Das Projekt #50survivors & FAQ

Wer, was, warum und vieles mehr

Mehr als 270.000 Menschen (Stand: 25. September 2020) haben in Deutschland mittlerweile eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden. Die "Survivors" haben in der Regel Antikörper dagegen entwickelt, sind jetzt zumindest eine Zeit lang immun und gelten offiziell als “genesen”. Sie alle teilen eine einschneidende Erfahrung – und sind gemeinsam plötzlich außergewöhnlich.

Wie gehen sie damit um? Das soll die journalistische Dialog-Recherche #50survivors zeigen. Dazu stehen 50 Überlebende aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz in stetigem Austausch mit der Redaktion von tactile.news, dem journalistischen Innovationslabor mit Sitz in Lüneburg. 

Wir finden, dass über Corona viel, aber sehr zahlenlastig berichtet wird (Infektionsfälle, Ansteckungsraten, Auswirkungen auf die Wirtschaft etc.). Deshalb interessieren uns vor allem die Erlebnisse, Gedanken und Gefühle der Betroffenen. 

Im Langzeit-Projekt stellen wir ihnen Fragen. Aus den Antworten entsteht hier im Riff allmählich ein vielfältiges Bild davon, was es wirklich bedeutet, Covid-19 überstanden zu haben. Ein Bild, das die bloßen Zahlen mit Leben füllt.


FAQ: Die wichtigsten Fragen –  und Antworten

Wer steckt dahinter?

Hinter #50survivors stecken natürlich auch Menschen: Isabelle Buckow, Astrid Csuraji, Dr. Jakob Vicari und Bertram Weiß bilden das Rechercheteam. Wir Vier gehören zu tactile.news, einem Innovationslabor aus Lüneburg. Als Partner für Redaktionen bietet tactile.news Workshops, Design Sprints und Formatentwicklungen an. Im Team mit Entwickler*innen, Maker*innen, Designer*innen und Social-Media-Expert*innen entsteht Treibstoff für überraschenden, einzigartigen Journalismus – ausgezeichnet etwa mit dem Deutschen Reporterpreis oder nominiert für den Grimme Online Award. HIER steht noch ein bisschen mehr über uns.  #50survivors wird gefördert durch die Riff freie Medien gGmbh.

„Dialog-Recherche“ – was soll das sein?

Häufig recherchieren Journalist*innen ein Thema und suchen ein bis drei Betroffene, die im Text zu Wort kommen. Wir aber wollen nicht nur Interviews mit Einzelnen machen, sondern mit 50 Menschen gleichzeitig über einen längeren Zeitraum das Gespräch suchen. Um besser zu verstehen und um Vielfalt zu zeigen. Aus den Erlebnissen und Antworten der Teilnehmenden erstellen wir Texte, Protokolle, Porträts, aber auch Karten oder Grafiken. 

Warum RiffReporter? 

Die Plattform unabhängiger Journalist*innen hat während der Corona-Zeit viele hochwertige und fundierte Beiträge rund um die Pandemie veröffentlicht. Das hat uns überzeugt, dass hier der beste Ort für unser Projekt ist.  

Warum machen das Journalist*innen, nicht Forscher*innen? 

Das Projekt ist journalistisch, es kann und will keine Studien ersetzen. Und es erfüllt die Aufgabe des Journalismus: Es gibt Einblick in das Leben von Menschen, die unsere Gesellschaft verändern werden. Es zeigt die Vielfalt, die hinter den Zahlen steckt. Kontinuierlich, verlässlich und über lange Zeit. 

Wie funktioniert #50survivors? 

Zum Einsatz kommt zum ersten Mal die neue Dialog-Software 100eyes, die tactile.news mit Unterstützung des Prototypefund entwickelt. Sie hilft Redaktionen dabei, gleichzeitig mit vielen Menschen in Kontakt zu bleiben. Die Software ermöglicht es, Teilnehmer*innen auf dem Kanal ihrer Wahl zu erreichen und Antworten an einem Ort gebündelt anzuzeigen. Für #50survivors kommen eMail und Telegram zum Einsatz. 

Kann ich noch mitmachen? 

Wir haben bereits 50 Betroffene gefunden, die Einblick in ihr Leben geben. Dafür sind wir sehr dankbar. Wenn aber auch Sie Ihre Erfahrungen als Covid-19-Patient*in mit uns teilen möchten, melden Sie sich gerne. Wir finden bestimmt einen Weg ins gemeinsame Gespräch. Schreiben Sie uns an: [email protected]

Und wie ist das mit dem Datenschutz? 

Wir halten uns an journalistische Standards, wir schützen unsere Quellen und vermeiden unangemessene sensationelle Darstellung. Wenn wir mal einen Fehler machen, beheben wir ihn transparent. Wenn wir etwas aus unserer Recherche veröffentlichen, z.B. ein Zitat, verwenden wir den Vornamen oder ein Pseudonym, keine vollen Namen. Auch weitere Daten wie Beruf, Wohnort oder Alter werden bei Bedarf anonymisiert.

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#50survivors