Uganda: Wahlkampf unter Lebensgefahr

Präsident Museveni und der Mut der Ugander*innen

Harriet Kamashanyu Zu sehen ist eine Straßenblockade aus brennenden Autoreifen, Rauch hängt in der Luft. Das Foto ist unscharf, was den Eindruck von Aktion, Bewegung und Gefahr unterstreicht.

Das ostafrikanische Uganda hat in den vergangenen Jahren mit seinen makro-ökonomischen Wachstumsraten beeindruckt. Obwohl das Wirtschaftswachstum bis zum Beginn der Corona-Pandemie stetig war, haben sich die Lebensverhältnisse der insgesamt sehr jungen Bevölkerung kaum verbessert. Zu den Gründen dafür gehören die weit verbreitete Vetternwirtschaft, Korruption, Misswirtschaft und ein hohes Bevölkerungswachstum. 

Viele Ugander*innen haben nie einen anderen Präsidenten erlebt als Yoweri Museveni, der das Land seit 35 Jahren mit zunehmend harter Hand regiert. Nun hoffen viele auf Veränderung, am 14. Januar finden Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Im Vorfeld lässt der 76-Jährige Amtsinhaber seinen wichtigsten Gegenkandidaten immer wieder verhaften, den Präsidentschaftskandidaten und Musiker Robert Kyagulanyi, Künstlername: Bobi Wine. Zur Begründung heißt es seit dem Beginn der Pandemie, seine politischen Veranstaltungen verstießen gegen das Abstandsgebot. 

Mitte November kam es nach seiner erneuten Festnahme zu Protesten, bei denen die Polizei scharfe Munition einsetzte. Nach ihren Angaben wurden mindestens 45 Menschen getötet, Menschenrechtsorganisationen nennen deutlich höhere Zahlen. Außerdem wurden Dutzende verletzt. Am 1. Dezember setzte Bobi Wine seinen Wahlkampf vorübergehend aus, nachdem Mitglieder seines Wahlkampfteams verletzt und auf sein Auto Schüsse abgegeben worden waren. Der 38-jährige Bobi Wine ist vor allem die Hoffnung jüngerer Menschen. 


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