Hochzeitstorten aus dem Slum

Bettina Rühl Geschmückter Tisch einer Hochzeitsgesellschaft mit mehreren Torten.

Ein Beitrag von Bettina Rühl aus dem Online-Magazin Afrika-Reporter.

Mathare ist einer der größten Slums in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Elendsviertel wie dieses haben einen schlechten Ruf: aufgrund der Armut seien die Menschen besonders gewaltbereit, die Kriminalitätsrate sei überdurchschnittlich hoch. Das ist aber höchstens ein kleiner Teil der Wahrheit. Viele Slumbewohner führen im Grunde ein ganz bürgerliches Leben, gehen einer regelmäßigen Arbeit nach. Das gilt auch für Eric Ouma, einen 53-jährigen Konditor aus Mathare. 

Donald Olak zieht die Aluminiumfolie beiseite, zum Vorschein kommt eine weiße, dreistöckige Hochzeitstorte, sicher einen halben Meter hoch. Der 25-jährige Kenianer stellt das Prachtstück auf einen mit Tüll dekorieren Tisch, in einen Kreis von vier weiteren Torten. Er verdient sein Geld damit, dass er die Buffets für Hochzeitsgesellschaften dekoriert und ausstattet. Heute sind die Torten und die Dekoration in violett und weiß gehalten. 

Mehrere Hochzeitstorten stehen auf einem Tisch und einem verzierten Pavillon.
Donald Olak hat seine Arbeit getan, das Tortenbuffet ist für das Brautpaar bereit.
Bettina Rühl

„Das hat sich das Brautpaar so gewünscht“, berichtet Donald. Das Paar selbst ist noch in der benachbarten Kirche, der Gottesdienst wird sich eine Weile hinziehen - Zeit, das Büffet und die Tische für die große Hochzeitsgesellschaft zu dekorieren, ein paar hundert Gäste werden erwartet. Außer den Torten hat Donald deshalb etliche Kuchen mitgebracht. Kaum jemand von den Gästen wird ahnen, wo das festliche Backwerk herkommt: aus einem der Slums von Nairobi. 

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