewarnt, dass die Corona-Pandemie in Afrika zu Szenen führen könnte, die "wir nur aus Kinofilmen" kennen. Er und andere Experten befürchteten hunderttausende Tote. Denn in den meisten Staaten sind die Gesundheitssysteme schnell überlastet. Eine hohe Zahl von Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, können sie nicht bewältigen. Abstandsregelungen sind in den Armensiedlungen kaum einzuhalten und auch die hygienischen Bedingungen sind nicht immer ideal. 

RiffReporter fördern

Tauchen Sie ein! Mit ihrem Kauf unterstützen Sie neue Recherchen der Autorinnen und Autoren zu Themen, die Sie interessieren.

Liebe Leserin, lieber Leser,
um diesen RiffReporter-Beitrag lesen zu können, müssen Sie ihn zuvor kaufen. Damit Ihnen der Kauf-Dialog angezeigt wird, dürfen Sie sich aber nicht in einem Reader-Modus befinden, wie ihn beispielsweise der Firefox-Browser oder Safari bieten. Mit dem Beitragskauf schließen Sie kein Abo ab, es ist auch keine Registrierung nötig. Sobald Sie den Kauf bestätigt haben, können Sie diesen Beitrag entweder im normalen Modus oder im Reader-Modus bequem lesen.

Flatrate ab 8 € RiffReporter unterstützen
Afrika-Reporter