‚Bark Cloth‘

Nachhaltiger Stoff aus Baumrinde

Leonie March Es ist eine Kunst für sich, weder den Baum noch die Rinde zu beschädigen

‚Bark Cloth‘ zählt zu den ältesten Textilien der Welt. Seit Jahrhunderten wird das Baumrindenvlies in Uganda hergestellt. Zwischendurch wäre diese Tradition fast in Vergessenheit geraten, nun aber erlebt sie eine Renaissance.

Fred Zziva ist schon frühmorgens auf den Beinen. Zielstrebig folgt der Kleinbauer einem schmalen Pfad durch einen lichten, tropischen Wald im Herzen Ugandas. Kaffeesträucher wachsen hier im Schatten von Bananenstauden und meterhohen Jackfrucht- und Feigenbäumen. Seit Generationen lebe seine Familie schon hier, erzählt der 54-Jährige. Ebenso lang stelle sie ‚Bark Cloth‘ her, einen traditionellen Stoff aus Baumrinde.

„Ich habe dieses Handwerk von meinem Vater gelernt und er von seinem“, sagt Zziva, der mir heute zeigen möchte, wie aus Baumrinde Textilien entstehen. Eine uralte Technik, deren Ursprünge Historiker bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgt haben und die mittlerweile von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt wurde.

Wann der Baum bereit für die Ernte ist

Zziva bleibt vor einem der Feigenbäume stehen, einem Ficus Natalensis, der hier Mutuba genannt wird. Ein Baum, der in vielen Legenden und Mythen der Baganda auftaucht und den besonderen Stoff liefert. Kritisch beäugt Ziva den Baumstamm und fährt mit seinen Fingern fast zärtlich über die Rinde. „Er ist bereit für die Ernte“, sagt er und holt ein Messer aus der Hosentasche. Was dann passiert, zeigt diese Bildergalerie:

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