Kenia und Covid-19: Gute Zeiten für Wilderer?

Down to earth films Ein Elefant steht mitten auf der roten Piste im Loisaba-Schutzgebiet in Kenia. Das Foto ist aus einem Geländewagen heraus aufgenommen, das Auto ist im Anschnitt zu sehen und rahmt das Foto ein.

Ein Beitrag von Bettina Rühl aus dem Online-Magazin Afrika-Reporter. 

Die Nationalparks in Ostafrika werden zu einem großen Teil durch die Eintrittsgelder der Touristen finanziert. Jetzt sind auch in Ostafrika die Grenzen geschlossen, Reisende bleiben weg. Außerdem brechen der Bevölkerung in Kenia, die in der Nähe der Nationalparks lebt, viele andere Einnahmen weg. Die Versuchung, den Speiseplan durch Wildfleisch aufzubessern, ist groß. 

Joseph Ekaran legt dem Rüden Niamusi, der seine Ungeduld kaum zügeln kann, ein Führgeschirr an. Wenn er sein Halsband abgenommen und das Geschirr angelegt bekommt, weiß der sechs Monate alte Bluthund-Mischling, dass er gleich arbeiten soll. Und seine Aufträge erledigt er offensichtlich gern: Niamusi ist ein Spürhund, er arbeitet in dem privaten Naturschutzgebiet Loisaba im zentralen Hochland von Kenia. Bluthunde gelten als die fähigsten Spürnasen und sind, trotz ihres Namens, freundliche, unaggressive Tiere, und absolute Profis auf ihrem Gebiet. Der kenianische Hundeführer Joseph mahnt das Tier zu Geduld. Denn ehe es loslegen darf, muss es sich ja erst noch den Geruch desjenigen einprägen, den es suchen soll. Joseph, ein drahtiger Mann mit akzentuierten Wangenknochen, hat in einem Gefrierbeutel ein Gaze-Tuch dabei. „Das lege ich in den Fußabdruck des Verdächtigen“, erklärt er die folgende Prozedur. „Ich muss aufpassen, dass ich es dabei nicht berühre, damit Niamusi den unverfälschten Geruch des Verdächtigen aufnehmen kann.“ 

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Bettina Rühl

Der „Verdächtige“ ist heute ein Ranger des Loisaba-Schutzgebietes. Der hat sich schon vor etwa zwanzig Minuten auf den Weg gemacht, um sich irgendwo in der Savanne zu verstecken. Geübt wird außerhalb von Loisaba, damit Ranger und Hunde nicht womöglich Opfer einer Raubkatze werden. „Die Hunde müssen jeden Tag trainieren, bis sie in Rente gehen“, erklärt Joseph, warum sie heute üben. Niamusis Kollegin Nanyuki wird auch noch an die Reihe kommen, vorerst sitzt die Bluthündin im Geländewagen und wartet. In Loisaba gibt es seit 16 Jahren eine Hundestaffel, Joseph ist von Anfang an dabei. „Bevor wir die Hunde bekamen, war Wilderei ein großes Problem, erinnert er sich. „Seitdem ist das drastisch zurückgegangen, wir haben kaum noch Fälle.“ 

Erfolgreich im Kampf gegen Wilderei 

Als die Hunde den Spuren der ersten Wilderer erfolgreich gefolgt waren und die ersten Täter gestellt hatten, sprach sich das in den umliegenden Dörfern in Windeseile herum. „Jetzt wissen die Leute, dass sie für das Wildern womöglich vor Gericht und ins Gefängnis kommen.“ Denn Spezialisten wie Niamusi haben ein Zertifikat, ihre „Aussage“ kann vor Gericht verwendet werden. Umso mehr, als Joseph und andere Ranger auch als Polizisten ausgebildet sind. Manchmal folgt die Hundestaffel einer Fährte mehrere Tage lang, die Hunde arbeiten dann abwechselnd und können sich zwischendurch im Geländewagen ausruhen. Wenn sie die Täter finden, bleiben die Tiere immer freundlich, geben nur das antrainierte Zeichen: sie stellen sich vor den Gesuchten und gucken ihn an.   

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