Kooperation statt Konflikt

Kenianische Umweltaktivisten wollen die Bevölkerung am Naturreichtum teilhaben lassen

Bettina Rühl Einige junge Männer aus dem Hirtenvolk der Pokot in Laikipia haben neuerdings ihre Begeisterung für Yoga und Akrobatik entdeckt.

Ein Beitrag von Bettina Rühl aus dem Online-Magazin Afrika-Reporter. 

Begleitet vom Zwitschern der Vögel in der Savanne, sagt der junge Kenianer Dickson Katei die nächsten Yogapositionen an: „Heraufschauender Hund. Herabschauender Hund. Vorbeuge....“ Drei junge Männer folgen ihm konzentriert und ohne Blick für die Reize der Landschaft, in der sie trainieren: dem weiten, derzeit grünen Buschland von Laikipia, einer Region im Zentrum Kenias. Alle vier sind Akrobaten, wärmen sich mit den Yogaübungen auf. Dickson und die drei anderen jungen Männer gehören zum halbnomadischen Hirtenvolk der Pokot. Den „Sonnengruß“ und andere Yoga-Übungen zu praktizieren, ist unter ihren Altersgenossen ausgesprochen unüblich. 

Die nicht ganz naheliegende Idee, junge Hirten von der Faszination der Akrobatik zu überzeugen, hatte Sveva Gallmann. „Das Projekt ist eine wunderbare Möglichkeit, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und ihnen etwas anzubieten, womit sie sich hervortun können“, sagt die 38-Jährige Naturschützerin. Etwas anderes, als den Umgang mit der Waffe, das erfolgreiche Wildern geschützter Tiere oder bewaffnete Raubüberfälle auf das Vieh anderer Menschen. Denn viele junge Pokot sind tage- oder wochenlang mit Rinderherden in der Savanne unterwegs, etliche von ihnen mit Kalaschnikows bewaffnet. Nicht wenige benutzen ihre Waffen, um anderen Hirten oder Bauern deren Vieh abzujagen. „Durch die Akrobatik habe ich sehr viel gelernt“, sagt Dickson. „Früher habe ich mich beispielsweise unter Menschen nicht wohl gefühlt. Dank unserer regelmäßigen Vorführungen habe ich mich daran gewöhnt.“ Der 26-Jährige geht sogar noch weiter: „Die Akrobatik hat mich zu dem gemacht, der ich heute bin.“ 

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